Auto Blog of the Year 2014

Auto Blog of the Year 2014

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Nein, ich habe nicht mitgemacht. Nein, ich fand die Idee am Anfang nicht gut. Nein, ich habe nicht abgestimmt. Aber manchmal wird am Ende eben alles gut. So wie bei der Wahl zum „Auto Blog of the Year 2014“ von der directline Versicherung.

Auto Blog of the Year 2014

Warum habe ich nicht mitgemacht?

Diese Art von Wahl empfand ich bereits im letzten Jahr als schrecklich oberflächlichen Linkbait.  Der Versicherer „directline“ agiert hierbei mit den klassischen Werkzeugen des Online-Marketings und verleiht drei dotierte Preise für den „Auto Blog des Jahres“  (warum muss es eigentlich ein „of the Year“ sein?).  In Summe sind es 3.500 € die an die Blogger überwiesen werden die gewonnen haben. 2.000 € für den Ersten, 1.000 für den Zweiten und der Dritte bekommt noch 500 €. Eine erschreckend geringe Summe für die Aufmerksamkeit die man damit erreichen wollte. (Und nun auch erreicht hat.) Erst einmal werden dutzende von Autoblogs nominiert und am Ende sollen die nominierten ihre Fans zur Wahl motivieren. Viele nominierte Blogs – am Ende waren es 15 Finalisten – ergeben viele Artikel über diese Wahl. Das Preisgeld motiviert die Blog-Inhaber gleich mehrfach auf ihre Teilnahme hinzuweisen. Egal – die Methodik ist so simpel, da fühle ich mich einfach beleidigt. Und auf der anderen Seite dachte ich mir, nachdem ab zu sehen war wer sich um diesen Titel bemüht, dass hier nun wirklich viele „Privat-Blogs“ dabei sind. Blogs die als Hobby betrieben werden. Da sollten Profi-Blogs erst gar nicht mehr dabei sein.

Und wie es der Juror von motor-talk ausdrückte: Viele der Auto-Blogs agieren kaum noch als Blog. Bingo! Auch ich sehe „mein-auto-blog.de“ kaum noch als Blog. Ein Magazin trifft es in Aufmachung, Menge der Artikel und Tiefe doch viel eher. Die ganz persönliche Note versuche ich diesem „Blog“  nicht abzugewöhnen, aber ein wenig mehr Abstand tut den Artikeln vermutlich gut.

Da war für mich klar: Ich beteilige mich nicht an dieser Blog-Wahl zum Autoblog des Jahres 2014. 

Jetzt stehen die Gewinner fest. Okay, eigentlich seit gestern 12h (5.6.) stehen die Gewinner fest und ich freue mich für die Gewinner. Denn was ich am Anfang nicht glauben wollte, ist nun doch passiert. Blog of the Year ist ein Auto-Blog geworden, dass ich selbst auch wirklich als Blog bezeichnen würde – ebenso der zweite Platz. Und auch bei der Bronze-Medallie freue ich mich. Lange Rede – hier die Sieger im Überblick:

  1. Fusselblog von Bernd Frank
  2. Sandmanns Welt von Jens Tanz
  3. Mercedes-Benz Passion Blog von Markus Jordan und Philipp Deppe

 

Am Ende wurde aus dieser Farce ein echter „Award“ – auch wenn ich noch immer nicht verstehe, weswegen es der „Auto Blog of the Year“ sein muss. Auto-Blog des Jahres wäre auch verständlich gewesen. Ganz egal. Glückwunsch an die Gewinner! Ihr seid auch für mich, ganz besondere Autoblogs!

Interessant ist die Tatsache, dass der Mercedes-Benz Passion Blog zum zweiten Mal in Folge auf das Treppchen kam. Im letzten Jahr gewann man den Award sogar. In diesem Jahr haben die beiden Mercedes-Experten das eigene Publikum anscheinend nicht genug motivieren können.

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

1 Comment

  1. Wir waren „nominiert“; wobei wir von einer anderen Autobloggerin im Bündel mit zahlreichen anderen Blogs vorgeschlagen wurden. Selbst haben wir uns nicht nominiert. Irgendwann bekamen wir dann eine Nachricht zur Nominierung.

    Schön und gut, wir haben es völlig ignoriert.

    Wir haben keinen Artikel über die Aktion geschrieben und auch in keinem Sozialen Netzwerk über die Aktion berichtet. Damit dürften wir die einzigen Blogger sein, die sich von den Nominierten nicht vor ihren billigen Karren spannen ließen – haben sogar auf Katzenbilder verzichtet. 😉