BMW M3/M4 ohne Karbon-Kardanwelle — Wegen Partikel-Filter nur noch mit schwerer Stahl-Welle

BMW M3/M4 ohne Karbon-Kardanwelle — Wegen Partikel-Filter nur noch mit schwerer Stahl-Welle

Rund 68.000 Modelle der aktuellen M3- und M4-Generation hat BMW bislang ausgeliefert. Alle mit CFK-Kardanwelle. Ab November wechselt BMW auf Stahl. Das macht die Autos zwar schwerer, lässt sie aber die strengeren Schadstoffnormen erfüllen.

Bei der Vorstellung von M3 Limousine und M4 Coupé im Jahr 2013 hob BMW die Leichtbaumaßnahmen explizit hervor. Warum auch nicht? Ambitionierte Fahrer lesen gerne, wo ihr Sportwagen ein paar Kilogramm einspart. Auf eine der Änderungen war man bei BMW besonders stolz: Die Ingenieure wechselten von einer Stahl-Kardanwelle, wie sie noch im Vorgänger E90 bzw. E92 verbaut war, auf ein Bauteil aus CFK.

Der Umwelt zuliebe

Die einteilige Kardanwelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff senkt das Gewicht um etwa 40 Prozent. Sagte BMW. Das leichtere und steifere Bauteil verringert außerdem die rotierenden Massen und verbessert deshalb die Dynamik des Antriebsstrangs. Eine CFK-Kardanwelle, die das Drehmoment des Sechszylinders vom Getriebeausgang an das Hinterachsgetriebe/-differential weiterleitet, verbaute man auch im später folgenden M4 Cabrio. Sowie in den Hochleistungsvarianten M4 CS und GTS. Allerdings rückt BMW jetzt von seiner Leichtbaulösung ab. Ab November wechselt der Premiumhersteller von CFK auf Stahl. „Diese Maßnahme schafft die technische Voraussetzung, um zukünftig geltende, gesetzliche Emissionsanforderungen erfüllen zu können“, heißt es.

Ab September 2017 gelten für Fahrzeuge mit Benzinmotor und Direkteinspritzung strengere Vorschriften, was den Ausstoß von schädlichen Feinstaubpartikeln angeht. Die Grenzwerte werden unter der Abgasnorm Euro 6c zusammengefasst, und betreffen zunächst neuentwickelte Modelle. Pro Kilometer dürfen sie noch maximal 600 Milliarden Feinstaubteilchen ausstoßen. Derselbe Grenzwert gilt auch für Dieselfahrzeuge. Keine Regel ohne Ausnahme: Eine Karenzzeit gestattet neu zugelassenen Benzin-Direkteinspritzern einen zehnfach so hohen Partikelausstoß bis 2018.

Die Hersteller reagieren und werden ihre Autos mit Benzin-Direkteinspritzern vermehrt mit Partikelfiltern ausrüsten. Mercedes praktiziert diese Technik im S 500 schon seit rund zwei Jahren. Audi fing im Juni 2017 mit dem A5 Coupé und 2.0 TFSI damit an. VW im selben Monat mit dem 1.4 TSI im Tiguan. Ford verbaut im kommenden Fiesta ST mit Dreizylinder-Direkteinspritzer einen Partikelfilter. Und auch BMW rüstet um. Davon sind die Hochleistungsmodelle M3 und M4 betroffen.

Keine schlechteren Fahrleistungen

Deshalb der Wechsel von einer CFK- auf eine Kardanwelle aus Stahl. Sie ist zwar im einstelligen Kilogramm-Bereich schwerer, baut aber schmaler. Der geringere Durchmesser schafft mehr Bauraum und erlaubt deshalb den Einbau eines Otto-Partikelfilters (OPF). Damit will BMW im Laufe des nächsten Jahres beginnen. Also Wochen nach der Umrüstung auf die Stahl-Kardanwelle. Einen konkreten Zeitpunkt für den Verbau des Partikelfilters nennt man noch nicht.

Die zweiteilige Kardanwelle aus Stahl soll die Fahrleistungen und Fahreigenschaften nicht mindern. Verspricht BMW. Nicht überall wird ausgetauscht: Im limitierten M4 GTS und im Produktionszeitraum begrenzten M4 CS bleibt alles beim Alten. In Deutschland und einem Großteil der EU wird BMW in M3 Limousine, M4 Coupé und M4 Cabrio die Stahl-Kardanwelle einsetzen, die der Version aus dem M2 ziemlich nahe kommt. In den USA dagegen nicht. Weil es dort die Vorschriften nicht nötig machen.

Innermotorische Maßnahmen allein hätten nicht gereicht, um die strengeren EU-Feinstaubwerte einzuhalten. Die hohen Einspritzdrücke von Benzindirekteinspritzer bringen mitunter den Nachteil, dass nicht ausreichend Zeit ist für eine optimale Gemischbildung. Es bleiben unverbrannte Bestandteile, die als Partikel ausgestoßen werden. Ein Partikelfilter fängt sie auf. Dort werden die eingelagerten Schadstoffe später verbrannt.

Dass Benzin-Direkteinspritzer auch ohne Partikelfilter sauber sein können und die strengen Grenzwerte einhalten, zeigte ein Test von auto motor und sport in Ausgabe 15/2017.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen den BMW M3 Competition im Test gegen den Cadillac ATS-V.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/keine-karbon-kardanwelle-mehr-bmw-m3-m4-12446142.html

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Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/adventskalender-2017-lego-technic-flughafen-loeschfahrzeug-12800509.html

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Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/adventskalender-2017-carrera-digital-132-family-12798241.html