BMW M5 alt gegen neu — Die Unterschiede zwischen F90 und F10

BMW M5 alt gegen neu — Die Unterschiede zwischen F90 und F10

BMW überführt den M5 in die sechste Generation. Der Modellwechsel bringt optische und technische Veränderungen. Wir zeigen die Unterschiede zwischen alt und neu und wagen einen ersten Vergleich mit den Rivalen.

Seit 1984 hat BMW den M5 in seinem Power-Aufgebot. 2017 geht die Business-Limousine in ihre sechste Generation. Aus den ursprünglichen 286 PS, die der M5 Typ E28S aus einem Vierventil-Reihensechszylinder mit 3,5 Litern Hubraum bezog, sind inzwischen 600 PS geworden. Sie quellen im neuen F90 wie beim Vorgänger aus einem 4,4-Liter-V8 mit zwei Turboladern. Der Hecktriebler von einst hat sich in einen Allradler verwandelt. Auch wenn der neue M5 weiter nur mit den hinteren Reifen scharrt – sobald der Fahrer den 2WD-Modus einschaltet.

Die neue Optik des BMW M5

Der Modellwechsel ändert das Aussehen des BMW M5 F90. Manche Umgestaltungen sind kosmetischer Natur. Wie zum Beispiel die Kiemen an der Hinterseite der vorderen Kotflügel. An anderen Stelle haben die BMW-Designer kräftiger angepackt. Wie zum Beispiel der Frontschürze.

Sowohl der zentrale Einlass, hinter dessen Wabenstruktur sich der Ölkühler verbirgt, als auch die äußeren Lufteinlässe zeigen sich formverändert. Die äußeren Mundwinkel im Vorgänger F10 sind flach und langgezogen. Dagegen stehen sie im Gesicht des F90 aufrechter. Eine Falz auf der Oberseite schafft Dreidimensionalität. Auch die Oberseite des zentralen Kühlergrills gestalten die Designer entsprechend.

Die Scheinwerfer, vorher noch abgesetzt, schließen sich nun direkt an die neu gestaltete Niere mit verstärkter Chromumrandung an. Sie sind anders geformt und strecken sich wie beim F10 über die Kotflügelwölbungen. BMW verändert marginal die Konturen auf der Aluminium-Motorhaube. Die zentralen Bügelfalten scheinen nicht so spitz zu zulaufen. Außerdem enden sie vor dem BMW-Logo. Die Änderungen machen den neuen BMW M5 grimmiger und dadurch noch eine optische Note sportlicher.

Die Spiegel kleiden die Münchner neu ein. Das Dach stellt man aus CFK her. Wie beispielsweise auch beim BMW M4 GTS. Das senkt das Gewicht. Trotz des schwereren Allradantriebes ist der Neue um 15 Kilogramm leichter als der Alte. Nach Gewicht steht es 1.930 zu 1.945 Kilo. Der neue F90 ist damit auch etwas leichter als der M5 E60.

Größere Spur an der Hinterachse

Der BMW M5 F90 hat eine um einen Millimeter kleinere Spur an der Vorderachse als der F10 (1.626 zu 1.627 Millimeter). Dafür stehen die Räder hinten weiter auseinander. 1.582 Millimeter im alten, 1.595 Millimeter im neuen M5. Die Sieben-Doppelspeichen-Leichtmetallräder im 20-Zoll-Format trägt nur die First Edition des F90. Serie sind 19 Zöller. Mit einer Reifengröße von 275/40 vorn und 285/40 hinten. Die Maße des alten M5: 265/40 R19 & 295/35 R19.

In der Seitenführung unterscheiden sich Generation fünf und sechs eher marginal. BMW bessert am Schweller und im Blech hinter den hinteren Seitenfenstern nach. Die kräftige Sicke entspringt den Kiemen der vorderen Radbacken. Darüber zeichnet BMW eine zweite, eher dünne Linie. Das Heck packt man kräftiger an: Schürze, Diffusor, Kofferraumdeckel und Rückleuchten bekommen einen neuen Touch. Mehr Evolution als Revolution. Im Innenraum ziehen digitale Instrumente und ein Touchdisplay mit Gestensteuerung ein. Noch ein Blick aufs Lenkrad mit den neuen Speichen. Neben den Schaltpaddels finden sich kleine, rote Wippen, über die der Fahrer das Setup verändern kann.

Neuer M5 deutlich sprintstärker – dank Allrad

Die Motorisierung ist bekannt: 8 Zylinder in V-Anordnung mit 4,4 Liter Hubraum und Biturbo-Aufladung. Die Ingenieure bestücken den V8 mit neuen Ladern, verkürzen die Einspritzzeiten, erhöhen den Einspritzdruck auf maximal 350 bar und verbessern die Kraftstoffzerstäubung. Ergebnis einer besseren Gemischaufbereitung soll ein schnelleres Ansprechverhalten sein.

600 PS leistete auch schon die Competition Edition und der „30 Jahre M5“. Jedoch ändert sich der Drehzahlabschnitt, auf dem die Maximalleistung anliegt. Im neuen F90 fallen die 600 PS zwischen 5.600/min und 6.700/min über die Antriebswellen her. Bei der M5 F10 Competition Edition bei genau 6.250/min. Der Standard-M5 F10 bezieht 560 PS zwischen 6.000/min und 7.000/min. Der Neue drehmomentelt stärker. Maximal reiten 750 Nm auf der Kurbelwelle. Das Hochplateau ist etwas schmaler ins Drehzahlband eingearbeitet: 1.800/min bis 5.600/min. Zum Vergleich die Competition Edition: 700 Nm zwischen 1.500/min und 6.000/min.

Das Verteilergetriebe im F90 greift ein, wenn die Hinterachse überfordert ist, und schiebt einen Teil der Leistung auf die Vorderachse. Dank Allrad wuchtet sich die neue Power-Limousine in 3,4 Sekunden auf 100 km/h. Die 200er Marke ist laut BMW nach 11,1 Sekunden fällig. Der alte F10 kann nicht gegenhalten. Auf Landstraßengeschwindigkeit schießt er sich nach 4,4 Sekunden ein. Selbst die Competition Edition (3,9 Sekunden) fällt deutlich ab.

Die Konkurrenz des M5 F90

Erster Konkurrent des neuen M5 ist der Mercedes-AMG E 63 S 4matic+, der ein bisschen teurer, dafür auch ein wenig leistungsstärker ist. Wenn man es nur auf PS und Nm reduziert. Die stärkste E-Klasse mit 612 PS und 850 Nm ballert wie der neue M5 in 3,4 Sekunden auf 100 km/h. Beim Gewicht hat der 5er einen Vorteil von 25 Kilogramm.

Eine weitere Alternative wohnt in Buchloe und hört auf den Namen Alpina B5. Die Limousine auf 5er Basis ist sogar einen Ticken stärker als der M5: 608 PS und 800 Nm kratzt Alpina aus dem 4,4-Liter-V8 mit speziellen Turboladern heraus. Allrad ist an Bord, Wankstabilisierung ebenfalls. Allerdings hat der B5 keinen reinen Heckantriebsmodus. Das eine Zehntel im Sprint (3,5 Sekunden) ist vernachlässigbar. Bei der Höchstgeschwindigkeit zieht der B5 sowohl M5 als auch E 63 ab. Alpinas Limousine rennt bis zu 330 km/h. Der M5 regelt serienmäßig bei 250 km/h ab – wie auch die E-Klasse –, optional gehen bis zu 305 Sachen. Mercedes gibt fünf Stundenkilometer weniger über die Elektronik frei.

Der B5 ist mehr Langstrecken-Begleiter, denn Rennstrecken-Maschine. Weil das Fahrwerk trotz diverser Einstellmöglichkeiten eher auf der komfortablen Seite bleibt. Es muss ja auch irgendwo ein Abstand zum M5 gewahrt werden. Ein Dreiervergleich mit echten Messdaten wäre sicher interessant. Da deutet vieles auf eine enge Kiste.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bmw-m5-f90-gegen-alter-m5-f10-12470780.html

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McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html