CES 2016: Das Auto. Mehr als ein Transportmittel

CES 2016: Das Auto. Mehr als ein Transportmittel

Dein Auto, dein Freund. Dein Auto, dein Kumpel. Dein Auto, dein Soulmate. So oder ähnlich stellt sich der Automobil-Zulieferer BOSCH das Auto der Zukunft vor. Vom schlichten, sachlichen und stark funktionalen Transportmittel zu einem „Kumpel“, der sich nahtlos in deine Welt einfügt. Ähnliche Entwicklungen kennen wir vom Smartphone, von der einst belächelten „mobilen Yuppi-Telefonbox“ zum wichtigsten Begleiter im Alltag, zum „first screen“ Zuhause. Längst übernimmt das Smartphone weit mehr als nur das simple „Kommunizieren“.  Das BOSCH-Showcar für die CES 2016 in Las Vegas ist eine solche Vision für die Wandlung von einem Nutzgerät  zu einem „Kumpel“. Nur in Automobilform. Einst nur eine Motorkutsche, in der Zukunft vermutlich ein smartphone auf Rädern und eventuell einmal so etwas wie ein Kumpel?

BOSCH zeigt in Las Vegas den „Best Buddy“ in der Form eines futuristischen Roadsters

Wenn sich zwei der wichtigsten Player in der Welt der Automobil-Zulieferer zusammen tun, um der Zukunft ein Kleid zu verpassen, dann sollte man genauer hinschauen. Was Zulieferer „visionieren“, ist üblicherweise in fünf bis zehn Jahren der automobile Alltag.

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BOSCH – Der Konzern mit den vielen Ideen

Für den Automobilzulieferer EDAG aus Wiesbaden ist der Messe-Auftritt mit einem spektakulären „Konzeptfahrzeug“ nichts ungewöhnliches. In Genf 2015 hat man den Cocoon erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Es war ein Auto mit einem völlig neuen Konstruktionsansatz. Bionical-Design, natürlicher Leichtbau, die Umsetzung von 3D-Druck für den Fahrzeugbau. Das Cocoon-Konzept demonstrierte gleich mehrere neue Denkansätze für das Auto der Zukunft. Für den Auftritt von BOSCH auf der CES 2016 geht man nun noch einen Schritt weiter. Aus dem Cocoon wurde ein „Soulmate“ – so bezeichnet man bei EDAG das Showcar von BOSCH.

Für BOSCH ist es wichtig, Konvergenz zu demonstrieren. Der Automobil-Zulieferer aus dem Schwabenland ist eben nicht nur Automobil-Zulieferer, sondern bietet auch Haus-Automation, Sicherheitslösungen und ebenso klassische Hausgeräte an. Das alles lässt sich verbinden. Es wird sich verbinden. Wir – die Endkunden – wir werden genau das einfordern. So logisch heute das smartphone in unseren Alltag integriert ist und oftmals kaum noch zum telefonieren verwendet wird, so logisch ist der nächste Schritt beim Automobil.

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2025: Konvergenz und autonomes Fahren

Das von BOSCH nach Las Vegas zur CES 2016 gebrachte „Showcar“ demonstriert eine Vision für das Auto der Zukunft. Während sich der von EDAG gezeichnete und konstruierte und von den Wiesbadenern als „Soulmate“ bezeichnete Zweisitzer nun als offener Roadster präsentiert, dabei aber nichts von seiner coolen Bionicle-Konzeption verliert, sorgt BOSCH für eine verständliche Vision des Autofahrens in der Zukunft.

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Around-View – im Innenraum

Es sind gleich sieben Displays mit einer Auflösung, die das Gesehene real werden lassen, die im Innenraum dominieren. Neben denen im klassischen Dashboard untergebrachten Widescreen-Displays sind es die Touchscreen-Displays in der Mittelkonsole, die den Zuschauer beeindrucken. Deren haptisches Feedback geht über das hinaus, was man bislang kannte. Es lassen sich Muster und Texturen erfühlen, obwohl das Display eine glatte Oberfläche besitzt! Für diese neuartigen Touchscreens wurde BOSCH bereits im Vorfeld mit dem „CES 2016 Innovation Award“ ausgezeichnet!

Neben den Monitoren im Sichtfeld der Insassen wird die fortschrittliche Gestaltung des Innenraums im Soulmate von den Bosch-Technikern genutzt, um ein „Ambilight“ in das Auto zu integrieren. So lassen sich Blindspots des Fahrzeuges darstellen, das Auto könnte damit Objekte im toten Winkel als flächige Beleuchtungsspots darstellen.

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Autonome Konvergenz

Wieder einmal im Auto unterwegs, wenn der Paketbote klingelt? Öffnen sie die Haustür vom Fahrzeug aus. Während der Fahrt natürlich. Das BOSCH Showcar steht für eine Verbindung von „Home“ und „Mobile“, für eine Konvergenz der Lebensräume und der Technologien. BOSCH ist auf dem Markt der Haus-Alarmtechnik ebenso vertreten wie in der Automobil-Technik, warum also nicht einfach die Welten verknüpfen?

Paket für sie!

Der Paketbote klingelt an der Haustür. Das Fahrzeug wird damit zum „fahrenden Smartphone“ und bietet, damit man sich vollständig auf das Gespräch konzentrieren kann, den autonomen Fahrmodus an. Zuvor prüft es die Fahrsituation. Lässt der Verkehr eine autonome Fahrt zu? Das zu einem „Steuer-Horn“ entwickelte Lenkrad blinkt hierzu im Bereich der Daumenablage mit blauen Touchfeldern. Der Fahrer bestätigt dies und das Auto übernimmt die Kontrolle über die Fahrt. Der Fahrer wiederum bestätigt mit seinem Daumenabdruck am neuartigen Touchscreen seine Identität und nimmt das „Telefonat“ mit seiner Türsprechanlage und dem Paketboten an. Den Paketboten in einen gesicherten Bereich des eigenen Zuhauses hereinlassen, damit er ein Paket abliefert oder auch mitnimmt, das ist nur ein Teil der Vision, die man bei BOSCH hat, wenn man an das „Auto als Kumpel“ für den Alltag denkt. Dass Autos schon sehr bald von alleine einparken werden, es ist nichts mehr, was uns überrascht. Dass uns die Autos in der Zukunft ähnlich nützliche „Kumpels“ sein werden, wie die smartphones heute – nur eine logische Entwicklung.

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Hirnschmalz für die Zukunft

Ein Notbremsassistent, ein Spurhalte-Assistent, alles sinnvolle Systeme für das Auto und vor vielen Jahren noch eine Vision. Es sind die Automobil-Zulieferer, die mit ihren Ideen den Fortschritt im Automobilbau maßgeblich antreiben. Und so muss man auch die Ideen hinter dem BOSCH-Showcar auf der CES 2016 in Las Vegas als Visionen mit hoher Chance auf Erfüllung sehen. Dass wir Fingerprint und Gesten-Steuerung schon bald im Auto als normal ansehen werden, davon darf man überzeugt sein. Dass uns der Alltag des autonomen Fahrens ganz neue Ideen bringen wird, nämlich wie man die Zeit im Auto sinnvoll nutzt, auch davon darf man überzeugt sein. Dass man das Auto schon bald nicht mehr nur als „Transportmittel“ sieht, sondern als „second home“ mit einer Verbindung zum „smart home“ und damit als Brücke zum „smart phone“ – davon ist der Autor nach dem ersten Kontakt mit dem Showcar von BOSCH auch überzeugt.

Der Weg des Soulmate

Wer den Weg nach Las Vegas scheut, der wird im März auf dem Automobil-Salon in Genf die Chance haben, den „Soulmate“ und die Ideen von BOSCH und EDAG in Augenschein zu nehmen. Wer auch nicht nach Genf kommt, der wartet auf den nächsten Artikel (12.01.2016) zum „Soulmate“ auf mein-auto-blog. Denn das Showfahrzeug bietet noch ein paar Details, die wir bei einem Blick hinter die Kulissen beleuchten werden.

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake — Extrem sportlicher und edler Ladewagen

Nur 99 Exemplare baut Aston Martin von ihm: Der Vanquish Zagato Shooting Brake könnte aus dem Stand heraus zum Sammlerstück werden. Laut Aston Martin Chief Creative Officer Marek Reichman ist die Nachfrage nach dem Wagen größer als das Angebot.

Der neue Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake gehört zu einer Gruppe von 325 Fahrzeugen. Schließlich baut Aston Martin auch noch 28 Vanquish Zagato Speedster, 99 Vanquish Zagato Coupés und 99 Vanquish Zagato Volante. Die in Kooperation mit dem italienischen Designbüro entwickelten Vanquish-Modelle basieren auf dem Vanquish S, sind also mit 592 PS aus einem 5,9-Liter-V12-Sauger unterwegs. Das elektronische Dämpfersystem soll an die Eigenschaften jeder Karosserievariante individuell angepasst worden sein.

Der Shooting Brake kommt ausschließlich als Zweisitzer auf den Markt. Das Dach des sportlichen Transportwagens bekommt von Zagato den sogenannten Double Bubble – zwei Wölbungen über den Köpfen der Insassen. Das Double Bubble ist mit verglasten Lichteinlässen versehen die helfen sollen, den Innenraum mit Tageslicht wohnlicher zu machen. Die Heckklappe gibt beim Öffnen den Blick auf ein luxuriöses Kofferraum-Abteil frei, für das ein Maßgepäck-Set zur Verfügung steht.

Edle Tradition zwischen Aston Martin und Zagato

Innen gibt der Vanquish Zagato Shooting Brake ganz den Aston Martin: Feinmaschiges Karbon spannt sich über die Oberflächen, die Drehknöpfe bestehen aus Bronze und natürlich steht auch eine edle Vollleder-Ausstattung zur Verfügung.

Die Kooperation von Aston Martin und Zagato hat eine lange Tradition: Bereits beim DB4 GT Zagato von 1960 haben die Engländer mit den Italienern zusammengearbeitet. Der neue Vanquish Zagato Shooting Brake wird ab 2018 gebaut, die Preise hat Aston Martin noch nicht bekanntgegeben.

Noch seltener: Der teure Speedster

Der Aston Martin Vanquish Zagato Speedster ist mit seinem Purismus das Gegenteil der Shooting-Brake-Variante: Die Speedster-Frontscheibe neigt sich flacher in den Wind und direkt hinter den Passagieren ziehen sich sogenannte Airdomes nach hinten. Auf der Heckklappe soll sich ein ausfahrbarer Spoiler um eine optimale Aerodynamik kümmern. Eigenständige Außenspiegel und eine individuelle Heckabrisskante grenzen den Speedster zusätzlich von seinen Zagato-Modellgeschwistern ab. Front- und Seitenschweller sind ebenfalls neu und ganz unten entsorgt eine Vierrohr-Abgasanlage die Verbrennungsrückstände des Zwölfzylinder-Motors. Luftverwirbelungen minimiert ein aus Karbon gefertigter Heckdiffusor. Vor Wind und Wetter schützt ein Notverdeck – das wiegt kaum etwas und hilft so, den Schwerpunkt des Speedsters tief zu halten.

Von den 25 Zagato Speedster baut Aston Martin 18 als Links- und sieben als Rechtslenker. Und das die Wagen Begehrlichkeiten wecken, hat Aston Martin natürlich im Preis berücksichtigt: Während ein Zagato Volante bereits mit umgerechnet zirka 725.000 Euro zu Buche schlug, wird für den Speedster wohl mit 1.450.000 Euro das Doppelte fällig.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/aston-martin-vanquish-zagato-shooting-brake-2017-12455415.html

Abt VW Arteon — R-Version vom Tuner

Bei VW gibt es ab Werk vom Arteon keine R-Version. Tuner Abt Sportsline aus Kempten im Allgäu füllt die Lücke mit einer 336 PS starken Tuning-Version.

Bei VW rollt der Arteon mit maximal 280 PS und 350 Nm aus einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner an den Start. Gegen Aufpreis ist der Arteon auch mit einem R-Line-Paket für Exterieur und Interieur zu haben. Nur eine echte R-Version mit mehr Leistung gibt es bei den Wolfsburgern nicht.

Abt schafft hier Abhilfe. Mit einer Zusatzbox zur Motorsteuerung legt der Vierzylinder auf 336 PS und 420 Nm zu. Damit soll der Fronttriebler in 5,4 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten und eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h erreichen.

Felgen in 19, 20 oder 21 Zoll Durchmesser

Auch im Bereich Fahrwerk hat Abt nachgelegt um den Arteon noch etwas sportlicher zu machen. Kürzere Federn senken den Schwerpunkt ab und lassen die neuen Felgen noch besser zur Wirkung kommen. Neue Felgen? Abt hält für den VW Arteon 19 Zöller mit 245/40er Reifen bereit. Alternativ können auf den Arteon auch Felgen im Durchmesser von 20 oder 21 Zoll montiert werden, die dann mit Reifen der Größe 245/35 – 20 oder 245/30 – 21 bestückt werden. Die Preise für die Komplettradsätze starten bei 3.839 Euro.

Aerodynamikkomponenten für den VW Arteon führt Abt noch nicht im Programm.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/abt-vw-arteon-r-version-vom-tuner-8500844.html