CES 2017: Vision von der letzten Meile

CES 2017: Vision von der letzten Meile

Mercedes-Benz hat gleich zwei Van-Konzepte nach Nevada gebracht. Nevada Anfang Januar? Zeit für die CES in Las Vegas. CES? Stand das mal für Consumer Electronics Show, will selbst der Veranstalter davon nichts mehr wissen. CES steht 2017 für „CES“. Punkt. Und aus der Handelsmesse für Elektronik-Krusch und Unterhaltungselektronik wurde eine Fachmesse für die drei wichtigen Themen der „mobilen Zukunft“. Elektrifizierung, Konnektivität und Autonomes Fahren. Und so nutzen die Automobil-Hersteller die erste Januar-Woche, noch vor der Messe in „Motown“ Detroit, um die Fachwelt auf die Zukunft einzustimmen.

VISION VAN VEGAS – Mercedes revolutioniert die „last mile“

Postbote 2.1

Es sind keine gänzlich neuen Konzepte. Beide Van-Varianten kannte man bereits, aber die CES bietet das richtige Umfeld, um auf das Thema „Van der Zukunft“ noch einmal aufmerksam zu machen.

Teil 1: Vans and Robots

Bereits vor dem ersten offiziellen CES-Tag lud Mercedes die Medienwelt in die urbane Welt eines Shopping-Centers vor den Toren von Las Vegas ein. Genau die richtige Umgebung. Denn auch wenn wir uns alle keine Briefe mehr schreiben, wir bestellen unsere Waren doch immer lieber im Netz. Oder wünschen eine Lieferung nach Hause, just in time. Um die steigenden Transportaufgaben zu meistern, investiert Mercedes-Benz zusammen mit weiteren Partnern eine gesteigerte Portion Hirnschmalz und heraus kommt der Bubentraum von Robot-Fans.

Mutterschiff und ihre Robot-Kids

Die Idee ist so cool wie logisch. Die letzte Meile ist für die Zustellung von Paketen die aufwendigste. Einsteigen, aussteigen, von Tür zu Tür, zurück in den Paketwagen, wieder 500 Meter fahren, einsteigen, aussteigen, klingeln und immer wieder von vorne. Das ist nicht einfach nur ein anstrengender Job, er ist auch jenseits jeder Effizienz angesiedelt. Wenn dann der Empfänger nicht anzutreffen ist, dann killt die Wiederanfahrt auch das letzte Quentchen Effizienz. Die Lösung, die Mercedes-Benz mit Starship Technologies, einem britischen Start-Up, erarbeitet hat – packt die Zukunft beim Schopfe.

Ein umgebauter Mercedes Sprinter dient als „Mutterschiff“ für ein halbes Dutzend Robots. Kleine sechsrädrige Roboter, die kaum größer sind als zwei Kasten Bier. Im Sprinter gemeinsam zu einer logischen und vom Kollegen Computer als ideal berechneten Haltestelle verbracht, schwärmen die Bots aus und erreichen selbstständig ihr Ziel.

Und wer klingelt an der Tür?

Mit der Hilfe von Kameras, GPS und Ultraschallsensoren bewegen sich die Robots mit bis zu 6 km/h auf den Gehwegen. Erkennen Passanten und rote Ampel. Klettern über Bordsteinkanten und werden aktuell auch noch von einem „Controller“ in zentraler Position kontrolliert. Die gesamte Lieferkette orientiert sich an dem Wunsch des Endkunden, möglichst schnell den bestellten Artikel zu erhalten. Via App lassen sich die Lieferadresse festlegen und der Zeitpunkt vereinbaren. Ebenso via App wird der Empfänger darüber informiert, dass sich sein Paket nun im Robot vor seiner Tür befindet.

Drei Stunden nach Bestellung soll die Ware dann beim Kunden eintreffen. Nicht einfach nur „same day“, auch noch individuell abgestimmt. Nach der erfolgreichen Übergabe macht sich der Robot wieder auf den Weg. Er kommuniziert ständig mit seinem Mutterschiff und ist in der Lage, zurück zum Ursprungsort zu fahren oder einen neuen „Meeting-Point“ zu vereinbaren.

Aktuell fahren die Robots bis zu 10 Kilometer. In der nächsten Ausbaustufe sollen sie nicht nur in ihrem Mutterschiff beladen, sondern auch aufgeladen werden. So lassen sich per Algorithmus geplante Auslieferungstouren um kleinere, dezentrale Waren-Hubs aufbauen. Big-Data, Automation und selbstfahrende Robots.

Die Vision von „Vans and Robots“ gibt einen Ausblick auf eine heftige Steigerung der Effizienz im Lieferverkehr und eine „letzte Meile“ , die vom Kollegen Robot abgefahren wird. Die Kosten für diese Automation? Knapp 1$/€/Pfund je Zustellung. Danke – dafür verzichte ich dann wirklich gerne auf den mürrischen Paketfahrer, der oftmals nicht einmal vor der Tür wartet, bis das Klingeln verhallt ist und seine „Benachrichtungskarte“ schon eingeworfen hat, bevor man die Chance hatte, ihm die Tür zu öffnen. Dann doch lieber per App ein Rendevouz mit dem Robot vereinbart ;).

Teil 2: Der Vision VAN in Vegas

„Vision Van in Vegas“: Vernetzung und Drohnen

Die Notwendigkeiten des alltäglichen Güter-Transportes mit den unausweichlichen Faktoren der Digitalisierung verschmelzen lassen. Nicht weniger als die Zukunft der „letzten Meile“ – mit dem Vision VAN präsentiert Mercedes-Benz einen Ausblick in die Welt von DHL, UPS und Co. in ein paar Jahren. Dass Drohnen und Robots dazugehören? So unwahrscheinlich ist das gar nicht.

Als erster Transporter weltweit wird er zum Gesamtkonzept für eine komplett digitale Prozesskette vom Warenverteilzentrum bis zum Empfänger. Er verfügt über einen vollautomatisierten Laderaum, integrierte Drohnen zur autonomen Luftzustellung und eine moderne Joystick-Steuerung. Dank seines 75 kW starken Elektroantriebs mit bis zu 270 km Reichweite erfolgt die Zustellung mit dem Vision Van emissionsfrei und nahezu lautlos. Mit dem Zusammen­spiel einer Cloud-basierten Steuerungssoftware mit optimierter Hardware setzt der Vision Van neue Maßstäbe für die Effizienz, Qualität und Flexibilität von Zustelldienstleistungen auf der letzten Meile.

Ein Musterbeispiel für intelligente Kommunikation

Besonderen Raum im Gesamtkonzept des Vision Van nimmt die Gestaltung der „User Experience“ und des „User Interface“ ein. Die Studie ist ein Beispiel für intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug, Fahrer und Umwelt. Über den Black Panel Kühlergrill mit LED-Matrix und ein ins Heck integriertes LED-Display kommuniziert das Fahrzeug mit anderen Verkehrsteilnehmern. Es warnt sie etwa, wenn das Fahrzeug anhält, abbiegt oder Drohnen von ihm abheben. Es signalisiert dem nachfolgenden Verkehr auch, dass das Fahrzeug überholt werden kann, weil es sich für längere Zeit in einer Parkposition befinden wird.

Im Innenraum setzt sich diese Form von intelligenter Kommunikation fort. Über das Dashboard, einen weit geschwungenen Ring, überzogen mit einer Premiumtextilie, versorgt das Fahrzeug seinen Fahrer mit allen relevanten Informationen – zum Beispiel Geschwindigkeit, Informationen zur Routen­planung und Details zum Drohnenflug. Auch über den Boden im Innenraum spielt der Vision Van Informationen an den Zusteller. Dank eines speziellen Effekts signalisieren LED-Anzeigen im Edelstahlboden, ob sich Fußgänger oder Radfahrer nähern. An der Hinterwand der Fahrerkabine, neben der integrierten Paketausgabe, befindet sich ein Infoterminal. Es dient als Kommunikationsmittel für die autonom funktionierende Systemwelt des Vision Van. Gleichzeitig dient es als zentrale Steuereinheit, um das intelligente Fahrzeug und die automatisierten Systeme und Informationen rund um die einzelnen Aufträge zu vernetzen.

Der Fahrer wird darüber hinaus mittels einer Smartwatch kontinuierlich mit Informationen für die manuelle Zustellung versorgt. Sie zeigt ihm unter anderem die Lieferadresse, Eingabecodes für elektronische Schließsysteme und gegebenenfalls sichere Ablageorte für die jeweilige Sendung an. Auch für den Endkunden ergeben sich neue Möglichkeiten: Er profitiert von der zuver­lässigen Umsetzung neuer Optionen wie der Lieferung am gleichen Tag und der zeitgenauen Zustellung. Gleichzeitig kann er die Zustellung optimal an seine Bedürfnisse anpassen und zum Beispiel deren Termin verschieben, wenn sich seine Tagesplanung ändert.

Willkommen in der Zukunft der Transportwelt.

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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

Ein Start-up entwickelt ein urbanes Lufttaxi — Der Lilium Jet fliegt mit 36 Elektromotoren

Ride-Sharing-Dienste wie Uber sollen künftig nicht nur Mitfahrgelegenheiten in Autos anbieten. Ein Münchner Start-up arbeitet am fünfsitzigen Flugtaxi. Der Lilium Jet war bereits in der Luft.

Der Heathrow Express in London, die Maglev-Magnetschwebebahn in Shanghai oder der Airport Railway Express in Seoul: Nur drei Beispiele aus großen Metropolen dieser Welt, wie Reisende vom Flughafen in die Stadt kommen oder aus dieser heraus ihren Flug erreichen.

Die Schienenfahrzeuge sind schneller als jedes Taxi oder jede Uber-Fahrt, kommen aber vor allem zu Stoßzeiten auch oft an ihre Kapazitätsgrenzen.

Das junge Unternehmen Lilium aus der Nähe von München möchte auch den Zubringerverkehr und direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, zum Beispiel zu einem Geschäftstermin, in die Luft bringen.

90 Millionen US-Dollar Kapitalspritze

Im April 2017 hat der Lilium Jet, ein elektrisch angetriebener Senkrechtstarter, den Jungfernflug absolviert. Jetzt hat das Start-up weitere 90 Millionen US-Dollar Kapital eingesammelt und entwickelt das fünfsitzige Fluggerät zur Serienreife.

Nur eine Spinnerei? Auf keinen Fall. Das zeigt neben der Kapitaldecke auch die Mitarbeiterliste. Mit Dr. Remo Gerber, ehemals Europachef des Fahrdienstvermittlers Gett, und Dirk Gebser, einem ehemaligen Airbus-Manager, konnte Lilium seine Führungsmannschaft mit prominenten Neuzugängen besetzen.

Unter den Flügeln des Lilium Jet sind 36 Elektromotoren untergebracht, die für eine Flugreisegeschwindigkeit von 300 km/h und eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern (Luftlinie) sorgen sollen. Genaue Leistungsdaten der Motoren nennt Lilium noch nicht.

Für Start und Landung werden die Klappen mit den Motoren hochkant gestellt, was für Abheben und Aufsetzen auf minimalem Raum sorgt. In der Luft klappt der Jet die Motoren in eine waagrechte Position.

In der Vision der Unternehmensgründer können Ein- und Ausstiegsstationen auf Hochhausdächern installiert werden, große Unternehmen dürften auf dem Dach ihrer Unternehmenszentrale eine eigene Jet-Flotte parken und nutzen.

Ein Geschäftsmodell für Airlines

Von Manhattan zu New Yorks JFK-Airport soll ein Flug mit dem Lilium Jet nur fünf Minuten dauern. Diese Strecke ist PR-wirksam als Beispiel ausgewählt, denn in der Metropole an der amerikanischen Ostküste sitzt man oft über eine Stunde im Taxi, das sich erst im Stau vor dem Tunnel und dann im Stop-And-Go-Verkehr nur sehr langsam fortbewegt.

Nach dem ersten Testflug wird es noch einige Zeit dauern, bis Flugtaxilinien ihren Dienst aufnehmen. Das Szenario eines eng verzahnten Verkehrssystems lässt sich aber schon aus heutiger Sicht gut zusammendenken:

Nach dem Transatlantikflug geht es mit dem Lufttaxi in die Innenstadt, wo bereits das Roboter-Taxi auf den Fahrgast wartet. Im Idealfall alles in einer App buch- und nachverfolgbar – was zum Beispiel für Airlines neue Geschäftsfelder eröffnen kann, die ihren Kunden von der eigenen Haustür bis zur letzten Meile ein komplettes Reisepakt anbieten können.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lilium-jet-elektrischs-lufttaxi-12803774.html

Xing Mobility Miss R — Der Megawatt-Elektrosportwagen

Das taiwanesische Start-Up Xing Mobility hat für Ende 2018 einen rein elektrisch angetriebenen Supersportwagen angekündigt. Der Miss R getaufte Zweisitzer soll optisch Anleihen bei Rallyeautos nehmen.

Viel Leistung und wenig Gewicht – das sind auch beim Miss R-Projekt aus Taiwan die Ingredienzien für einen radikalen Supersportwagen. Die Entwickler aus Taipei setzen zusätzlich auf eine gewisse Offroadtauglichkeit ihres Sportwagens.

Angetrieben wird der Miss R von vier Elektromotoren, je einer an jedem Rad, die es auf eine Gesamtleistung von 1.000 kW bringen. damit soll der Zweisitzer in nur 1,8 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten. Die 200-km/h-Marke wird nach 5,1 Sekunden gerissen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit über 270 km/h angegeben.

Beim Thema Batterie werden die Ankündigungen schon schmallippiger. Das Lithium-Ionen-Batteriepaket soll aus 98 Modulen und 4.116 Zellen bestehen, sitzt im Fahrzeugunterboden und verfügt über ein spezielles Kühlsystem. Zu Reichweite und Ladezeiten gibt es keine Angaben. Dafür soll der Energiespeicher leicht austauschbar sein, so dass die Fahrt nach 5 Minuten weiter gehen könnte, sofern ein geladener Energiespeicher bereit steht.

Einbaum mit freistehenden Rädern

Das eigenwillige Sportwagenprojekt setzt auch auf ein eigenwilliges Design. Die beiden Passagiere sitzen in einem Monocoque mit stählernen Hilfsrahmen, die die Aggregate, die liegend angeordneten Federbeine und die Steuerelektronik aufnehmen. Darüber stülpt sich eine schmale Kabine mit großer Glaskuppel und ohne sichtbare Türen. Die Räder bleiben freistehend, lediglich überdeckt von Radnahen Schutzblechen mit integrierten Luftleitelementen. Links und rechts der senkrecht abgehackten Nase trägt der Miss R jeweils zwei freistehende Rundscheinwerfer. Stark eingezogen zeigt sich das ebenfalls fast senkrecht abfallende Heck. Vor den Hinterrädern münden zwei Entlüftungsöffnungen.

Ein erster fahrfertige Prototyp des Miss R soll Ende 2018 bereitstehen. 2019 soll dann die Produktion einer auf nur 20 Exemplare limitierten Kleinstserie anlaufen. Als Grundpreis werden eine Million Dollar genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/xing-mobility-miss-r-der-megawatt-elektrosportwagen-764507.html