Das neue AutoBild-de Layout ist online

Das neue AutoBild-de Layout ist online

Die AutoBild hat für ihren Online-Auftritt bereits vor einigen Wochen die Werbetrommel gerührt und unter anderem hat man versucht, Blogger mit einer „Sneak-Peak“ Aktion zu einem Linkbait zu Gunsten von AutoBild zu bewegen.

Nice try. But failed.

Einen ebensolchen „Fail“ möchte ich dem grundsätzlichen Autobild Layout nicht vorwerfen, nein. Schaut man sich das Grund-Konstrukt an, dann darf man der AutoBild Online nun bescheinigen: Alles richtig gemacht. Das Layout könnte so direkt aus der Magazin-Abteilung für WordPress-Templates von Themeforest.com kommen. (Dort kommen meine Layouts im übrigen auch her..)

Verbockt wird das ganze und damit der Web-Auftritt, erst wieder in den Details und den Lösungen alter Verlagshäuser für Online-Auftritte.

„Gimme a: W – E – R – B – U – N – G“   What do we got?

Werbung.

Der Todfeind eines jeden eleganten Internetauftritts. Und wenn der Springer-Verlag etwas macht, dann macht er es richtig. Leider auch beim falschen. Also, richtig falsch. Und als Beispiel für meinen Rant über den neuen AutoBild Online Auftritt dient, dies feine Bildchen:

Der graue Hintergrund des Fotos entspricht meiner Monitor-Auflösung von 1680×1050 – minus der Browser- und Explorer-Leiste.  Wenn man also mit einem feinen, großen Monitor auf die Seite geht – und ich kenne Menschen die arbeiten mit deutlich mehr Auflösung – dann sieht man exakt 2 kleine blaue Bereiche innerhalb derer die aktuellen Inhalte zu finden sind. Wobei im Falles des Autobild Online Auftrittes erst einmal 2 Beiträge ins Auge fallen, die deutlich älter sind. Aber – das gehört wohl zum Konzept der Verlagshäuser für die Online-Auftritte.

Der gesamte rote Bereich wird für Werbung verkauft. Der Besucher der AutoBild.de Webseite surft also nicht „AutoBild“ an, sondern eine Litfaßsäule für Werbung. Toll. Nicht.

Der grüne Bereich ist die statische Benutzerführung inklusive des AutoBild-Logos.  Die kleinen gelben sind die imho besten Lösungen an der umgestalteten Online-Seite von Autobild-de, nämlich die social bookmarks und die Zusammenführung der einzelnen Themen-Seiten. Die 3 dunkelgrauen Ecken sind schlicht verschenkter Platz.

Was bleibt als Fazit für den „NEUEN ONLINE-AUFTRITT“?

Tolles Design. Nix berühmtes. Nix innovatives. Aber immerhin aktuell im Layout.  Dafür komplett verbockt durch die Werbe-Platzierung.

Ob der Springer-Verlag die Online-Webseite von AutoBild-de so ernst nimmt, wie die Papier-Version?  Ich glaube es nicht! Denn würde man es tun, dann würde man das Angebot an den Leser in den Vordergrund rücken – nicht die Werbeflächen für die Werbe-Agenturen.

Aber, was soll ich sagen? Danke.

Ihr helft uns Bloggern (und Online-Publishern ohne nachgelagertes-Verlagshaus)  damit indirekt mehr, als ihr Euch denken könnt….

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

13 Comments

  1. Hallo Bjoern, Mathe scheint nicht ganz Ihre Stärke zu sein?! Anderenfalls würden sie die Werbefläche der SEAT-Werbung nicht mit 70% beziffern.
    Die Markierungen der Werbeflächen sind theoretisch korrekt, nur werden diese nicht alle zur selben Zeit belegt – eben genau aus dem Grund, eine Überflutung zu vermeiden. Also wird man es nie erleben, dass die roten Bereiche komplett belegt sind.. Ich bin es von Ihnen aber schon gewohnt, dass Sie gerne professionelle Internetauftritte denunzieren. Ich meine hier Anzeichen des Neides auf die Umsatzgrößen der bisher angeprangerten Verlagshäuser erkennen zu können. Wobei bitte zu Beachten ist, dass ich dies lediglich vermute und nicht gleich unterstelle.
    Natürlich mögen wir alle keine Werbung. Weder im TV, in Zeitschriften, im Web oder auch nur im Radio. Aber die Vermarktung gehört nunmal in das Business. Und wenn ich in der Branche tätig wäre, würde ich sicher nicht aus Mitgefühl mit den Nutzern auf Werbeeinnahmen verzichten. Wenn mir jemand sagt, er will einen 60″TV haben, hat aber nur eine 30qm-Whg., dann überzeuge ich ihn auch nicht davon, einen 32″TV zu kaufen.
    Ich hoffe mein Beitrag wird trotz des Tones als konstruktive Kritik erkannt.
    Gruss Ben

    1. Absolut Ben. Und du darfst mich gerne „duzen“ 😉 Vorname und „Sie“ klingt doch doof.
      In der Tat, neben Französisch war auch Mathematik nie mein Lieblingsfach.
      Und ich freue mich in der einen regelmäßigen Leser gefunden zu haben.

      Was mir total gefällt ist die Tatsache, das der Kommentar aus dem Heinrich Bauer Verlag stammt. Sehen wir hier den Zusammenschluss der „alten Verlagshäuser“ um sich gemeinsam gegen die frechen Onliner zu wehren?

      Oder bist du das Benny? Dann wäre das Schade – als Ex-Blogger hätte ich von Dir mehr Chuzpße erwartet…

  2. Geld stinkt nicht. 😉 Wenn ich könnte, würde ich mein Blog jeden Tag so zupflastern. Na gut, vielleicht nicht jeden Tag…

    1. Ich nicht. Die Startseite ist wie die erste Magazin-Seite. Und wer greift sich ein Magazin wenn 70% der Titelseite mit Werbung zugebombt ist? Stell Dir mal vor, wie diese Zeitungswände in Kiosken aussehen würden 😉

  3. Also, selbst wenn ich AdBlock ausschalte sehe ich die rote Werbebande (oben, rechts-links) nicht …

    1. Wie oft warst Du heute auf der Seite? – Oder auf einer Seite die vom gleichen Vermarkter gefüttert wird?

    2. Hab es jetzt mit mehreren Browsern durch – immer wieder die SEAT Werbung – so wie im Screenshot.

        1. Stimmt. Aber stell Dir mal, Print-Magazine würden das ebenso machen. 70% der Titelseite als Werbefläche verkaufen.

  4. Also, selbst wenn ich AdBlock ausschalte sehe ich die rote Werbebande (oben, rechts-linkgs) nicht …