Der Angeles Crest Highway bei L.A. — Autoreise mit dem Mustang Shelby GT350

Der Angeles Crest Highway bei L.A. — Autoreise mit dem Mustang Shelby GT350

Einst als Evakuationsroute bei Großbränden geplant ist der Angeles Crest Highway heute eine Traumroute für alle Autoverrückten. Wir haben ihn mit dem Ford Mustang Shelby GT350 bereist.

Halb fünf Uhr morgens kappt der Wecker die Leitung ins Land der Träume. Es muss sein, sonst geht der Plan nicht auf – das zumindest redet man sich unter der Dusche ein. Kaltes Wasser hilft, alle Sinne schnell zu wecken.

Als die Tür leise ins Schloss fällt, geht der Film los. Die erste Szene spielt in einer Seitenstraße von Venice Beach, Los Angeles, Kalifornien. Das nahe Meer lässt sich nur erahnen, die Palmen am Straßenrand sind echt. Angenehm kühl ist die Luft unterm dunklen Himmel, sie schmeckt leicht salzig. In einem der vielen parkenden Autos sitzt ein Typ, der den Kopf auf das Lenkrad gelehnt hat und schläft. Nicht mehr lang – gleich wird ihn der Mustang wecken. Er wartet keine 20 Meter entfernt in seiner Lücke, und auch wenn er sich noch so anstrengt – er wird laut losknurren. Als GT350 kann er gar nicht anders.

Das Ziel? Die Straße der Engel

Zweite Szene: Die Straßen von Venice haben kurz nach fünf Uhr morgens einen gesunden Ruhepuls. Sie sind so leer und schön, wie man es sonst nur aus alten Filmen kennt. Kein Wunder, dass sich so viele Menschen einst in diese Gegend verliebt haben – und geblieben sind. Dass daraus viel später eine Megacity mit verstopften Straßen werden könnte – daran hat wohl nie jemand gedacht.

Vermutlich führte der Angeles Crest Highway deswegen lange ein unbeachtetes Leben – am anderen Ende der Stadt. Es kann aber auch mit seiner Bauzeit zu tun haben, die von 1929 bis 1956 dauerte. Im ursprünglichen Plan sollte der Highway durch die San Gabriel Mountains ein Rettungsweg werden, falls es notwendig gewesen wäre, die Umgebung wegen Großbränden evakuieren zu müssen. Als die Straße fertig war, erinnerte ihr Verlauf an ein dickes langes Seil, das irgendjemand wahllos auf eine Gebirgskette geworfen hat. Entstanden war ein 100 Kilometer langes hügeliges Kurvenparadies.

Das ist unser Ziel – und wir sind nicht allein. Unter Rad- und vor allem Autofans ist die Strecke schon seit ein paar Jahren angesagt, weil sie ihnen Frieden und Freiheit serviert wie nur wenige im Großraum L.A. Selbst bekannte Typen wie Jay Leno oder Magnus Walker, der Porsche-Outlaw mit den langen Dreadlocks, brausen regelmäßig vor Sonnenaufgang durch die Stadt, um mit dem ersten Sonnenlicht den Highway der Engel zu genießen. Und sich um kurz vor acht in einer kleinen Hütte – „Newcomb’s Ranch“ – ein leckeres Frühstück zu bestellen.

Dritte Szene: Allein für die Tour durch das verschlafene L.A. hat sich der frühe Start gelohnt. Der Mustang huscht befreit über all die bekannten Boulevards, flaniert durch die Hollywood Hills und ist dabei der einzige Star. Denn alle anderen schlafen noch. Daher lähmen ihn kein Stau, keine kurzen Ampelphasen, kein talentfreier Taxifahrer.

Die Zivilisation im Rückspiegel

Als der Mustang den hippen Stadtteil Echo Park passiert, dreht die Natur an den Reglern und färbt den Himmel rosarot. Im Rückspiegel funkeln die gläsernen Hochhäuser von Downtown wie Leuchttürme der modernen Welt, während in der Frontscheibe die ersten Hügel der San Gabriel Mountains auftauchen. Zwei Gasstöße, vier Kurven, und dann ist das Begrüßungsschild „Angeles National Forest“ da. Es markiert den Anfang der Strecke, die das Navi als weiße Schnur auf grünem Grund anzeigt.

In der Realität ist es ein zweispuriger Streifen aus dunklem großporigem Asphalt mit gelber Mittellinie und gefährlich steilen Abhängen. Leitplanken schützen nur in den wildesten Kurven, dafür ist die Aussicht überall fantastisch. Die Straße schlängelt sich ziemlich eifrig auf 2.100 Meter hoch. Für den Mustang kein Problem: Er atmet tief durch den großen, offenen Filter und versorgt die acht Brennräume seines 5,2- Liter-Herzens mit frischer Bergluft. Dass er ab dem 2017er-Modelljahr das Track-Paket serienmäßig an Bord hat, erheitert uns kaum. Denn Ford bringt den GT350 nicht offziell über den Teich. Eine Schande, handelt es sich doch um nichts weniger als den besten Mustang der Neuzeit. Auch wenn es kein echter Shelby ist.

Happy End bei den Engeln

So leichtfüßig und schnell, wie dieser Ford durch die Kurven fliegt, ist es egal, was an seinem Heck steht. Frei von störenden Wankbewegungen eines übergewichtigen Amis tanzt er talentiert über den Highway der Engel – und lässt beim Fahrer die richtige Dosis Adrenalin frei. Natürlich muss man ihn führen, muss aufpassen und abwägen. Alles andere wäre bei 533 PS und Hinterradantrieb ja auch ziemlich leichtfertig.

Und der Highway? Der lässt uns an seinen vielen Aussichtspunkten verschnaufen. Und serviert dem Fahrer unzählige Postkartenmotive voll zauberhafter Natur, die kurz vor dem Horizont mit den Spitzen von Los Angeles gerahmt ist. Mit Endorphinen geflutet, kommt man irgendwann zu „Newcomb’s Ranch“, der alten Holzkneipe oben in den Bergen. Dort treffen sich alle, die sich von der Straße berauschen lassen. Man frühstückt zusammen, schwatzt und fühlt sich wie in einem dieser Hollywood-Happy-Ends.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mit-dem-mustang-gt350-auf-dem-angeles-crest-highway-12421761.html

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McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html