Durch das Dreiländer-Eck gestromert

Durch das Dreiländer-Eck gestromert

Vom 3.5. bis zum 5.5. stand die Bodensee-Region mächtig unter Strom. Ein buntes Starterfeld von namhaften Automobil-Herstellern war aufgeboten, als die AutoBild neben der Klassik-Rallye auch einlud zur ersten:

BODENSEE-ELEKTRIK 2012

An drei Tagen zu Beginn des Monats Mai wurde aus der wunderbaren Region rund um den Bodensee eine besonderer Veranstaltung-Ort  für die Pioniere in der Automobil-Elektrifizierung.  Neben den bekannten Elektrofahrzeugen von Mitsubishi und Nissan, waren auch die noch im Test-Stadium befindlichen Modelle von BMW und Volkswagen vor Ort. Ebenso aufregend und interessant waren auch der „E-„Type Jaguar des Windkraft-Spezialisten „Windreich“ und der umgebaute Fiat 500 des Hamburger Unternehmens Karabag.

Unterstützt wurden die bereits genannten Modelle von einer breiten Palette an Mercedes-Benz E-Mobilen, die sowohl als reines E-Fahrzeug vor Ort waren, als auch in einer Brennstoffzellen-Version.  Auch der Ingolstädter Hersteller Audi hatte 2 e-tron Versionen mit am Start und nicht vergessen darf man die besonders sportliche Form des Elektroantriebes unter der Meldung vom US-Sportwagen: Tesla Roadster Sport.

Mit dem Fisker Karma und den beiden Konzernbrüdern von GM, dem Chevrolet Volt und dem Opel Ampera, wurden auch Range-Extender-Fahrzeuge auf den Prüfstand der e-Auto-Tour durch das Dreiländer-Eck geschickt.  Nicht minder innovativ, aber bereits ein gewohnter Anblick war der von Toyota eingesetzte PlugIn Prius der anstelle des geplanten Wasserstoff-Versuchsfahrzeuges an den Start ging.

Tesla, der Sportler unter den E-Autos

Tag 1:

Die „Erste Etappe der Bodensee-Elektrik 2012″ führte vom Startpunkt und dem Rallye-Basislager Bregenz, über beschauliche Sträßchen in das Allgäu, durch das Schwaben-Städtchen Tettnang und weiter bis nach Friedrichshafen. Neben einer Kontroll-Station in der beeindruckenden Kulisse eines Luftschiff-Hangers, war der Zielpunkt das Dornier-Museum in Friedrichshafen. Unter den legendären Dornier-Modellen wurde in gemeinsamer Runde der erste Tag der E-Auto Rallye mit einem guten Essen und vielen „Strom-Gesprächen“ beschlossen.

Als „Zeilen-Tipper“ und Blogger fuhr der Verfasser von diesem Artikel seine erste E-Auto-Rallye, das Ergebnis nach dem ersten Auto bestätigte dann auch die Erfahrung in dieser besonderen Rallye-Form. Der vom Verfasser und seiner Pilotin gelenkte Mitsubishi i-MiEV kam an Tag 1 über einen traurigen 20.ten Platz leider nicht hinaus.

Fisker Karma 403 elegante PS

Tag 2:

Der zweite Tag sollte für uns vom Team: „Mitsubishi i-MiEV“ besser werden. Neben einem Fehler in der eigenen Rallye-Methodik wurde die Enttäuschung des ersten Tages abgeschüttelt und wir genossen die Routenwahl der Organisatoren. Von Bregenz ausgehend fuhr der Rallye Tross lautlos durch das Appenzeller-Land. Beschauliche Ortschaften, teilweise durch Bergdörfer in denen die Zeit langsamer zu laufen scheint als im Tal. Das ambitionierte Ziel der E-Auto Rallye-Gemeinde lag auf der über 2.000m hohen Schwägalp am Berg Säntis.  Besonders ökonomisch fahren und dabei die Berge erklimmen, ein besonderer Spagat am Steuer eines E-Auto. Erfordert die Bergfahrt doch Höchstleistung von E-Motoren und den Saftspendern in Akkumulatoren-Form.

Unser i-MiEV fuhr die Strecke souverän. (Was indes nicht jeder Teilnehmer für sich behaupten konnte). Doch an dieser Stelle ist der spezielle Charakter der ersten Bodensee Elektrik noch einmal wichtig: Es geht nicht um die Erzielung von Höchstleistungen im Bereich der Geschwindigkeik, es ist eine Rallye die zum Test des aktuellen Standes in der E-Auto Entwicklung einlädt. Die renommierten Hersteller erreichten die Schwägalp allesamt problemlos und mit genug Zuversicht, den reduzierten Watt-Haushalt der Bord-Akkus durch die bevorstehende Talfahrt, mit der Hilfe der „Rekuperation“ wieder auffüllen zu können.

Und in der Tat, zurück auf Bodensee-Niveau erreichten alle Teilnehmer den gemeinsamen Parc-Fermé bei den Illwerken in der Stadt Bregenz.

Die Wertungsprüfungen des zweiten Tages waren für das Team Mitsubishi i-MiEV mit der Startnummer 511 doch deutlich positiver. Platz 11 von 21 gewerteten Teilnehmern – ein erster Erfolg für das gemischte Team aus Online-Journalisten am Steuer des ersten in Groß-Serie hergestellten Elektrofahrzeuges.

Das i-MiEV Team!

 

Tag 3 und das Finale bei der Bodensee-Elektrik:

Angespornt von den ersten Erfolgen, nahmen die 22 Teilnehmer den dritten Tag bereits früh in Angriff und gingen erneut auf eine lange Etappe die den bunt gemischten Fuhrpark auf eine Reise durch Österreich und Deutschland führte. Mit Stationen am Ravensburger Spieleland und dem Hymer Museum in Bad Waldsee, ging es durch das Allgäu auf den Rundkurs mit famoser letzter Wertungsprüfung, am Zielpunkt der Rallye in Bregenz.

Wp7, 8, 9 und 10 wurden an diesem letzten Tag gefahren und an WP8 fuhr das Team aus dem kleinen Stromer i-MiEV, der Bloggerin Nicole Y. Männl und dem Schreiberling dieser Zeilen auf den 2.ten Platz. Geschlagen nur von der Rallye-Expertin Isolde Holderied. WP8 sollte der einzige Glanzpunkt für Startnummer 511 gewesen sein. Am Ende stand nur ein 19.ter Platz auf der Ergebnisliste.

Pilotin Isolde Holderied und Nicole Männl

In der Gesamtwertung reichte die Teamleistung im von Mitsubishi Motors Deutschland genannten i-MiEV leider nur für einen Platz 16. Und doch, es war ein Erfolg. Denn wir sind angekommen. Ohne Pannen. Keine Defekte. Der i-MiEV hätte die Rallye gewinnen können, wären Pilotin und Beifahrer noch ein paar Tage länger als Team unterwegs gewesen.

So gewann die „1.Bodensee-Elektrik 2012“ das Team von Toyota Deutschland, mit Isolde Holderied am Steuer und Hauke Schrieber (AutoBild) am Gebetsbuch und den Stopp-Uhren. Auf Platz 2 kam der Tesla Roadster Sport mit dem engagiert fahrenden Stefan Voswinkel (AutoBild) und der Beifahrerin Kathrin Schira (Tesla Deutschland) ins Ziel.  Den 3.ten Platz sicherten sich die Audi-Boys im Audi A1 e-Tron, pilotiert von Andreas Metzmeier und Reinhold Felber.

 

Es waren spannende Kilometer durch eine der schönsten Landschaften, mitten im Dreiländer-Eck Deutschland, Österreich und Schweiz – es war vor allem auch ein deutlicher Beweis, was E-Mobilität schon heute kann und für die Teilnehmer dürfte es eine besondere Erfahrung gewesen sein, ohne Motorengeräusche die Umwelt zu erleben und die Strecke zu genießen.

Der Mitsubishi i-MiEV besteht unter den strengen Blicken des TÜV

Auf ein Wiedersehen in 2013!

 

Alle Ergebnisse im Blick: „klick“ 

Große Galerie auf Facebook!

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger