EarthRoamer XV-LT und XV-HD — Extrem-Wohnmobile für die Weltreise

EarthRoamer XV-LT und XV-HD — Extrem-Wohnmobile für die Weltreise

Der US-Umrüster EarthRoamer baut Fernreise-Träume: Riesentrucks mit Allradantrieb und Monsterreifen. Neu ist der XV-HD für 1,5 Milionen Dollar – dafür gibt es jeden erdenklichen Luxus an Bord.

Tupperware war gestern: bei EarthRoamer in Colorado entstehen Expeditionsmobile, die auf einem deutschen Campingplatz vermutlich zur Massenpanik führen würden. Mit dem neuen XV-HD haben sich die Wohnmobilbauer nochmals übertroffen. Das Monster auf Basis des Ford F-750 kostet 1,5 Millionen Dollar. Auf Basis der beiden schwersten Ford-Pickups, dem F-550 und dem riesigen F-750, entstehen autarke Wohneinheiten mit der Garantie, auch die abgelegensten Gegenden des Kontinents bereisen zu können.

Earthroamer XV-HD

Der XV-HD wurde anlässlich einer Messe vorgestellt und ersetzt das bisherige Topmodell auf Basis des älteren Ford F-650. Der Earthroamer XV-HD ist für sechs Bewohner geeignet, was sich in der entsprechenden Dimensionierung niederschlägt: 950 Liter Frischwasser und 435 Liter Diesel kann der Riese bunkern, die Solaranlage stellt 2.100 Watt zur Verfügung und speichert sie in Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 20 (!) kWh.

Angetrieben wird der 10,7 Meter lange und 4,14 Meter hohe Earthroamer XV-HD von einem Ford V8-Diesel mit 6,7 Liter Hubraum und 330 PS Leistung. MIt 15 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sprengt der XV-HD auch diesbezüglich alle Grenzen, die man bislang bei Earthroamer kannte. Wer sich mit dem Riesen auf den Weg machen möchte, sollte gut bei Kasse sein: Ein Basispreis von 1,5 Millionen US-Dollar wird aufgerufen. Und damit Earthroamer mit dem Bau beginnt, wird eine Anzahlung von 375.000 Dollar als Sicherheitsleistung gefordert.

Die ohnehin schon feudale Ausstattung des EarthRoamer XV-LTS toppt das Riesengerät XV-HD nochmals deutlich: Er hat unter anderem einen Zentral-Staubsauger, Waschmaschine und Wäschetrockner an Bord.

Wirklich Heavy Duty

Deutlich günstiger, wenngleich immer noch sündteuer ist das Standardmodell, der Earthroamer XV-LTS mit einem Basispreis von 438.000 US$. EarthRoamer verwendet bereits seit einigen Jahren den Heavy-Duty-Pickup Ford F-550 für diese Variante, inzwischen in der aktuellen 2017er-Version. Auf das Basis-Fahrgestell des für 8,8 Tonnen ausgelegten Allrad-Pickups baute EarthRoamer früher drei verschiedene Kabinenlängen, die sich mit drei Radständen kombinieren ließen. Der längste EarthRoamer VC-LT Super Stretch mit Einzelkabine kam auf eine Gesamtlänge von 8,1 Meter. Für harte Geländeeinsätze am spannendsten war dagegen der EarthRoamer XV-LT mit der kürzesten Wohnkabine und dem Einzelkabiner-Fahrerhaus: mit 3,5 Meter Radstand und 6,9 Meter Gesamtlänge war er, vernünftig dimensionierte Bereifung vorausgesetzt, durchaus zu Heldentaten im Gelände in der Lage.

Das aktuelle Modell XV-LTS wird als Einheitsversion gefertigt, 8,8 Meter lang, 2,43 Meter breit und 3,66 Meter hoch. Mit dem 6,7-Liter großen V8-Diesel erreicht der EarthRoamer XV-LT Verbrauchswerte um 20 Liter auf 100 Kilometer. Klingt auf den ersten Blick nach ziemlich viel, doch im Vergleich zu den üblichen Motorhomes in den USA, die meist mit den billiger produzierbaren V8-Benzinern motorisiert sind, ein echter Quantensprung.

Für die Stromversorgung nutzt EarthRoamer neben einer Solaranlage eine zusätzliche 3,7 kW-Lichtmaschine, um die Bordbatterien aufzuladen. Der Grund dafür ist auch, dass der Powerstroke-Diesel, falls die Bordbatterien komplett leer sind, praktisch als Generator im Standbetrieb eingesetzt werden soll. EarthRoamer gibt einen Stundenverbrauch von 1,8 Liter Diesel an, was deutlich unter dem Verbrauch eines externen Stromgenerators dieser Leistungskategorie liegt.

Üppiger Platz für bis zu sechs Reisende

Die Wohnkabine ist für vier bis sechs Personen ausgelegt. In der kleinsten Kabine finden zwei Erwachsene und zwei Kinder Schlafplätze, in der größten Superstretch-Kabine bis zu sechs Erwachsene. Für die Nasszelle kann über eine zweite Tür ein kleiner Raum zusätzlich abgeteilt werden, der den Bewegungsraum beim Duschen vergrößert. Im normalen Wohnbetrieb bleibt dieser „Vorraum“ Teil der Kabine.

Die Nasszelle verfügt neben einem Absaug-Ventilator auch über ein spezielles Luftheizungssystem, mit dem unabhängig von der Kabinenheizung stärker vorgeheizt werden kann. Dies lässt sich auch praktisch als Wäschetrockner einsetzen, indem nasse Kleidung einfach über der Duschwanne aufgehängt und die Zusatzheizung aktiviert wird.

EarthRoamer mit Luxus-Ausstattung

Wer amerikanische Wohnmobile kennt, weiß um deren Küchenausstattung, die weit über die hierzulande übliche Bestückung hinausgeht. EarthRoamer macht da keine Ausnahme: Mikrowelle, ein dieselbetriebener Herd mit Ceran-Kochfeld, ein riesiger Kühlschrank mit 200 Liter Inhalt. Besteck, Ess- und Kochgeschirr werden in speziellen Halterungen klapperfrei und pistenfest verstaut. Die Spüle mit integriertem Seifenspender, Zerhacker-Abfluss und Dusch-Armatur würde auch in einer Wohnung eine gute Figur machen.

Die Frischwasserversorgung ist schon beim Basismodell recht feudal geregelt, in dem ein 320-Liter-Wassertank montiert wird. Für ausgedehnte Trips ins Nirgendwo lässt sich bei AerthRoamer ein Wassertank mit 511 Liter bestellen. Um die Entsorgung muss man sich allerdings etwas öfter kümmern als ums Frischwasser bunkern, der Abwassertank fasst rund 100 Liter. Allerdings ohne die in unseren Breitengraden gewohnte Akrobatik bei der Grauwasser-Entleerung: der Abwassertank ist mit elektrischer Pumpe komfortabel fernbedienbar.

EarthRoamer ist weltgrößter Expeditionsmobil-Hersteller

Mit dem in Handarbeit, aber in Serie gefertigten XV-LTS ist EarthRoamer nach eigenen Angaben zum größten Hersteller von Expeditionsmobilen weltweit geworden. Eine große Fan-Gemeinde in den USA veranstaltet regelmäßig Abenteuer-Reisen über den ganzen Kontinent und in alle Klimazonen. Ein billiges Vergnügen ist das freilich nicht, da unterschieden sich die Amerikaner kaum von den in Europa bekannten Expeditions-Umrüstern.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/earthroamer-xv-lt-und-xv-hd-die-coolsten-camper-der-usa-6669077.html

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GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept — Spaßmobil mit Kettenantrieb für den Schnee

Der Winter steht vor der Tür, Zeit Winterreifen aufzuziehen – oder gleich einen Kettenantrieb, wie das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept, das jetzt vorgestellt wurde.

Nein, GMC stellt nicht von Allrad- auf Kettenantrieb um, zumindest nicht generell. Das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept enstand auf Basis einer Sponsor-Partnerschaft zwischen GM und der US-Skiregion Vail Mountain und bleibt ein Einzelstück, das über die komplette Wintersaison 2017/2018 im Nobelskigebiet präsent sein soll.

Als Basis für das Spaß-Snowmobil fiel die Wahl auf den GMC Sierra 2500HD Denali 4WD Crew Cab. Der bringt nicht nur reichlich Platz in seiner Doppelkabine und auf der Ladefläche mit, sondern auch einen Allradantrieb. Am All Mountain Concept wurden allerdings die vier Räder ausgemustert und durch Kettenantriebselemente ersetzt. Die sorgen nicht nur für ausreichend Traktion auf jeden Terrain und an jedem Hang, sie liefern zudem noch mehr Bodenfreiheit.

1.234 Nm für den Snowboardtransport

Beim Antrieb kommt das Serienaggregat des Sierra 2500HD zum Zuge. Der 6,6 Liter große V8-Turbodieselmotor liefert 445 PS und ein maximales Drehmoment von 1.234 Nm, die über eine Sechsgang-Automatik herfallen.

Und nur falls der Kettenantrieb noch nicht genug Aufmerksamkeit auslösen sollte, hat GM den GMC auch in ein besonderes Farbkleid gehüllt und mit Zubehör aufgerüstet. Karosserie und Unterboden werden von diversen LED-Leuchtmitteln illuminiert. Auf die Ladefläche wurde ein Snowboardhalter montiert. Auf dem vorderen Schutzbügel brennt eine LED-Lichtleiste Löcher in die Nacht. In der Kabine heizt eine Highend-Soundanlage den Passagieren ein. Abgerundet wird der Auftritt des GMC Sierra 2500HD All Mountain Concepts durch ein Bergpanorama auf den Flanken sowie einen roten Designstreifen über das Heck.

Neben dem Einsatzmobil für Vail Mountain soll ein ähnlich gestalteter Ketten-Pickup auf der L.A. Autoshow ausgestellt werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gmc-sierra-2500hd-all-mountain-concept-spassmobil-fuer-den-schnee-8498807.html

Uniti Elektro-Stadtauto — Mit Siemens zur Serienproduktion

Das schwedische Elektro-Auto-Startup Uniti hat für die Serienfertigung seines Elektro-Stadtautos jetzt Siemens als Produktionspartner gewonnen. 50.000 Autos sollen gebaut, die ersten 2019 ausgeliefert werden.

Der Uniti ist ein rein elektrisch angetriebenes Stadtauto mit zwei oder drei Sitzen und Flügeltüren. Gefertigt wird es aus Kohlefaser und Materialien aus Bioverbundwerkstoffen. Pedale und ein Lenkrad gibt es nicht an Bord, gesteuert wird per Steuerruder wie in einem Flugzeug, und zwar ohne mechanische Verbindung zwischen Steuerruder und Rädern. Auch ein klassisches Armaturenbrett gibt es nicht. Alle relevanten Informationen werden über ein Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Zudem soll der Uniti autonome Fahreigenschaften mitbringen.

Angetrieben wird der Uniti von einem Radnabenmotor, der je nach Konfiguration zwischen 15 und 40 kW leistet. Als Energiespeicher stehen wahlweise Lithium-Ionen-Batterien mit 11 oder 20 kWh Kapazität zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird modellabhängig mit 90 bis 120 km/h angegeben, die Reichweite liegt entsprechend bei 150 bis 300 km. Der Spurt von Null auf 80 km/h soll der nur knapp 400 kg schwere Uniti in 3,5 Sekunden schaffen. Geladen werden können die Batterien per Induktion oder an der Steckdose.

Ab 2019 ab 20.000 Euro

Um den Uniti auch in Produktion zu bringen, hatten die Schweden per Crowdfunding schon rund 1,2 Millionen Euro bei 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern eingesammelt. Jetzt steigt Siemens als Produktionspartner ein. Die Zusammenarbeit soll die vollautomatisierte Serienfertigung des Elektroautos möglich machen. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 50.000 Exemplare produziert und ab Anfang 2019 ausgeliefert werden.Gebaut wird der Uniti im schwedischen Landskrona.

Der Preis für den Uniti soll bei rund 20.000 Euro liegen. Bislang soll es 200 Vorbestellungen geben.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 aus einem Universitäts-Projekt hervorgegangen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/uniti-elektro-stadtauto-mit-siemens-zur-serienproduktion-3233959.html