Einer der ältesten Autohersteller auf der Techno Classica – Skoda

Ja, es stimmt: Skoda baut schon seit über 100 Jahren Fahrzeuge aller Art und zeigt dies stolz auf der Techno Classica in Essen. Die Tschechen stellen 16 Exponate, die einen bunten Querschnitt durch die Firmenhistorie bieten, aus und feiern gleichzeitig vier Jubiläen.115 Jahre Motorsport, 50 Jahren Skoda 1000 MBX, 40 Jahre Skoda 105/220 und 25 Jahre Zugehörigkeit zu Volkswagen sind eine Erwähnung wert. So passt im Endeffekt auch das Motto von Skoda für die Techno Classica – „Bewegte Geschichte“.

Der Autobauer blickt nicht nur auf eine 121-jähre Firmengeschichte zurück, sondern auch auf Herausforderungen und auf turbulente Zeiten, die Meilensteine hervorgebracht haben. Dementsprechend sollen die Exponate Kraft, Energie und Vielfalt symbolisieren. Den Beginn macht ein Einzylinder-Motorrad aus dem Jahr 1901 von Laurin und Klement. Damit zeigt sich, dass der Motorsport schon lange zur Firmengeschichte gehört, da das Zweirad mehrere Langstreckenrennen gewann. Ausgestellt werden zudem Klassiker des Typs TB, L80 und CCR.

Bei den PKW setzen die Tschechen auf den Skoda Fabia R5, der in der WRC2-Kategorie in der  Rallye-Weltmeisterschaft antrat. Aber der Reihe nach, schließlich setzt die Geschichte früher an. Nach dem zweiten Weltkrieg produzierte Skoda einen sportlichen Zweisitzer, den Supersport. Der Rennwagen mit Vierzylinder-Reihenmotor leistete bis zu 180 PS und erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 200 km/h. Die große Besonderheit: Es gab nur zwei jemals gebaute Exemplare, die beide als verschollen galten. Im Jahr 2005 wurde jedoch ein erstaunlicher Scheunenfund Wirklichkeit und eines der beiden Fahrzeuge erblickte wieder das Licht der Welt. Auf der aktuellen Techno Classic erstrahlt der Renner wieder in vollem Glanz.

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Ein weiteres Exponat findet sich in Form des Skoda 130 RS von 1975 auf der Messe. Er steht ebenso für die Rennsporterfolge von Skoda, da er einen Klassensieg bei der Rally Monte Carlo einfahren konnte. 1981 konnte sogar der Gewinn der Markenwertung der Tourenwagen-EM mit diesem Fahrzeug verbucht werden. Auch die Replika des Skoda Favorit F2 Rallye markiert einen erfolgreichen Motorsporteinsatz der Tschechen: 1994 konnte mit ihm die Ralley-WM in der Fronttrieblerklasse gewonnen werden.

Seitens der Vorkriegsmodelle zeigen sich auf der Techno Classica der L&K So/200, der Typ 442 sowie der 110 Phaeton von 1928. Er ist das erste Modell, das beim Zusammenschluss von Skoda und Laurin&Klement entstand. Die komfortable Oberklasse-Limousine markierte dabei den ersten Verkaufsschlager der Marke – ganz im Gegenteil zum viel gescholtenen Volkswagen, der denselben Namen trug. Neben diesem Klassiker wartet aber noch ein anderes historisches Fahrzeug auf die Messebesucher, ein Skoda Rapid Cabrio von 1936. Besonderheit des offenen Tschechen: Er umrundete in 97 Tagen die Welt und legte dabei 27.000 km zurück. So konnte Skoda schon damals mit seiner Zuverlässigkeit überzeugen.

Ein weiteres sportliches Exponat bildet der Sportwagen 1100 OHC. Die Basis bildete hier der Skoda 1000 MBX, der auf der Techno Classica seinen 50. Geburtstag feiert. Das Fahrzeug bietet einen Heckantrieb und Heckmotor, was man sich heutzutage gar nicht mehr bei einem dieser Tschechen vorstellen kann. Er bildete – so Skoda – einen der Höhepunkte der 1.0 Liter Klasse und wurde durch den Viertürer – den Skoda 1000 MB – gekrönt. Hinzu gesellt sich die Modellfamlie 105/120 und feiert in Essen ihr 40. Jubiläum. In 14 Jahren Bauzeit erwies sich dieser Wagen als praktisches und preiswertes Familienauto. Dank dieses Rufs verkaufte er sich über zwei Millionen Mal. Der ausgestellte 120 LS soll an den Verkaufsschlager erinnern und trägt einen Vierzylinder unter der Fronthaube.

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Das Ende der Heckmotoren bei Skoda wurde mit dem 130 Rapid eingeläutet. Der 1,2 Liter Motor wurde 1987 mit einem modernen Fünfganggetriebe ausgerüstet und fuhr ein Jahr später sogar mit einem Alumotor vor. Der Skoda 135 Rapid markiert schließlich den letzter Skoda mit Heckantrieb. Diese Zeiten waren spätestens seit der Verknüpfung mit Volkswagen vorbei. So feiert der Zusammenschluss in diesem Jahr so etwas wie eine silberne Hochzeit – also sein 25-jähriges Jubiläum. Das erste gemeinsame Modell war der Skoda Felicia im Jahr 1994, der ebenfalls auf der Techno Classica in Essen zu sehen ist und noch bis zum 10. April begutachtet werden kann.

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