Elektrisch zum Einkaufen? Outlander Plug-In Hybrid im Alltag

Elektrisch zum Einkaufen? Outlander Plug-In Hybrid im Alltag

Worum geht es bei einem sinnvollen Familien-Auto eigentlich? Was muss ein Auto können, damit man es im Alltag gut findet? Was sind die echten Werte, die ein Auto besitzen muss, um nützlich zu sein? PS und Drehmoment sind am Stammtisch echte Argumente, aber im Alltag? Im Alltag braucht ein Auto andere Talente.

Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid – Der Alltagscheck

Heute: Elektrisch zum Einkaufen

Im Juni kam meine Tochter zur Welt, mein erstes Kind. Das verändert einfach alles. Plötzlich sind Sportwagen nur Autos mit zu wenig Platz, zu viel Verbrauch, zu wenig Alltagsnutzen. Cabriolets sind Autos, die man im Sommer mag, in einer lauen Sommer-Nacht. Aber bitte nicht zuviel. Cabriolets sind auch toll auf dem Parkplatz vor der Eisdiele. Das Kind in die Sonne schnallen und dann zum Spaß über Landstraßen wedeln? Quatsch. Kleinwagen? Sind sparsam, billig, Versicherung und Steuer sind üblicherweise geschenkt, aber wohin mit dem Kinderwagen?

Am Ende ist die Wahl für das praktischste Alltagsauto ganz einfach, frustrierend einfach. Ein SUV muss her. Wobei es eine Menge Autofahrer gibt, die kommen ganz ohne Kind, ganz ohne Familie, ganz ohne Wunsch und Notwendigkeit nach Platz und Praktikabilität zum gleichen Schluss. Ein SUV muss her. Ganz ehrlich: So richtig verstanden habe ich diese Käufergruppe bis dato nicht. Bis zum Juni.

SUV = Allrad = Spritfresser

Großes Auto, großer Spritverbrauch. Klingt logisch?

Der aktuelle Dauertester Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid hat mir genau das Gegenteil bewiesen. Und das ist enorm beeindruckend. Mit den beiden E-Motoren, dem Benzinmotor, der Batterie, dem Allradantrieb, dem riesigen Kofferraum und den fünf vollwertigen Sitzplätzen kommt der Outlander Plug-In Hybrid auf ein stattliches Leergewicht. Das muss doch im Alltag, im täglichen Kurzstreckenverkehr, den vielen Kaltstarts, dem ständigen Anfahren, Bremsen, Stau, Stopp & Go dem Tankwart ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Weit gefehlt.

52 Kilometer rein elektrische Reichweite sind das Geheimnis

Wir wohnen auf dem Land. Höflich formuliert. Der nächste Supermarkt ist 11 Kilometer entfernt. Die nächste Tankstelle auch. Der Bäcker? Auch. Die nächste Post-Filiale? Noch weiter. Die Bank? Auch nicht näher. Der Friseur? Noch weiter. Der öffentliche Nahverkehr ist drei Mal am Tag anzutreffen. Kurzum: Ein Alltag ohne Auto ist nicht denkbar. Zugleich sind es gerade diese Kurzstrecken von unter 30 Kilometer, die einem Auto richtig weh tun. Kaltstarts lassen Motoren verschleißen und treiben den Verbrauch nach oben.

Als junger Vater ist mir der Weg zur nächsten Drogerie mittlerweile so geläufig wie früher die Strecke in die Stammkneipe, ins Kino oder an die Rennstrecke. Aber natürlich ist auch die Drogerie nicht im gleichen Ort, sondern auch wieder 10 Kilometer entfernt.

Der Alltag mit dem Plug-in Hybrid sieht in diesem Umfeld so aus:

Der Outlander Plug-In Hybrid steht bei uns vor dem Haus und tankt Öko-Strom aus der Steckdose. Hätten wir Solarzellen auf dem Dach, dann würden wir den „Treibstoff“ für den SUV selbst produzieren. Für die wöchentliche Tour zum Bäcker, dem Supermarkt und zur Drogerie lässt sich der Plug-In Outlander per Handy App, noch vor der Abfahrt, auf die richtige Temperatur bringen. Jetzt, wo es draußen langsam kühler wird, wartet ein vorgewärmtes Auto auf die kurze Etappe. Einen klassischen Benziner würde man bei 10 Kilometern kaum auf Temperatur bringen, also wären Handschuhe und dicke Jacken angesagt. Nicht besonders praktisch beim Auto fahren, oder?

Stecker aus der Ladebuchse gestöpselt, Schalthebel auf D und lautlos geht es los. 12 Kilometer später, auf dem Parkplatz des Supermarktes, rangiert der Outlander Plug-In Hybrid lautlos in die Parklücke. Der Benzinmotor des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal an. Im Display zeigt der Plug-In Hybrid Outlander noch 28 Kilometer elektrische Restreichweite an. Die 52 Kilometer, die nach Europäischen Norm-Zyklen festgelegt wurden, sind ein Anhaltspunkt, aber leider nicht der Alltag. Aber: Jeder Kilometer rein elektrisch macht Spaß. Man hat im Hinterkopf, dass man eben auf dem Weg von zuhause bis zum Parkplatz vor dem Supermarkt nicht ein Gramm CO2 produziert hat. Völlig emissionsfrei.

Im Benzintank des Outlander Plug-In Hybrid warten gute 40 Liter auf ihren Einsatz. Im Alltag als Familien-SUV jedoch häufig vergebens. Wenn es am Wochenende dann zur Oma geht, sind die ersten Kilometer rein elektrisch fahrbar, dann schaltet sich der Benziner hinzu und nimmt einem jede Angst vor den „Reichweiten-Problemen“ von „normalen“ Elektroautos.

An fünf von sieben Tagen fährt der Outlander Plug-In Hybrid zu 90%  jedoch rein elektrisch. Er bringt die Windeln aus der Drogerie, er holt die Milch aus dem Supermarkt, er füllt den Kühlschrank und fährt Papa zum Bahnhof (wenn die Lokführer mal nicht streiken..). Und er tut dies alles, rein elektrisch. Angetrieben von Öko-Strom. Ohne CO2-Emissionen.

Seit Juni ist mir das plötzlich wichtig. So wichtig wie die Frage nach dem „richtigen“ Familien-Auto. Eventuell denke ich in 10 oder 15 Jahren wieder völlig anders. Aber bis dahin werde ich viele Erfahrungen mit dem ersten Plug-In Hybrid SUV der Welt gesammelt haben. Nicht nur elektrisch zum Einkaufen, auch im restlichen Alltag als „Familien-Auto“.

Bleiben Sie also dran!

 

Jede Woche gibt es eine neue Episode zum Dauertest mit dem Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid. Haben Sie Fragen? Schreiben Sie mir! 

 

 

 

 

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

4 Comments

  1. Ich freue mich hier über Alltags-Erfahrungen mit dem Outlander PHEV lesen zu können. Was mich im speziellen Interessieren würde zu lesen, wäre folgendes:

    – Gerade die letzten Tage: Wie waren die Wintereigenschaften?
    – Wie verhält es sich mit der Geräuschkulisse – ist der Outlander im Praxis-Alltag eher ein wirklich leises Auto oder sind die Fahrgeräusche von Reifen, Wind und (ab und an) Benzinmotor doch gar nicht soviel angenehmer als in einem reinen Benzinfahrzeug?
    – Wie gut ist der Fahrkomfort im Alltag? Also Sitzergonomie, Federungskomfort, Ansprechzeit der Heizung, Heizwirkung?
    – Wie sitzt es sich? Steigt man bequem und entspannt aus, oder zwickt der Rücken schon mal?
    – Wie gut ist das Licht im Outlander?
    – Wie gut funktionieren die Assistenzsysteme – allen voran der adaptive Tempomat?

    Viele Fragen – und für die Antworten schonmal vielen Dank im voraus!

    1. Hallo Andreas,

      ich werde diese Fragen im „Dauertest-Artikel“ an diesem Wochenende eingehen. Der Outlander PHEV ist ja nun bald 3 Monate bei uns und damit ist es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Und genau diese Punkte stehen auch auf dem Plan! Freut mich sehr, wenn mein Blog bei der Suche nach Antworten helfen kann.
      LG
      Bjoern Habegger