Elektroauto Polestar 2 (2019) — Gegner von Volvo für das Model 3 von Tesla

Elektroauto Polestar 2 (2019) — Gegner von Volvo für das Model 3 von Tesla

Volvos Submarke für Elektroautos möchte Ende 2019 ein rein elektrisches Mittelklasse-Modell auf den Markt bringen. Zu vertretbaren Preisen und in nennenswerten Stückzahlen.

Der Polestar 2 wird das erste von insgesamt fünf Elektrofahrzeugen der Marken Volvo und Polestar, die zwischen 2019 und 2021 eingeführt werden, und das erste batterieelektrische Fahrzeug (BEV) der gesamten Volvo Car Group sein.

Reichweite von gut 400 Kilometer?

Während das Performance-orientierte Coupé Polestar 1 als Plug-in-Hybrid noch einen kräftigen Vierzylinder-Turbo an Bord hat und es mit seiner 34 kWh-Batterie bei maximal 150 Kilometer elektrischer Reichweite bewenden lässt, dürfte der Polestar 2 ohne Verbrenner mindestens doppelt so weit kommen, soll das Mittelklasse-Modell doch unter anderem Teslas Model 3 Konkurrenz machen.

Die Entwicklung läuft noch, aber der Produktionsstart ist für Ende 2019 vorgesehen – mit einer höheren Auflage als beim Polestar 1 (500 Stück pro Jahr). Die Fabrik in Chengdu, die Volvo, das seit 2010 zum chinesischen Konzern Geely gehört, gerade errichten lässt, soll zumindest für eine fünfstellige Produktionskapazität gut sein. Bis zum Marktstart dürfte es 2020 werden.

Dann wird Karbon anders als beim Polestar 1 kein Thema sein. Für die angestrebte Preisklasse ist das zu teuer und für die größeren Stückzahlen zu aufwendig. Vermutlich aber wird Polestar auch beim „2“ auf eine Volvo-Bodengruppe zurückgreifen. Anders als beim Polestar 1 wird es die kleinere neue CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) sein, auf der der XC40 und ab 2018 auch der S40 / V40 aufbauen.

Volvos E-Autos sollen ein skalierbares Batteriepack mit einer Kapazität von bis zu 100 kWh erhalten, das könnte auch dem Polestar 2 zu Gute kommen. Damit wären auch Reichweiten jenseits der 400 Kilometer denkbar.

Kaufen oder abonnieren?

Vermutlich wird Polestar auch sein zweites Modell nicht nur oder vielleicht gar nicht zum Kauf anbieten, sondern wie beim Polestar 1 auf das Abo-Prinzip setzen: Ein Rundum-Sorglos-Paket mit skalierbarer Flatrate – Wartung, Service alles inklusive, zusätzliche Dienstleistungen wie Hol- und Bring-Service oder temporär genutztes Zubehör zum Dazubuchen via Volvo on demand.

Diesen neuen Geschäftsmodellen kann sich laut Polestar-Chef Thomas Ingenlath kein Autohersteller mehr entziehen. Ingenlath ist auch überzeugt, dass Autos, die Abgase ausstoßen bald schon ähnlich selbstverständliche Ablehnung hervorrufen werden, wie Rauchen in Restaurants.

Über autonom fahrende Autos hat Ingenlath bei der Polestar-Präsentation im Oktober 2017 nicht gesprochen. Aber vielleicht nur, weil er dort mit dem Polestar 1 einen besonders fahraktiven GT erstmals vorgestellt hat.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neues-elektroauto-polestar-2-volvo-geely-6554472.html

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