Erste Ausfahrt mit dem neuen Nissan Qashqai 1.2 DIG-T

Erste Ausfahrt mit dem neuen Nissan Qashqai 1.2 DIG-T

Was für ein Name. Und wer hätte bei der Vorstellung der ersten Qashqai-Generation einen solchen Erfolg erwartet? Bei einem Namen den nur die wenigsten Käufer unfallfrei aussprechen können. Doch die Bezeichnung in Anlehnung an ein Nomaden-Volk konnte dem Erfolg des Crossover-SUV keinen Abbruch tun.

Insgesamt wurden 1.5 Millionen Stück vom Vorgänger abgesetzt. Zeit das Profil des Qashqai nach zu schärfen und ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Immerhin, die Nachahmer in diesem Fahrzeug-Segment blieben nicht aus und auch andere Hersteller haben schöne Crossover-SUVs.

Nissan Qashqai 1.2 DIG-T im ersten Fahrbericht

Kofferraum statt Hubraum!

Ein wenig länger, ein wenig breiter, ein wenig flacher. Der neue Qashqai stellt eine Evolution dar, keine Revolution. Gleichwohl er auf einer neuen Plattform steht. CMF nennt die Französisch-Japanische Allianz aus Renault und Nissan diese gemeinsame Plattform. Dem Wesen des Qashqai tut diese gemeinsame Plattform keinen Abbruch – er bleibt der Softroader im Segment. Die Kunden lieben den Qashqai weil man so bequem sitzt, weil man höher sitzt und weil man genug Platz für Kind und Kegel hat. Der neue Qashqai ist da nicht anders gestrickt. Er verbindet jedoch den Feinschliff im Innenraum, mit mehr Charakter beim Design. Und mehr Kofferraum-Volumen. Anstatt 410 Litern warten nun 430 Liter auf die Einkäufe.

 

Qashqai-Fahrer wählen selten den Weg über Stock und Stein, darum ist der größte Teil der verkauften Qashqai mit reinem Frontantrieb ausgerüstet. Für den neuen Qashqai gibt es auch weiterhin die Möglichkeit einen Allradantrieb zu wählen, allerdings sind die Kombinationsmöglichkeiten aktuell noch eingeschränkt.

nissan qashqai 1-2 turbo fahrbericht

 

Allrad nur mit Diesel

Wer sich für einen Qashqai mit Allradantrieb interessiert, bekommt automatisch den potenten 1.6 Liter 130 PS Diesel angeboten. Und auch beim Getriebe bleibt die Wahl für den All-Mode 4×4 übersichtlich: 6-Gänge, manuell geschaltet, keine Alternative.

Ähnliches passiert beim Wunsch nach einem Automatik-Getriebe, die Lage ist klar: Kein Allradantrieb und nur ein Motor: der 1.6 Liter dCi-Diesel.

Wer sich damit begnügt die Gänge selbst zu sortieren und mit Frontantrieb bereits glücklich ist, der darf zwischen dem neuen 1.2 Liter Turbomotor, dem 1.5 dCi-Diesel mit 110 PS und dem 130 PS Diesel wählen.

In wenigen Wochen kommt der neue Qashqai als 1.6 Diesel mit Automatik zum Test vorbei, bei meiner ersten Ausfahrt mit dem neuen Qashqai konzentrierte ich mich deswegen auf den neuen 1.2 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit 115 PS.

Nissan Qashqai Motor Turbo vierzylinder

 

Crossover mit dem Zwang zum sparen

Downsizing, ein Trend der schon lange kein Trend mehr ist, sondern Alltag. Im Bug des Qashqai haben die Nissan-Techniker einen 1.2 Liter kleinen Vierzylinder-Turbomotor versteckt. Dank des Blasebalg kommt der Humbraumzwerg auf beachtliche 115 PS und kräftige 190 Nm bei 2.000 Umdrehungen. Kraftlos sieht anders aus. Und so fährt sich der Crossover auch. Untermalt von einem deutlichen Turbofauchen, drückt sich der immerhin 1.350 Kilogramm schwere Qashqai souverän aus den Startblöcken der innerstädtischen Ampel. Erster, zweiter, dritter, schnell und problemlos auch mit niedrigen Drehzahlen, lässt es sich auf Stadt-Tempo beschleunigen. Nissan gibt für den Sprint auf Landstraßentempo gute 10 Sekunde an – klingt erstmal glaubhaft!

Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn. Gemütlich bis 150 beschleunigt, der Qashqai wirkt nicht, als würde er am Rande seiner Leistungsfähigkeit bewegt. Erstaunlich wie viel Souveränität man in 1.2 Liter Hubraum packen kann. Da muss nur der Turbo groß genug und das gesamte Package clever abgestimmt sein.

Die erste Ausfahrt führte nicht in den Urlaub – aber nach einem Autobahn-Sprint doch immerhin in das oberste Stockwerk des Flughafen-Parkhaus. Anfahren ohne Gas, früh im zweiten Gang durch das Parkhaus rollen? Der Qashqai wehrt sich nicht und ruckelt nicht bockig in seinen Motorlagern. Der kleine 1.2 Turbo scheint wirklich ausreichend für den Crossover.

Im Parkhaus und beim rangieren zeigt sich der Qashqai dann von seiner Schokoladenseite. Dank dem 360° Around-View-Monitor behält man auch bei engen Parklücken den Überblick. Dieses praktische Ausstattungsdetail ist Teil des  „Nissan Safety Shield Paketes“ und hilft aktiv beim Unfall vermeiden. Wer den Überblick zwar hat, sich aber nicht sicher ist, der lässt den Qashqai einfach selbst parken. Kein Problem für die zweite Generation des japanischen Crossovers.

 

Geparkt und nun aussteigen?

Eigentlich will man lieber sitzen bleiben. Denn die Japaner haben dem Innenraum des Qashqai einiges an Asiatischem-Pragmatismus ausgetrieben und die Lücke mit gut gewählten Kunststoffen ausgefüllt. Er fühlt sich doch glatt eine Klasse hochwertiger an.

Bevor man aussteigt, muss man einsteigen und bevor man einsteigt – steht der Kauf des Nissan Qashqai an. Bei den Preisen ist Nissan der Erfolg des Vorgängers nicht zu Kopfe gestiegen. Man bleibt dem Volke nah und unterbietet noch immer 20.000 € Hürde. In der Einstiegs-Version Visia kostet der kleine Turbo-Benziner genau 19.940 €.

Weiterhin gibt es bei Nissan drei Ausstattungslinien für den Qashqai. Visia bildet die Basis, dann folgt Acenta und darauf Tekna.

Nissan Qashqai fahrbericht ausfahrt

 

[one_third]PRO

Mit einem Minimal-Wert von 99 Gramm CO² je Kilometer ist der Qashqai mit dem 1.5 dCi-Motor einer der besonders sparsamen Crossover geworden. Zudem gibt es den Qashqai mit LED-Licht, ein wirklich helles Extra!

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[one_third]CONTRA

Das Motorenangebot und die Möglichkeit zur Wahl zwischen Automatik und Manuell, zwischen Allradantrieb und Frontantrieb ist noch sehr überschaubar. Hier könnte ein wenig mehr Angebot nicht schaden!

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[one_third last=last]UND

Das praktische Nissan Safety Shield Paket mit 360° Kamera ist nur gegen Aufpreis und nur für die exclusive Tekna-Version erhältlich. Hier sollte Nissan noch einmal darüber nachdenken ob es wirklich sinnvoll ist, Sicherheit an Ausstattungslinien zu koppeln.

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Fazit:

Das der neue Qashqai nicht den Erfolg des Vorgängers fortführen wird, ist unwahrscheinlich. Zu gelungen ist das neue Modell. Dank besserer Materialien im Innenraum und sparsamen Motoren, wird der neue Qashqai mindestens so erfolgreich wie der Vorgänger. Wobei – dem neuen Modell fehlt die +2 Version mit mehr Platz – Aufsteiger werden in der Zukunft den Nissan X-Trail wählen und wie der gelungen ist, werde ich in ein paar Wochen berichten können.

 

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Nissan Qashqai[/notification]

Verkaufsstart:  Februar 2014
Basispreis:  19.940 – 33.450 €
Motorleistung:  110 PS – 150 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, Stufenlose Automatik
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.377, 1.806, 1.590, 2.646
Normverbrauch: 3,9 – 4,9l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  183 – 190 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  9,9 – 11,1 Sekunden
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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Lotus Elise Cup 260 — Absolut limitierter Rennableger

Der britische Sportwagenbauer Lotus legt mit der Elise Cup 260 eine auf weltweit 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie auf, die ganz dicht am Rennfahrzeug Elise Race 250 bleibt.

Lotus setzt weiter auf Diversifizierung seiner Baureihen und bringt mit der Elise Cup 260 eine neue Modellvariante des leichten Zweisitzers. Diese ist zwar für die Straße zugelassen, soll aber technisch ganz nah am Rennwagen Elise Race 250 liegen. Von der extremsten Elise aller Zeiten sollen nur 30 Exemplare für den gesamten Weltmarkt gebaut werden.

Im Lotus Elise Cup 260 kommt der 1,8-Liter-Kompressormotor auf 253 PS und stellt ab 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 255 Nm bereit. Damit soll der Zweisitzer in 4,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können und maximal 243 km/h schnell werden. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Sportgetriebe, die Traktion optimiert ein elektronisches Sperrdifferenzial.

Neue Aeroparts für deutlich mehr Abtrieb

Zur Ausstattung des Lotus Elise Cup 260 zählen Vorderradkotflügel mit Entlüftungsöffnungen, die den Abtrieb weiter erhöhen, ein Frontsplitter aus Carbon sowie Carbon-Hauben vorne und hinten und ein großer Heckspoiler – ebenfalls aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Alle neue Aerobauteile zusammen sollen den Abtrieb bei Topspeed um 180 kg erhöhen. In den Radläufen drehen sich an einer um 10 mm verbreiterten Spur extrem leichte Schmiedefelgen mit schwarzem Finish in den Dimensionen 16 und 17 Zoll. Vorne sind 205/45er Pneus aufgezogen, hinten drehen sich 235/40er Reifen. Hinter den Felgen lugen rot lackierte Bremssättel hervor. Alle Leichtbauteile zusammen senken das Gewicht der Elise um 15 kg auf trocken 862 kg. Neu sind auch die einstellbaren Federbeine

Den Innenraum haben die Briten mit schwarzem Alcantara mit gelben Kontrastnähten ausgeschlagen. Die beiden Passagiere sitzen in Carbonschalen, der Fahrer greift in ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad, während sich die Augen an Carbonapplikationen ergötzen können. Die sechs Gänge werden mit einem polierten Schaltknauf angesteuert, kommt die elise zum Stillstand so arretiert ein Lederhandbremshebel die Stopper.

In Deutschland ist die neue Lotus Elise Cup 260 ab sofort ab 76.000 Euro bestellbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lotus-elise-cup-260-daten-infos-marktstart-preis-8563182.html

Alpina XD3 Erlkönig (2018) — SUV mit über 350-PS-Diesel

BMW hat den SUV X3 gerade aktualisiert. Jetzt steht Kleinserienhersteller Alpina in den Startlöchern mit dem ebenfalls renovrierten Alpina XD3 Biturbo.

Mit dem X3 hat Alpina nur einen einzigen SUV im Angebot und der ist auch nur als Diesel zu haben. BMW hat jetzt das Basismodell für den Alpina XD3 renoviert, Zeit für Alpina auch den XD3 zu modernisieren.

Mehr Power mit Diesel aus D5 S

Der neue Alpina XD3 baut wieder auf dem X3 mit Reihensechszylinder-Turbodiesel und drei Liter Hubraum auf. Im noch aktuellen Alpina XD3 leistet der Biturbo-Selbstzünder 350 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Damit spurtet der SUV in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 251 km/h.

Im neuen XD3 könnte Alpina die Chance nutzen und den Power-SUV noch kräftiger zu machen. Im Alpina D5 S stünde dazu der Biturbodiesel in einer Leistungsvariante mit 388 PS und 800 Nm bereit. Zur Modellpflege gehören selbstverständlich wieder eine neue Frontschürze, eine Vierrohrabgasanlage sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk und Alpina-Leichtmetallräder.

Sein Debüt dürfte der neue Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon 2018 geben. Die Preise dürften bei rund 70.000 Euro starten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alpina-xd3-erlkoenig-2018-daten-infos-marktstart-preis-8876619.html