Erste Fahrt: Der neue Opel Adam Rocks

Erste Fahrt: Der neue Opel Adam Rocks

Die Straßen rund um die Baltische Metropole Riga können richtig spannend sein. Fahrbahnabsenkungen so tief das darin ganze Kleinwagen verschwinden, Spur-Rillen die andernorts als Bürgersteige ernst genommen werden und versteckte Bodenwellen mit eingeschränktem Fun-Faktor. Deutlich mehr Fun soll der jüngste Adam machen. Der Adam Rocks. Opel hat seinen Kleinstwagen geschminkt und 15 Millimeter Bodenfreiheit zusätzlich spendiert – herausgekommen ist der „Crossover-Adam“ – so sagt es Opel.

Opel Adam Rocks

Jetzt erst recht ein Frauenauto!

Der neue Opel Adam Rocks mit 115 PS Turbomotor im Fahrbericht.

Mit der Präsentation des Opel Adam wollten die Rüsselsheimer ihr Stück vom Lifestyle-Kleinwagenkuchen abbekommen.  Im letzten Jahr vorgestellt, scheint der Adam auch extrem gut anzukommen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich der sympathische Kleinstwagen eine Fan-Gemeinde aufgebaut. Das konnte auch durch veraltete Motoren und ein Getriebe mit nur 5-Gängen nicht verhindern werden. Wer mich kennt, der kann einschätzen was ich von den Mode-Spielereien des Adam halte. Dutzende Farbkombinationen. Bunte Spiegelkappen. Bunte Felgen-Blenden. Am Ende hat der Kunde unter den 17 Karosserie und sechs Dachfarben, mit den dutzenden von Möglichkeiten für andersfarbige Spiegelkappen, und den Sinnfreien Felgen-Blenden in Komplimentärfarben, grotesken Dekorfolien sowie zahlreichen Innenraum-Farbkombinationen – mit hoher Treffsicherheit die unwürdigste Kombination ausgewählt. Geschmack ist eben doch oftmals Glückssache und je individueller, desto unwahrscheinlicher der spätere Wiederverkauf ohne Preisnachlass oder korrigierende Nacharbeiten.

Opel Adams Fahrbericht Drillinge

Jetzt blästs ordentlich

Als der Adam präsentiert wurde, gab es nur ältlich wirkende Saugmotoren und mit 5-Gängen mussten man beim Getriebe auch zufrieden sein. Mit dem Adam Rocks ändert sich nun auch der wichtigste Kritikpunkt am Opel Adam an sich. Zusammen mit dem „Urban Crossover im Mini-Format“ wird ein moderner Turbomotor, drei Zylinder unrund, ein Liter rund im Hubraum und mit 115 PS in seiner stärksten Ausbaustufe goldrichtig, eingeführt.  Wer es schwächer mag, der bekommt den Adam Rocks und sein Brüderchen ohne Rocks, auch mit einer 90 PS starken Variante des neuen Turbomotors, der natürlich die EU6 Norm erfüllt. Beim Drehmoment werden beide Motoren mit 170 Nm auskommen. Zusammen mit dem neuen Turbomotor gibt es auch ein neues Getriebe. Nun 6-Gänge wild und ausreichend lange übersetzt um damit bei Autobahn-Tempo die Drehzahl zu senken.

Der neue Turbo-Dreizylinder läuft dank Ausgleichswelle geschmeidig und verrät erst einmal kaum etwas über sich. So wünscht man es sich. Der Einsatz der Ausgleichswelle ist sinnvoll, jedoch anders als von Opel verkündet, nicht einzigartig in diesem Motorenumfeld. Andere Hersteller machen das auch.

Opel Adam Fahrbericht Autobahn 115 PS

Autobahn-Wüstling

Man mag es kaum glauben, aber auf den Autobahn rund um die Lettische Hauptstadt Riga fühlt sich der kleine Adam Rocks pudelwohl. Hier ist die Gefahr nicht ganz so groß von einem Schlagloch verschluckt zu werden und der 170 Nm starke Turbomotor lässt auch absurd kurze Beschleunigungsstreifen nach wenigen Sekunden in beachtlichem Tempo hinter sich. Der Turbo-Dreizylinder drückt den, mit 1.081 Kilogramm eher schweren, Adam Rocks unter wildem Turbo-Geschnatter in nicht mehr als 9.9 Sekunden von Null auf Tempo 100. Wer es auf der Autobahn mit den Exil-Russen in ihren aufgemöbelten Westschleudern aufnehmen will, der zieht im 5. Gang innerhalb von 10.9 Sekunden von Tempo 80 auf 120 km/h. Während altersschwache Limousinen mit vermutlich knapp siebenstelligen Kilometerständen und makaberen Rauchfahnen aus dem Auspuff, den kleinen Rocks mit seinem deutschen Nummernschild von der linken Spur schubsen wollen – lacht sich der Rocks-Fahrer ins Fäustchen. Für einen Kleinstwagen wirkt der Rocks nun richtig gut motorisiert.

Das Getriebe dürfte dagegen noch einmal zur Nachschulung. So richtig knackig war das Schalterlebnis der neuen 40 Kilogramm leichten Sechsstufen-Übersetzung nicht.

Reifen-Wahnsinn

Mit der sehr überschaubaren Vergrößerung der Bodenfreiheit, Opel spricht von 1.5 Zentimeter, geht eine neue Abstimmung der Feder und Dämpfer mit ein. Fakt ist: Der kurze Radstand erschwert ein sauberes ausdämpfen und mit den optional 18 Zoll großen Felgen geht viel Fahrkomfort wieder verloren. Klar. Es sieht rattenscharf aus. Der kleine Adam, 3.47 Meter kurz, diese fetten Räder – das wirkt einfach stylisch. Zudem ist vor allem hinten der Überhang betont kurz geraten. Das hat etwas. So rein optisch. Doch der Federungskomfort – die 1.5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit hin oder her – leidet unter den großen Rädern.  Die Lenkung gibt – auch dank der Räder mit den flachen Reifenflanken, viel Feedback zur Lage. Das ist positiv und weckt den Slalom-Fan hinter dem Steuer. Auf der anderen Seite sorgen die großen ungefederten Massen aber auch für eine schnell stößig wirkende Lenkung. Es ist einfach ein ewiger Kampf. Die großen Räder sehen gut aus, lassen an der Lenkung das Gefühl von Agilität aufkommen, mindern auf der anderen Seite aber den Komfort. Und das nicht zu knapp.

Opel Adam erster Fahrbericht Test

Kosten?

Lifestyle kostet. Eine simple Behauptung und doch so wahr. So startet der neue Adam zwar bei 15.990 €, doch dann auch nur mit dem müden 1.2 Liter 70 PS Motor und dem 5-Gang Getriebe. Der gefahrene Adam Rocks mit 1.0 Turbo und neuem Sechsgang-Getriebe kostet bereits 18.790 € und ist damit so gar nicht mehr Kleinstwagen eingepreist. Der erste Mini-Crossover mit Lifestyle-Attitüde und hundertfachen optischen Varianten, dass will man sich in Rüsselsheim entlohnen lassen.

Eigentlich eine tolle Idee – das Opel Intellilink. Mit 7-Zoll Touchscreen wird es zur Schnittstelle für das eigene Handy. Allerdings konnte das BrinGo-Navigationssystem und das iPhone in der Zusammenarbeit mit dem Opel-Intellilink-System nicht überzeugen. Gleich mehrfach hing die Applikation und ob es nun am iPhone lag, oder am Intellilink, oder nur an der App – lässt sich leider nicht so einfach klären. Es bleibt nur das Ergebnis: Lost in Riga.

Aber eigentlich ist es eine gute Idee. Eventuell hilft hier bereits ein Update der App.

Wer also das Farbprogramm durchgeht, Intellilink, DAB und weitere Feinheiten ordert, Lenkradheizung und Parkassistent zum Beispiel, der treibt den Preis für den kleinen Opel mit Leichtigkeit über die 22.000 € Hürde.

Zum Komfort-Paket gehört auch eine Lenkradheizung und auch wenn Opel dies als Alleinstellungsmerkmal verkaufen will, der Hyundai i10 bietet ebenso ein Hände wärmendes Volant!

Allerdings richtig gut: Das recht große Falt-Dach ist immer mit an Board. Das schafft ordentlich Licht und gute Laune in das Auto. Also bei Sonnenschein.

Frauenauto?

Der Opel Adam ist ein Fall für Frauen. Das war bei der Präsentation bereits klar. Das muss auch gar nichts schlimmes sein. Wirklich nicht. Ein Frauenauto. Ja und? Ist doch gut. Damit wäre die Zielgruppe wenigstens klar umrissen und man kann das Marketing darauf ausrichten.

Der neue Adam Rocks soll, dank seines „maskulineren“ Auftretens nun auch Männer ansprechen. Er soll mehr Männer zum Kauf überzeugen. Okay. Vermutlich meint man damit nicht, dass Papa der Frau Tochter einen Adam Rocks kauft. Oder doch? Denn nur dann – nur wenn man unterteilt in Käufer und Fahrer, würde sich der Frauenanteil in der Käuferschicht wirklich senken lassen. Nein – diese absurden Plastikblenden machen den Rocks ganz sicher nicht maskuliner. Sie schützen im Stadtverkehr vor teuren Kratzern. Die 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit sind auch nicht für Feldwege gedacht, sondern für hohe Bordsteinkanten. Das ganze Gerede vom „urbanen Lifestyle“ zielt doch nur darauf ab, dass der Adam Rocks genau das richtige Auto für den derben Stadtverkehr ist. Und ob nun Frauenauto oder nicht – das ist völlig egal, wichtig ist doch nur, erfüllt der Rocks seine Aufgabe?

Opel Adam Rocks im Fahrbericht riga lettland

Bleibt das Fazit:

Der Adam Rocks ist vor allem wichtig, weil er die neue Motoren- und Getriebe-Generation in den Adam mitbringt. Die Kunststoffplanken und die 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit sind für mich persönlich so witzlos wie die dutzenden Farb-Kombinationen und Dekorfolien.

Wer allerdings einen pfiffigen Kleinwagen für die Stadt sucht, auf ein wenig Spaß beim Motor nicht verzichten will, sich todesmutig von Bordsteinkanten stürzen will – der sollte sich den Adam Rocks mit 115 PS Turbo mal genauer anschauen. Und bei der Konfiguration nimmt man eventuell noch jemanden mit, nicht das der eigene Adam Rocks ausschaut wie mein Beispiel hier:

Opel Adam Rocks Farbmix

Und natürlich bleibt der Adam Rocks ein Frauenauto – aber wie gesagt, 70% Frauenanteil, dass muss doch nichts schlechtes sein!

[toggle title=“Wie andere den Opel Adam Rocks erleben:“]

Fabian von Autophorie, Lisa von Hyyperlic, tbc..

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[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Opel Adam Rocks [/notification]

Verkaufsstart:  seit Juni 2014 / Auslieferungen ab September 2014
Basispreis:  15.990 €
Motorleistung:  ab 70 PS bis 115 PS
Antrieb und Getriebe:  5- oder 6-Gang Getriebe manuell
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  3.747 / 1.966 / 1.493 / 2.3100
Normverbrauch:  115 PS: 5.1l / 100 km – 119 Gramm CO² / KM
Höchstgeschwindigkeit:  196 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  115 PS: 0-100 km/h: 9.9 Sekunden

 

 

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Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

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Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Die Mittelklasse erfindet sich gerade mal wieder neu, denn mit einer behutsamen Evolution ist es nicht getan. Der vorgezeichnete Weg zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren erfordert neue Konzepte, und der Trend zum SUV knabbert weiter am klassischen Portfolio.

So rechnet Audi-Chef Rupert Stadler bereits für 2025 mit einem SUV-Anteil von 50 Prozent in seiner Modellpalette, aktuell liegt er hierzu- lande noch bei 25 Prozent. Mit Folgen für das übrige Programm: Der A4 – lange Zeit Bestseller und Umsatzbringer der Marke – verliert an Bedeutung und Stückzahl. In Deutschland belegt er zwar von Januar bis September als erfolgreichster Audi Platz sechs bei den Neuzulassungen, doch speziell im wichtigen China-Markt schwächelt der Absatz.

Neuer Audi A4 kommt mit A8-Touchscreens

Als Hauptproblem gilt das Design, das sich zu wenig vom Vorgänger und von den Schwestermodellen unterscheidet. Abhilfe soll ein umfassendes Facelift schaffen, das allerdings noch bis Juni 2019 auf sich warten lässt. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Retuschen im Detail, sondern um einen kraftvolleren, „lauteren“ Auftritt, der teure Änderungen am Blech erfordert. So sind die Radhäuser stärker ausgestellt, die Scheinwerfer deutlich flacher gestaltet und der Frontgrill in die Breite gezogen. Zudem werden die einzelnen Lines optisch klarer differenziert.

Im Cockpit halten analog zum neuen A8 und A7 zwei Touchscreens für Infotainment sowie Klima- und Komfortfunktionen auf der Mittelkonsole Einzug, die den bisherigen MMI-Controller ersetzen. Des Weiteren wird die Antriebspalette sukzessive hybridisiert und auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt, um längeres „Segeln“ (bis 22 km/h) und mehr Rekuperation zu ermöglichen. Und während der S4 3.0 TFSI nach kurzer Homologationspause schon jetzt wieder lieferbar ist, kommt im nächsten Sommer erstmals ein S4 TDI mit V6-Biturbodiesel und rund 350 PS hinzu.

Der Modulare Längsbaukasten für Verbrennungsmotoren bleibt auch über den nächsten Modellwechsel hinaus (2022/23) erhalten, weil klassische Bauformen und Antriebsarten in vielen Märkten weiter dominieren. Nur die ganz Großen wie der VW-Konzern können sich parallel dazu eine völlig eigenständige Elektro-Plattform wie den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) leisten, den auch Audi für seine neue e-tron-Familie nutzt. So wird der A4 keine zusätzliche Elektrovariante, sondern ab 2019 einen weiteren hausinternen Rivalen neben A5 und Q5 bekommen – den außen nur wenig größeren, aber wegen des platzsparenden Antriebs innen deutlich geräumigeren e-tron Sportback.

BMW 3er wird leichter und wächst

Auch BMW baut seine i-Palette weiter aus, setzt dagegen auf eine gemeinsame Cluster-Architektur (CLAR) für alle Antriebsarten und Baureihen mit Hinterrad- oder davon abgeleitetem Allradantrieb. Laut Firmenchef Harald Krüger soll künftig jede Baureihe auch rein elektrisch fahren können, den Anfang macht 2020 der X3. Ein Jahr später kommt dann der i4 mit zwei E-Motoren, Allradantrieb und -lenkung, Torque Vectoring und teilaktiver Radaufhängung wie in der IAA-Studie Vision Dynamics. Statt einer teuren Carbonstruktur nutzt der Stromer jedoch die weiterentwickelte CLAR-Basis mit gewichtsoptimierten Werkstoffen zur Kompensation der schweren Batterien.

Beim nächsten 3er dürfte die reine E-Variante auf den meisten Märkten eine Randerscheinung bleiben, denn für 2025 erwartet BMW nur noch eine E-Auto-Quote von 20 statt der einst avisierten 25 Prozent. Damit auch bei den konventionellen Modellen Verbrauch und Emissionen spürbar sinken, wird die Anfang 2019 mit der Limousine startende siebte Generation um rund 40 kg leichter und mit feingetunten Turbomotoren ausgerüstet – Stichwort Elektrifizierung und 48-Volt-Mildhybrid. Trotz der um sechs Zentimeter gewachsenen Länge soll auch die Fahrdynamik von der Diät profitieren.

Ab 2021 kommt die neue Mercedes C-Klasse

Obwohl Mercedes erst sechs Jahre nach BMW (2019) eine separate Elektrosparte an den Start bringt, verfolgt die Marke eine ähnliche Strategie. Die EQ-Modelle nutzen einzelne Komponenten aus dem großen Technikbaukasten des Konzerns, sind aber ansonsten völlig eigenständig. Schließlich erlaubt der kleinere E-Antrieb ein besseres Package, das der rund 4,70 m langen EQ Limousine im Format der C- das Raumvolumen einer E-Klasse beschert. Doch während sich das Design dauerhaft von dem des traditionellen Portfolios unterscheidet, werden die Plattformen für Verbrenner und E-Autos ab 2025 sukzessive zusammengeführt.

Die nächste C-Klasse (W 206, ab Anfang 2021) nutzt jedoch über ihre gesamte Laufzeit den MRA-II-Baukasten, bleibt auch in Format und Design der bisherigen Linie treu. Allerdings kommen weitere Ableger hin- zu, zumindest ein Kombi im Offroad-Look namens All-Terrain sowie das viertürige Coupé CLC im Stil des größeren CLS sind gesetzt. Die gerade erst vorgestellten Vier- und Sechszylinder (Benziner und Diesel, auch als Plug-in-Hybrid) bieten noch viel Potenzial, während eine reine E-Variante nicht zur Diskussion steht.

VW entwickelt den Passat weiter – Alfa kommt mit Giulia-Kombi

Selbst jenseits des deutschen Premium-Trios stellt sich die Mittelklasse neu auf. Nach den Erschütterungen des Dieselskandals ist der VW-Konzern voll auf die Elektromobilität eingeschwenkt, fährt aber noch auf lange Sicht zweigleisig. Denn neben der rein elektrischen, optisch futuristischen I.D.-Familie, zu der ab 2021 auch die Fließheck-Limousine Lounge gehört, werden die klassischen Modelle wie der Passat weiterentwickelt und hybridisiert; der nächste Schritt kommt zum Facelift im Herbst 2018.

Ähnlich geht Skoda beim Vision E vor, der zwar mit 4,65 m Länge auf Octavia-Niveau liegt, aber als coupéartiger Elektro-Crossover völlig neue Kunden anspricht. Während Alfa Romeo und Volvo weiterhin fest an die Zukunft von Limousinen und Kombis glauben, stellt man bei Toyota den fertig entwickelten Avensis-Nachfolger grundsätzlich infrage und überlegt, stattdessen nur noch einen Crossover anzubieten. Es bleibt also spannend, denn mit Mittelmaß kann man in der Mittelklasse längst keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mittelklasse-zukunft-von-audi-a4-bmw-3er-mercedes-c-klasse-10216992.html

Absatzquote für emissionsfreie und emissionsarme Autos — Bedeutet die Jamaika-Verkehrspolitik das Verbrenner-Ende?

In den Sondierungsgesprächen zwischen der Union, den Grünen und der FDP wurde auch das Thema Verkehr heiß diskutiert. Künftig wolle man nur noch emissionsfreie Neu-Fahrzeuge zulassen. Das Ende des Verbrennungsmotors?

In einem Sondierungspapier zum Thema Verkehr heißt es, man habe sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten zwanzig Jahre den Zeitpunkt zu erreichen, an dem nur noch emissionsfreie Neuwagen beim Händler stehen. Um diese Zielsetzung voranzutreiben, sollen alternative Antriebe verstärkt gefördert werden. Beispielsweise durch eine dynamische Absatzquote von fünf Prozent, die ab 2020 in Kraft treten soll und für die Hersteller gilt. Jedenfalls dann, wenn der Prozentsatz der Zulassungen emissionsfreier Autos im Jahr 2019 noch unter 3,5 liegen sollte. Zudem werden die Autobauer in der Diesel-Frage in die Pflicht genommen. Eine wirksame und überprüfbare Nachrüstung soll die bereits im Verkehr befindlichen Selbstzünder zu Saubermännern machen.

Bonus-Malus-System bei Kfz-Steuer

Für die Verbraucher heißt es „Zuckerbrot und Peitsche“. Als Kaufanreiz soll ein effektives Bonus-Malus-System in die Kfz-Steuer eingearbeitet werden, um die Anschaffung von emissionsarmen und elektrischen Fahrzeugen zu befeuern. Fahrverbote in Städten stünden ebenso auf dem Zettel wie auch eine bundesweite blaue Plakette, schreibt etwa das Handelsblatt. Der bisherige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte besagte Plakette bis zuletzt entschieden abgelehnt.

Als zusätzlichen Baustein auf dem Weg in die emissionsreduzierte Zukunft sieht das Bündnis die Begünstigung der Dienstwagenbesteuerung von effizienten Autos. Sie sollen beim geldwerten Vorteil aufkommensneutral besser gestellt werden, geht aus dem Sondierungspapier hervor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/verkehr-politik-jamaika-koalition-verbrennungsmotor-ende-2017-12800528.html