Erste Fahrt: Hyundai Tucson – zurück auf der Weltbühne

Erste Fahrt: Hyundai Tucson – zurück auf der Weltbühne

Kompakt SUV Tucson mit neuem Design und Motorisierungen
Ein SUV für alle Fälle
Ein SUV für alle Fälle.

Was mit dem Namen „Tucson“ begann, wird nach sechsjähriger Abstinenz von Hyundai in Deutschland weitergeführt. Der Kompakt SUV des koreanischen Autobauers erhält seinen Platz in der Modellpalette zurück. War es doch seinerzeit zwar ein kurzes, aber erfolgreiches Intermezzo. Als iX35 verkaufte sich der SUV immerhin ca. 93.000 mal. Mit der Neupräsentation auf dem diesjährigen Genfer Autosalon setzt Hyundai seine Strategie weiter fort, bis 2017 zweiundzwanzig neue Modelle und Derivate einzuführen. Ab Juli 2015 geht nun der „neue“ Tucson mit neuem Design und Motorisierungen auf Käuferjagd mit einem Einstiegspreis von € 22.400.

Bevor der neue Tucson nun endgültig auf den deutschen Markt geht, dürfen wir ihn Probe fahren rund um das beschauliche Jagdschloss „Platte“ in der Nähe von Wiesbaden.

Gleich beim Einsteigen fallen sofort die hochwertigen Materialien ins Auge. Hier wurde größtenteils auf Hartplastik verzichtet und so sieht der Tucson auch innen sehr wertig aus. Alle Instrumente, wie Bordcomputer Daten, Drehzahlmesser, Geschwindigkeitsanzeige sowie das Navigationsgerät liegen im umsichtigen Blickwinkel des Fahrers. Infolge des gegenüber dem ix35 auf 2.670 mm gewachsenen Radstands finden fünf Personen bequem Platz. Und das Platzangebot im Fond reicht für drei ausgewachsene Menschen.

Das Cockpit - ergonomisch zugeschnitten
Das Cockpit – ergonomisch zugeschnitten

Das optional erhältliche Panorama-Glasschiebehubdach, das ab der Ausstattungslinie „Trend“ angeboten wird, lässt den Kompakten nochmals größer erscheinen und bringt ein Wohlfühlgefühl in das Auto. Fahrer- und Beifahrer und auch die Passagiere im Fond haben einen freien Blick gen Himmel. Beim Kofferraumvolumen hat Hyundai auch nicht gespart und gleich die „Best-in-Class“-Werte erreicht. So bietet das Fahrzeug Platz für die ganze Familie und zusätzlich einen Kofferraum von 513 Litern. Bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.503 Liter.

Die Motorisierungen sind recht übersichtlich. So bietet Hyundai seinen Kunden außer den Dieselaggregaten zwei Benziner mit zwei Leistungsstufen. Beide Motoren haben 1.6 Liter Hubraum. Der „blue 1.6 GDI“ mit 97 kW (132 PS)  wird ausschließlich als Fronttriebler angeboten. Hingegen der 1.6 Turbo mit 130 kW (177 PS) sowohl als Fronttriebler als auch als Allradversion. Wird die „blue“- Motorisierung nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe präsentiert, so kann die 1.6 Turbo Variante auch mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

2 Liter Diesel - CRDi
2 Liter Diesel – CRDi.

Die von uns getesteten Dieselaggregate sind in drei Leistungsstufen und zwei Antriebsarten zu bestellen. Den Dieseleinstieg bildet ein 1.7 Liter 85 kW (116 PS) Motor, der uns bei einem Drehmoment von 280 Newtonmetern bei 1250 – 2500 Umdrehungen ein wenig zu schwach im Durchzug erscheint. Die beiden Motorisierungen „blue“ 2.0 CRDI mit 100 kW (136 PS) und 2.0 CRDI mit 136 kW (185 PS) überzeugen gerade durch ihr gesteigertes Drehmoment. Kommen beim 136 PS-Aggregat 373 Newtonmeter bei 1500 – 2500 Umdrehungen auf die Straße, schiebt der 185 PS-Motor mit guten 402 Newtonmetern bei 1750 Umdrehungen nach vorn. Aber auch die überarbeitete Lenkung des Tucson überzeugt und lässt das Fahrzeug sehr souverän sowohl im urbanen Verkehr als auch auf der Autobahn steuern. Die Verbrauchswerte sind gemäß den Angaben von Hyundai durchaus zu erreichen. Bleiben die „kleineren“ Diesel unter fünf Liter, verspricht der „große“ Diesel nicht nur Fahrspaß, sondern mit 5,9 Liter auf 100 km in Kombination mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe auch einen moderaten Verbrauch. Das ergibt eine CO2-Emission für den Common-Rail-Vierzylinder von 154 Gramm pro Kilometer.

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Sehr gute CO2-Werte mit dem neuen Diesel

Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben bei diesem Fahrzeug im C-SUV-Segment, wie Hyundai es bezeichnet. So bieten alle Ausstattungsvarianten sieben Airbags inklusive der Vorhang-Airbags vorn und hinten. ESP, ABS sowie ISOFIX-Kindersitzbefestigungen auf beiden äußeren Rücksitzen sind hier ein gewohnter Standard. Im Bereich Fußgängerschutz bedient sich Hyundai der „aktiven Motorhaube“. Beim Unfall mit einem Fußgänger schnellt die Motorhaube bis zu 5 Zentimeter nach oben, um den harten Aufprall auf den Motorblock zu vermeiden.

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Hyundai Tucson mit vier Ausstattungslinien

Mit den vier Ausstattungslinien „Classic“, „Trend“, „Style“ und „Premuim“ gibt der Autobauer aus Korea ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Classic“ umfasst eine Klimaanlage mit Pollenfilter, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, ein RDS-Radio mit Lenkradbedienung, USB-Anschluss sowie sechs Lautsprecher inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Berganfahrhilfe. Den letzten ausstattunggstechnischen „Schliff“  bekommt der Tucson mit dem „Premium“-Paket. Hier sind serienmäßig Parksensoren vorn / hinten, LED Abblendlicht, Navigationsgerät mit 8-Zoll-Display und Rückfahrkamera sowie ein Regensensor an Bord.

Weitere Sicherheitsfeatures und Optionspakete runden das Angebot ab. Hyundai bietet hier unter anderem ein Sicherheits-Paket bestehend aus einem autonomen Bremsassistenten (AEB), Frontaufprall-Warnsystem (FCWS), Rear-Cross-Traffic-Alert (RCTA) und Toter-Winkel-Assistent (BSD) in Höhe von € 1.100 für die Ausstattungen „Style“ und „Premium“. Dort bereits serienmäßig enthalten das Fahrerassistenz-Paket mit den Features Spurhalteassistent (LKAS) und Verkehrszeichenerkennung für Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote. Zum Verkaufsstart möchte Hyundai seinen Kunden den Einstieg für eine Dieselmotorisierung finanziell leichter machen und geht mit einem Dieselaufpreis von nur € 2.350 statt wie gewohnt € 3.200 in die Offensive.

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Gute Kombination aus Kompaktwagen und SUV

Fazit: Alles in allem trifft der Tucson das Wort „Kompakt-SUV“ sehr gut. Die Kombination ist geglückt.

Hyundai Tucson 2.0 CDRi 4WD Premium:

Verkaufsstart:  Juli 2015
Basispreis:  37.900 €
Motorleistung:  136 kW (185 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Stufen-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  9.9  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  201 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.475, 1.850, 1.650, 2.670 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann
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Stefan Beckmann

Als Quereinsteiger kam ich in die Szene der Mobilität und bin nun seit nunmehr 16 Jahren total infiziert, was das bewerten von Autos und
alles was von einem Motor angetrieben wird. Im Laufe diesen Jahres habe ich nun die Möglichkeit bekommen, dies neutral und nicht
für einen Hersteller zu tun. Was soll ich sagen ? „Ein tolles Gefühl!“

6 Comments

  1. „Gleich beim Einsteigen fallen sofort die hochwertigen Materialien ins Auge. Hier wurde größtenteils auf Hartplastik verzichtet und so sieht der Tucson auch innen sehr wertig aus.“

    Hä? Werden Sie von Hyundai bezahlt? Der Innenraum strotzt nur so von Hartplastik!
    Türverkleidung, Cokpitumrandung, Mittelkonsole, Sitzlehnen alles aus Hartplastik.
    Von hochwertigen Materialien kein Spur. Selbst das Leder ist mäßig verarbeitet.
    Der Tucson hat mich vom Fahrverhalten überzeugt, aber der Innenraum ist eine grau-schwarze Hartplastiklandschaft. Der Kofferraum ebenso voller Plaste! Was mich noch geschockt hat ist der miserabele Klang der Audioanlage.
    In der sogen. Premiumversion kostet er über 42.000 EUR. Das ist er beim besten Willen nicht Wert!
    Der Kia Sportage ist in Haptik und Verarbeitung um Welten besser! Von einem BMW X1 der unwesentlich mehr kostet gar nicht zu sprechen. Da müssen die Koreaner noch viel lernen bzw. kopieren 😉

    1. Faire Frage.

      Um das ganz ehrlich zu beantworten: Nein. Wir werden nicht von Hyundai bezahlt.
      Aber wenn der Redakteur das Gefühl, nun, dann zensieren wir ihn nicht. Das Kia und Hyundai sich aber verhalten wie Skoda zu VW, ist klar, oder?

Selbstfahrende Autos auf Englands Straßen — Großbritannien will autonom voranfahren

Autofahren in England findet auf der linken Straßenseite statt. Das dürfte Touristen und Geschäftsleute bald nicht mehr kümmern, wenn es nach den Plänen der Regierung geht.

Die britische Regierung möchte unter anderem die chronisch verstopften Straßen der Hauptstadt London möglichst schnell mit autonom fahrenden Autos bevölkern. Dafür sollen Unternehmen, die an künstlicher Intelligenz arbeiten, mit 75 Millionen Pfund (aktuell ca. 84,4 Millionen Euro) gefördert werden. 160 Millionen Pfund (180 Millionen Euro) sollen in den Ausbau des Mobilfunknetzes mit 5G-Standard fließen.

Regierung fördert Autodrive-Projekt

Natürlich möchte Großbritannien hiermit die eigene Wirtschaft nach dem Brexit im internationalen Wettbewerb nach vorne bringen. Der englische Autobauer Jaguar Land Rover spielt hierbei eine wichtige Rolle. Das Unternehmen ist Teil des mit öffentlichen Geldern geförderten „UK Autodrive“ Projektes, dem außerdem Unternehmen wie Ford, AXA und andere angehören.

In Coventry nahe Birmingham und damit vor der eigenen Haustüre hat Jaguar Land Rover nun mit der Erprobung von selbstfahrenden Autos begonnen. Mit den Testfahrten soll nicht nur die Kommunikation unter den Autos, sondern auch zwischen Fahrzeug und der Verkehrsinfrastruktur, z.B. Ampeln und Verkehrszeichen, perfektioniert werden.

Touristen und Geschäftsreisenden in England dürfte die schnelle Durchsetzung der autonomen Autos sehr recht sein. Anstatt sich auf dem Weg zum nächsten Termin an den Linksverkehr gewöhnen zu müssen, lässt man das Auto selber fahren.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/feldversuch-mit-autonomen-autos-in-england-12802960.html

VW Virtus — Stufenheck-Polo für Brasilien

Der Autobauer VW hat aus dem neuen Polo für den südamerikanischen Markt eine Stufenhecklimousine entwickelt. Der VW Virtus wurde jetzt in Sao Paulo vorgestellt.

Der neue VW Virtus baut natürlich auch auf dem Modularen Querbaukasten des Konzerns auf. Im Virtus schmieden die Wolfsburger daraus eine 4,48 Meter lange Limousine, die den Polo um satte 43 Zentimeter in der Länge überragt. Zudem soll der Virtus mit einem 2,65 Meter langen Radstand – 10 Zentimeter mehr als im aktuellen Polo – Platz für fünf Erwachsene und zusätzlich einen der größten Kofferräume seiner Klasse mit 521 Litern Volumen bieten (270 Liter mehr als im Polo).

Ethanol taugliche Motoren für den Virtus

Einzig angebotener Motor ist ein Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner, der auch mit Ethanol betrieben werden kann. Im Benzin-Modus gibt der 1.0 TSI 115 PS an die Vorderräder ab, wird Ethanol getankt, so soll die Leistung auf 129 PS steigen. Das maximale Drehmoment liegt in beiden Fällen bei 200 Nm. In 9,9 Sekunden soll der Virtus von Null auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 194 km/h angegeben. Später soll noch ein 1,6-Liter-Saugbenziner angeboten werden, der ebenfalls mit Ethanol gefüttert werden kann. Beide Motoren werden wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer Sechsgang-Automatik gekoppelt.

Das Angebot an Assistenz- und Infotainmentfeatures übernimmt der Virtus aus dem Polo.

Der neue VW Virtus wird ausschließlich in Brasilien angeboten und auch dort gebaut. Später könnte er auch die Stufenheckversionen des alten Polo in den Märkten Russland und Indien ersetzen. Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-virtus-stufenheck-polo-fuer-brasilien-716599.html