Erste Fahrt: Jeep Cherokee 2.2 Multijet Diesel – nochmal aufgedieselt

Erste Fahrt: Jeep Cherokee 2.2 Multijet Diesel – nochmal aufgedieselt

FCA präsentiert sein Erfolgs-SUV mit neuem Multijet II Diesel und Neun-Stufen-Automatik

Erste Fahrt im neuen 2.2 Liter Turbodiesel

Cherokee in der 5. Generation als „Platzhirschen“ im SUV Segment
Cherokee in der 5. Generation als „Platzhirsch“ im SUV Segment.

Die Marke Jeep – weltweit bekannt – steht für den Begriff SUV und Geländewagen. Seit mehr als 75 Jahren baut der amerikanische Hersteller seine Kompetenz in diesem Segment stetig aus. 2014 wurde nun die Eine-Million-Marke überschritten. Mit dem Cherokee produziert Jeep schon in der 5. Generation den „Platzhirschen“ im SUV Segment. Die neue Generation der Multijet Motoren sollen ihn noch effizienter und dynamischer für seine Kunden machen. Kombiniert mit einem Neun-Stufen-Automatikgetriebe und Start&Stopp Technologie werden Spitzenverbrauchswerte erwartet. Mit neuer Motorisierung unter der Haube startet der Cherokee bei einem Grundpreis von 32.900 Euro.

Jeep Cherokee mit neuem 2.2 Diesel
Jeep Cherokee mit dem neuen 2.2 Liter Diesel.

Mit der Einführung des ersten Cherokee im Jahr 1984 stellte Jeep vor drei Jahrzehnten das Segment der Mittelklasse-SUVs vor, dem bald eine ganze Reihe von Mitbewerbern folgten. Ein wesentliches Merkmal des Cherokee von 1984 war seine vollkommen neue und selbsttragende Karosserie, die dem Fahrzeug ein für Geländewagen besonders niedriges Gewicht und damit reduzierten Verbrauch ermöglichte. Die aktuelle fünfte Generation des Cherokee setzt erneut Maßstäbe in dem Segment. Diese sind ein athletisches Design, das erste Neungang-Automatikgetriebe im Segment, verbesserte Straßendynamik, die bekannten 4×4-Eigenschaften, hochwertiges Interieur, innovative Technologien und Komfort sowie „Fünf Sterne“-Sicherheit- und Schutzeinrichtungen, mit denen das Fahrzeug die Höchstwertung der Euro NCAP im Segment der mittleren Geländewagen erzielte.

Wurden bislang für den Cherokee jeweils zwei Benzin- und Dieselmotoren angeboten, sind mit der neuen Multijet II Generation ein neuer 2.2 Turbodiesel-Reihenvierzylindermotor mit zwei Leistungsstufen und Antrieben sowie ein 2.0 Turbodiesel mit einer Leistungsstufe und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe abrufbar. Auf einen Benzinmotor muss der Cherokee Kunde nicht verzichten und kann, wie schon seit 2013, einen 3.2 Liter V6 Pentastar mit Neun-Stufen-Automatik wählen. Mit seinen 200 kW (272 PS) verschafft er bei 315 Newtonmeter ein richtiges Cruiser-Gefühl. Der „kleine“ Diesel mit zwei Litern Hubraum leistet ganze 103 kW (140 PS) und bringt diese mit 350 Newtonmeter bei 1500 Umdrehungen sehr gut auf die Straße. Beim größeren 2.2 Liter Diesel mit 136 kW (185 PS) und 147 kW (200 PS) sind es 440 Newtonmeter bei 2500 Umdrehungen, die das Fahrzeug sehr beeindruckend nach vorn schieben. Ausnahmslos alle Aggregate erfüllen die geforderte Abgasnorm Euro6.

Jeep Cherokee 2.2 Diesel im Rheingau
Jeep Cherokee 2.2 Diesel im Rheingau.

Bei Testfahrten im beschaulichen Rheingau erleben wir das SUV sehr agil und spritzig, dank der neuen Diesel Power und des entkoppelten Hinterachsantriebs. Unebenheiten und Schlaglöcher federt das Fahrzeug souverän ab. Aber auch im Gelände zeigt der Cherokee wenig Mühe mit seinen Vierradantriebs-Systemen. Hier lassen sich je nach Bedarf drei unterschiedliche Modi einstellen, die das Fahren auch außerhalb von befestigten Straßen nicht erschweren. Die vom amerikanischen Autobauer vorgegeben Verbrauchswerte erreichen wir zwar nicht ganz, aber wir liegen immer im Toleranzbereich von 0,5 bis 0,8 Liter darüber.

Der neue 2.2 Diesel im Jeep Cherokee
Der neue 2.2 Diesel im Jeep Cherokee.

Beim Cherokee steigen wir in einen hellen und sehr freundlichen Innenraum. Die große Frontscheibe bringt viel Licht ins Fahrzeug und Fahrer, Beifahrer und auch die Passagiere im Fond haben mehr als ausreichend Platz. Mit breiten Kopfstützen ausgestattet, ist der Fahrersitz in der Topausstattung 8-fach verstellbar, davon vier Stufen elektrisch mit Memory-Funktion für die Lendenwirbelstütze. In der zweiten Reihe finden sich drei komfortable Einzelsitze. Das Gepäckraumvolumen beträgt bis zu 591 Liter bei Beladung bis zur Fensterkante bei voller Bestuhlung. Werden die Rücksitze umgeklappt, so steigt die Ladekapazität auf 1.267 Liter bei Beladung bis zum Dach.

Armaturenbrett mit TFT-Farbbildschirm
Armaturenbrett mit TFT-Farbbildschirm.

Für die zentrale Anzeige im Armaturenbrett dient bei allen Versionen ein TFT-Farbbildschirm. Direkt vor dem Fahrer stellt er ihm alle Basisinformationen zur Verfügung. Optional erhältlich ist das bei FCA bekannte Unconnect, ein Navigations- und Entertainmentsystem. Die meisten Fahr- und Komfort-Informationen sowie Bedien-Elemente wie zum Beispiel Audiofunktionen, Klimasteuerung oder Sitzheizung und -lüftung werden hier übersichtlich dargestellt.

Zum Thema Sicherheit bietet der Autobauer aus Amerika außer den üblichen Features wie sieben mehrstufig auslösbaren Airbags, einer Electric Stability Control (ESC), einem Überschlagsvermeidungssystem sowie ABS mit Geländekalibrierung noch weit mehr. Auf Wunsch sorgen ein Kollisionswarner mit Aufprallvermeidung, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung und Stopp&Go, ein Spurhalteassistent, ein Totewinkelwarner, die hintere Querbewegungs-Erkennung und der automatische Einpark-Assistent „ParkSense“ für weitreichende Unterstützung und Entlastung des Fahrers.

Den Einstieg beim Cherokee bildet die Ausstattungslinie „Sport“ mit einem Grundpreis von € 32.900. Dem Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über den Ausstattungslinien „Longitude“ und „Limited“ kann die Topausstattung „Trailhawk“ alle Kundenwünsche erfüllen, so dass nur wenig Platz für Zusatzausstattung bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Benziner 3.2 Liter V6 Pentastar 200 kW (272 PS) in der Ausstattung „Trailhawk“ mit € 48.000.

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Jeep Cherokee 2.2 MultiJet, Active Drive II Limited.

Jeep Cherokee 2.2 MultiJet, Active Drive II Limited:

Verkaufsstart:  September 2015
Basispreis:  32.900 €
Motorleistung:  147 kW (200 PS)
Antrieb und Getriebe: Neun-Stufen-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  8.7  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  203 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.624, 1.859, 1.697, 2.716 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann
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Stefan Beckmann

Als Quereinsteiger kam ich in die Szene der Mobilität und bin nun seit nunmehr 16 Jahren total infiziert, was das bewerten von Autos und
alles was von einem Motor angetrieben wird. Im Laufe diesen Jahres habe ich nun die Möglichkeit bekommen, dies neutral und nicht
für einen Hersteller zu tun. Was soll ich sagen ? „Ein tolles Gefühl!“

Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Die Mittelklasse erfindet sich gerade mal wieder neu, denn mit einer behutsamen Evolution ist es nicht getan. Der vorgezeichnete Weg zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren erfordert neue Konzepte, und der Trend zum SUV knabbert weiter am klassischen Portfolio.

So rechnet Audi-Chef Rupert Stadler bereits für 2025 mit einem SUV-Anteil von 50 Prozent in seiner Modellpalette, aktuell liegt er hierzu- lande noch bei 25 Prozent. Mit Folgen für das übrige Programm: Der A4 – lange Zeit Bestseller und Umsatzbringer der Marke – verliert an Bedeutung und Stückzahl. In Deutschland belegt er zwar von Januar bis September als erfolgreichster Audi Platz sechs bei den Neuzulassungen, doch speziell im wichtigen China-Markt schwächelt der Absatz.

Neuer Audi A4 kommt mit A8-Touchscreens

Als Hauptproblem gilt das Design, das sich zu wenig vom Vorgänger und von den Schwestermodellen unterscheidet. Abhilfe soll ein umfassendes Facelift schaffen, das allerdings noch bis Juni 2019 auf sich warten lässt. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Retuschen im Detail, sondern um einen kraftvolleren, „lauteren“ Auftritt, der teure Änderungen am Blech erfordert. So sind die Radhäuser stärker ausgestellt, die Scheinwerfer deutlich flacher gestaltet und der Frontgrill in die Breite gezogen. Zudem werden die einzelnen Lines optisch klarer differenziert.

Im Cockpit halten analog zum neuen A8 und A7 zwei Touchscreens für Infotainment sowie Klima- und Komfortfunktionen auf der Mittelkonsole Einzug, die den bisherigen MMI-Controller ersetzen. Des Weiteren wird die Antriebspalette sukzessive hybridisiert und auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt, um längeres „Segeln“ (bis 22 km/h) und mehr Rekuperation zu ermöglichen. Und während der S4 3.0 TFSI nach kurzer Homologationspause schon jetzt wieder lieferbar ist, kommt im nächsten Sommer erstmals ein S4 TDI mit V6-Biturbodiesel und rund 350 PS hinzu.

Der Modulare Längsbaukasten für Verbrennungsmotoren bleibt auch über den nächsten Modellwechsel hinaus (2022/23) erhalten, weil klassische Bauformen und Antriebsarten in vielen Märkten weiter dominieren. Nur die ganz Großen wie der VW-Konzern können sich parallel dazu eine völlig eigenständige Elektro-Plattform wie den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) leisten, den auch Audi für seine neue e-tron-Familie nutzt. So wird der A4 keine zusätzliche Elektrovariante, sondern ab 2019 einen weiteren hausinternen Rivalen neben A5 und Q5 bekommen – den außen nur wenig größeren, aber wegen des platzsparenden Antriebs innen deutlich geräumigeren e-tron Sportback.

BMW 3er wird leichter und wächst

Auch BMW baut seine i-Palette weiter aus, setzt dagegen auf eine gemeinsame Cluster-Architektur (CLAR) für alle Antriebsarten und Baureihen mit Hinterrad- oder davon abgeleitetem Allradantrieb. Laut Firmenchef Harald Krüger soll künftig jede Baureihe auch rein elektrisch fahren können, den Anfang macht 2020 der X3. Ein Jahr später kommt dann der i4 mit zwei E-Motoren, Allradantrieb und -lenkung, Torque Vectoring und teilaktiver Radaufhängung wie in der IAA-Studie Vision Dynamics. Statt einer teuren Carbonstruktur nutzt der Stromer jedoch die weiterentwickelte CLAR-Basis mit gewichtsoptimierten Werkstoffen zur Kompensation der schweren Batterien.

Beim nächsten 3er dürfte die reine E-Variante auf den meisten Märkten eine Randerscheinung bleiben, denn für 2025 erwartet BMW nur noch eine E-Auto-Quote von 20 statt der einst avisierten 25 Prozent. Damit auch bei den konventionellen Modellen Verbrauch und Emissionen spürbar sinken, wird die Anfang 2019 mit der Limousine startende siebte Generation um rund 40 kg leichter und mit feingetunten Turbomotoren ausgerüstet – Stichwort Elektrifizierung und 48-Volt-Mildhybrid. Trotz der um sechs Zentimeter gewachsenen Länge soll auch die Fahrdynamik von der Diät profitieren.

Ab 2021 kommt die neue Mercedes C-Klasse

Obwohl Mercedes erst sechs Jahre nach BMW (2019) eine separate Elektrosparte an den Start bringt, verfolgt die Marke eine ähnliche Strategie. Die EQ-Modelle nutzen einzelne Komponenten aus dem großen Technikbaukasten des Konzerns, sind aber ansonsten völlig eigenständig. Schließlich erlaubt der kleinere E-Antrieb ein besseres Package, das der rund 4,70 m langen EQ Limousine im Format der C- das Raumvolumen einer E-Klasse beschert. Doch während sich das Design dauerhaft von dem des traditionellen Portfolios unterscheidet, werden die Plattformen für Verbrenner und E-Autos ab 2025 sukzessive zusammengeführt.

Die nächste C-Klasse (W 206, ab Anfang 2021) nutzt jedoch über ihre gesamte Laufzeit den MRA-II-Baukasten, bleibt auch in Format und Design der bisherigen Linie treu. Allerdings kommen weitere Ableger hin- zu, zumindest ein Kombi im Offroad-Look namens All-Terrain sowie das viertürige Coupé CLC im Stil des größeren CLS sind gesetzt. Die gerade erst vorgestellten Vier- und Sechszylinder (Benziner und Diesel, auch als Plug-in-Hybrid) bieten noch viel Potenzial, während eine reine E-Variante nicht zur Diskussion steht.

VW entwickelt den Passat weiter – Alfa kommt mit Giulia-Kombi

Selbst jenseits des deutschen Premium-Trios stellt sich die Mittelklasse neu auf. Nach den Erschütterungen des Dieselskandals ist der VW-Konzern voll auf die Elektromobilität eingeschwenkt, fährt aber noch auf lange Sicht zweigleisig. Denn neben der rein elektrischen, optisch futuristischen I.D.-Familie, zu der ab 2021 auch die Fließheck-Limousine Lounge gehört, werden die klassischen Modelle wie der Passat weiterentwickelt und hybridisiert; der nächste Schritt kommt zum Facelift im Herbst 2018.

Ähnlich geht Skoda beim Vision E vor, der zwar mit 4,65 m Länge auf Octavia-Niveau liegt, aber als coupéartiger Elektro-Crossover völlig neue Kunden anspricht. Während Alfa Romeo und Volvo weiterhin fest an die Zukunft von Limousinen und Kombis glauben, stellt man bei Toyota den fertig entwickelten Avensis-Nachfolger grundsätzlich infrage und überlegt, stattdessen nur noch einen Crossover anzubieten. Es bleibt also spannend, denn mit Mittelmaß kann man in der Mittelklasse längst keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mittelklasse-zukunft-von-audi-a4-bmw-3er-mercedes-c-klasse-10216992.html

Absatzquote für emissionsfreie und emissionsarme Autos — Bedeutet die Jamaika-Verkehrspolitik das Verbrenner-Ende?

In den Sondierungsgesprächen zwischen der Union, den Grünen und der FDP wurde auch das Thema Verkehr heiß diskutiert. Künftig wolle man nur noch emissionsfreie Neu-Fahrzeuge zulassen. Das Ende des Verbrennungsmotors?

In einem Sondierungspapier zum Thema Verkehr heißt es, man habe sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten zwanzig Jahre den Zeitpunkt zu erreichen, an dem nur noch emissionsfreie Neuwagen beim Händler stehen. Um diese Zielsetzung voranzutreiben, sollen alternative Antriebe verstärkt gefördert werden. Beispielsweise durch eine dynamische Absatzquote von fünf Prozent, die ab 2020 in Kraft treten soll und für die Hersteller gilt. Jedenfalls dann, wenn der Prozentsatz der Zulassungen emissionsfreier Autos im Jahr 2019 noch unter 3,5 liegen sollte. Zudem werden die Autobauer in der Diesel-Frage in die Pflicht genommen. Eine wirksame und überprüfbare Nachrüstung soll die bereits im Verkehr befindlichen Selbstzünder zu Saubermännern machen.

Bonus-Malus-System bei Kfz-Steuer

Für die Verbraucher heißt es „Zuckerbrot und Peitsche“. Als Kaufanreiz soll ein effektives Bonus-Malus-System in die Kfz-Steuer eingearbeitet werden, um die Anschaffung von emissionsarmen und elektrischen Fahrzeugen zu befeuern. Fahrverbote in Städten stünden ebenso auf dem Zettel wie auch eine bundesweite blaue Plakette, schreibt etwa das Handelsblatt. Der bisherige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte besagte Plakette bis zuletzt entschieden abgelehnt.

Als zusätzlichen Baustein auf dem Weg in die emissionsreduzierte Zukunft sieht das Bündnis die Begünstigung der Dienstwagenbesteuerung von effizienten Autos. Sie sollen beim geldwerten Vorteil aufkommensneutral besser gestellt werden, geht aus dem Sondierungspapier hervor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/verkehr-politik-jamaika-koalition-verbrennungsmotor-ende-2017-12800528.html