Essen Motor Show 2017 — Pro & Contra aus dem Tuning-Pott

Essen Motor Show 2017 — Pro & Contra aus dem Tuning-Pott

Die Essen Motor Show ist der Ort, an dem der Ausdruck „extrem“ relativ erscheint. Extravaganz, schimmernden Folierungen, extra viel Chrom. Alles wunderbar also? Nicht ganz! Willkommen zu einer neuen Folge „Pro & Contra“ – live aus dem Pott!

Mehr als 500 Aussteller zeigen, dass ihrer Fantasie offenbar keine Grenzen gesetzt sind. Von gepflegten Klassikern über professionell modifizierten PS-Boliden bis hin zu liebevoll in der Freizeit hergerichteten Einzelstücken ist alles vertreten.

50 Jahre Essen Motor Show

Ein tiefergelegter Audi Q2 – vielleicht für diejenigen, die gerne einen SUV fahren wollen, aber Höhenangst haben? Dann lieber gleich einen A3 wählen, wäre vermutlich zu langweilig. Denn in Essen ist alles erlaubt. Wer hier hingeht, weiß, dass er seine Vernunft an der Eingangstür abgibt.

Gleich zwei Geburtstagskinder feiern in diesem Jahr ihren Fünfzigsten: Sowohl die Motor Show selbst als auch Mercedes-Tochter AMG machen 2017 ein halbes Jahrhundert voll. Die Affalterbacher Tuningmarke ist schon immer ein gern gesehener Gast in den Essener Messehallen. Anlässlich dieses runden Zwillings-Jubiläums gibt’s in diesem Jahr auch eine Sonderausstellung mit vielen leistungsstarken AMG-Klassikern.

Einer der Gäste ist zum Beispiel das Vision Car „Gran Turismo“, dessen kurvige Formen vor allem aus dem PlayStation Rennspiel „Gran Turismo 6“ bekannt sind. Fast ebenso exotisch ist Deutschlands einziger Maloo. Das australische Auto entspricht dem Fahrzeugtyp „Ute“ (Utility Vehicle) und erinnert eine an Art Pickup. Die Aussie-Kiste basiert auf einer Plattform von General Motors und trägt einen knackigen Corvette-V8.

Polizei fährt Oettinger-VW Golf GTI mit 400 PS

Auch die Polizei bekennt sich auf der Messe zu ihrer heimlichen Tuning-Leidenschaft und präsentiert in Kooperation mit Oettinger und der Initiative „tune-it-safe“ einen Golf R mit 400 PS und Blaulicht auf dem Dach. Dabei betonen die Ordnungshüter mit Nachdruck, dass zwischen Tuning-Faible und illegalen Straßenrennen ein großer Unterschied liegt.

Apropos illegal: Fast schon verboten hoch ist der von Shelby getunte F150 Raptor, der in Halle 3 die meisten tiefergelegten Ausstellungsexemplare überragt. Brabus hält mit einem auf 850 PS hochgezüchteten Mercedes GLE dagegen. Andere übertrumpfen die Fahrzeughöhe durch pure Extravaganz: Denn es gehört schon ein großer Individualisierungs-Wille dazu, einen Rolls Royce Phantom in ein Tigerkleid zu stecken oder einen Bugatti Veyron mit Leopardenflecken zu zieren.

Natürlich warten auch die Größen der Szene mit vielen Schmuckstücken auf: AC Schnitzer präsentierte den ACL2S in einem Folienkleid aus matt-khaki. Für Sparfüchse – Der aufgemotzte BMW M240i kostet aktuell statt 124.000 Euro nur noch 79.500 Euro. Ein Schnäppchen sozusagen.

J.P. Performance zeigt neun Autos

PS-Profi und Tuning-Held J.P. Kraemer stellte an seinem Stand gleich neun Fahrzeuge in Reih und Glied. Die schönsten und skurrilsten Umbauten tummeln sich aber im „Keller“ der Messe. Die Sonderausstellung „tuningXperience“ hält von geschrumpften Erdbeerkörbchen bis hin zu wintersporttauglichen Audi R8 mit Snowboard auf dem Dach viele Kuriositäten bereit.

Ob uns das alles gefallen hat? In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen unsere Pros und unsere Contras von der Kult-Messe in Essen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/essen-motor-show-2017-pro-und-contra-tuning-messe-12810314.html

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Der erste Porsche 911 — Nr. 57 erstmals öffentlich zu sehen

Das Porsche Museum zeigt in einer Sonderschau ältesten Elfer der Werks-Sammlung. Das rote Coupé trägt die Fahrgestellnummer 300.057 und entstand im Oktober 1964 als eines der ersten Serienmodelle des Sportwagens noch unter der Typbezeichnung 901.

Porsche hatte den Nachfolger des 356 ursprünglich unter der Typbezeichnung 901 entwickelt und vorgestellt. Nur wenige Wochen nach Produktionsbeginn musste das Coupé im Herbst 1964 wegen eines markenrechtlichen Einspruchs von Autobauer Peugeot jedoch umbenannt werden und hieß fortan 911. Alle bis dahin produzierten Kundenfahrzeuge waren zwar unter der Bezeichnung 901 gebaut, aber als 911 verkauft worden. Eine dieser Raritäten fehlte 50 Jahre lang in der Werkssammlung von Porsche.

TV-Team entdeckt Klassiker

Aufgestöbert hatte die Rarität 2014 das TV-Team der Doku-Soap „Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ beim Verwerten einer längst aufgegebenen Sammlung in einer Scheune. Dort waren sie auf zwei 911 aus den 1960er Jahren gestoßen. Bei der Rückfrage im Porsche Museum stellte sich heraus, dass einer der beiden Sportwagen mit der Fahrgestellnummer 300.057 zu den seltenen Exemplaren zählt, die vor der Umbenennung gebaut wurden. Das Porsche Museum kaufte beide 911 zum Schätzpreis unabhängiger Sachverständiger an und schloss damit eine wichtige Lücke in der Sammlung bedeutender Klassiker der Marke.

Drei Jahre investierte Porsche in die Restaurierung des Klassikers. Der stark von Rost zerfressenen Sportwagen wurde mit zeitgenössischen Originalblechen wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Motor, Getriebe, Elektrik und Innenausstattung wurden nach dem gleichen Prinzip instandgesetzt. Grundsätzlich ging dabei der Erhalt von Teilen und Fragmenten vor den Ersatz.

Zu bewundern ist der 901 Nr. 57 eigt in der Sonderschau „911 (901 Nr. 57) – Eine Legende nimmt Fahrt auf“ vom 14. Dezember 2017 bis zum 8. April 2018 im Stuttgarter Porsche Museum.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/der-erste-porsche-911-nr-57-erstmals-oeffentlich-zu-sehen-1107636.html

Sportwagen-Neuzulassungen November 2017 — Ford schlägt Porsche und Mercedes

Die Statistik sieht für den November 2017 ein kleines Plus bei den Neuzulassungen von Sportwagen. Doch welcher Sportwagen ist Deutschlands Liebling?

Unter den Sportwagen liefern sich Porsche 911 und die Mercedes E-Klasse als Coupé einen permanenten Führungswechsel im Segment. Hin und wieder stört aber ein Mitbewerber das Duell. So auch im November 2017, denn der Ford Mustang holt sich den Sieg mit 648 Neuzulassungen. Knapp dahinter rangiert im Berichtsmonat das E-Klasse Coupé, das vom Kraftfahrt Bundesamt in Flensburg als Sportwagen geführt wird. Erst auf dem Bronze-Rang fährt der Porsche 911 über die Ziellinie.

Porsche 911 2017 an der Spitze

Im Jahresverlauf steht der Porsche mit 7.199 Neuzulassungen an der Spitze des Segments, dahinter reihen sich Audi TT mit 5.533 Neuzulassungen, Ford Mustang mit 5.356 Neuzulassungen und das E-Klasse Coupé mit 5.152 Neuzulassungen ein.

Auffällig in der Monatsstatistik sind die Zulassungsquoten der Marke Aston Martin. Alleine fünf Modelle – vom Vanquish bis zum DB11 sind im Ranking vertreten. Zum Vergleich: Porsche kommt auf drei Modelle, Mercedes auf vier Fahrzeuge und Ferrari auf drei Sportwagen. Auch ein Blick auf die Quote der gewerblichen Halter lohnt sich bei den Sportwagen. Diese liegt traditionell deutlich höher, als in anderen Segmenten. So kommt der Mustang auf eine Quote von 74,7 Prozent, das E-Klasse Coupé erreicht 62,5 Prozent und der Porsche 911 steht bei 63,3 Prozent. Die meisten privaten Halter kann der Toyota GT86 mit 84,6 Prozent auf sich vereinen.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen das Gesamtranking der Sportwagen-Neuzulassungen im November 2017.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/sportwagen-neuzulassungen-november-2017-ford-schlaegt-porsche-und-mercedes-7778112.html