Fahrbericht: Der Mercedes-Benz C300 BlueTec Hybrid

Fahrbericht: Der Mercedes-Benz C300 BlueTec Hybrid

Zum Marktstart bietet Mercedes-Benz die neue C-Klasse überraschenderweise nur mit einem Dieselmotor an, dem C220 BlueTEC mit 170PS. Mit dem etwas knurrigen Selbstzünder ist man zwar stets ausreichend motorisiert, doch es kommt durchaus der Wunsch auf, die optischen Souveränität der jüngsten Mittelklasselimousine aus Stuttgart mit einer entsprechenden Motorisierung zu unterstreichen. Wem jetzt ein wohlig vor sich hinzündender Sechszylinder in den Sinn kommt, den müssen die schwäbischen Tüftler leider enttäuschen. Sie wollen zukünftig nicht mit üppigem Hubraum, mehr Zylindern oder dickeren Turbos ihren Dieseln mehr Leistung einhauchen, sondern mit einem Elektromotor. mein-auto-blog-Redakteur Axel fuhr jetzt vorab das zukünftige selbstzündende Topmodell der Baureihe, den C300 BlueTEC Hybrid.

Der Entschleuniger, oder: „Sparen hat seinen Preis.“

Downsizing. Dieses Wort beherrscht aktuelle das Daily-Business der Motorenentwickler in der Automobilbranche. Kleine aufgeladene Motoren sollen die Lösung sein im Wettkampf um niedrige Flottenverbräuche und umweltschonende CO2 Emissionen. Und wenn das alles nicht reicht, dann muss eben ein Elektromotor her. Der liefert im getesteten 300er zusätzliche Kraft von 20kW, was althergebrachten 27 Pferdestärken entspricht. Das hilft, den CO2 Ausstoß unter die magische 100 Gramm pro km zu drücken (um genau zu sein, auf 94g/km) und senkt natürlich auch den Verbrauch auf knausrige 3,6l auf 100km. Natürlich entspricht dieser Wert einem Messverfahren, dass die Realität nur mangelhaft widerspiegelt.

Doch wie gestaltet sich der Alltag im C300 BlueTEC Hybrid an einem sonnigen Frühlingstag in Südfrankreich?

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Um es vorweg zu nehmen: Sehr angenehm! Dazu muss man wissen, dass der Mild Hybrid auf dem C250 BlueTEC basiert, der mit 204 PS und 500 Nm im Herbst auf den Markt kommen wird. Der zusätzliche Elektromotor ist im 7G-Tronic Plus Automatik Getriebe integriert und liefert bei Bedarf eben nicht nur mehr PS, sondern 250 zusätzliche Newtonmeter Drehmoment, die man als gehörige Extraportion Schub beim Beschleunigen oder Überholen unbemerkt abrufen kann. Doch die zweimotorige Antriebseinheit kann mehr und dafür muss man schon sehr genau hinhören oder hinschauen. Denn der C300, segelt, fährt elektrisch, rekuperiert und zeigt dies bei Bedarf auch stolz in einem der zahlreichen Displays an. Man spürt es im normalen Fahrbetrieb nämlich kaum, wenn sich der Dieselmotor unbemerkt in den Standbymodus verabschiedet und die mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,24 gesegnete Limousine über die Straßen segeln lässt. Oder wenn man nach dem Start der C-Klasse erst einmal überrascht feststellt, dass alles still bleibt und man beim sanften Tritt auf das Gaspedal sogar nur mit der Kraft des Elektromotors losrollen kann.

Der 27 PS Elektromotor des C300 BlueTec Hybrid im Detail.
Foto: Der 27 PS Elektromotor des C300 BlueTec Hybrid im Detail.

Die gewünschte Souveränität ist also gewährleistet und kombiniert man diese mit dem Fahrassistenz-Paket Plus, welches den Abstandsregeltempomat Distronic Plus, den aktiven Totwinkel- und Spurhalte-Assistenten beinhaltet, verkommt das Autofahren fast zur Nebensache. Die optionale Luftfederung Airmatic gibt einem dann letztendlich den Rest. In der Stufe „Comfort“ gleitet man sänftenartig dahin und kann über das Leben in der C-Klasse sinnieren oder sich entspannt dem In-Car-Entertainment widmen. Hier glänzt die vierte Generation C mit dem bekannten Dreh- und Drückcontroller in Kombination mit einem neuartigen Touchpad, das Nutzer von Smartphones oder Tablets kaum vor eine Rätsel stellt. Mit den bekannten Fingergesten, kann man zoomen, durch die Menüs wischen oder sein nächsten Navigationsziel mit dem Zeigefinger schreiben.

Das letzte eingegebene Ziel bei dieser Testfahrt ist Aix-en-Provence und so endet nach 105 abwechslungsreichen Kilometern eine Testfahrt, die im Zentrum der Hafenstadt Marseille begann, uns über Landstraßen Richtung Nordwest zum Michelin Testcenter in Fontange führte und dann wieder ostwärts auf der Autobahn in das kleine provenzalische Städtchen oberhalb der Mittelmeerküste. Der schwäbische Mild Hybrid erzielte dabei mit zwei Fahrern ohne größere Anstrengungen und Einschränkungen einen Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern. Kein schlechter Wert für ein ca. 1,6 Tonnen schweres Auto mit 231 PS. Doch entscheidender, als die Verbrauchswerte ist die Erkenntnis: Der C300 BlueTEC Hybrid ist ein hervorragender Reisewagen, der Distanzen unmerklich schrumpfen lässt und dabei den Fahrer latent entschleunigt. Doch eine solche rollende Wellnessoase wird natürlich ihren Preis haben. Auch wenn Mercedes-Benz noch keine Preise veröffentlicht hat, ist davon auszugehen, dass der Basispreis stramm Richtung 50.000 Euro zeigt, zuzüglich etlicher verführerischer Ausstattungsoptionen.

Sparen hat eben seinen Preis.

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[tab title=“Technische Daten“]

Typ Mercedes C 300 BlueTec (2014), W205
Motor Reihenvierzylinder-Dieselmotor, zwei Turbolader, Elektromotor
Hubraum (cm3) 2143
Leistung in PS 204 + 27
Max. Drehmoment  500 + 260
Höchst-
geschwindigkeit (km/h)
noch k.A.
Beschleunigung 0-100 km/h (sek.) noch k.A.
Getriebe 7G-Tronic
Antrieb Hinterradantrieb
Treibstoffsorte Diesel
Verbrauch EU-Drittelmix (l/100 km) 3,6
CO2-Ausstoß (g/km) 94
Länge, Breite, Höhe (mm): 4686, 1810, 1442
Radstand (mm): 2840
cW-Wert (minimal): 0,24
Gewicht, Hersteller-
angabe (kg):
noch k.A.
max. Zuladung (kg): noch k.A.
Tankinhalt (Liter): 66
Abgasnorm: Euro 6
Weltpremiere: Detroit 2014
Basispreis (Euro) noch k.A.
Serienausstattung u.a.: noch k.A.
Interessante Extras: noch k.A.

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[tab title=“Fahrberichte von Kollegen“]

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[tab title=“Wichtige Artikel zur C-Klasse“]

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Axel Griesinger
Eigentlich wollte ich Auto Designer werden. Eigentlich würde ich gerne eine private Autosammlung eröffnen. Eigentlich war ich während meiner Schulzeit verdammt schlecht in Deutsch. Eigentlich verstehe ich bis heute nicht, warum ich so gerne über meine Erlebnisse in allem, was vier Räder und einen Motor hat, berichte. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag Auto fahren, weil es einfach Spaß macht.

Posaidon G RS 850 — Mercedes G-Klasse wird zum Sportwagen

Die Mercedes G-Klasse ist zwar ein äußerst potenter Geländewagen, aber weltweit greifen die meisten Käufer zu den extrem kräftigen AMG-Versionen. Wem die Power von Mercedes‘ Performance-Abteilung nicht reicht, dem hilft jetzt Posaidon mit einer 850-PS-Verison des Kult-Geländewagens.

Mit der Heckklappe vom G 500 4×4²

Als Basis für den Umbau dient dem im rheinland-pfälzischen Mülheim-Kärlich ansässigen Fahrzeugveredler Poseidon grundsätzlich eine G-Klasse mit M157-Triebwerk. Damit der Wagen bei seiner Premiere auch optisch richtig was her macht, haben sich die Tuner die ab Werk in knalligen Farben lackierte Crazy-Color-Edition des Hardcore-Geländewagens geschnappt – beim gezeigten Modell leuchtet die AMG-Sonderlackierung Solar-Beam. Am Heck des Wagens sorgt Poseidon für eine Besonderheit: Die Serien-Tür wird durch die reserveradfreie Tür des G 500 4×4² ersetzt. Innen gibt es dann die Lederausstattung mit Kontrastnähten und viele Karbon-Applikationen.

Dreistufiges Fahrwerk

In Sachen Fahrwerk kommt beim G RS 850 ein in drei Stufen verstellbares adaptives Dämpfungssystem zum Einsatz, den Kontakt zur Straße stellen Reifen der Dimension 285/40R22 auf 10,5×22-Felgen her. Laut Poseidon bieten die Hochleistungspneus eine besonders gute Haftung. Hinter den schwarzen Speichen der Leichtmetallfelgen schimmern die goldfarben lackierten Bremssättel der Karbon-Keramik-Bremsanlage, die Poseidon aus dem Mercedes-AMG S 63 adaptiert hat. Bei diesem System wirken vorne sechs Kolben aus Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 420-Millimetern, an der Hinterachse drücken vier Kolben auf 360er-Scheiben.

V8 mit 850 PS

Den V8-Motor des Basismodells Mercedes-AMG G 63 powert Poseidon von 571 auf 850 PS hoch, das Drehmoment steigt von serienmäßig 760 auf abgeregelte 1.350 Newtonmeter. Die Leistungssteigerung um 279 PS und den Drehmomentzuwachs um 590 Newtonmeter erreichen die Spezialisten von Poseidon unter anderem durch den Einsatz von umgebauten Turboladern, die dann 40 Prozent mehr Ladeleistung liefern. Außerdem wurden das Ansaugsystem sowie die Ladeluftkühlung modifiziert sowie eine Edelstahl-Abgasanlage mit Klappensteuerung und Sport-Katalysatoren verbaut. Die Motorsteuerungs-Software wurde an die neuen Triebwerks-Komponenten angepasst. Um mit den deutlich heftigeren Momenten fertig zu werden, bekommt auch das AMG-Speedshift-Plus-7G-Tronic-Getriebe sowohl Hardware- als auch Software-Updates.

Extrem spurtstark

Dank des Tunings spurtet der 2,6 Tonnen schwere G RS 850 in 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h, Höchstgeschwindigkeit ist bei abgeregelten 285 km/h erreicht. Zum Vergleich: Ein Mercedes-AMG G 63 sprintet in 5,4 Sekunden in den dreistelligen Geschwindigkeitsbereich und ist maximal 210 km/h schnell. Die V12-Variante G 65 erledigt den Referenzsprint in 5,3 Sekunden, die Beschleunigung endet hier bei 230 km/h.

Preis

Der Poseidon G RS 850 ist ab sofort verfügbar. Ein Komplettumbau schlägt mit 140.000 Euro zu Buche. Der Kunde kann aber auch nur einzelne Komponenten umbauen lassen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/posaidon-g-rs-850-mercedes-g-klasse-2017-12756640.html

McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html