Ford Fiesta – Der Kleinwagen wird 40

Ford Fiesta – Der Kleinwagen wird 40

Happy Birthday, Fiesta! Heute am 11. Mai 2016 darfst Du einen runden Geburtstag feiern – Deinen 40. Zu diesem Jubiläum wollen wir einen Blick auf die Erfolgsgeschichte des Kleinwagen werfen, der fast rund um die Welt verkauft wird. Insgesamt konnte Ford 16,7 Millionen Exemplare des Fiesta bauen – mit Erfolg. So konnte der kleine Flitzer viele Preise abräumen, wie etwa die Wahl zum „Car of the Year“ oder verschiedene Male das „Goldene Lenkrad“ ergattern.

Anfänglich war noch gar nicht klar, wie Fords Kleinwagen überhaupt heißen soll. „Bobcat“, munkelte man als potentiellen Namen. Doch das war nur ein Arbeitstitel, wie ihn alle Entwicklungen bei Ford tragen. Am 18. Dezember 1975 war es dann aber soweit und kein geringerer als Henry Ford der II lüftete höchst persönlich das Geheimnis um das neue Produkt: Den Fiesta.

So begann also die Produktion des Kleinwagens im Werk in Saarlouis im Sommer 1976. Anfänglich gab es drei Vierzylinder-Motoren, deren Einstieg ein 1.0 kleines Aggregat mit 40 PS markierte. Heute bekommt man den Fiesta wieder mit diesem Hubraum, jedoch nur mit drei Zylindern – allerdings nicht für günstige 8.440 Deutsche Mark. Damals war sogar eine beheizbare Heckscheibe serienmäßig, das waren Zeiten.

1979 ging die Produktion dann im Werk Köln-Niehl weiter. Nach nur 58 Monaten Produktion lief im März 1981 bereits der zweimillionste Fiesta vom Band und brach damit einen Produktionsrekord, dem noch weitere folgen sollten.

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Doch der Ford Fiesta war nicht nur ein pragmatischer Kleinwagen. Selbst der künstlerischer Ader des Aktionskünstler AH Schult konnte sich der Kölner nicht entziehen. So hielt Fords Kleinwagen als „Sinnbild eines Autos, das für alle da ist“ her und wurde im April 1989 für ein dreitägiges Happening genutzt. Dabei wurden zehn künstlerisch verfremdete Fiesta-Skulpturen in Köln aufgestellt, wie etwa der „Goldene Vogel“ mit seinen fünf Meter langen Styropor-Schwingen oder ein in einen 30 Tonnen schweren Eisblock eingefrorener Bestseller.

Aber der Fiesta war noch vielseitiger und wurde sogar im Motorsport eingesetzt. Jedoch nicht in irgendeiner Serie, sondern in Deutschlands erster Frauen-Rennserie, dem „Ford Ladies-Cup ´82“. In der „Deutschen Automobil Rennsportmeisterschaft“ traten 20 Frauen gegeneinander an, denen als Hauptgewinn nicht nur ein von Ford gesponsortes Preisgeld, sondern auch der Renn-Fiesta selbst winkte. Die kleine Rennsemmel leistete stramme 90 PS und schaffte maximal 180 km/h. Mit seinem Überrollkäfig, Feuerlöscher und Hosenträgergurten war der Ford Fiesta XR2 also ein waschechter Sportler.

Das hat sich auch der aktuelle Ford Fiesta beibehalten, der jüngst auf dem Genfer Automobilsalon als ST 200 vorgestellt wurde. Der Kleinwagen mit seinem 1.6 Liter Turbomotor leistet 200 PS und ist in dieser Variante exklusiv im Farbton „Storm Grey“ erhältlich. Er erreicht, wie alle anderen Motoren der Fiesta-Palette auch, die Euro 6 Norm. So kann man den Kleinwagen mit elf verschiedenen Motoren bekommen: darunter drei Diesel, sieben Benziner und ein LPG-Antrieb. Wenn das keine Steigerung zum ersten Fiesta mit seinen drei Benzinern ist. Nur auf einen Elektroantrieb muss man derzeit noch verzichten. Aber Ford „tut schon was“…

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