Genf 2014: Der neue Audi TT

Genf 2014: Der neue Audi TT

Okay, man darf es zugeben. Die Proportionen des neuen TT sind gelungen. Dank des Konzernbaukasten MQB wandern die Achsen weiter nach außen. Innen könnte das ein wenig mehr Platz ergeben, vor allem aber ergibt es äußerlich eine gestreckte Linie. Klare Linien. Sachliche Linien und kaum ein Lidstrich zu viel.

Der Kühlergrill wurde gestrafft, duckt sich flach über den Boden und wandert immer mehr in die Breite. Fast wirkt der neue TT als wäre er das bessere Vorbild der ehemaligen Design-Ikone. Große Lufteinlässe interpretieren die Sprache der Rennstrecke, silberne Diffusor-Elemente wollen die Ernsthaftigkeit dieser Ambitionen mit Nachdruck unterstreichen.

Die Scheinwerfer leuchten dank LED hell in und mit neuer Tagfahrlicht-Grafik. Im Cockpit wurde massiv aufgeräumt und fast meint man, die wichtigste Veränderung wäre im Armaturenträger versteckt.

Doch reicht der neue Fassaden-Anstrich an der Bauhaus-Stil Ikone?

Mitnichten. Bei Audi brennt die Hütte. Der Audi A4 wird auf sich warten lassen (mittlerweile wird Genf 2015 kolportiert), der Q7 wartet auf die Erlösung und auch der A8 wurde im letzten Jahr nur maßvoll aufgefrischt. Das einstige Wunderkind der deutschen Automobil-Industrie schwächelt im Irrgarten der eigenen Normierungen. Führungskräfte-Stühlerücken ist da ebenso wenig hilfreich wie die unsicher wirkende Strategie zum Thema E-Mobilität. Ein Patriarch der am ersten Messe-Tag davon spricht, dass er Tesla nicht ernst nehmen kann, hilft da auch nicht weiter.

So glimmt das Licht des Audi-Messehighlights trotz LED-Technik auf Sparflamme. 

Gerne würde ich die wichtigsten Fakten zum neuen TT auflisten. Dinge die neu sind. Dinge die besonders sind. Dinge die man einfach erwähnen muss. Aber – die Pressemeldung zum TT umfasst 3.626 Wörter und formt diese zu so wertvollen Absätzen wie diesen:

Zitate aus der Pressemeldung zum neuen Audi TT:

Als der Audi TT 1998 in der ersten Generation auf den Markt kam, war er ein Design-Revolutionär – seine streng geometrische, formal geschlossene Formensprache machte ihn zu einer Ikone mit enormer Strahlkraft. Bei der dritten TT-Generation haben die Audi-Designer viele dieser Ideen erneut aufgegriffen und in einen neuen Kontext gestellt, der zugleich dynamisch und facettenreich ist.

Wer Ideen erneut aufgreift, der gibt Ideenlosigkeit zu. Von erschreckender Ehrlichkeit würde ich in diesem Kontext sprechen.

Von oben gesehen, ähnelt die Instrumententafel einer Flugzeugtragfläche eines Flugzeugs; die runden Luftdüsen – ein klassisches TT-Feature – erinnern mit ihrem Turbinen-Design an Triebwerke. Die Ausströmer beinhalten sämtliche Bedienfunktionen der serienmäßigen Klimaanlage beziehungsweise der optionalen Klimaautomatik (Serie beim TTS). Die Regler für Sitzheizung, Temperatur, Ausrichtung, Luftverteilung und Stärke des Luftstroms liegen in ihren Achsenzentren, bei der Klimaautomatik zeigen kleine Displays die gewählte Einstellung an.

Da komme ich nicht umhin, mich zu fragen was der Verfasser dieser Zeilen geraucht hat. Ich bin viel Bullshit-Bingo und PR-Prosa aus Pressemeldungen gewohnt, diese Textpassage ist aber definitiv ein Highlight.

Eine komprimierte Form der Neuigkeiten zu diesem Modell muss ich daher leider schuldig bleiben. Um aus über 3.600 Wörtern die Fakten zusammen zu suchen, fehlt mir schlicht die Zeit. (Hier: Der Link zur Original-Meldung.)

Und so bleiben nach der Premiere des Audi TT viele Fragen offen. 

 

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

2 Comments

  1. Der neue TT ist wirklich eine Augenweide. Dank der gründlichen Entwicklung, sollten die aktuellen Modelle keine Kinderkrankheiten mehr haben.

Lotus Elise Cup 260 — Absolut limitierter Rennableger

Der britische Sportwagenbauer Lotus legt mit der Elise Cup 260 eine auf weltweit 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie auf, die ganz dicht am Rennfahrzeug Elise Race 250 bleibt.

Lotus setzt weiter auf Diversifizierung seiner Baureihen und bringt mit der Elise Cup 260 eine neue Modellvariante des leichten Zweisitzers. Diese ist zwar für die Straße zugelassen, soll aber technisch ganz nah am Rennwagen Elise Race 250 liegen. Von der extremsten Elise aller Zeiten sollen nur 30 Exemplare für den gesamten Weltmarkt gebaut werden.

Im Lotus Elise Cup 260 kommt der 1,8-Liter-Kompressormotor auf 253 PS und stellt ab 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 255 Nm bereit. Damit soll der Zweisitzer in 4,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können und maximal 243 km/h schnell werden. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Sportgetriebe, die Traktion optimiert ein elektronisches Sperrdifferenzial.

Neue Aeroparts für deutlich mehr Abtrieb

Zur Ausstattung des Lotus Elise Cup 260 zählen Vorderradkotflügel mit Entlüftungsöffnungen, die den Abtrieb weiter erhöhen, ein Frontsplitter aus Carbon sowie Carbon-Hauben vorne und hinten und ein großer Heckspoiler – ebenfalls aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Alle neue Aerobauteile zusammen sollen den Abtrieb bei Topspeed um 180 kg erhöhen. In den Radläufen drehen sich an einer um 10 mm verbreiterten Spur extrem leichte Schmiedefelgen mit schwarzem Finish in den Dimensionen 16 und 17 Zoll. Vorne sind 205/45er Pneus aufgezogen, hinten drehen sich 235/40er Reifen. Hinter den Felgen lugen rot lackierte Bremssättel hervor. Alle Leichtbauteile zusammen senken das Gewicht der Elise um 15 kg auf trocken 862 kg. Neu sind auch die einstellbaren Federbeine

Den Innenraum haben die Briten mit schwarzem Alcantara mit gelben Kontrastnähten ausgeschlagen. Die beiden Passagiere sitzen in Carbonschalen, der Fahrer greift in ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad, während sich die Augen an Carbonapplikationen ergötzen können. Die sechs Gänge werden mit einem polierten Schaltknauf angesteuert, kommt die elise zum Stillstand so arretiert ein Lederhandbremshebel die Stopper.

In Deutschland ist die neue Lotus Elise Cup 260 ab sofort ab 76.000 Euro bestellbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lotus-elise-cup-260-daten-infos-marktstart-preis-8563182.html

Alpina XD3 Erlkönig (2018) — SUV mit über 350-PS-Diesel

BMW hat den SUV X3 gerade aktualisiert. Jetzt steht Kleinserienhersteller Alpina in den Startlöchern mit dem ebenfalls renovrierten Alpina XD3 Biturbo.

Mit dem X3 hat Alpina nur einen einzigen SUV im Angebot und der ist auch nur als Diesel zu haben. BMW hat jetzt das Basismodell für den Alpina XD3 renoviert, Zeit für Alpina auch den XD3 zu modernisieren.

Mehr Power mit Diesel aus D5 S

Der neue Alpina XD3 baut wieder auf dem X3 mit Reihensechszylinder-Turbodiesel und drei Liter Hubraum auf. Im noch aktuellen Alpina XD3 leistet der Biturbo-Selbstzünder 350 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Damit spurtet der SUV in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 251 km/h.

Im neuen XD3 könnte Alpina die Chance nutzen und den Power-SUV noch kräftiger zu machen. Im Alpina D5 S stünde dazu der Biturbodiesel in einer Leistungsvariante mit 388 PS und 800 Nm bereit. Zur Modellpflege gehören selbstverständlich wieder eine neue Frontschürze, eine Vierrohrabgasanlage sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk und Alpina-Leichtmetallräder.

Sein Debüt dürfte der neue Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon 2018 geben. Die Preise dürften bei rund 70.000 Euro starten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alpina-xd3-erlkoenig-2018-daten-infos-marktstart-preis-8876619.html