Gurken, Gammel und Gerümpel — So hart geht es auf dem Concours d’LeMons 2017 zu

Gurken, Gammel und Gerümpel — So hart geht es auf dem Concours d’LeMons 2017 zu

Rost, Schrott und Männer in Frauenkleidern? Bei der Monterey Car Week, die größtenteils rund um Pebble Beach stattfindet, geht es meistens edel, teuer und ganz fein zu. Nicht so beim Concours d’LeMons.

„The Quail“ ist eine kostspielige Top-Veranstaltung mit einer begrenzten Teilnehmerzahl, bei „Legends oft the Autobahn“ stehen schicke deutsche Klassik-Fahrzeuge auf der grünen Golf-Wiese und in den diversen Auktions-Hallen werden unter dem Gegröle der Zuschauer seltene Wagen für Millionen verschachert. Um diesen geballten Mega-Luxus besser zu ertragen, gibt es eine entspannte Gegen-Veranstaltung: Der „Concours d’LeMons“ findet an der Kreuzung zweier Hauptverkehrsstraßen im an dieser Stelle äußerst schmucklösen Örtchen Seaside statt. Der Eintritt ist frei und die Besucher sind zahlreich. Manche männliche Besucher hatten anscheinend Lust, sich knappe Frauenkleider anzuziehen, einige Besucher und Aussteller verkleiden sich mit absurden Kostümen und die gezeigten Autos zeugen von mangelnder Pflege und bizarrem Geschmack.

Schlimmer geht immer

Die Stimmung bei so einem Event ist naturgemäß super – hier gilt „Sehen und gesehen werden“ auf einem ganz speziellen Level. Rost ist eine wichtige Zutat, um beim Concours d’LeMons erfolgreich zu sein – das haben viele Teilnehmer verstanden. Aber auch konsequente designtechnische Griffe ins Klo oder einfach nur superschlecht konstruierte Autos haben beim Publikum des Concours d’LeMons sehr gute Karten. Am besten, Rost, schlimmes Design und technische Unterentwicklung kommen zusammen – so gehören Wagen wie der AMC Pacer, der AMC Gremlin und der Ford Pinto zu den Stammgästen beim Zitronen-Wettbewerb.

Um ganz vorne mit dabei zu sein, reicht das aber noch lange nicht: Das muss schon eine schmerzbefreit zusammengebratene Motto-Karre her. Auch da lassen sich viele Aussteller nicht lumpen. So hat es dieses Jahr ein Auto auf den Ausstellungsrasen geschafft, dass aussieht, als hätte es einen Atomkrieg überstanden. Der Besitzer weist darauf hin, dass er dem Fahrzeug eine neue Federung spendieren musste. Ein Nissan Altima sieht wie der Überlebende einer Zombie-Apokalypse aus – seine vergitterten Fenster und seine rotzige Bewaffnung haben die Insassen anscheinend gut beschützt. An anderer Stelle tanzt ein Mann um seine bizarre Eigenkonstruktion – ihm ist es äußerst wichtig, dass Realität in seinem Lebe keine Bedeutung hat. Und zwei Amerikaner in Erster-Weltkriegs-Uniformen verbitten sich Fotos von ihrem Wagen – schließlich soll der Feind nicht in der Lage sein, „unsere Technologie zu stehlen.“ Vollkommen irre ist auch ein Honda Civic, der so aus zwei Teilen zusammengebaut wurde, dass er aus zwei Fahrzeugfronten besteht – also kein Heck mehr hat.

In unserer Bildergalerie haben wir die Highlights des Concours d’LeMons 2017 zusammengefasst. Viel Spaß – und essen Sie am besten vorher nichts.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/pebble-beach-concours-lemons-2017-12461016.html

Previous ArticleNext Article

McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html