Jeep Cherokee (2018) Facelift — Der Mittelklasse-Jeep kommt neu

Jeep Cherokee (2018) Facelift — Der Mittelklasse-Jeep kommt neu

Jeep überarbeitet 2018 alle Modelle, auch das Mittelklasse-SUV Jeep Cherokee. Der bekommt jetzt endlich eine standesgemäße Front, die ihn als Familienmitglied auszeichnet. Und wohl auch den neuen Mild-Hybrid-Motor.

Gutes Auto, aber die Optik… So und ähnlich lauteten die (freundlicheren) Kommentare der stets besonders traditionsbewussten Jeep-Fangemeinde, als der aktuelle Cherokee 2014 debütierte. Nun waren die Freunde des Modells zwischen Wrangler und Grand Cherokee bereits Kummer gewohnt, denn alles, was nach dem inzwischen legendären Jeep Cherokee XJ aus den 1980er Jahren folgte, war deutlich jenseits einer massenkompatiblen Gestaltung, unvergessen etwa das schrullige Design des Cherokee KJ. Doch der aktuelle Cherokee, Modellcode KL, toppte das alles.

Und zwar in allererster Linie wegen seiner Front, die mit ihrer spitz zulaufenden Bootsform und dem Vieraugen-Design der untereinander liegenden Scheinwerfer keinen Zusammenhang zum übrigen Modellprogramm erkennen ließ. Der Verkaufserfolg in Deutschland ist verhältnismäßig überschaubar, erst recht, seitdem mit dem attraktiven Compass ein größenmäßig gar nicht so weit entferntes Modell ins Programm zog.

Riesen-Facelift für den Cherokee

Die turnusmäßige Überarbeitung zur Mitte des Modellzyklus nutzte Jeep jetzt jedoch unerwartet ausgiebig, um diese Nasenproblematik nachhaltig zu entschärfen. Das Ergebnis auf den ersten offiziellen Bildern (Premiere ist auf der Detroit Motorshow im Januar) verschafft auch den genannten Traditionalisten Grund zur Freude. Denn mit einer Radikalkur wurde die gesamte Front umgestaltet. Die Motorhaube verabschiedet sich von der geschwungenen Linie und erhält nun nach aktueller Mode eine Kante zu den Kotflügeln hin. Der Stoßfänger wandert weit nach oben, der traditionell sieben Schlitze umfassende Kühlergrill ist nicht mehr so prominent abgeknickt. Und vor allem: Große, einteilige Hauptscheinwerfer im Grand Cherokee-Look bringen Ruhe und Normalität in die Formensprache, die Nebelscheinwerfer ziehen sich in kleine, runde Gehäuse im Stoßfänger zurück.

Am Heck wird ebenfalls eine allgemeingültigere Form Einzug halten. Das Nummernschild wird nun in die Heckklappe statt wie bisher in die Heckschürze eingebettet, diese wandert im Gegenzug flächig nach oben. Der optische Unterfahrschutz wird deutlich vergrößert, die Endrohre der Abgasanlage ovalisiert. Mit der neuen Grafik der LED-Rückleuchten wirkt das Heckdesign nun insgesamt erheblich bulliger.

Kommt der Cherokee als Hybrid?

Der erste Einblick in den Innenraum lässt noch keine großen Änderungen zum aktuellen Modell erkennen, doch hier gab sich der Jeep Cherokee auch bislang keine Blöße. Zum Facelift wird allerdings die aktuelle Unterhaltungselektronik (Uconnect 4C) einziehen. Viel wichtiger jedoch, obwohl bislang noch nicht bestätigt: Künftig wird der Jeep Cherokee wohl zum Mild-Hybrid. Zu diesem Status würde ihm der brandneue Vierzylinder-Benziner mit Startergenerator und 48-Volt-Technik, der im neuen Jeep Wrangler debütierte, verhelfen. Der 260-PS-Motor mit zwei Liter Hubraum könnte dann den (bei uns nicht angebotenen) 2,4-Liter-Benziner ersetzen. Noch unklar ist die Zukunft des 3,2-Liter-V6-Benziners. Ob er mit dem Facelift überhaupt noch in Europa angeboten wird, steht in den Sternen, in den US-Modellen wird über einen Tausch gegen den aktualisierten 3,6-Liter-Pentastar-V6 spekuliert.

Genaue Daten und Infos folgen im Januar zur Weltpremiere auf der Detroit Motor Show.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/jeep-cherokee-facelift-2018-alle-infos-12841152.html

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