Kinder dank passender Kindersitze sicher im Auto transportieren

Kinder dank passender Kindersitze sicher im Auto transportieren

Kindersitze sind eine Anschaffung, die einige Eltern nur ungern tätigen. Leider kommt es auch heute immer noch vor, dass so mancher Kraftfahrer im Kauf von Rückhaltevorrichtungen für Babys und Kinder ein notwendiges Übel sieht. Grund sind in erster Linie die Kosten, denn auch preiswerte Modelle können die Haushaltskasse belasten. Außerdem gilt es im Lauf der Zeit mehrere Rückhaltevorrichtungen zu kaufen. Weil die Kinder größer und schwerer werden, müssen die Sitze mehrmals ausgetauscht werden.

Es ist jedoch falsch, den Kauf von Kindersitzen als ein notwendiges Übel zu betrachten. Schließlich geht es um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr. Sollte es zu einem Unfall kommen, leisten Rückhaltevorrichtungen – sofern sie richtig ausgewählt wurden – einen großen Beitrag zur Sicherheit der Kinder. Vor allem Babys und Kleinkinder wären ohne diese Systeme unzureichend geschützt, weil die von den Autoherstellern entwickelten Sicherheitssysteme in erster Linie auf erwachsene Insassen abgestimmt sind.

Das Gesetz verpflichtet Autofahrer dazu, Kinder in Verbindung mit Rückhaltevorrichtungen zu fahren. Damit auf eine Vorrichtung verzichtet werden kann, muss das Kind mindestens eine Körpergröße von 150 Zentimetern erreicht haben oder 12 Jahre alt sein. Bei Verstoß droht nicht nur ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro, sondern außerdem ein Punkt in Flensburg.

Es gibt drei verschiedene Arten von Rückhaltevorrichtungen, die nachfolgend kurz vorgestellt werden.

Babyschale

Die Babyschale ist eine tragbare Einheit, mit welcher sich das Kind auch außerhalb des Fahrzeugs sicher tragen lässt. Die Schalte umschließt das Baby vollständig und sorgt somit für einen guten Schutz. Bei den meisten Babyschalen verhält es sich so, dass die Babys eher liegen anstatt sitzen.

Kindersitz

Beim Kindersitz nehmen die Kinder eine erhöhte Sitzposition ein und sind zudem am Rücken sowie auch an den Seiten zusätzlich geschützt. Im Grunde ist der Effekt ganz ähnlich wie bei der Babyschale, allerdings ist der Sitz deutlich weiter geöffnet und das Kind nimmt grundsätzlich eine aufrechte Sitzposition ein.

Sitzerhöhung

Sitzerhöhungen führen ausschließlich zu einer erhöhten Sitzposition. Es findet keine zusätzliche Abstützung am Rücken oder an den Seiten statt. Dank der Sitzerhöhung befindet sich das Kind in einer Position, die es letztlich gestattet, den normalen Autogurt zu verwenden, ohne dass dieser am Kopf entlang verläuft.

Rückhaltevorrichtung richtig auswählen

Jahr für Jahr werden Rückhaltevorrichtungen von Automobilclubs und Automagazinen getestet. Die Tests machen deutlich, dass zwischen den einzelnen Kindersitzen zum Teil eklatante Sicherheitsunterschiede bestehen. Genau deshalb ist es nicht egal, für welches Modell man sich entscheidet. Wer ausschließlich auf den Preis achtet, trifft unter Umständen eine schlechte Wahl.

Günstige Kindersitzmodelle müssen zwar nicht aus Prinzip schlecht sein, allerdings besteht ein gewisses Risiko. Die Tests zeigen, dass sich die meisten guten Modelle im mittleren und oberen Preissegment wieder finden. Doch auch dort werden manchmal Modelle entdeckt, die keine Kaufempfehlung erhalten.

Bei der Auswahl ist es wichtig, dass der Sitz zum Kind passt. Dies bedeutet wiederum, Gewicht und Größe des Kindes berücksichtigen zu müssen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Gewichtsklassen, in welche die einzelnen Systeme unterteilt sind.

  • Gruppe 0 und Gruppe 0+ umfassen Rückhaltevorrichtungen für Kinder bis 9 kg und bis 13 kg. Das Höchstalter liegt dann bei ungefähr 15 Monaten.
  • Sitze der Gruppe 1 sind für Kinder mit einem Gewicht von 9 kg bis 18 kg bzw. einem Alter von ungefähr 9 Monaten bis viereinhalb Jahren gedacht.
  • Gruppe 2 umfasst Rückvorrichtungen für Kinder mit einem Gewicht von 15 kg bis 25 kg bzw. einem Alter von 3 bis 7 Jahren.
  • Gruppe 3 umfasst im Wesentlichen Sitzerhöhungen, für Kinder mit 22 kg bis 36 kg bzw. einem Alter von 6 bis 12 Jahren.

Es genügt jedoch nicht, ausschließlich auf die Gruppe zu achten, wichtig ist auch die Erfüllung der Prüfnormen ECE44/03 oder ECE44/04 – ansonsten sind die Sitze zur Nutzung in Deutschland nicht zugelassen. Außerdem gilt es das Befestigungssystem zu berücksichtigen. Zwar sind sowohl die Autohersteller als auch die Hersteller der Rückvorrichtungen darum bemüht, Isofix zu einem Standard zu machen, jedoch gibt es immer noch etliche Fahrzeugmodelle, die nicht kompatibel sind. Im Handbuch des Fahrzeugs lässt sich nachlesen, ob Isofix verwendet werden kann. Der Vorteil dieses Systems ist seine simple und zugleich zuverlässige Befestigung. Ein Verbinden mit dem Autogurt ist nicht mehr erforderlich.

Angesichts all dieser Besonderheiten ist es empfehlenswert, sich ausführlich zu informieren bzw. den Kindersitz-Berater von Windeln.de zu nutzen und außerdem aktuelle Testergebnisse zu lesen. So gestaltet es sich leichter, letztlich den Kindersitz zu finden, der eine hohe Sicherheit für das Kind verspricht.

 

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger