Kleiner Diesel – große Träume – Honda CIVIC 1.6 I-DTEC

Kleiner Diesel – große Träume – Honda CIVIC 1.6 I-DTEC

Das der neue HONDA Civic ein famoses Fahrzeug ist, dass habe ich in meinem Fahrbericht über den 2.2 Diesel mit 150 PS bereits geschrieben. Das man bei Honda verflixt zuverlässige Autos baut, das hat der ADAC zuletzt bestätigt und jetzt fehlt eigentlich nur ein wenig „Glück“ und Überzeugungsarbeit um in der schwer umkämpften Fahrzeugklasse der Kompaktwagen auf ordentliche und vor allem verdiente Stückzahlen zu kommen.

In Deutschland ist auch die Kompaktwagenklasse ein Fahrzeugmarkt in der man, mit mindestens, einem sparsamen Diesel vertreten sein muss – wer hier keinen sparsamen und zugleich potenten Diesel anbieten kann ist außen vor. Neben Potenz (2.2 150PS) hat man bei HONDA daher nun auch noch einen extrem sparsamen Diesel nachgelegt:

Earth Dreams Diesel im CIVIC

Leicht muss der Dieselmotor sein, im Hubraum überschaubar, mit hervorragenden Werten in der innermotorischen Reibung gesegnet, mit Druck in allen Lebenslagen, aber sparsam im Verbrauch und vorbildlich in den CO²-Emissionen. Nur so wird aus einem kleinen nagelnden Antrieb ein Top-Seller. Ich glaube, bei HONDA – im übrigen der größte Motoren-Hersteller der Welt (Motorrad und Außenborder usw..) – hat man gerade einen wirklich guten Motor vorgestellt. Der neue 1.6 Diesel ist aber nur der Vorbote einer vollständig neuen Motoren-Generation und um zu bekräftigen wie ernst man es meint, hat man gleich noch einen netten Namen für die neue Generation der Turbo-Triebwerke gefunden: Earth Dreams. Nun – ich bin immer wieder erstaunt, wie phantasievoll die Hersteller bei der Findung neuer claims sind – will aber nicht darüber werten.

Honda Civic 1.6 diesel 021

Der Motor im Detail:

Mit 1.6 Liter Hubraum kann man den neuen „Earth Dream“ Diesel bereits als eine „Downsizing“ Version im Kompaktwagen-Segment verstehen. Das große Geheimnis des Downsizing ist jedoch, den Spar-Effekt nicht durch Leistungsmangel zu erkaufen. Mit 120 PS gehört der neue Honda-Dieselmotor zu den Leistungsträgern im Kompaktwagen-Segment.

Der zugleich leichteste Motor seiner Klasse bringt es auf stolze 300 Nm Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen. Gegenüber des bekannten 150 PS starken 2.2 I-DTEC Diesel hat  man, auch dank  der Beibehaltung der Voll-Aluminium Bauweise und cleverer Details 47 Kilogramm eingespart!  Zugleich wurde die innere Reibung des Motors um 40 % gesenkt und liegt damit schon nahe dem Niveau eines modernen Benzinmotors.

Der Ladedruck des mit variabler Turbinen-Geometrie gesegneten Garrett-Turboladers liegt bei 1.5 bar und die Magnet-Ventile der Einspritzdüsen stäuben den Kraftstoff mit 1.800 bar in die Brennräume. Das Ergebnis der Anstrengungen ist Leistung und Effizienz in Übereinstimmung und damit ein CO²-Ausstoß von nur 94 Gramm je Kilometer ( im Basis-Modell) und ein Kraftstoffverbrauch von bescheidenen 3.6 Litern auf 100 km.

Honda Civic 1.6 diesel 027

Das neue Sechsgang-Getriebe:

Keine halben Sachen. Der neue Motor hat auch gleich noch ein neues Getriebe bekommen. Noch immer sechs knackige Gänge die mit Präzision und kurzen Wegen bedient werden. Es macht richtig Laune mit dem kleinen Schaltknauf die kurzen Gassen zu durchwuseln. Das Schaltgetriebe könnte aus den Glanzzeiten der Bajuwaren-Marke mit dem blau-weißen Propeller stammen. Und ganz nebenbei wurde das Getriebe 7 Kilogramm leichter.

Honda Civic 1.6 diesel 030

Wie er sich fährt:

Knackig lässt sich das Getriebe schalten, der Motor fängt bei 1.500 Umdrehungen an zu schieben und läuft geschmeidig über die 3.000 Umdrehungen. Viel weiter muss man den kleinen Diesel im Alltag nicht drehen. Unverändert gut: Die Lenkung und das sensible Gefühl für die Kurven. Der Civic ist ein Auto für Menschen die mit Spaß beim Auto fahren sind. Die Abstufung der Gänge passt zum neuen 1.6 I-DTEC Diesel und dank einer „active noise cancelling“ Technik, die den Innenraum durch Gegenschall „ruhig“ hält, wird die Ausfahrt zu einem Erlebnis der perfekten Art. Mensch und Maschine arbeiten in diesem Fahrzeug perfekt zusammen. Auf meiner Testfahrt durch die See-Alpen rund um Nizza habe ich einen Verbrauch von 5.6 Litern ausgefahren, was in Anbetracht der Streckenwahl perfekt ist. Es gibt im übrigen noch ein paar neue Details für den 2013er Jahrgang des Civic, auf diese werde ich aber in einem gesonderten Beitrag noch eingehen.

Honda Civic 1.6 diesel 016

Was fehlt?

Dem Civic fehlt derzeit ganz klar der Verkaufserfolg. Das jedoch liegt nicht daran, dass man bei Honda etwas falsch gemacht hat. Die Magic-Seats in der zweiten Reihe sind einzigartig, die Verarbeitung auf dem Niveau der Premium-Hersteller, die Materialwahl im Innenraum ausgezeichnet und mit dem neuen Diesel und dem knackigen Schaltgetriebe ist auch auf diesem Feld nicht unterlassen worden!

Honda Civic 1.6 diesel 006

Fazit:

„Es ist uns wichtig, dass es Spaß macht, unsere Autos zu fahren.“ Dieses Zitat stammt von Suehiro Hasshi, dem Entwicklungsleiter des Honda Civic 1.6 i-DTEC und damit sagt dieser Mann ein paar kluge Worte. Autos müssen nicht nur sinnvoll sein, praktisch, nützlich, sparsam, Umwelt- und Sozialverträglich. Autos müssen vor allen Dingen Spass machen, beim fahren, beim täglichen Betrieb.

Der neue 1.6 I-DTEC mit 120 PS hat ganz klar das Zeug zum Volumen-Modell, wenn Honda den richtigen Preis an das Fahrzeug schreibt. Derzeit ist die Rede von knapp über 20.000 € – der genaue Preis ist noch nicht bekannt.

Am Ende kann ich aber sagen, dass der kleine Diesel traumhaft zu fahren ist, ob das mit Earth Dreams gemeint war?

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

2 Comments

  1. Schickes Auto, schicke Bilder und anscheinend auch ein tolles Fahrgefühl. Finde deinen Bericht sehr gut zu lesen und zudem ist er auch sehr ausführlich. In der Qualität findet man das leider viel zu selten.

Lotus Elise Cup 260 — Absolut limitierter Rennableger

Der britische Sportwagenbauer Lotus legt mit der Elise Cup 260 eine auf weltweit 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie auf, die ganz dicht am Rennfahrzeug Elise Race 250 bleibt.

Lotus setzt weiter auf Diversifizierung seiner Baureihen und bringt mit der Elise Cup 260 eine neue Modellvariante des leichten Zweisitzers. Diese ist zwar für die Straße zugelassen, soll aber technisch ganz nah am Rennwagen Elise Race 250 liegen. Von der extremsten Elise aller Zeiten sollen nur 30 Exemplare für den gesamten Weltmarkt gebaut werden.

Im Lotus Elise Cup 260 kommt der 1,8-Liter-Kompressormotor auf 253 PS und stellt ab 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 255 Nm bereit. Damit soll der Zweisitzer in 4,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können und maximal 243 km/h schnell werden. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Sportgetriebe, die Traktion optimiert ein elektronisches Sperrdifferenzial.

Neue Aeroparts für deutlich mehr Abtrieb

Zur Ausstattung des Lotus Elise Cup 260 zählen Vorderradkotflügel mit Entlüftungsöffnungen, die den Abtrieb weiter erhöhen, ein Frontsplitter aus Carbon sowie Carbon-Hauben vorne und hinten und ein großer Heckspoiler – ebenfalls aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Alle neue Aerobauteile zusammen sollen den Abtrieb bei Topspeed um 180 kg erhöhen. In den Radläufen drehen sich an einer um 10 mm verbreiterten Spur extrem leichte Schmiedefelgen mit schwarzem Finish in den Dimensionen 16 und 17 Zoll. Vorne sind 205/45er Pneus aufgezogen, hinten drehen sich 235/40er Reifen. Hinter den Felgen lugen rot lackierte Bremssättel hervor. Alle Leichtbauteile zusammen senken das Gewicht der Elise um 15 kg auf trocken 862 kg. Neu sind auch die einstellbaren Federbeine

Den Innenraum haben die Briten mit schwarzem Alcantara mit gelben Kontrastnähten ausgeschlagen. Die beiden Passagiere sitzen in Carbonschalen, der Fahrer greift in ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad, während sich die Augen an Carbonapplikationen ergötzen können. Die sechs Gänge werden mit einem polierten Schaltknauf angesteuert, kommt die elise zum Stillstand so arretiert ein Lederhandbremshebel die Stopper.

In Deutschland ist die neue Lotus Elise Cup 260 ab sofort ab 76.000 Euro bestellbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lotus-elise-cup-260-daten-infos-marktstart-preis-8563182.html

Alpina XD3 Erlkönig (2018) — SUV mit über 350-PS-Diesel

BMW hat den SUV X3 gerade aktualisiert. Jetzt steht Kleinserienhersteller Alpina in den Startlöchern mit dem ebenfalls renovrierten Alpina XD3 Biturbo.

Mit dem X3 hat Alpina nur einen einzigen SUV im Angebot und der ist auch nur als Diesel zu haben. BMW hat jetzt das Basismodell für den Alpina XD3 renoviert, Zeit für Alpina auch den XD3 zu modernisieren.

Mehr Power mit Diesel aus D5 S

Der neue Alpina XD3 baut wieder auf dem X3 mit Reihensechszylinder-Turbodiesel und drei Liter Hubraum auf. Im noch aktuellen Alpina XD3 leistet der Biturbo-Selbstzünder 350 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Damit spurtet der SUV in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 251 km/h.

Im neuen XD3 könnte Alpina die Chance nutzen und den Power-SUV noch kräftiger zu machen. Im Alpina D5 S stünde dazu der Biturbodiesel in einer Leistungsvariante mit 388 PS und 800 Nm bereit. Zur Modellpflege gehören selbstverständlich wieder eine neue Frontschürze, eine Vierrohrabgasanlage sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk und Alpina-Leichtmetallräder.

Sein Debüt dürfte der neue Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon 2018 geben. Die Preise dürften bei rund 70.000 Euro starten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alpina-xd3-erlkoenig-2018-daten-infos-marktstart-preis-8876619.html