Leaf und Note Hybrid zum Teilen — Nissan sartet in Japan neuen Car Sharing Service

Leaf und Note Hybrid zum Teilen — Nissan sartet in Japan neuen Car Sharing Service

Nissan startet in Japan ein Car Sharing – Programm. Schon im Frühjahr 2018 geht der Hersteller aber den nächsten Schritt. Ein Feldversuch mit selbstfahrenden Autos startet.

Nissan startet im Januar in Japan ein Car Sharing – Programm. Beim „e-share mobi“ genannten Projekt kommen ausschließlich elektrifizierte Autos zum Einsatz. Die Flotte wird aus dem elektrischen Nissan Leaf und dem Note e-Power mit Hybridantrieb bestehen.

Auch die europäischen Car Sharing – Programme DriveNow und Car2Go setzen vermehrt auf Elektromobilität. Die oft nur kurzen Strecken und der hohe Anteil an innerstädtischer Nutzung von geteilten Autos bietet den Einsatz der Stromer natürlich an.

Elektroautos im Car Sharing

Von 3.370 in Deutschland eingesetzten DriveNow-Fahrzeugen sind immerhin 420 elektrische BMW i3, europaweit entfallen 970 von 6.250 DriveNow-Autos auf das Elektromodell. Ansonsten bevölkern vor allem diverse Mini-Modelle, BMW 1er und X1 die Flotte.

Beim Konkurrenten car2go sind ca. 10% der weltweit 14.000 eingesetzten Autos mit einer Batterie als Energiequelle unterwegs. Dabei konzentrieren sich die car2go-Stromer vor allem auf die Städte Amsterdam und Madrid (350 bzw. 500 Elektro-Smart) sowie die Daimler-Heimat Stuttgart, wo 500 E-Smart und 50 elektrische Mercedes B-Klassen bereitstehen.

Beide deutschen Car Sharing Systeme funktionieren nach dem sogenannten „Free Floating“ – Prinzip. Die Autos können also innerhalb definierter Geschäftsgebiete angemietet und auch wieder abgestellt werden. Nissan setzt bei seinem Projekt auf ein stationsgebundenes System mit 30 Standorten im Land. Wie BMW und Daimler kooperiert auch Nissan beim Car Sharing mit einem Autovermieter. Während die deutschen Autobauer auf die Expertise von Sixt (DriveNow) bzw. Europcar (car2go) setzen, ist bei Nissan die firmeneigene Vermietungs-Tochter an Bord.

Das geteilte Auto fährt selbst

Schon im März 2018 gehen die Japaner einen Schritt weiter. Zusammen mit dem japanischen IT-Unternehmen DeNA startet Nissan dann einen Feldversuch mit autonom fahrenden Autos.

Für den Test in Yokohama werden Nissan Leaf entsprechend umgerüstet. Die neue Generation des Elektroautos hat bereits Assistenzsystem an Bord, die eine Aufrüstung zum vollständig automatisieren Fahren relativ einfach machen. Das Kompaktmodell kann einspurigen Stopp-And-Go-Verkehr selbständig den Abstand zum Vordermann halten, anhalten und wieder anfahren. Der Parkassistent übernimmt nicht nur die Lenkarbeit, sondern den kompletten Rangiervorgang.

Car Sharing ist auch im verkehrsreichen Japan bereits etabliert. Behördenangaben zufolge nutzen – Stand März 2017 – über eine Million Menschen 24.458 geteilte Autos im ganzen Land. Die Fahrzeuge stehen an fast 13.000 Stationen zur Miete bereit. Warum setzen die Japaner nicht auf das Free-Floating-System? Der Grund liegt in den oftmals schlicht nicht vorhandenen Parkmöglichkeiten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/nissan-car-sharing-in-japan-und-vergleich-elektroautos-bei-drivenow-und-car2go-12841727.html

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