Lucid Motors Air jagt Tesla — Schnellstes Elektroauto der Welt

Lucid Motors Air jagt Tesla — Schnellstes Elektroauto der Welt

Mit dem Lucid Motors Air stellt sich ein weiteres Elektroauto vor, das Tesla gerne ein paar Kunden abjagen möchte. Eine erste Studie war im Umfeld der L.A. Autoshow zu sehen, jetzt hat Lucid einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.

Auf einem Rundkurs in Ohio hat Lucid Motors nach eigenen Angaben einen Geschwindigkeitsrekord für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Das Elektroauto erreichte 235 miles per hour, das entspricht 378 km/h. Das Versuchsfahrzeug war völlig ausgeräumt und mit Überrollbügeln verstärkt. Für den Geschwindigkeits-Rekord hatte Lucid die Begrenzung deaktiviert. Im ersten Versuch war der vordere Motor wärmer geworden als berechnet. Eine umprogrammierte Software für die Kühlung behob das Problem. Für den Rekordversuch wurden außerdem aerodynamisch optimierte Räder montiert.

Begonnen hat das Abenteuer bereits 2007 mit einer Batterie und einer Idee unter dem Firmennamen Atieva in Kalifornien. Seit 2014 wird am ersten Auto gearbeitet. Zum Entwicklungsstab gehören unter anderem zahlreiche Ex-Tesla-Ingenieure. Kurz vor der Premiere der ersten Studie auf der L.A. Autoshow kam der Namenswechsel. Aus Atieva wurde Lucid Motors – ob dabei „lucid“ (englisch für leuchtend) für „erleuchtet“ oder „hellen Glanz“ stehen soll, ist allerdings nicht bekannt.

Lucid Motors Air zielt auf Luxus-Mittelklasse

Weit mehr bekannt ist die viertürige Limousine, die bisher unter dem Namen Atvus firmierte, und in der Serienversion den Namen „Air“ trägt. Kein Wunder, bleibt einem bei der Angabe der Leistung der beiden E-Motoren auch fast die Luft weg. 1.000 PS sollen die Elektromotoren an alle vier Räder leiten. Für die Stromversorgung sorgen klassische knapp 90 kWh starke Lithium-Ionen-Batterien von Samsung, die eine Reichweite von mehr als 640 Kilometer garantieren sollen.

Verpackt in einem Mercedes V-Klasse-Kleid hat der Antriebstrang schon sein Potenzial bewiesen (siehe Video): null bis 100 km/h in 2,69 Sekunden. Und das Serienmodell wird laut Hersteller gut 500 kg leichter als der Prototyp. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 300 km/h liegen, wird aber im Serienauto weit früher limitiert.

Die viertürige E-Limousine zeigt sich mit einer schmalen, grimmigen Front. Spezielle Micro-Linsen fungieren als Scheinwerfer und passen das Licht je nach Fahrsituation an. Schon nahezu klassisch mutet das weitere Design an. Ausgestellte Radhäuser, eine gewölbte Motorhaube, schmale Spiegel und eine coupéhafte Dachlinie sind schon fast VW-haft. Hingucker hier, das riesige Panoramadach, dass nahtlos in die Windschutzscheibe übergeht. Das Stummelheck zeigt sich mit schmalem LED-Leuchtenband sowie breiten C-Säulen, die trotzdem leicht wirken. Angaben zu den Abmessungen des Lucid Air gibt es nicht. Die E-Limo soll jedoch die Größe eines Modells der oberen Mittelklasse mit dem Platz einer Oberklasse-Limousine vereinen.

Lucid Motors Air kostet ab 60.000 Dollar

Entsprechend geht es im Inneren luxuriös zu. Stark konturierte Sitze vorne sind von einer breiten Mittelkonsole getrennt. Ein riesiger Bildschirm übernimmt in der Mitte die Darstellung der Navigation sowie die Steuerung des Infotainmentsystems mit 29 Lautsprechern. Die Cockpitanzeigen sind volldigital und dem Fahrer zugewandt. Für die Heckpassagiere sieht Lucid-Motors zwei Sitz-Alternativen vor. Zum Einen die klassische Rücksitzbank ohne Mittelkonsole. Zum Anderen Executive-Liege-Einzelsitze, die von einer breiten Mittelkonsole mit Steurungstablet getrennt werden.

Die Preise für den Lucid Motors Air sollen bei 60.000 Dollar für das 400 PS starke, hinterradgetriebene Basismodell mit 400 km Reichweite starten. Das Unternehmen legt zudem eine Launch-Edition für die ersten 255 Modelle auf, die vollausgestattet und mit 1.000 PS bei über 100.000 Dollar startet. Mit einer Anzahlung in Höhe von 25.000 Dollar, kann man die erste Edition vorbestellen. Gegen 2.500 Dollar ist die normale Version bestellbar.

Gefertigt werden soll der Air in einer neu gebauten Fabrik in Casa Grande, Arizona. Baubeginn der Produktionsstätte soll 2017 sein. Insgesamt werden dort bis zum Jahr 2022 700 Millionen Dollar inverstiert und 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Fertigung der Elektrolimousine Atvus läuft schon 2018 an. Darüber hinaus seien auch andere Karosserievarianten auf dem rein elektrischen Antriebsstrang denkbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lucid-motors-air-elektroauto-1031923.html

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Suzuki auf der Tokyo Motor Show 2017 — Irrer SUV, knuffige Kleinwagen

Der japanische Autobauer Suzuki präsentiert auf der Tokyo Motor Show 2017 sieben Studien zu den Themen SUV und Kleinwagen-Vans – alle mehr oder weniger schrill.

Kleine SUV haben auch bei Suzuki noch eine ganz große Zukunft. Mit dem e-Survivor geben die Japaner einen Ausblick, wie man sich einen künftigen Geländewagen vorstellen könnte. Der e-Survivor wirkt wie eine hochgebockte Badewanne mit durchsichtigen, sechseckigen Türen. Die Kunststoff-Karosse sitzt auf einem klassischen Leiterrahmen. Auf ein festes Dach wurde verzichtet, eine Targakonstruktion und massige Überrollbügel hinter den beiden Sitzen übernehmen den Überbau. In einem vom Jimny abgeleiteten Gesicht leuchten LED-Augen. Kotflügel und Stoßfänger sind nur rudimentär ausgeführt. Der Antrieb erfolgt rein elektrisch über alle vier Räder.

Das Suzuki Spacia Concept zeigt einen typischen japanischen Hochdach-Minivan, der gleich in zwei Ausführungen in Tokio gezeigt wird. Die kastige Grundform, das hohe Dach und der tiefliegende Boden schaffen auf kleinster Außenfläche maximalen Innenraum. Hinten sorgen Schiebentüren auch auf engstem Raum für problemlosen Zustieg. Wer es stylisher mag, greift zum Spacia Custom Concept, das den Van mit einem großen Chromgrill und neuen Scheinwerfern im Flügeldesign zeigt. Dazu gibt es eine Zweifarblackierung, Alufelgen und einen luxuriöser ausgestatteten Innenraum.

Crossover in drei Varianten

Gleich in dreifacher Ausführung präsentiert wird in Tokio das Crossover-Konzept Xbee. Der Xbee soll eine SUV-Anmutung und eingeschränkte Offroadtauglichkeit mit einem Van-Konzept kombinieren. Im Gelb-Schwarz-Look trägt die Studie den Beinamen Cross-Bee (in Anlehnung an Biene), dazu gesellt sich der Xbee Outdoor Adventure, der mit cremfarbenen Lack, weißem Dach und Holzlook-Applikationen an den Flanken antritt. Dritter im Bunde ist der Xbee Street Adventure, der den SUV-Gedanken wieder ins urbane Umfeld verpflanzt. Hier werden ein dunkelgrauer Lack mit gelb gehaltenen Applikationen und einem weißen Dach kombiniert.

Abgerundet werden die Tokio-Studien durch das Carry Open-Air Market Concept, einem kleinen Nutzfahrzeug für Marktbeschicker. Hier werden ultrakompakte Abmessungen mit zweisitzigen Führerhaus und einem Kastenaufbau kombiniert. Auf dem Führerhaus erweitert ein Dachträger die Transportkapazitäten. Auf dem Kastenaufbau sorgen Solarmodule für eine stationäre Stromversorgung.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/suzuki-studien-auf-der-tokyo-motor-show-2017-8576923.html

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