Mercedes-Benz GLE Coupé – Erste Sitzprobe

Mercedes-Benz GLE Coupé – Erste Sitzprobe

Mit dem neuen GLE Coupé will Mercedes-Benz verlorenen Boden gegen den Erfinder der SUV-Coupé-Klasse gut machen. Während man in München schon die Generation Nummer zwei präsentierte, haben die Stuttgarter bis zur NAIAS 2015 gewartet, um ihr eigenes SUV-Coupé in Fullsize-Größe zu präsentieren.

Das Mercedes-Benz GLE Coupé feiert in Detroit seine Weltpremiere und läutet zugleich eine neue Nomenklatur bei den Typbezeichnungen ein. Aus dem Mercedes ML wird der GLE und damit das SUV in der E-Klasse. Aus dem GLK kreiert Mercedes den GLC und damit den SUV in der C-Klasse. Und auch nach oben wird man diese neue Nomenklatur beibehalten: aus dem GL wird der GLS.

Neben den neuen Baureihen wird man sich an neue Motoren gewöhnen müssen. Das GLE Coupé 450 AMG bekommt nicht nur eine neue Modell- und Hubraumbezeichnung, es ist zugleich auch das erste „AMG-Sportmodell“ in der Mercedes-Fahrzeugpalette. Neben reinen AMG-Modellen wie dem ebenso frisch präsentierten GLE Coupé 63 S AMG, einem Mercedes-AMG, wird es in der Zukunft mehr als ein Dutzend Fahrzeuge bei Mercedes-Benz geben, die als „AMG-Sportmodelle“ der Marke Mercedes-Benz zugeordnet werden und so die oftmals große Lücke zwischen den Serienmodellen und den AMG-Fahrzeugen schließen. Im Falle des aktuellen GLE Coupé-Topmodells spricht man da von einem V6 Bi-Turbo mit 367 PS. Darunter rangiert das 333 PS starke GLE Coupé und der erst einmal einzige Diesel im Programm, das GLE Coupé 350d 4matic.

2015 wird Mercedes-Benz 30 Jahre 4matic feiern und das GLE Coupé bildet nur den Auftakt zu den SUV-Festspielen bei Mercedes-Benz in diesem Jahr. Aus dem ML wird Mercedes mit dem Facelift den GLE werden lassen und der GLK wird seinen Nachfolger erhalten. Ein gänzlich neuer GLC. Beim GL wird Mercedes erst einmal nur sachte Hand anlegen und eine Modellpflege durchführen.

Aber jetzt ist es Zeit für eine erste Sitzprobe:

Platz ist in der kleinsten Hütte? Das GLE Coupé ist 4.90 Meter lange, über zwei Meter breit und 1.73 Meter hoch. So ein großes Auto braucht einfach mächtige Räder und daher gehören 20 Zoll große Räder zur Grundausstattung. Das AMG-Modell fährt sogar mit 21 Zoll großen Rädern vor.

Ein so großes Auto muss im Innenraum mächtig Platz bieten, denkt man sich. Was sich in der ersten Reihe hinter dem Lenkrad noch bestätigt, sieht in Reihe zwei gleich anders aus. Der flache Dachbogen, die typische Coupé-Form, schneidet den hinteren Einstieg deutlich ein. Mit meinen 1.76 Metern bin ich nicht der größte – aber wie man an den Fotos sieht, die Kopffreiheit ist eher durchschnittlich. Das können andere Hersteller aber auch nicht besser und lässt einen immer mal wieder an der Sinnhaftigkeit dieser Fahrzeugklasse zweifeln. An dieser Stelle der kurze Hinweis auf den „Experten-Talk“ live aus Detroit!  (klick!!)

Weltpremiere 056 Mercedes-Benz GLE Coupe

Der Rest des neuen GLE Coupés ist schnell erzählt:

Das Design wirkt auf den ersten Blick vor allem, nun – bleiben wir bei der Umschreibung: gewöhnungsbedürftig. Dank des großen Glas-Panoramadachs  flutet jedoch viel Licht den Innenraum, das hilft die schmalen Dachbögen und kleinen Seitenfenster zu ignorieren. Mit bis zu 1.650 Litern Kofferraum-Volumen ist das GLE-Coupé ein ordentlicher Lasten-Esel. Wenn auch diese Fähigkeiten bei den zukünftigen Besitzern vermutlich eher seltener auf dem Programm stehen. Für den Fall der Fälle bietet Mercedes dennoch eine Anhängerkupplung, die nun zum ersten Mal voll elektrisch ein- und auch wieder ausfährt.

Die Hauptaufgabe des neuen GLE Coupé dürfte jedoch –  je nachdem, wie kraftvoll die Motorisierung ausfällt – den gediegenen Showdrive auf den Flaniermeilen dieser Welt hinzulegen. Vermutlich ist Pusemuckel in der Niedersächsischen Provinz dann auch nicht der Hauptabsatz-Markt für das markante SUV. Die GLE Coupés dieser Welt werden den Weg gehen, den auch der Mitbewerber ging. In das Land seiner Weltpremiere, die USA, nach Russland und Asien. Dort steht man auf die weniger diskrete Umsetzung von Kraft und Wohlstand. Denn genau das verkörpert das GLE Coupé sehr deutlich.

Für diesen aufregenden Weg haben die Mercedes-Mannen dem GLE Coupé nun die erste Kombination aus Neungang-Automatik und 4matic Allradantrieb verpasst. Während das GLE Coupé mit Dieselmotor und die 333 PS V6 Variante des GLE 400 auf einen 50:50 Allradantrieb vertrauen, verpasst man dem „Sportmodell“ GLE 450 AMG Coupé mit einen im Verhältnis 40:60 aufgesplittetem Allradantrieb ein hecklastiges und damit vermutlich eher dynamisches Grund-Setup. Auf Wunsch wird das Fahrwerk per Luftfederung gedämpft und zum ersten Mal auch an Bord: Eine vollständig variable Dämpferkennung mit der Bezeichnung ADS Plus. Der GLE 450 AMG (Mitglied der neuen AMG-Sportmodell-Familie) verfügt über diese Technik bereits in Serie.

Bei der ersten Sitzprobe ist davon natürlich nichts zu spüren. Hier sind heute erst einmal das Platzangebot, die Übersichtlichkeit und das neue Design der Mittelkonsole im Mittelpunkt. Bereits auf der Bühne des Premieren-Hotels geparkt, möchte man das neue große SUV-Coupé allerdings lieber nicht rückwärts hinunter fahren.

Die Fahrt mit Blick nach vorne dürfte dafür umso spannender werden. 

modellprogramm Mercedes gle coupe

Große Galerie: Weltpremiere Mercedes-Benz GLE Coupé:

 

 

 

 

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Lotus Elise Cup 260 — Absolut limitierter Rennableger

Der britische Sportwagenbauer Lotus legt mit der Elise Cup 260 eine auf weltweit 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie auf, die ganz dicht am Rennfahrzeug Elise Race 250 bleibt.

Lotus setzt weiter auf Diversifizierung seiner Baureihen und bringt mit der Elise Cup 260 eine neue Modellvariante des leichten Zweisitzers. Diese ist zwar für die Straße zugelassen, soll aber technisch ganz nah am Rennwagen Elise Race 250 liegen. Von der extremsten Elise aller Zeiten sollen nur 30 Exemplare für den gesamten Weltmarkt gebaut werden.

Im Lotus Elise Cup 260 kommt der 1,8-Liter-Kompressormotor auf 253 PS und stellt ab 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 255 Nm bereit. Damit soll der Zweisitzer in 4,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können und maximal 243 km/h schnell werden. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Sportgetriebe, die Traktion optimiert ein elektronisches Sperrdifferenzial.

Neue Aeroparts für deutlich mehr Abtrieb

Zur Ausstattung des Lotus Elise Cup 260 zählen Vorderradkotflügel mit Entlüftungsöffnungen, die den Abtrieb weiter erhöhen, ein Frontsplitter aus Carbon sowie Carbon-Hauben vorne und hinten und ein großer Heckspoiler – ebenfalls aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Alle neue Aerobauteile zusammen sollen den Abtrieb bei Topspeed um 180 kg erhöhen. In den Radläufen drehen sich an einer um 10 mm verbreiterten Spur extrem leichte Schmiedefelgen mit schwarzem Finish in den Dimensionen 16 und 17 Zoll. Vorne sind 205/45er Pneus aufgezogen, hinten drehen sich 235/40er Reifen. Hinter den Felgen lugen rot lackierte Bremssättel hervor. Alle Leichtbauteile zusammen senken das Gewicht der Elise um 15 kg auf trocken 862 kg. Neu sind auch die einstellbaren Federbeine

Den Innenraum haben die Briten mit schwarzem Alcantara mit gelben Kontrastnähten ausgeschlagen. Die beiden Passagiere sitzen in Carbonschalen, der Fahrer greift in ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad, während sich die Augen an Carbonapplikationen ergötzen können. Die sechs Gänge werden mit einem polierten Schaltknauf angesteuert, kommt die elise zum Stillstand so arretiert ein Lederhandbremshebel die Stopper.

In Deutschland ist die neue Lotus Elise Cup 260 ab sofort ab 76.000 Euro bestellbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lotus-elise-cup-260-daten-infos-marktstart-preis-8563182.html

Alpina XD3 Erlkönig (2018) — SUV mit über 350-PS-Diesel

BMW hat den SUV X3 gerade aktualisiert. Jetzt steht Kleinserienhersteller Alpina in den Startlöchern mit dem ebenfalls renovrierten Alpina XD3 Biturbo.

Mit dem X3 hat Alpina nur einen einzigen SUV im Angebot und der ist auch nur als Diesel zu haben. BMW hat jetzt das Basismodell für den Alpina XD3 renoviert, Zeit für Alpina auch den XD3 zu modernisieren.

Mehr Power mit Diesel aus D5 S

Der neue Alpina XD3 baut wieder auf dem X3 mit Reihensechszylinder-Turbodiesel und drei Liter Hubraum auf. Im noch aktuellen Alpina XD3 leistet der Biturbo-Selbstzünder 350 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Damit spurtet der SUV in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 251 km/h.

Im neuen XD3 könnte Alpina die Chance nutzen und den Power-SUV noch kräftiger zu machen. Im Alpina D5 S stünde dazu der Biturbodiesel in einer Leistungsvariante mit 388 PS und 800 Nm bereit. Zur Modellpflege gehören selbstverständlich wieder eine neue Frontschürze, eine Vierrohrabgasanlage sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk und Alpina-Leichtmetallräder.

Sein Debüt dürfte der neue Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon 2018 geben. Die Preise dürften bei rund 70.000 Euro starten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alpina-xd3-erlkoenig-2018-daten-infos-marktstart-preis-8876619.html