Mercedes-Benz SLK 250 cdi – Der Diesel-Roadster

Mercedes-Benz SLK 250 cdi – Der Diesel-Roadster

In diesem Fahrbericht sind gleich 2 Premieren enthalten. Zum einen enthält der Fahrbericht eine Bewertung per „High-Score“ Methodik, und zum anderen geht es um den ersten Diesel-Roadster aus dem Haus von Mercedes-Benz. High-Score? Diesel-Roadster? Keine Sorge – beides hat irgendwie einen Sinn.

Tausche Dach gegen Drehmoment.

Sexy Eisdielen-Rockstar sucht sparsamen Diesel? So richtig sinnvoll erscheint die Kombination eines sexy Roadsters und einem Antrieb aus landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen nicht. Weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick. Aber mal ehrlich… Das Bällchen Eis ist teurer geworden und Sonnencrème kostet auch Geld. Warum also nicht einfach am Kraftstoff für den sportlichen, zweisitzigen Begleiter sparen? Im Falles des SLK 250cdi muss man noch nicht einmal auf die sportlichen Verdachtsmomente verzichten – mit 204PS und über 500Nm kann man, wenn man will, auch flott unterwegs sein. Will man?

Gerade im Kaltstart erinnert sich das Langzeit-Hirn des Fahrers jedoch viel zu schnell  und beängstigend  automatisch  an die Vielzahl der zurückgelegten Taxi-Kilometer. Zu typisch ist die Verbindung von Daimler-Stern und nagelndem Dieselmotor in den Synapsen des Fahrers.

Die Schuld hieran trägt nicht der Dieselmotor, sondern schlicht die Erwartungshaltung des Fahrers bezüglich der Klangkulisse eines sportlich gezeichneten Zweisitzer. Ist es also nur eine Frage der Umgewöhnung? Oder ist es schlicht ein Ding der Unmöglichkeit,  einen Roadster mit Dieselmotor zu fahren? Diese Frage steht im Mittelpunkt und am Ende dann hoffentlich auch eine Antwort.

Fakten zum Testwagen:

[one_half last=“no“]
[arrowlist]

  • Modellbezeichnung: Mercedes-Benz SLK 250 CDI BlueEFFICIENCY Roadster
  • Ausstattung: Memory-Paket, Spiegel-Paket, Sport-Paket AMG
  • Testwagenpreis: 62.463,10€
  • Grundpreis Baureihe: 39.400,90€

[/arrowlist]

[/one_half][one_half last=“yes“]

[arrowlist]

  • Hubraum: 2.143 ccm³
  • Leistung: 204PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 243km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 6,7 Sekunden

[/arrowlist]

[/one_half]

204PS und 500Nm - genug Argumente
204PS und 500Nm – genug Argumente

[one_fourth last=“no“]Das sagt „spiegel-online“ über das Fahrzeug: Das ist nicht schlecht. Aber für die Sparsamkeit muss ein hoher Preis gezahlt werden. Und das gar nicht mal für das Auto selbst, das auf den Cent genauso viel kostet…  –  Zitat-Auszug [/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt „Die Autozeitung“  über das Fahrzeug: Vollends verblüfft der Mercedes dann an der Tanke: Im Test begnügt er sich mit 6,0 Liter Diesel auf 100 km – fabulös für einen Roadster, der in gemessenen 6,8 Sekunden Tempo 100 ... – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt „auto-news.de“ über das Fahrzeug: Aber am schönsten ist es ohnehin auf Landstraßen. Lkws werden plötzlich zum willkommenen Anlass, mit Vollgas vorbeizuziehen. Der CDI reagiert mit einer Brutalität… – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“yes“]Das sagt „auto, motor und sport“  über das Fahrzeug: Doch wenige hundert Meter Fahrt später bleibt nur noch ein dumpf-kerniger Klangteppich übrig, den die neue Abgasanlage ausrollt ... – Zitat-Auszug[/one_fourth]

[one_half last=“no“]

Design außen: „Eisdielen Besucher sind beeindruckt.“

Mit der dritten Generation des kleinen Roadsters hat Mercedes-Benz zurückgefunden zu einer eigenen Formensprache mit klarem Layout, einer prägnanten Front und einer geradezu nach  maskuliner Aufmerksamkeit flehenden Abkehr vom Kindchen-Gesicht der ersten Klasse und der peinlichen Formel 1 Anspielung der zweiten Generation.  Die Proportionen stimmen, wenn auch in der Seitenansicht die Keilform unter den Crash-Anforderungen und der Berücksichtigung des Fußgängerschutzes und der damit einhergehenden hohen Nase gelitten hat.  Volle Aufmerksamkeit erhält der Hintern des sexy Roadsters.  Mit zwei kraftvoll ausgeformten Endrohren links und rechts, einer Abrisskante nach Münchner-Vorbild im Heckdeckel und den elegant eingeformten Rückleuchten, besticht die Rückansicht durch stimmige Proportionen.

Bewertung: 7  von 10 Punkten | Eisdielen-Besucher hätten 10 von 10 Punkten vergeben!

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Design innen: „Willkommen im Land der Düsenwürmer“

Im Testfahrzeug war der Glanz nicht künstlich. Was nach Aluminium aussieht, war Aluminium – oder perfekt kaschiert. Das sportliche, straff sitzende schwarze Leder mit der aufpreispflichtigen roten Doppelnaht gehört zur Klasse der Fingerkuppenschmeichler. Im AMG-Paket enthalten: Ein wunderbares 4-Speichen Lenkrad mit viel Aluminium und einem wulstig dicken Lederlenkradkranz. Einzig die Schaltwippen an der Rückseite aus popeligem Kunststoff dürfen als Fehltritt der Innenraumgestaltung gewertet werden. Stimmig im sportlichen Design-Mix aus Aluminium und Leder wurde der gesamte, eher übersichtliche Innenraum ausstaffiert. Wobei Mercedes-Neulinge mit der Vielzahl von Schaltern, Hebelchen und Tastern zu Beginn der Eisdielen-Tour überfordert sein dürften. Besonders geil: Die Lüftungsdüsen im Düsen-Design.

Bewertung: 9 von 10 Punkten | Captain Kirk wäre stolz auf die Schalter-Vielfalt!

[/one_half]

Fahrleistungen & Fahrgefühl: „Traktor auf Amphetaminen.“

Der kleine Dieselmotor bringt eine gehörige Portion Drehmoment in den übersichtlichen Roadster. Wichtiger als die 204PS Leistung sind die jederzeit gut einsetzbaren 500Nm Drehmoment. Auf der Drehmoment-Welle in der Größenordnung eines V8-Benziners lässt es sich betont lässig cruisen. Wer das Diesel-Potentiometer nur sanft durch die Sommerlatschen streichelt, der wird nicht zum Verkehrshindernis – grummelt aber locker unter der 2.000 Drehzahlmarke durch die Gänge. Es ist die Kraft eines modernen Dieselmotors, die in unerwarteter Perfektion zum Antrieb eines handlichen Zweisitzers geeignet ist. Vermisst wird nur die auditive Bestätigung des Oben-Ohne-Drivestyle durch einen gewohnten Viertakt-Verbrennungsmotor, gerne mit Hubraum größer als 5 Liter.

Ebenso wenig zum cremigen Drehmoment-Wellenreiten geeignet: Das ungehörig straffe – zum Glück – aufpreispflichtige AMG-Sportfahrwerk schüttelt auf schlechten Landstraßen den letzten Rest an Coolness aus dem Eisdielen-Cruiser.  Perfekt hingegen das High-Speed Fahrverhalten. Mit Tempo 245 durch die Kasseler Berge oder über die 3-Spuren der Autobahn zwischen Nürnberg und München. Ganz egal ob offen oder geschlossen – der Diesel dreht alle 7 Gangstufen mit echter Leidenschaft durch und lässt den vom straffen Fahrwerk auf der topfebenen Autobahn beruhigend ruhig liegenden, großen Stern im Kühlergrill mit immer mehr Macht durch den Wind schneiden.

Die Vorderachse besticht durch eine unerwartete Sensibilität, frei vom vermutet hohen Gewicht des Dieselmotors auf ihr. Derart feinfühlig lassen sich Landstraßen räubern und Kurven im Scheitelpunkt anvisieren. Die Lenkung ist eine Wucht. Eine Wucht ist auch die Kraft des Motors, die in niedrigen Gängen und auf Straßen mit geringem Reibwert, gerne Mal für rauchige Momente sorgt, trotz Diesel-Partikelfilter. Es ist teurer Gummi, der mit der Leistung und dem geringen Gewicht auf der Hinterachse nicht fertig wird und  durch kleine Momente der Haltlosigkeit auffällt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Nie war ein Traktor-Motor sexy verpackt.

[one_half last=“no“]

Alltagsfaktor: „Die Diva vor dem Supermarkt.“

Der Alltag könnte so schön sein, wäre man immer ohne Zeitdruck und bei Sonnenschein und milden Temperaturen unterwegs. Hierfür wäre der SLK auch als Diesel ein feiner Kollege, doch mit dem begrenzten Platzangebot und der Tatsache, nicht jeden Tag offen fahren zu können, darf man realistischerweise sagen: Die Zielgruppe derer, die sowohl vor der Eisdiele als auch vor dem Supermarkt parken und jeden Tag im SLK unterwegs sein werden, ist eher übersichtlich.

Bewertung: 2 von 10 Punkten | Gewöhnungsbedürftige Mischung.

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Serien-Ausstattung: „Schwäbischer Geiz“

Kein Xenon. Eine einfache Klimaanlage. Nur ein simples Radio und geschaltet wird mit einem manuellen 6-Gang Getriebe. Die Ähnlichkeiten mit dem Testwagen sind da verschwindend gering – eine Beurteilung der Basis-Version ist daher kaum möglich.

Eine klare Aussage hingegen: Unser Testwagen hat es geschafft, den Basispreis von 39.400,90 Euro auf über 62.000 Euro zu treiben. Wer sagte, ein Daimler wäre ein Schnäppchen?

Bewertung: 2 von 10 Punkten | Jeder Euro zählt!

[/one_half]

Beeindruckendes Schauspiel, das Klappdach bei der Arbeit.
Beeindruckendes Schauspiel, das Klappdach bei der Arbeit.

[one_half last=“no“]

Motor: „Drehmoment-Protzer“

Daimlers aktuellste selbstzündende Allzweckwaffe hört auf den Namen OM651 und wird im SLK als 2.1 Liter großer Doppel-Turbo Diesel verwendet. Aber ebenso in den Baureihen ML, E, C, S, GLK und CLS verbaut. Mit 204PS und 500Nm wird auch im SLK250CDI die stärkste Entwicklungsstufe dieser Dieselmotor-Baureihe verbaut.  Mit der EU-5 Norm alleine hält sich der Diesel in diesem Fall nicht auf, Mercedes hat im stärksten Vierzylinder Diesel bereits die EU6- Norm (kommend) erfüllt.

Klanglich bleibt auch der aufwendigste Diesel ein Diesel. Schade.  Bringt der Motor doch Leistungswerte zustande, die vor einigen Jahren noch 3 Liter-großen Sechszylindern vorbehalten waren.

"Drehoment-Protz inside"
Drehoment-Protz inside

Bewertung: 9 von 10 Punkten | Dampf ja, Rauch nein.

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Getriebe: „Automatisch, besser.“

Bonanza ist eingestellt. Nicht nur im TV-Programm, auch bei Mercedes-Benz. Was früher einmal für Seekrankheit sorgte – die weiche Abstimmung der Hardware hinter dem manuellen Getriebe – ist zum Glück bereits ebenso Geschichte wie die Zeit der lahmen Getriebe-Automaten. Auch wenn Mercedes für den kleinen Roadster SLK kein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe im Programm hat, so ist der 7-Gang-Wandlerautomat immer noch die zweitbeste Getriebelösung.

Schnell schaltend im Bedarfsfall – mit leichter Gedenksekunde, wenn ein Gang übersprungen wird – aber in der adaptiven Steuerung durchaus auch für das Reiten der Drehmoment-Welle geeignet. Am Lenkrad versteckt Mercedes 2 Schaltpaddels, deren Hartplastik-Herkunft für kurzes Zucken in den Fingerkuppen sorgt.  Hier dürfte sich Aluminium breit machen. Bitte. Bleibt zu erwähnen: Selbst schalten ist überflüssig. Die Automatik macht alles besser als der Fahrer – nur bei sehr engagierten Berg-Etappen mag es zeitweise von Sinn sein, die Gänge selbst zu wählen. Leider hält der Automat die Gänge nicht, sondern schaltet selbst nach oben durch. Das ist doof. Passt aber zum Gesamtpaket besser, als das Fahrwerk…

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Verwalten statt verschalten.

[/one_half]

7 gute Gründe, das Automatik-Getriebe zu wählen.
7 gute Gründe, das Automatik-Getriebe zu wählen.

[one_half last=“no“]

Multimedia & Audio: „Wir brauchen Bass!“

Im Testmobil war das COMAND Online System mit DVD-Wechsler und dem Harman Kardon Logic7 Surround-System verbaut. Vermutlich die beste Lösung im Zusammenspiel von Roadster und Diesel-Motor. Dank saftiger Bässe mit knackigem Druck und glasklaren Höhen rund um die Fahrer-Ohren, lässt sich die Taxi-Akustik per Knopfdruck übertönen. Das vollständige COMAND-System lässt sich über den Alu-Dreh-Drücksteller, platziert vor der Armlehne, bedienen. Auch hier benötigt man ein wenig Zeit, um sich an die Bedienmuster zu gewöhnen. Nach 700km hat man das gesamte System jedoch im Griff und arbeitet aus dem Handgelenk am Multi-Talent aus Navi, Medien-Server, Internet-Zugang und Bordcomputer.

Comand Online-System
Comand Online-System

Bewertung: 7 von 10 Punkten | Dorfdisko-Schreck.

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Spielereien: „Gadget-Night“

Wird es dunkel im Roadster, verliebt man sich als LED-Liebhaber in das Innenraum-Lichtkonzept. Rote Ziernähte, die in der Nacht durch Leuchtstreifen betont werden. Knackige kleine LEDs im Windschutzscheiben-Rahmen beleuchten bei Bedarf den Innenraum und dank adaptiven Bi-Xenon-Kurvenlicht steht man auch in der Nacht und bei voller Fahrt durch die heiße City nicht im Dunklen.

Spannend die Distronic und die Zusammenarbeit mit dem Tempomaten. Vorbei die Zeiten, in den der Stop&Go-Verkehr vor der örtlichen Eisdiele für geplagte Nerven sorgte, und auch, wer nur noch Augen für die Damenwelt in kurzen Röcken hat, wird dankbar sein für die Sicherheitsfeatures des Abstandsradars.  Ernsthaft: Gäbe es nicht bereits Tempomat-Lösungen, die in der Zusammenarbeit mit einem Abstandsradar für die Einhaltung des Abstandes zum Vordermann sorgen und dabei das Tempo selbstständig anpassen, man müsste es nun endlich erfinden. Die Mercedes-Benz Lösung funktioniert bis zum Stillstand im Stau und fährt per Befehl auch wieder los. Hierbei wird der Sicherheitsabstand dynamisch der Geschwindigkeit angepasst. Perfekt umgesetzt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Wir können alles, außer langweilig.

[/one_half]

Der Kostenfaktor: „Premium kostet Extra.“

Mit dem Basispreis von 39.400,90 Euro ist die Welt noch völlig in Ordnung. Ein fast schon faires Angebot für die exclusive Mischung aus antriebsstarken Diesel und knackigem Roadster. Wenn jedoch, wie im Falle des Testwagens, die Option „Volle Hütte“ gewählt wird, dann kann die Aufpreispolitik der deutschen Automobil-Hersteller für echte Magenschmerzen sorgen.

Das fast schon notwendige „Iridiumsilber metallic“ kostet 725,90€ Aufpreis. Noch zu verkraften.  Deutlich heftiger: Das Sport-Paket AMG für 3.689€ -, jedoch notwendig, um den Roadster die scharfe Optik zu verpassen.  Wiederum eher unnötig: Der warme Luftschal im Nacken aus dem „Airscarf“ getauften Fön-System in der Kopfstütze. Die hierfür aufgerufenen 487,90€ kann man sich locker sparen.

Absolut notwendig: Das 7-Gang Automatikgetriebe für 2.427,60 Euro. Und so geht es weiter. Comand Online für 3.474,80 Euro,  Harman Kardon Logic7 für 833,€, Bi-Xenon Scheinwerfer mit adaptiver Lichtsteuerung für 1.309€.

Ganz schön selbstbewusst – aber irgendwie typisch für die Stuttgarter: Selbst das kleine Windschott in der Stoffausführung kostet 166,60€ und der obligatorische Regensensor 130,90€. Am Ende bleibt ein „gut“ für den Grundpreis und ein „ungenügend“ für die Aufpreispolitik.

Bewertung: 3 von 10 Punkten | Die Rechnung. Bitte. Nicht!

[one_half last=“no“]

Mängel am Testfahrzeug:

[badlist]

  • Lenkrad stand schief. Fahrzeug fuhr jedoch tadellos gerade aus.
  • Fahrer-Kopfstütze (mit Airscarfe) blieb selten länger als wenige Minuten in der oberen Stellung. Die Arretierung scheint defekt.
  • Am letzten Tag forderte der SLK zum Kühlwasser-Check auf.

[/badlist]

[/one_half][one_half last=“yes“]

Bewertung:

Ein schief stehendes Lenkrad, im Testwagen eine Bagatelle. Im eigenen Fahrzeug ein guter Grund die nächste Werkstatt zum Prüfen der Achseinstellung anzufahren.  Der Kühlwasser-Check indes verwirrt. Bei etwas über 10.000km durchaus merkwürdig. Die Kopfstütze ist eine Banalität. Zusammengefasst: Unüblicher Zustand eines Presse-Fahrzeuges.

Punktabzug:

Muss sein. Punkt 1 und 2 werden mit je einem Punktabzug  gewertet, der Kühlwasser-Check jedoch mit 5. Abzug daher „7 Punkte„.

[/one_half]

Zwei Sätze zu:

[one_fourth last=“no“]

..dem Design:

Vorbei das verkrampft wirkende Frontdesign. Vorbei aber auch die Roadstertypische Keilform. Und doch, mit dem SLK Roadster kann man sich auch als Autofahrer unter 40 bereits identifizieren.

[/one_fourth][one_fourth last=“no“]

..dem Image:

Mercedes-Benz will zurück zu seiner alten Stärke und arbeitet mit viel Werbedruck am Wiederaufbau des, durch Kantenrost und Co., lädierten Images.  Jetzt muss es nur noch gelingen, auch Männer zurück zum Käufermix des SLK zu holen.
[/one_fourth][one_fourth last=“no“]

.. der Effizienz:

Grandios. Unter 6 Liter sind problemlos möglich und mehr als 8 Liter auf 100km verlangen einen wirklich schweren Gasfuß.
[/one_fourth][one_fourth last=“yes“]

..dem Fahrwerk:

Schlichtweg zu sportlich für einen Diesel-Roadster. Hier wäre eine Lösung aus adaptiv arbeitenden Dämpfern die wesentlich sinnvollere und auch dem Preisrahmen angepasstere Lösung gewesen!

[/one_fourth]

Fazit: „Diesel-Roadster geht, irgendwie.“

Es ist eine mutige Mischung, die Mercedes-Benz als Testwagen zur Verfügung gestellt hatte. Anfänglich waren die Bedenken groß – doch das Talent des 204 PS starken Dieselmotors überzeugt. Dennoch: Ein Diesel-Roadster, zudem mit einem Sportfahrwerk, wird eine Nischenlösung bleiben.  Um einen wirtschaftlichen Sinn in der Wahl des Diesel-Motors sehen zu können, bedarf es der Wahl als Alltagsauto. Hierfür wiederum ist der Fahrkomfort auf vielen Straßen nicht „Mercedes-like“ genug.

Für eine Tour an die französische Südküste – schnell, geschlossen und mit lauter Musik an die Küste und später offen und mit niedrigen Touren am Meer entlang. So nah, dass das Kreischen der Möwen und die Brandung der Wellen den Diesel übertönt. Fantastisch diese Vorstellung. Und wenn ich dabei an die Sonne und das „Relax-Potential“ des Diesel-Roadsters denke, dann macht das alles doch plötzlich Sinn.

Ranking: 56 von 100 Punkten.

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 Punkte erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das „mein-auto-blog Ranking“. . Mecker? Kritik? Oder gar Lob? Schreib es doch einfach in den Kommentarbereich. Merci! 

Links:  

Facebook-Galerie |  Hersteller-Webseite  |  Wiki-Knows  |  Fahrbericht von Kollegen  |  Euro-NCAP  |  Flickr-Fotos  |  Google-Ergebnisse 

[toggle title=“Disclosure:“]Das Fahrzeug wurde zur Verfügung gestellt durch die Daimler AG.  Mein Testurteil ist jedoch unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an die Daimler AG für die Teststellung.[/toggle]

Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2012 |  by-nc-nd

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

8 Comments

Test: Alfa Romeo Stelvio

Nach mehr als 100 Jahren Marken Historie starten die Italiener mit dem Rückenwind des Konzerns im SUV-Segment. Im typischen Alfa Design soll der Stelvio mit Charme kombiniert mit der Dynamik aus dem Modell-Portfolio auf Kundenfang gehen. Seit Anfang dieses Jahres spielt Alfa Romeo mit im Segment der SUVs und präsentiert seinen Stelvio in Deutschland mit einem Chic und bequemer Ausstattung. Ganz der Tradition der Italiener folgend, hat der Wagen seinen Namen vom höchsten Gebirgspass Italiens, dem Stilfser Joch (italienisch: Passo dello Stelvio) geerbt. Seine Herkunft aus der Turiner Konzernzentrale kann und will der SUV mit dem Wappen im Markenlogo nicht verheimlichen. Im Gegenteil: Seine Front führt ihn optisch an die Modelle Giulia und Giulietta heran. Der Autobauer aus Italien schickt seinen ersten SUV nicht nur als chices Familienfahrzeug ins Rennen, sondern auch als Fahrzeug mit hohem Nutzwert und Lifestyle Faktor. Mit einem Listenpreis von 39.750 Euro startet der kleinste Diesel aus dem Hause Alfa.

Testbericht: Alfa Romeo Stelvio 2.2 Diesel 16V AT8-Q4 Super

SUV mit Lifestyle Charme
Absoluter Life Style Charme.

Der Stelvio ist das auf Anhieb, was man gemeinhin unter einem SUV versteht. Ohne wenn und aber. Gemäß den Verantwortlichen des italienischen Herstellers soll er dem anspruchsvollen Käufer vom Privatkunden bis zum Flottenbetreiber gefallen. Sein attraktives Äußeres zeigt das Fahrzeug im sportlichen Look der Alfa-Familie, die in der Produktionstätte „Cassino“ zwischen Rom und Neapel beheimatet ist. Das LED-Tagfahrlicht des Stelvio bildet zudem sehr markant die Form aggressiver und dynamischer Augen. Seine Seitenlinien zum sportlichen Außenkleid lassen den SUV eher wie eine Limousine mit niedrigerem Schwerpunkt wirken. Die Heckpartie unterstreicht seinen agilen Look und gibt dem Alfa eine breite und souveräne Optik. Die italienischen Konstrukteure bieten mit einem von Grund auf neu entwickeltem Fahrwerk und sehr guter und präziser Lenkung zumindest im Stadtverkehr  ein souveränes Fahrgefühl. Bei unserer 14-tägigen Testfahrt mit dem 2.2 Diesel mit 154 kW (210 PS) erfahren wir immer wieder, dass der Stelvio Unebenheiten im urbanen Verkehr und Autobahnteilstrecken nicht ganz so selbstsicher wegsteckt, wie wir es erwartet hätten. Da wirkt er immer etwas unruhig und bedarf unser voller Aufmerksamkeit. Die erhöhte Bodenfreiheit qualifiziert ihn selbstverständlich für Fahrten auf Feldwegen und Schotterpisten.

Alfa mit erhöhter Bodenfreiheit.

Windkanaltest bestanden

Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 4,8 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis nicht ganz zu schaffen. Unser Testwagen verlangt gut einen halben bis ganzen Liter mehr. Das ist aber dennoch ein bemerkenswert guter Wert für ein Fahrzeug wie den Stelvio. Im Gelände, das der Italiener im Falles eines Falles nicht meiden muss, ist der Verbrauch allerdings noch etwas höher. Der 2.2 Liter Diesel liefert sehr starke 470 Newtonmeter Drehmoment bei 1.750 Umdrehungen pro Minute. Die Kraft des 210 PS starken Motors lässt den ca. 2 Tonnen schweren Wagen in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 215 km/h drin, was bei der Aerodynamik und dem Luftwiderstandswert von 0,30 Cw ein guter Wert ist. Das gut übersetzte Acht-Stufen-Automatikgetriebe ermöglicht generell ein dynamisches Fahren, dennoch spüren wir immer wieder kleinere Schaltpausen. Unterstützung findet die Dynamik des allradgetriebenen Fahrzeuges durch das von Alfa Romeo entwickelte System der Fahrdynamikregelung AlfaTM DNA. Über einen Drehregler in der Mittelkonsole lassen sich die Modi „Dynamik“, „Eco“ und „Normal“ einstellen. Zweifelsohne ist der von uns bevorzugte Modus der einer sportlichen Fahrweise. Denn mit dem Stelvio lassen sich langgezogene Kurven auf Landstraßen sehr schnell durchfahren.

Dynamisch und mit wenig Luftwiderstand.

Luxus im Innenraum

Im Innenraum finden bei einer Gesamt-Fahrzeuglänge von knapp 4,70 Metern fünf Personen bequem Platz. Die Kabine überzeugt mit guter Material- und Verarbeitungsqualität, wie wir es von einem Alfa gewohnt sind. Bei den Italienern zeigt sich gerade im Innenraum immer wieder die Liebe zum Detail. Das klar gestaltete Cockpit mit langgezogenen horizontalen Linien und dem gemeinsam mit Magneti Marelli entwickelten Infotainmentsystem AlfaTM Connect wirkt sehr aufgeräumt und klar strukturiert. Dabei dient das 8,8 Zoll-Display (22,4 Zentimeter) als Blickfang und Schaltzentrale im Armaturenbrett. Die Bedienung des Displays erfolgt über das Rotary-Pad, das wie der Drehregler der Fahrdynamik in der Mittelkonsole sitzt. Die Innenraumvariabilität des Stelvio kommt dem eines Kombis gleich. Das erleben wir beim herausnehmbaren Kofferraumboden. Darunter befindet sich zwar der Ersatzreifen, aber Platz für kleine Dinge ist dort allemal. Bei voller Bestuhlung fasst sein Kofferraum immer noch ordentliche 525 Liter Ladevolumen, was der Familie zum 14-tägigen Urlaub an die Ostsee sehr dienlich ist.

Lederausstattung filigran gearbeitet.

Sicherheitsausstattung in Serie und Option 

Die von uns getestete Ausstattung des Stelvio „Super“ bietet eine lange Liste von Sicherheitseinrichtungen und Fahrerassistenzsystemen. Beim Anbremsen aus höheren Geschwindigkeiten fällt uns immer wieder die schnelle Ansprache der Bremsen auf. Die stellt Alfa Romeo seinen Kunden mit dem integrierten Bremssystem (IBS) zur Verfügung. Die Italiener vernetzen dabei das elektronische Regelsystem mit der mechanischen Bremskraftunterstützung. Ein breites Angebot an Fahrerassistenzsystemen listet der Stelvio mit dem Kollisionswarnsystem (FCW, Forward Kollision Warning) mit Notbremsfunktion (AEB) und Fußgängererkennung, dem Spurhalteassistenten (LDW, Lane Departure Warning) sowie dem Totewinkel-Assistent (BAM, Blind Spot Monitoring) auf. Die im Alfa SUV installierte Geschwindigkeitsregelanlage (ACC, Adaptive Cruise Control) passt seine Geschwindigkeit nicht nur dem gewählten Wert an, sondern reagiert auch auf andere Fahrzeuge im direkten Umfeld.

Mit angenehmen Sicherheitsmerkmalen.

Premium SUV mit Premium Preis

Dass Alfa Romeo seinen ersten SUV als Fahrzeug im Premium Segment positionieren möchte, schlägt sich auch im Preis nieder. Der Stelvio startet bei 39.750 Euro mit dem kleinen 150-PS-Diesel und Frontantrieb. Unser Testwagen mit dem 2.2 Liter Diesel und dem Alfa Allrad sowie der Acht-Stufen-Automatik beginnt mit 47.500 Euro noch knapp unter der für uns magischen 50.000 Euro Grenze. Hierfür darf sich der Kunde auf ein Fahrzeug mit „Rund-um-Sorglos-Paket“ freuen.

Ein gelungener Einstand in die SUV Klasse.

Fazit: Der neue Stelvio besticht von seiner Anmutung, aber auch Dynamik und Verarbeitung als typischer Alfa Romeo. Der Schritt, der von den Italienern gemacht wird geht klar in Richtung Premium Segment, wo der SUV seine Kundschaft sieht. Allerdings empfinden wir das Preis-/Leistungsverhältnis als ein wenig zu hoch gegriffen.

Motor und Getriebe

Alfa Romeo

Stelvio 2.2 Diesel 16V AT8-Q4 Super

Motor Diesel
Hubraum 2.143 ccm³
Leistung 210 PS @ 3.750 U/min
Kraft 470 Nm @ 1.750 U/min
Getriebe Acht-Stufen-Automatikgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.687, 1.903, 1.671   mm
Radstand 2.818 mm
Leergewicht 2.022 kg
Wendekreis 11,75 m
Höchstgeschwindigkeit 215 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 6,6 sec
Normverbrauch 4.8 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 5.9 l / 100 km
Öko-Experte 5.2 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.2 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Hersteller (FCA Germany AG) – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)

Nissan nimmt Dieselangst — 500-Euro-Absicherung gegen Fahrverbote

Um Diesel-Besitzern die Angst vor möglichen Fahrverboten zu nehmen bietet Nissan jetzt die sogenannte Innenstadtgarantie, die auch bei Fahrverboten freie Fahrt garantiert.

Um sich gegen mögliche Fahrverbote in deutschen Stadten abzusichern, bietet Nissan jetzt die Innenstadtgarantie an. Wer künftig von einem Fahrverbot betroffen sein sollte, kann sein Auto jederzeit beim Händler zurückgeben. Diese Garantie ist allerdings an jede Menge Rahmenbedingungen geknüpft.

Garantie an zahlreiche Bedingungen geknüpft

Sie gilt nur beim Kauf eines neuen Nissan X-Trail oder Nissan Qashqai mit Dieselmotor. Sie kostet 500 Euro und ist für alle Autos die bis maximal vier Jahre über die Nissan Bank finanziert werden, erhältlich. Zur Inanspruchnahme der Garantie muss ein Fahrverbot am Wohnort bzw. im Umkreis von maximal 100 Kilometern an mindestens 30 Tagen im Jahr wirksam sein.

Die Rücknahme erfolgt jederzeit unbürokratisch bei Eintritt einer Innenstadtsperrung für Diesel. Voraussetzung ist lediglich, dass das Fahrverbot nicht mithilfe von Nissan-Nachrüstlösungen aufgehoben werden kann und mindestens 30 Tage pro Jahr besteht. Der Rückkaufspreis orientiert sich dann an dem bei Rückgabe gültigen Restwert laut Eurotax/Schwacke. Damit erfolgt auch ein sofortiger Ausstieg aus der Finanzierung. Die Vertragskündigung erfolgt kostenfrei – ohne das Anfallen von Gebühren oder Vorfälligkeitsentschädigungen. Bei Rückgabe prüft der Händler die Voraussetzungen und verrechnet die offene Ablösesumme der Finanzierung mit dem Rückkaufwert. Unter Berücksichtigung möglicher Schäden sowie Mehr- oder Minderkilometern werden maximal 2.500 Euro ausgeglichen.

Auf Wunsch kann der Diesel-SUV auch gegen einen emissionsfreien und vollelektrischen Leaf eingetauscht werden. Hier werden dann die Monatsraten der Finanzierung angepasst.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/nissan-nimmt-dieselangst-500-euro-absicherung-gegen-fahrverbote-767124.html