Mercedes-Benz C350e enttäuscht im Elch-Test

Mercedes-Benz C350e enttäuscht im Elch-Test

Vor 18 Jahren – fast genau auf den Tag(!) – fiel die Mercedes-Benz A-Klasse bei einem Ausweichtest des schwedischen Autotestmagazins „Teknikens Värld“ um. Ein bis dato eher unbekannter „Ausweich-Test“ wurde als Elchtest erfunden. Warum die Schweden? Warum Elch-Test? Weil man in der Abgeschiedenheit der schwedischen Wälder gerne mal auf Elche trifft. Wie bei uns auf Rehe. Mit dem Unterschied, dass ein Elch Beine hat, so lang wie ein Pferd, und so viel wiegt wie ein Ochse (Schulterhöhe bis zu 2.3 Meter, bis zu 800 kg schwer!) – und so ein Viech sollte man nicht mit dem Auto treffen. Die Folgen sind katastrophal. Also lernt jeder Schwede: Ausweichen rettet Leben.

Die Schweden haben den Elchtest erfunden und mit dem Umkippen der A-Klasse wurde das Test-Prozedere weltbekannt. Mercedes-Benz musste damals das Debakel eingestehen. Der erste Kompaktwagen der Stuttgarter, mit Frontantrieb zudem, war zu hoch gebaut. Unter anderem führte die Bauhöhe zu einem ungünstigen Schwerpunkt.

Mercedes-Benz sorgte für Sicherheit, indem man eiligst das bereits in den Schubladen liegende ESP-System vom Zulieferer BOSCH in die A-Klasse packte, das System adaptierte und so für einen „Schleuderschutz“ sorgte, der in Verbindung mit den Regelsystemen des ESP ein ein erneutes „Umkippen“ vermied. Heute – 18 Jahre nach dem Debakel – darf man den Elchtest, das Versagen der A-Klasse und die schnelle Reaktion von Mercedes-Benz als „Glücksfall“ der Automobilgeschichte bewerten.

Mit der Einführung des ESP wurde deutlich, dieser elektronische Helfer steigert die Sicherheit im täglichen Straßenverkehr massiv.

Mercedes-Benz C350e – Enttäuschung im Elch-Test

Wieder der Elch-Test. Wieder Mercedes-Benz. Wieder Teknikens Värld. 

Tests des schwedischen Auto-Magazins haben eklatante Fahrwerksschwächen bei einem getesteten C350e zu Tage gefördert. Die kleine Plug-In Hybrid Limousine der Stuttgarter hat bei den Tests der Schweden ein enttäuschendes Bild abgegeben. Erst bei 64 km/h hat die Limousine den Test bestanden. Zum Vergleich, die Mercedes-Benz A-Klasse nach der Nachbesserung, Modelljahr 2000, schaffte als A160 sogar 65 km/h. Das war jedoch vor 15 Jahren.

Ein Sprecher von Mercedes-Benz hat in einer ersten Reaktion darauf hingewiesen, dass der C350e aufgrund der schweren Batterien im Nachteil ist. Zudem könne man nicht sicher sein, ob der Luftdruck korrekt war. mein-auto-blog ist den C350e bereits kurz gefahren. Während der normalen Testfahrten konnte keine kritische Situation beurteilt werden.

Die Reputation des schwedischen Test-Magazins ist einwandfrei und auch die „Verschwörungs-Idee“, man lasse einen Mercedes zum 18-jährigen Jubiläum des A-Klasse-Debakels erneut durchfallen, würde ich mal als sehr unwahrscheinlich abtun. Tatsache ist: Der C350e wiegt mehr als seine nicht „Plug-In“ Kollegen, aber der kleine 6.2 kWh-Akku macht den Bock nicht fett. Zudem: Mercedes-Benz bezeichnet den C350e selbst als „Dynamiker“, der „Fahrleistungen wie ein Sportwagen“ besitzt.

Ein Trabant ist schneller im Elch-Test!

Dumm nur, ein Trabant 601 ist mit 75 km/h dann auch noch deutlich schneller im Elch-Test als der C350e. Okay, der hat weder Plug-In Hybrid-Technik noch ein ESP. 

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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

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Selbstfahrende Autos auf Englands Straßen — Großbritannien will autonom voranfahren

Autofahren in England findet auf der linken Straßenseite statt. Das dürfte Touristen und Geschäftsleute bald nicht mehr kümmern, wenn es nach den Plänen der Regierung geht.

Die britische Regierung möchte unter anderem die chronisch verstopften Straßen der Hauptstadt London möglichst schnell mit autonom fahrenden Autos bevölkern. Dafür sollen Unternehmen, die an künstlicher Intelligenz arbeiten, mit 75 Millionen Pfund (aktuell ca. 84,4 Millionen Euro) gefördert werden. 160 Millionen Pfund (180 Millionen Euro) sollen in den Ausbau des Mobilfunknetzes mit 5G-Standard fließen.

Regierung fördert Autodrive-Projekt

Natürlich möchte Großbritannien hiermit die eigene Wirtschaft nach dem Brexit im internationalen Wettbewerb nach vorne bringen. Der englische Autobauer Jaguar Land Rover spielt hierbei eine wichtige Rolle. Das Unternehmen ist Teil des mit öffentlichen Geldern geförderten „UK Autodrive“ Projektes, dem außerdem Unternehmen wie Ford, AXA und andere angehören.

In Coventry nahe Birmingham und damit vor der eigenen Haustüre hat Jaguar Land Rover nun mit der Erprobung von selbstfahrenden Autos begonnen. Mit den Testfahrten soll nicht nur die Kommunikation unter den Autos, sondern auch zwischen Fahrzeug und der Verkehrsinfrastruktur, z.B. Ampeln und Verkehrszeichen, perfektioniert werden.

Touristen und Geschäftsreisenden in England dürfte die schnelle Durchsetzung der autonomen Autos sehr recht sein. Anstatt sich auf dem Weg zum nächsten Termin an den Linksverkehr gewöhnen zu müssen, lässt man das Auto selber fahren.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/feldversuch-mit-autonomen-autos-in-england-12802960.html

VW Virtus — Stufenheck-Polo für Brasilien

Der Autobauer VW hat aus dem neuen Polo für den südamerikanischen Markt eine Stufenhecklimousine entwickelt. Der VW Virtus wurde jetzt in Sao Paulo vorgestellt.

Der neue VW Virtus baut natürlich auch auf dem Modularen Querbaukasten des Konzerns auf. Im Virtus schmieden die Wolfsburger daraus eine 4,48 Meter lange Limousine, die den Polo um satte 43 Zentimeter in der Länge überragt. Zudem soll der Virtus mit einem 2,65 Meter langen Radstand – 10 Zentimeter mehr als im aktuellen Polo – Platz für fünf Erwachsene und zusätzlich einen der größten Kofferräume seiner Klasse mit 521 Litern Volumen bieten (270 Liter mehr als im Polo).

Ethanol taugliche Motoren für den Virtus

Einzig angebotener Motor ist ein Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner, der auch mit Ethanol betrieben werden kann. Im Benzin-Modus gibt der 1.0 TSI 115 PS an die Vorderräder ab, wird Ethanol getankt, so soll die Leistung auf 129 PS steigen. Das maximale Drehmoment liegt in beiden Fällen bei 200 Nm. In 9,9 Sekunden soll der Virtus von Null auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 194 km/h angegeben. Später soll noch ein 1,6-Liter-Saugbenziner angeboten werden, der ebenfalls mit Ethanol gefüttert werden kann. Beide Motoren werden wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer Sechsgang-Automatik gekoppelt.

Das Angebot an Assistenz- und Infotainmentfeatures übernimmt der Virtus aus dem Polo.

Der neue VW Virtus wird ausschließlich in Brasilien angeboten und auch dort gebaut. Später könnte er auch die Stufenheckversionen des alten Polo in den Märkten Russland und Indien ersetzen. Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-virtus-stufenheck-polo-fuer-brasilien-716599.html