Mercedes E-Klasse All-Terrain 4×4² — Offroad im Nobel-Kombi mit Unimog-Technik

Mercedes E-Klasse All-Terrain 4×4² — Offroad im Nobel-Kombi mit Unimog-Technik

Wer dieses Auto fährt, hat kein Ziel, sondern eine Mission. Zumindest fühlt es sich so an, wenn man in der abenteuerlichen E-Klasse All-Terrain 4×4² Platz nimmt. Wir sind mitgefahren – Offroad.

Das Phänomen eines Pseudo-Offroad-Modells kennt man aus dem Portfolio vieler Hersteller. Ein bisschen höher gemacht, Plastikbeplankung drangeklebt und fertig ist der vermeintliche Geländegänger. Es geht aber auch anders. Ganz anders, wie Mercedes nun mit der E-Klasse beweist. Die Idee für den Extrem-Kombi hatte Entwicklungsingenieur Jürgen Eberle. „Mir hat das reguläre All-Terrain-Modell schon Spaß gemacht, aber ich war der Meinung, da geht noch was“, sagt der 40-Jährige.

Und da ging in der Tat noch was: Satte 420 Millimeter thront der Wagen über dem Boden – nur 18 Millimeter tiefer als ein G 4×4². Was dahintersteckt, ist bis dato eine technische Einzigartigkeit. Mit einem kleinen abteilungsübergreifenden Team ist es Eberle gelungen, das von Unimog und G 4×4² entliehene Prinzip der Portalachse so mit einer Mehrlenkerachse zu kombinieren, dass die Räder auch beim Einlenken nirgends anstoßen – trotz ihrer gewaltigen Größe von 285/50 R 20. Ein Hilfsrahmen vorne und Anpassungen am Hinterachsträger bilden die Aufnahmepunkte. Das Einsteigen fällt mangels Trittbrettern nun zwar etwas schwerer als in einen üblichen E Kombi, doch immerhin liegt die Wagenbreite bei straßenverkehrstauglichen 2,10 Metern.

Mit Massagesitz durch Staub und Stein

Im Straßenverkehr wird der Gelände-Kombi trotzdem nicht auftauchen. Vorerst bleibt es beim Einzelstück, das als Anschauungsobjekt für das technisch Machbare konzipiert wurde. „Wenn die Resonanz stimmt – wer weiß, was kommt. Wir wollten zunächst zeigen, was überhaupt möglich ist“, sagt Baureihen-Chef Michael Kelz, über dessen Schreibtisch das zunächst auch intern inoffizielle Projekt gegangen ist. Auf dem künftigen Prüf- und Testgelände in Immendingen durften wir live erleben, was der Kraxler wirklich draufhat. Ergebnis: Kein Hügel, Hang oder Stein stoppt den hochgebockten Nobel-Kombi. Dabei wirkt es schon fast surreal in der gehobenen Ausstattung einer E-Klasse (Basis ist hier das 400-Modell mit Sechszylinder-Benziner) durch Staub und Geröll zu pflügen, während man sich im Massagesitz räkelt. Leider gibt es keinen Fluss in der Nähe, aber die Wattiefe von 500 Millimetern kaufen wir dem All-Terrain 4×4² auch so ab.

Vom ersten Gedanken bis zur ersten Probefahrt vergingen rund sechs Monate, die Konstruktion allein stemmte das Team binnen sechs Wochen. „Die Mithilfe der Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen hat den Prozess wirklich beschleunigt“, resümiert Eberle. So stammen die verbreiterten Kotflügel beispielsweise aus einem 3D-Drucker der Rapid Prototyping-Abteilung, während die angepassten Antriebswellen von einem AMG-Mitarbeiter kommen. Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde eine Grundsatz-Frage vieler Autokäufer für die Zukunft vielleicht beantwortet: Kaufe ich einen Kombi oder einen SUV?

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mercedes-e-klasse-4×4-offroad-unikat-mitfahrt-12326562.html

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Infiniti QX50 — Mittelklasse-SUV mit Super-Motor

Die Nissan-Nobeltochter Infiniti renoviert ihre Mittelklasse-SUV-Baureihe QX50. Auf der L.A. Autoshow debütiert das gänzlich neue Mittelklassemodell mit revolutionärer Motortechnik.

Bereits 2016 hatte die Nissan-Nobeltochter Infiniti-Fans an der Zukunft des QX50 schnuppern lassen, als man das Infiniti QX Sport Inspiration Concept gezeigt hatte. Auf der Detroit Motor Show 2017 wurde der neue Mittelklasse-SUV weiter konkretisiert. Das QX50 Concept gab sich seriennah. Wie seriennah das Concept bereits war, zeigt die Weltpremiere des neuen QX50 jetzt auf der L.A. Autoshow.

Technik für autonomes Fahren

Zu Technik wurde seinerzeit noch nicht viel verraten. Mittlerweile ist aber klar: Im neuen SUV wird aber der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Kompression debütieren und mit einem CVT-Getriebe zusammenarbeiten. Die Leistung soll bei 272 PS und 380 Nm liegen. Die neue Plattform ist primär auf Vorderradantrieb ausgelegt, optional wird der Nissan QX50 aber auch mit Allradantrieb angeboten werden. Zudem wird der neue SUV mit einem „autonom-Fahren“-Technik-Paket gespickt, das demnächst in weiteren Serienmodellen angeboten werden soll. Zusammengefasst werden die Assistenzsysteme unter dem Namen ProPilot. Für den Spurt von Null auf 98 km/h geben die Japaner zwischen 6,3 (AWD) und 6,7 (FWD) Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 230 km/h liegen.

Der Kofferraum des QX50 soll dank längsverschiebbarer Rückbank zwischen 895 und 1.048 Liter Gepäck (US-Norm) schlucken können. Werden die Rücksitze umgelegt, so soll das Ladevolumen sogar bis auf 1.699 Liter anwachsen.

Beim Design des 4,69 Meter langen, 1,68 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Infiniti QX50 (Radstand: 2,80 Meter) haben die Japaner dabei die neue Designlinie der Marke erstmals auf ein SUV-Modell übertragen. Kräftige Formen werden mit fließenden Linien kombiniert. Der Innenraum hat sich organischen Formen verschrieben, die sich optional mit Leder auf den Sitzen sowie Alcantara an den Türbrüstungen und am Dachhimmel zu einem Luxusambiente paaren. Dazu gibt es Edelhölzer und Aluminiumapplikationen. Auf der Mittelkonsole sitzt der obligatorische Touchscreen, der zahlreiche Bedienfunktionen bündelt. Den Mitteltunnel teilen sich der Automatikwählhebel und ein Dreh-Drück-Controller.

Der neue Infiniti QX50 soll noch in 2017 in das Modellprogramm aufgenommen werden. Seine Premiere feiert der QX50 auf der L.A. Autoshow 2017. In den USA kommt er Anfang 2018 in den Handel, in Europa erst im Herbst 2018. Gebaut wird der QX50 im Daimler-Nissan-Gemeinschaftswerk in Mexiko.

In der Fotoshow zeigen wir noch den Infiniti QX50 Concept.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/infiniti-qx50-daten-infos-marktstart-preis-1045203.html

Karlmann King Stealth SUV — V10-Kampfbomber für Ölscheichs

Auf der Dubai Motorshow hat der chinesische Tuner Karlmann King sein Stealth-SUV vorgestellt. Das Riesen-SUV setzt auf Ami-Technik und einen 370-PS-V10

Wenn man Autos verkaufen möchte, die auf den ersten Blick verhältnismäßig sinnfrei, aber exorbitant teuer sind, ist Dubai eine gute Adresse. Die Dubai Motorshow im November bringt neben den üblichen Protz- und Prunk-Gefährten für Menschen mit überquellenden Bargeldreserven auch regelmäßig Fahrzeuge ins Rampenlicht, die noch abgefahrener sind als die üblichen Verdächtigen. Auf den Karlmann King trifft das zweifelsfrei zu.

Erdacht wurde der Karlmann King von der chinesischen Firma IAT, die üblicherweise Ford-Offroader für den chinesischen Markt mit viel Bling-Bling „veredelt“. Entsprechend ist auch die Basis des im Design eines Tarnkappenbombers gehaltenen Mega-SUV eine sehr amerikanische, denn unter dem Karlmann King steckt die Plattform des Riesen-Pickup Ford F-450 Superduty. Das bedeutet neben dem Leiterrahmen auch zwei Starrachsen, also robuste Lkw-Technik mit Durchsetzungswillen im Gelände.

V10-Benziner mit 367 PS

Gefedert wird mit Luftfeder-Elementen, was trotz der archaischen Starrachsen einen gewissen Fahrkomfort vermitteln dürfte. Als Antrieb dient der damalige Top-Benziner der Baureihe, ein V10 mit 6,8 Liter Hubraum und 367 PS. Der erscheint auch notwendig, denn das Ungetüm (5,99 Meter lang und jeweils 2,48 Meter breit und hoch) ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Im Standard-Trimm bringt der Karlmann King bereits 4,5 Tonnen auf die Waage, bei der optional angekündigten schussfesten Variante sollen es rund 6,5 Tonnen werden.

Wie für die angepeilte Kundschaft üblich wurde neben dem abgefahrenen Karosseriedesign vor allem der Innenraum sehr extravagant gestaltet. Barocke Farben und Formen mit ausreichend Gold-Verzierungen in verschiedenen Stilen stehen zur Auswahl. Der schwerreiche Besitzer kann vom Rücksitz aus wesentliche Funktionen per Mobiltelefon-App steuern, neben der Klimatisierung auch die Beleuchtung, den Kühlschrank und die Kaffeemaschine.

Karlmann King kostet 1,6 Millionen Euro

Wesentliche Unterhaltungselektronik ist natürlich auch an Bord, neben einem Video-System gibt es gegen Aufpreis auch Satelliten-TV und -Telefonanbindung, eine Spielkonsole und eine wattstarke Soundanlage. Richtig follt unterwegs ist der Karmann King allerdings nicht, bei 140 km/h ist Schluss mit Beschleunigung. Dafür ist das Auto laut Hersteller in Temperaturregionen zwischen -40 und +90 Grad Celsius funktionsfähig. Und was kostet der Spaß? Umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro, ohne Extras.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/karlmann-king-stealth-suv-kampfbomber-fuer-oelscheichs-736894.html