Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid – Leser stellen Fragen

Natürlich kann man nach zwei Wochen, so lange ist ein Testwagen üblicherweise bei mir (und uns) im Einsatz, eine Meinung zu einem Fahrzeug bilden. Wir können den Verbrauch im Alltag ermitteln, wir können auf Nachlässigkeiten hinweisen und wir können einen Eindruck von den Fähigkeiten eines Testwagens aufschreiben. Aber so richtig beurteilen kann man ein Auto erst, wenn man sich damit tiefer beschäftigt. 

Der Dauertest eines Fahrzeuges bringt also neue Einblicke und neue Chancen zum Dialog. Mitsubishi verweist auf der offiziellen Homepage des Unternehmens auf unseren Test und bringt so mögliche Käufer des neuen Outlander direkt zu unserem Dauertest-Bereich. Und die vielen Artikel zum neuen Outlander Plug-In Hybrid lassen die Suchmaschinen aufmerksam werden. So kommt es immer häufiger vor, dass Leser ganz konkrete Fragen an mich stellen. Für den wöchentlichen Artikel zum Thema „Outlander Plug-In Hybrid Dauertest“ möchte ich deswegen, mit seiner Erlaubnis, eine eMail vom Leser „Rainer Rinner“ aufgreifen. Denn seine Fragen sind auch Bestandteil von früheren eMails anderer Leser gewesen.

„…mit viel Vorfreude lese ich Ihre wöchentlichen Beiträge. Mein Outlander PHEV in Top-Ausstattung steht nämlich in zwei bis drei Wochen (hoffentlich) vor meiner Tür. Eine separat abgesicherte Schuko-Steckdose wird dann zum nächtlichen Laden funktionsfähig sein. Mich interessiert in dieser kälteren Jahreszeit, ob ich die Standheizung tatsächlich nur in Reichweite meines eigenen W-lan-Anschlusses nutzen kann. Ferner wüsste ich gerne, welche tatsächlichen Einschränkungen ich bei der angeblich begrenzten Steigfähigkeit erwarten muss. Bleibe ich am Stilfser Joch oder einem ähnlichen Alpenpass stehen?
Für eine Antwort wäre ich dankbar.“

Mit freundlichen Grüßen, Rainer Rinner

Ich habe mit Hrn. Rinner abgesprochen, seine eMail öffentlich zu beantworten, er war damit einverstanden. An dieser Stelle will ich aber gleich betonen, eventuell ist es für die Zukunft nicht möglich, jede Leser-Email öffentlich zu beantworten. Aber – ich beantworte jede eMail persönlich, wenn auch nicht mit einem eigenen Blog-Artikel 😉

Drei Themen in seiner eMail sind besonders wichtig:

  • Die Lade-Möglichkeit zuhause
  • W-Land Verbindung mit dem Fahrzeug
  • Steigfähigkeit des PHEV im Alltag

1.) Lade-Möglichkeit zuhause

Hr. Rinner hat darauf hingewiesen, er werde eine separat abgesichterte 230V-Steckdose (Schuko) für den Ladevorgang des Outlander Plug-In Hybrid nutzen. Das ist perfekt. Vor allem, weil die mitgelieferten Ladekabel nicht verlängert werden sollten, ist die nahe am Fahrzeug angebrachte Ladebuchse wichtig. Und auch die separate Absicherung der Buchse ist mehr als sinnvoll. Wenn ich auch einwerfen könnte, unser Outlander Plug-In Hybrid hat sich auch schon aus Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen mit „Strom füttern“ lassen. Allerdings unter Aufsicht und um per Energie-Messgerät die Aufnahme des Ladestroms nachzuvollziehen.

Für den Alltag empfiehlt sich die Ladung an der eigenen Wallbox. Hierfür sind im Internet zahlreiche Anbieter zu finden.

2.) W-Lan Verbindung mit dem Outlander Plug-In Hybrid

Dass ausgerechnet bei einem High-Tech-Fahrzeug wie dem Plug-In Outlander diese Funktion der „Kommunikation“ mit dem Auto so unglücklich realisiert wurde, wunderte mich zu Beginn des Tests sehr.

Um per Smartphone-App auf das Fahrzeug zugreifen zu können, muss man in der Tat in der direkten W-LAN Reichweite des Fahrzeuges sein. Der Outlander verbindet sich leider auch nicht per Hotspot mit dem lokalen Netz, dann wäre eine Einbindung des Fahrzeuges per W-Lan Range-Extender kein Ding gewesen – nein – er will direkt vom Smartphone über die W-Lan Schnittstelle angesprochen werden. Das ist in der Tat eine unglückliche Lösung.

Auch eine interne SIM-Karte, um sich per Mobilfunknetz und Internet-Verbindung ansprechen zu lassen, ist in der aktuellen Ausbaustufe nicht möglich.

Allerdings muss man sich deswegen nur eingeschränkt ärgern. Die Steuerung der Strom-Standheizung ist per Zeitschaltuhr möglich. Einmal programmiert, ist der Zugriff eigentlich kaum noch notwendig. Aber ja, der Komfort wäre größer, könnte man sich jederzeit per APP auf das Fahrzeug verlinken.  Aber, wie geschrieben, die Standheizung funktioniert auch ohne Zutun der App und ist auch rein über das Multimedia-System des Outlander zu steuern.

3.) Steigfähigkeit des Outlander PHEV

Zugegeben, wir waren mit dem Outlander noch nicht am Stilfser Joch. Aber wir wohnen und leben im Spessart und das Haus steht auf einem Hang. Bergauf fahren gehört zum Alltag – Bergab aber auch :).

Das Stilfser Joch hat laut Wikipedia eine durchschnittliche Steigung von rund 7%. Maximal sind es 15%. Der Outlander PHEV hat laut technischen Angaben eine maximale Steigfähigkeit von 30%.  Und er hat einen clever agierenden Allradantrieb aus den beiden E-Motoren. An der Vorderachse waren das 137 Nm und an der Hinterachse 195 Nm und jeweils 60 kW Leistung. Nun muss man natürlich sagen: Sobald der Akku des PHEV zur Neige geht, oder wenn die beiden E-Motoren ordentlich ackern, dann schaltet sich der Benziner hinzu und sorgt für den Strom-Nachschub. Da man gerade beim Stilfser Joch nicht über die 65 km/h Grenze kommt, ackert der Benziner nur für die Strom-Produktion. Das sorgt für ein gewöhnungsbedürftiges Arbeitsgeräusch. Denn anders als bei normalen Autos ist der Benzinmotor bis Tempo ~65 km/h erst einmal vom direkten Antrieb entkoppelt.

Dafür dürfte beim „Abstieg“ vom Stilfser Joch vollständig Ruhe einkehren und ordentlich Energie rekuperiert werden. In Stufe 5 der Rekuperations-Einstellung (per Lenkrad-Paddel) bremst der Outlander Plug-in Hybrid kräftig per E-Motoren ab und pumpt so erfolgreich Leben zurück in die Batterien.

 

Der Alltag im Outlander Plug-In Hybrid

Ich freue mich darauf, auch in der Zukunft weitere Fragen beantworten zu dürfen. Wenn Sie ein Thema haben, das noch nicht bearbeitet wurde, Sie aber interessiert, schreiben Sie mir! 

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

3 Comments

  1. Hallo Bjoern!

    Ich fahre nun seit dem dem 1. April (!) einen PHEV (Mj.2016, Top, rot) und bin sehr zufrieden mit dem Elektrotkäppchen (meine Kinder nennen ihn so). Mein tägliches Fahrpensum kann ich rein elektrisch absolvieren und spare dadurch so manche Lärm- und Luftbelastung ein. Da ich handy-technisch auf der Stufe des Neandertalers verweile, ist mir die Programmierung der Standheizung auf die „elegante“ Art mittels App verwehrt. Nun habe ich das Problem der nur zehnminütigen Laufzeit der Heizung bereits an Mitsubishi per mail übermittelt, eine Antwort bis dato aber nicht erhalten. Kennst du eine Möglichkeit die Heizdauer per Programmierung im Fahrzeug zu verlängern?
    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen, und verbleibe mit einem freundlichen DANKE.

    Bernd.

    (P.S.: Falls Du mal etwas über den KIA Soul ev (Schlumpf) wissen möchtest, stehen meine Frau und ich gerne zur Verfügung, fahren ihn seit 08.2015, 12000km bisher).

    1. Hallo Bernd,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Das Neandertaler-Handy würde ich dann gerne sehen 😉

      Wann hast Du dich denn an Mitsubishi gewandt und auf welchem Weg?
      Der 2016er Outlander PHEV kann 10, 20 und 30 Minuten vorheizen. Die Einstellungen nimmst du per App vor.
      Ja, richtig gelesen. Das MMC bietet keine Möglichkeit zur Verlängerung der Heiz-Periode. 🙁