Neues VW-Werk in Algerien — 200 Autos täglich für Afrika

Neues VW-Werk in Algerien — 200 Autos täglich für Afrika

Der Volkswagenkonzern hat jetzt in Algerien ein Montagewerk in Betrieb genommen, in dem Modelle der Marken VW, Skoda und Seat gefertigt werden können.

Das Mehrmarkenwerk, das in Relizane, 280 Kilometer südwestlich von Algier liegt, wird von VW zusammen mit dem lokalen Partner SOVAC betrieben. SOVAC stellt als Mehrheitseigner auch den Geschäftsführer. Der Volkswagen Konzern hält nur einen Minderheitsanteil am Gemeinschaftsunternehmen. Der Vertrag für das neue Montagewerk wurde im November 2016 unterzeichnet. Die Bauzeit für den neuen Standort betrug nur 200 Tage. Die Mehrmarkenfabrik bietet vier Montagelinien.

In dem Montagewerk können täglich bis zu 200 Fahrzeuge der Modelle VW Golf, VW Caddy, Seat Ibiza und Skoda Octavia gefertigt werden. Ab 2018 soll die lokale Fertigung um die Modelle VW Polo und Skoda Fabia erweitert werden.

Aktuell arbeiten 550 Mitarbeiter in der neuen Fabrik. Langfristig können bis zu 1.800 Arbeitsplätze im Werk in Relizane geschaffen werden. Weitere Arbeitsplätze werden bei Lieferanten und Logistikdienstleistern entstehen.

Qualität soll auf hohem Niveau liegen

Um den Konzern-Qualitätsstandard zu gewährleisten, wurden die algerischen Mitarbeiter in den Bereichen Produktion, Logistik und Qualitätssicherung vor Ort von Experten der Konzernmarken geschult. Zudem durchliefen algerische Führungskräfte ein mehrmonatiges Qualifizierungsprogramm in den Produktionsstandorten der Marken.

Bereits 1952 exportierte VW die ersten Fahrzeuge in geringen Stückzahlen von Deutschland nach Algerien. Anfang der siebziger Jahre erhöhte sich die Zahl der exportieren Modelle auf einige Tausend Fahrzeuge im Jahr. Seit 2001 ist SOVAC Vertriebspartner in Algerien für die Marke Volkswagen. Später kamen sukzessive Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Skoda und Porsche hinzu. Das Händlernetz von SOVAC für den Volkswagen Konzern umfasst in Algerien rund 90 Händlerbetriebe mit mehr als 1.600 Mitarbeitern. Im Jahr 2015 lieferten die Händler der SOVAC-Gruppe rund 30.000 Volkswagen Konzern Fahrzeuge an Kunden in Algerien aus.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neues-vw-werk-in-algerien-200-autos-taeglich-fuer-afrika-1567565.html

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Infiniti QX50 — Mittelklasse-SUV mit Super-Motor

Die Nissan-Nobeltochter Infiniti renoviert ihre Mittelklasse-SUV-Baureihe QX50. Auf der L.A. Autoshow debütiert das gänzlich neue Mittelklassemodell mit revolutionärer Motortechnik.

Bereits 2016 hatte die Nissan-Nobeltochter Infiniti-Fans an der Zukunft des QX50 schnuppern lassen, als man das Infiniti QX Sport Inspiration Concept gezeigt hatte. Auf der Detroit Motor Show 2017 wurde der neue Mittelklasse-SUV weiter konkretisiert. Das QX50 Concept gab sich seriennah. Wie seriennah das Concept bereits war, zeigt die Weltpremiere des neuen QX50 jetzt auf der L.A. Autoshow.

Technik für autonomes Fahren

Zu Technik wurde seinerzeit noch nicht viel verraten. Mittlerweile ist aber klar: Im neuen SUV wird aber der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Kompression debütieren und mit einem CVT-Getriebe zusammenarbeiten. Die Leistung soll bei 272 PS und 380 Nm liegen. Die neue Plattform ist primär auf Vorderradantrieb ausgelegt, optional wird der Nissan QX50 aber auch mit Allradantrieb angeboten werden. Zudem wird der neue SUV mit einem „autonom-Fahren“-Technik-Paket gespickt, das demnächst in weiteren Serienmodellen angeboten werden soll. Zusammengefasst werden die Assistenzsysteme unter dem Namen ProPilot. Für den Spurt von Null auf 98 km/h geben die Japaner zwischen 6,3 (AWD) und 6,7 (FWD) Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 230 km/h liegen.

Der Kofferraum des QX50 soll dank längsverschiebbarer Rückbank zwischen 895 und 1.048 Liter Gepäck (US-Norm) schlucken können. Werden die Rücksitze umgelegt, so soll das Ladevolumen sogar bis auf 1.699 Liter anwachsen.

Beim Design des 4,69 Meter langen, 1,68 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Infiniti QX50 (Radstand: 2,80 Meter) haben die Japaner dabei die neue Designlinie der Marke erstmals auf ein SUV-Modell übertragen. Kräftige Formen werden mit fließenden Linien kombiniert. Der Innenraum hat sich organischen Formen verschrieben, die sich optional mit Leder auf den Sitzen sowie Alcantara an den Türbrüstungen und am Dachhimmel zu einem Luxusambiente paaren. Dazu gibt es Edelhölzer und Aluminiumapplikationen. Auf der Mittelkonsole sitzt der obligatorische Touchscreen, der zahlreiche Bedienfunktionen bündelt. Den Mitteltunnel teilen sich der Automatikwählhebel und ein Dreh-Drück-Controller.

Der neue Infiniti QX50 soll noch in 2017 in das Modellprogramm aufgenommen werden. Seine Premiere feiert der QX50 auf der L.A. Autoshow 2017. In den USA kommt er Anfang 2018 in den Handel, in Europa erst im Herbst 2018. Gebaut wird der QX50 im Daimler-Nissan-Gemeinschaftswerk in Mexiko.

In der Fotoshow zeigen wir noch den Infiniti QX50 Concept.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/infiniti-qx50-daten-infos-marktstart-preis-1045203.html

Karlmann King Stealth SUV — V10-Kampfbomber für Ölscheichs

Auf der Dubai Motorshow hat der chinesische Tuner Karlmann King sein Stealth-SUV vorgestellt. Das Riesen-SUV setzt auf Ami-Technik und einen 370-PS-V10

Wenn man Autos verkaufen möchte, die auf den ersten Blick verhältnismäßig sinnfrei, aber exorbitant teuer sind, ist Dubai eine gute Adresse. Die Dubai Motorshow im November bringt neben den üblichen Protz- und Prunk-Gefährten für Menschen mit überquellenden Bargeldreserven auch regelmäßig Fahrzeuge ins Rampenlicht, die noch abgefahrener sind als die üblichen Verdächtigen. Auf den Karlmann King trifft das zweifelsfrei zu.

Erdacht wurde der Karlmann King von der chinesischen Firma IAT, die üblicherweise Ford-Offroader für den chinesischen Markt mit viel Bling-Bling „veredelt“. Entsprechend ist auch die Basis des im Design eines Tarnkappenbombers gehaltenen Mega-SUV eine sehr amerikanische, denn unter dem Karlmann King steckt die Plattform des Riesen-Pickup Ford F-450 Superduty. Das bedeutet neben dem Leiterrahmen auch zwei Starrachsen, also robuste Lkw-Technik mit Durchsetzungswillen im Gelände.

V10-Benziner mit 367 PS

Gefedert wird mit Luftfeder-Elementen, was trotz der archaischen Starrachsen einen gewissen Fahrkomfort vermitteln dürfte. Als Antrieb dient der damalige Top-Benziner der Baureihe, ein V10 mit 6,8 Liter Hubraum und 367 PS. Der erscheint auch notwendig, denn das Ungetüm (5,99 Meter lang und jeweils 2,48 Meter breit und hoch) ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Im Standard-Trimm bringt der Karlmann King bereits 4,5 Tonnen auf die Waage, bei der optional angekündigten schussfesten Variante sollen es rund 6,5 Tonnen werden.

Wie für die angepeilte Kundschaft üblich wurde neben dem abgefahrenen Karosseriedesign vor allem der Innenraum sehr extravagant gestaltet. Barocke Farben und Formen mit ausreichend Gold-Verzierungen in verschiedenen Stilen stehen zur Auswahl. Der schwerreiche Besitzer kann vom Rücksitz aus wesentliche Funktionen per Mobiltelefon-App steuern, neben der Klimatisierung auch die Beleuchtung, den Kühlschrank und die Kaffeemaschine.

Karlmann King kostet 1,6 Millionen Euro

Wesentliche Unterhaltungselektronik ist natürlich auch an Bord, neben einem Video-System gibt es gegen Aufpreis auch Satelliten-TV und -Telefonanbindung, eine Spielkonsole und eine wattstarke Soundanlage. Richtig follt unterwegs ist der Karmann King allerdings nicht, bei 140 km/h ist Schluss mit Beschleunigung. Dafür ist das Auto laut Hersteller in Temperaturregionen zwischen -40 und +90 Grad Celsius funktionsfähig. Und was kostet der Spaß? Umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro, ohne Extras.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/karlmann-king-stealth-suv-kampfbomber-fuer-oelscheichs-736894.html