Detroit 2016: Volkswagen setzt auf Brennstoffzelle und Benzin-Power

Detroit 2016: Volkswagen setzt auf Brennstoffzelle und Benzin-Power

Volkswagen hat auf der Auto Show in Detroit seinen Willen zur Erneuerung bekräftigt: Elektroantrieb und Vernetzung heißen die Schlagworte für die Zukunft. Mit zwei Studien zeigen Audi und VW, wie die aussehen könnte. Porsche dagegen setzt auf einen Hochleistungs-Benziner.

Wenige Tage nachdem Volkswagen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigt hat, was VW-Modelle in Sachen Vernetzung, autonomes Fahren und Bedienung in naher Zukunft können sollen, legt der Konzern nun auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit nach. Auf der ersten großen Auto-Messe des Jahres zeigen die Wolfsburger mit dem Tiguan GTE Active Concept eine geländetauglichere Version des neuen Kompakt-SUV Tiguan, die mit weiterentwickeltem Hybrid-Antrieb, neuem Infotainmentsystem und zahlreichen Anbauteilen aufwartet.

Der Plug-in-Hybrid-Antrieb arbeitet mit einem 110 kW/150 PS Benziner und zwei E-Motoren (vorne 40 kW/55 PS, hinten 85 kW/115 PS); die Systemleistung liegt bei 165 kW/225 PS. Im Normalbetrieb wird der Tiguan GTE Active Concept über den hinteren E-Motor angetrieben, der vordere sowie der Benziner springen bei höhere Leistungsabfrage beziehungsweise Allrad-Bedarf ein. Allerdings kann der Fahrer den Vierradantrieb auch per Tastendruck anfordern. Rein elektrisch soll der VW gut 20 Meilen, also etwas über 30 Kilometer weit kommen, die gesamt Reichweite gibt VW mit 580 Meilen (ca. 930 Kilometer) an. Geladen wird der 12,4-kWh-Akku an der Steckdose oder während der Fahrt: entweder per Rekuperation beim Bremsen oder aber mit der Kraft des Benziners.

Als Bestandteil des modularen Querbaukastens wird der weiterentwickelte Hybridantrieb in Zukunft Einzug in verschiedene Konzernmodelle halten, das schon auf der CES gezeigte, neue Infotainmentsystem mit Gestensteuerung soll im Frühjahr 2017 mit dem Tiguan XL in den USA eingeführt werden. Die mit der Studie gezeigten Anbauteile sind dagegen eher etwas für den Zubehörmarkt: Unterfahrschutz aus mattem Aluminium, Alu-Seitenschweller und Zusatzscheinwerfer auf dem Dach mit LED-Technik soll man demnächst nachträglich kaufen können.

Etwas weiter in die Zukunft blickt Audi mit dem h-tron quattro concept. Nachdem die Ingolstädter schon auf der IAA mit dem e-tron quattro concept ein Fahrzeug mit batterielektrischem Antrieb vorstellten, dessen Akku bis zu 500 Kilometer Reichweite bieten soll, produziert die in Detroit vorgeführte Studie ihren Strom mit Hilfe einer Brennstoffzelle (110 kW/150 PS) selbst – aus Wasserstoff. Wie in der e-tron-Studie arbeitet auch im h-tron an beiden Achsen je ein Elektromotor, die den Allradantrieb sicherstellen und bei Bedarf auch noch mit Strom aus einer Lithium-Ionen-Batterie versorgt werden können. Mit einem Drehmoment von 550 Newtonmeter soll das SUV-Coupé in unter sieben Sekunden auf Tempo 100 sprinten, maximal sind 200 km/h drin. Die Reichweite gibt Audi mit 600 Kilometern an, das Tanken soll vier Minuten dauern – wenn man denn eine Wasserstoff-Zapfsäule findet.

Ob das Serienmodell, das in 2019 aus den Konzepten e-tron und h-tron hervorgehen soll wie bisher angenommen wirklich Q6 heißen wird, ist noch offen. Offiziell äußert sich Audi dazu noch nicht, doch mit Hinblick auf die neue Konzernausrichtung des „New Volkswagen“ heißt es hinter vorgehaltener Hand „der Q6 war die alte Welt“. Als sicher gilt dagegen, dass das Cockpit mit drei großen OLED-Displays 2017 im nächsten Audi A8 Einzug hält. Außerdem verfügt die Studie über die neuesten Techniken des automatisierten Fahrens, die die Oberklasse-Limousine dann ebenfalls erben wird: Ein Steuergerät erstellt aus den Daten der Fahrerassistenzsysteme, Kameras sowie Radar- und Ultraschallsensoren ein Umgebungsmodell, das als Grundlage für das selbsttätige Einparken aber auch für Autobahnfahrten dient.

Keine Vision sondern Wirklichkeit ist der Audi A4 Allroad, also die etwa drei Zentimeter höhergelegte und mit Plasteplanken versehene Version des A4-Kombis. Sie feiert in Detroit ihre Weltpremiere und steht ab Frühsommer mit bis zu 200 kW/272 PS starken Motoren beim Händler. Der Preis ist noch nicht bekannt, dürfte aber rund 45.000 Euro liegen. Dafür kriegt man gerade einmal ein Viertel von Porsches Messe-Neuheit, dem überarbeiteten 911 Turbo. Der nun um 20 PS auf 397 kW/540 PS erstarkte Elfer kostet in Deutschland exakt 174.669 Euro, für das Cabrio werden rund 13.000 Euro mehr fällig. Optisch passt sich der Turbo nun an die – mittlerweile ebenfalls von aufgeladenen Motoren befeuerten – schwächeren Modelle an, vorne gibt es doppelte LED-Tagfahrlichter, hinten einen neuen Heckdeckel und eine neue Stoßstange.

Neben der Leistungssteigerung ist nun auch eine Boost-Funktion vorhanden, die die Drosselklappe geöffnet lässt, wenn der Fahrer vom Gas gibt; nur die Kraftstoffzufuhr wird gestoppt. Geht der rechte Fuß wieder nach unten, soll der Motor verzögerungsfrei ansprechen. Null auf 100 schafft der geliftete Turbo in drei Sekunden. Wer nochmal fast 30.000 Euro mehr investiert, kriegt den jetzt 427 kW/580 PS starken Turbo S (Coupé: 202.872 Euro, Cabrio: 215.962 Euro), der seinen schwächeren Bruder um 0,1 Sekunden abhängt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 320 beziehungsweise 330 km/h.

 

 

Quelle: Michael Gebhardt/SP-X

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Neuer Audi A7 Sportback (2018) — Viertürer-Coupé mit A8-Technik

Audi stellt den neuen A7 vor. Das Viertürer-Coupé nutzt A8-Technik: 48-Volt-Mildhybrid, Allradlenkung und autonome Funktionen. Der Innenraum bietet mehr Platz als bisher.

Der neue Audi A7 hat einen breiteren, aber flacheren Singleframe-Grill als der neue A8. Auch im Vergleich zum Vorgänger wurde der Markengrill breiter, bekam außerdem schärfere Kanten. Am Licht ist die neue Generation ebenfalls erkennbar: 12 Segmente stehen in den Scheinwerfern nebeneinander, gegen Aufpreis baut Audi HD Matrix LED- und Laserlicht ein.

Neuer A7 mit alten Abmessungen

Die Maße der Karosserie haben sich nicht verändert: Der Viertürer ist 4,97 Meter lang und 1,91 breit sowie 1,42 Meter flach. Den Radstand gibt Audi mit 2,93 Meter an. Die lieferbaren Räder sind bis zu 21 Zoll groß. Das Heck ist leicht eingezogen, die Rückleuchten mit ihren jeweils 13 Segmenten verbindet ein Lichtband. Darüber fährt ab 120 km/h ein Heckspoiler aus. Scheinwerfer und Rücklichter zeigen beim Öffnen und Schließen des A7 eine sogenannte Licht-Choreografie.

Zwei Touchscreens serienmäßig

Innen orientiert sich der A7 im Bedienkonzept am A8. Serienmäßig ist ein 10,1-Zoll-Display in die Mittelkonsole integriert, bedient wird das Auto über MMI Touch Response: zwei Touchscreens ersetzen den bisher bekannten Drehdrücksteller samt einiger Tasten und Schalter. Das obere Display für das Infotainment ergänzt ein darunter liegendes 8,6-Zoll-Display für Klima, Komfortfunktionen und Texteingabe. Gegen Aufpreis ist das obere Display 12,3 Zoll groß, ein optionales Head-up-Display projiziert Informationen ins Fahrer-Sichtfeld.

Infotainment und Assistenz wie im A8

Infotainment und Connectivity stammen vom A8. Das geht bis hin zu Car-to-X-Funktionen, mit denen sich Audi-Modelle gegenseitig über Gefahren und Verkehrszeichen informieren können. Autonomes Parken soll im Lauf des Jahres 2018 verfügbar sein.

Drei Assistenz-Pakete wird Audi anbieten: Parken, Stadt und Tour. Wer alle drei bucht, bekommt 39 Fahrer-Assistenzsysteme, die Informationen dafür liefern je fünf Kameras und Radarsensoren, 12 Ultraschallsensoren und ein Laserscanner. Die Informationen laufen im zentralen Fahrerassistenz-Steuergerät (zFAS) zusammen.

Allradlenkung und Sportdifferenzial

Das Fahrwerk verfeinern Bausteine aus der elektronischen Fahrwerkplattform (EFP). Dazu gehören neben weiterentwickelten Achsen auch die Optionen Luftfederung und Allradlenkung. Ein Überlagerungsgetriebe an der Vorderachse variiert die Lenkübersetzung, zusätzlich schlagen bei niedriger Geschwindigkeit die Hinterräder bis zu 5 Grad ein. Das erhöht die Agilität und reduziert den Wendekreis um 1,1 Meter. Ab 60 km/h lenken die Hinterräder mit und verbessern so den Geradeauslauf sowie die Spurstabilität. Gegen Aufpreis verteilt das Sportdifferenziel die Kraft aktiv zwischen den Hinterrädern und hilft dem Viertürer damit zusätzlich ums Eck.

Zunächst verkauft Audi den A7 mit einem 3.0-V6-Turbo. Der Benzin-Direkteinspritzer liefert 340 PS und 500 Nm über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an den Allradantrieb. In 5,3 Sekunden beschleunigt der A7 55 TFSI von null auf 100 km/h, bei 250 km/h greift die elektronische Abregelung. Der V6 ist mit einem 48-Volt-Bordnetz kombiniert, das den Audi zwischen 55 und 160 km/h im mit ausgeschaltetem Motor im Schubbetrieb rollen lassen kann („Segeln“). Die Start-Stopp-Funktion kann den Motor bis 22 km/h ausschalten und wieder innerhalb kürzester Zeit auf die nötige Drehzahl bringen. Die Mildhybrid-Technik soll den Praxisverbrauch um bis zu 0,7 Liter/100 km senken. Im NEFZ verbraucht der A7 6,8 Liter Super/100 km. Das entspricht 154 g CO2/km.

Preise ab 67.800 Euro

Der neue Audi A7 55 TFSI Quattro S-Tronic kostet ab 67.800 Euro und kommt Ende Februar 2018 auf den deutschen Markt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/neuer-audi-a7-2018-vorstellung-marktstart-preis-bilder-12755922.html

Mercedes-AMG G 65 Final Edition — Sondermodell zum Ende des G-V12

Die Mercedes G-Klasse an sich hat noch eine große Zukunft, die Tage des G 65 mit seinem V12-Motor sind dagegen gezählt. Zum großen Finale legt Mercedes den Super-Geländewagen als Final Edition auf.

Zum Auslauf des Mercedes-AMG G 65 bietet AMG eine exklusive Final Edition an. Sie ist auf weltweit 65 Exemplare limitiert. Die besonders expressive finale Auflage spiegelt die Erfolgsgeschichte des stärksten Serien-Offroaders der Welt wider. Mehr als jede dritte weltweit verkaufte G‑Klasse stammt aus dem Hause AMG.

Auf der Antriebsseite ändert sich auch zum Finale nichts. Der 6,0-Liter-V12-Motor, der sich unter einer Carbon-/Aluminium-Motorabdeckung versteckt, leistet weiter 630 PS und das maximale Drehmoment liegt weiter bei 1.000 Nm. Die Kraftübertragung an alle vier Räder übernimmt weiter das bekannte Siebengang-Automatikgetriebe. Damit beschleunigt die AMG G-Klasse in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 230 km/h (elektronisch begrenzt).

Expressives Äußeres, hochwertiges Inneres

Beim dynamischen Exterieurdesign der G 65 Final Edition betonen 21 Zoll große Leichtmetallräder im 5‑Doppelspeichen-Design in bronze, silberne Bremssättel und der seitliche AMG-Sport-Zierstreifen den sportlichen Auftritt. Weitere Akzente setzen in bronze matt gehaltene Features wie der Unterfahrschutz, Zierteile im Stoßfänger, die Felgen und die Außenspiegel sowie die Reserveradabdeckung in obsidianschwarz mit einem entsprechend gestalteten Einleger. Dazu passen der Kühlergrill mit schwarzem Gitter und einer bronze matt lackierten Umrandung. Trittbretter und Endrohre sind in mattem Schwarz gehalten. Einleger in den Außen-Schutzleisten in Hochglanzschwarz runden das Bild ab.

Auch im Interieur ist das Sondermodell von hochwertigem Design geprägt: Zum Umfang gehören scharze Nappa-Ledersitze mit Sitzwangen in Carbon-Optik und Ziernähten in hellbraun. Carbonzierteile mit Zierfäden in bronze, der gefräste Edition-Schriftzug im Haltegriff sowie Fußmatten mit Ledereinfassung in hellbraun und Ziernaht in schwarz runden das Bild ab. Der Fahrer nimmt hinter dem unten abgeflachten, griffigen Nappa-Leder-AMG-Performance-Lenkrad Platz. Besonders komfortabel wird die Fahrt dank des Sitzkomfort-Pakets inklusive Multikontursitze und Sitzklimatisierung für Fahrer und Beifahrer.

Unverändert bleibt auch die Positionierung des Mercedes G 65 Final Edition-Sondermodells. Mit einem Grundpreis von 310.233 Euro bleibt der Super-G das teuerste Modell im Mercedes-Angebot. Der normale G 65 kostet ab 275.723 Euro. Bestellbar sind die 65 Exemplare des Luxus-Geländewagens ab sofort.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mercedes-amg-g-65-final-edition-sondermodell-zum-ende-des-g-v12-775350.html