Nissan GT3-Kundensport, ein Blick hinter die Kulissen

Nissan GT3-Kundensport, ein Blick hinter die Kulissen

Are you Ready-to-Race?

Motorsport war noch nie eine Angelegenheit für Nasenbohrer und günstig, nein, günstig war der Spaß auf der Rundstrecke auch noch nie.  Aber es gibt Unterschiede. Die Frage ob man einen Porsche GT3, einen Audi R8 GT3 LMS ultra oder einen Nissan GT-R Nismo GT3 einsetzt, lässt sich durchaus mit Argumenten in Euro beantworten.

Nissan Nismo Racing

„Wissen Sie was ein GT3-Renner je Kilometer kostet?“

Bei meinem Blick hinter die Kulissen von JRM-Motorsport während des ADAC GT-Masters Lauf am Hockenheimring, stellte mir Steve Smith von JRM diese Frage. Und ich muss zugeben, ich hatte wirklich keine Ahnung. Meine Schätzungen lagen deutlich höher, als die Summe die mir Steve später nannte. 45 € je gefahrenen Kilometer darf man veranschlagen.  Wer nun den Taschenrechner zückt und nachrechnen will, was die ADAC GT-Masters Saison kostet, sollte die Anschaffung des GT3-Renners nicht vergessen und das Team. JRM bringt gut 40 Leute mit an die Rennstrecke um dann zwei Fahrzeuge einzusetzen. Und Profi-Rennfahrer kosten auch Geld. Peter Dumbreck ist einer der erfolgreichen Rennfahrer die für JRM in das Lenkrad greifen. Dazu kommen die Nenngebühren für die Veranstaltung und viele andere, kleine Posten. Und so kommt dann doch schnell ein 6-stelliger Betrag zusammen. Aber – es macht eben einen Unterschied, ob man einen Porsche GT3 kauft, oder sich für das  Kundensport-Programm von NISMO entscheidet.

Der Artikel soll jedoch nicht in einem trockenen Zahlen-Exkurs enden – daher zurück zur emotionalen Seite des Motorsports.

ADAC GT-Masters

Der ADAC hat geschafft, was die ITR in den Sand gesetzt hat. Eine spannende, mitreißende und durch faszinierende Fahrzeuge geprägte Rennserie zu etablieren. Die ADAC GT-Masters sind der Rahmen für astreinen und ehrlichen Motorsport. Abseits von Hersteller-Marketing-Parolen und fadenscheiniger Renn-Geplänkel.

Beim Final-Lauf am Hockenheimring traten 24 Rennfahrzeuge an, darunter Exoten wie der Camaro GT mit Oliver Gavin und Albert von Thurn und Taxis am Steuer. Dazu ein dichtes Feld von Mercedes SLS GT3 und Audi R8 LMS ultra. Dazu die übliche Porsche GT3 R Meute und ein paar dumpf grollenden Corvette Z06.R GT3.

Einen Ford GT3 sieht man ansonsten nur noch bei der VLN am Nürburgring, in Hockenheim konnte die Lambda Performance Mannschaft sogar beide Läufe gewinnen.

Das es aber nicht immer nur Porsche, Mercedes und Audi sein müssen, die um die Plätze kämpfen, zeigte das Team von JRM-Motorsport bei einem Gaststart in der ADAC-GT Serie. Als erfolgreiches GT-Rennteam das die ganze Saison der Blancpain Endurance Series mitfuhr, bekam man für den Gaststart im Badischen Motodrom jedoch nicht nur den Wechsel zu den Einheitsreifen der ADAC-GT Series zu spüren, sondern auch gleich noch ein Zusatzgewicht in das Auto gepackt.

Nissan JRM ADAC Team Box

Im Gespräch mit den Fahrern Matt Bell, Peter Dumbreck, Jody Fannin und Steven Kane wurde klar, der Wechsel der Reifen (Yokohama anstelle der sonst verwendeten Pirelli) erforderte umfangreiche Anpassungsarbeiten an der Abstimmung des Nissan GT-R GT3. Während des knackig kurzen Rennwochenendes der GT-Masters ist das natürlich nicht vollständig zu erledigen, selbst dann nicht wenn das Team von JRM auf Profis am Steuer, wie Peter Dumbreck und den mit allen Wassern gewaschenen Team-Manager Nigel Stepney zurück greifen kann.

Dennoch demonstrierte das englische Team, das im übrigen die Entwicklungsarbeit für Nissan am GT-R übernimmt, was gut 550PS und 637 Nm Kraft mit dem 1.300 kg leichten GT-R auf der Rennstrecke anstellen.

 

Wer also genug vom „Nase bohren“ hat und mit einem GT3-Team durchstarten will, der sollte sich doch mal vertrauensvoll an Steve Smith von JRM wenden – die Fans werden es jedem Team danken, dass in Zukunft für noch mehr Abwechslung bei der Wahl der Rennfahrzeuge sorgt. Und mit dem GT3 Nismo GT-R steht doch eigentlich einer „Falken Godzilla“ Rückkehr beim Nürburgring 24h-Rennen nichts mehr im Weg, oder?

Ich würde mich riesig freuen über einen FALKEN Nissan GT-R auf der Langstrecke!

 

 

 

 

 

 

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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Die Mittelklasse erfindet sich gerade mal wieder neu, denn mit einer behutsamen Evolution ist es nicht getan. Der vorgezeichnete Weg zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren erfordert neue Konzepte, und der Trend zum SUV knabbert weiter am klassischen Portfolio.

So rechnet Audi-Chef Rupert Stadler bereits für 2025 mit einem SUV-Anteil von 50 Prozent in seiner Modellpalette, aktuell liegt er hierzu- lande noch bei 25 Prozent. Mit Folgen für das übrige Programm: Der A4 – lange Zeit Bestseller und Umsatzbringer der Marke – verliert an Bedeutung und Stückzahl. In Deutschland belegt er zwar von Januar bis September als erfolgreichster Audi Platz sechs bei den Neuzulassungen, doch speziell im wichtigen China-Markt schwächelt der Absatz.

Neuer Audi A4 kommt mit A8-Touchscreens

Als Hauptproblem gilt das Design, das sich zu wenig vom Vorgänger und von den Schwestermodellen unterscheidet. Abhilfe soll ein umfassendes Facelift schaffen, das allerdings noch bis Juni 2019 auf sich warten lässt. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Retuschen im Detail, sondern um einen kraftvolleren, „lauteren“ Auftritt, der teure Änderungen am Blech erfordert. So sind die Radhäuser stärker ausgestellt, die Scheinwerfer deutlich flacher gestaltet und der Frontgrill in die Breite gezogen. Zudem werden die einzelnen Lines optisch klarer differenziert.

Im Cockpit halten analog zum neuen A8 und A7 zwei Touchscreens für Infotainment sowie Klima- und Komfortfunktionen auf der Mittelkonsole Einzug, die den bisherigen MMI-Controller ersetzen. Des Weiteren wird die Antriebspalette sukzessive hybridisiert und auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt, um längeres „Segeln“ (bis 22 km/h) und mehr Rekuperation zu ermöglichen. Und während der S4 3.0 TFSI nach kurzer Homologationspause schon jetzt wieder lieferbar ist, kommt im nächsten Sommer erstmals ein S4 TDI mit V6-Biturbodiesel und rund 350 PS hinzu.

Der Modulare Längsbaukasten für Verbrennungsmotoren bleibt auch über den nächsten Modellwechsel hinaus (2022/23) erhalten, weil klassische Bauformen und Antriebsarten in vielen Märkten weiter dominieren. Nur die ganz Großen wie der VW-Konzern können sich parallel dazu eine völlig eigenständige Elektro-Plattform wie den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) leisten, den auch Audi für seine neue e-tron-Familie nutzt. So wird der A4 keine zusätzliche Elektrovariante, sondern ab 2019 einen weiteren hausinternen Rivalen neben A5 und Q5 bekommen – den außen nur wenig größeren, aber wegen des platzsparenden Antriebs innen deutlich geräumigeren e-tron Sportback.

BMW 3er wird leichter und wächst

Auch BMW baut seine i-Palette weiter aus, setzt dagegen auf eine gemeinsame Cluster-Architektur (CLAR) für alle Antriebsarten und Baureihen mit Hinterrad- oder davon abgeleitetem Allradantrieb. Laut Firmenchef Harald Krüger soll künftig jede Baureihe auch rein elektrisch fahren können, den Anfang macht 2020 der X3. Ein Jahr später kommt dann der i4 mit zwei E-Motoren, Allradantrieb und -lenkung, Torque Vectoring und teilaktiver Radaufhängung wie in der IAA-Studie Vision Dynamics. Statt einer teuren Carbonstruktur nutzt der Stromer jedoch die weiterentwickelte CLAR-Basis mit gewichtsoptimierten Werkstoffen zur Kompensation der schweren Batterien.

Beim nächsten 3er dürfte die reine E-Variante auf den meisten Märkten eine Randerscheinung bleiben, denn für 2025 erwartet BMW nur noch eine E-Auto-Quote von 20 statt der einst avisierten 25 Prozent. Damit auch bei den konventionellen Modellen Verbrauch und Emissionen spürbar sinken, wird die Anfang 2019 mit der Limousine startende siebte Generation um rund 40 kg leichter und mit feingetunten Turbomotoren ausgerüstet – Stichwort Elektrifizierung und 48-Volt-Mildhybrid. Trotz der um sechs Zentimeter gewachsenen Länge soll auch die Fahrdynamik von der Diät profitieren.

Ab 2021 kommt die neue Mercedes C-Klasse

Obwohl Mercedes erst sechs Jahre nach BMW (2019) eine separate Elektrosparte an den Start bringt, verfolgt die Marke eine ähnliche Strategie. Die EQ-Modelle nutzen einzelne Komponenten aus dem großen Technikbaukasten des Konzerns, sind aber ansonsten völlig eigenständig. Schließlich erlaubt der kleinere E-Antrieb ein besseres Package, das der rund 4,70 m langen EQ Limousine im Format der C- das Raumvolumen einer E-Klasse beschert. Doch während sich das Design dauerhaft von dem des traditionellen Portfolios unterscheidet, werden die Plattformen für Verbrenner und E-Autos ab 2025 sukzessive zusammengeführt.

Die nächste C-Klasse (W 206, ab Anfang 2021) nutzt jedoch über ihre gesamte Laufzeit den MRA-II-Baukasten, bleibt auch in Format und Design der bisherigen Linie treu. Allerdings kommen weitere Ableger hin- zu, zumindest ein Kombi im Offroad-Look namens All-Terrain sowie das viertürige Coupé CLC im Stil des größeren CLS sind gesetzt. Die gerade erst vorgestellten Vier- und Sechszylinder (Benziner und Diesel, auch als Plug-in-Hybrid) bieten noch viel Potenzial, während eine reine E-Variante nicht zur Diskussion steht.

VW entwickelt den Passat weiter – Alfa kommt mit Giulia-Kombi

Selbst jenseits des deutschen Premium-Trios stellt sich die Mittelklasse neu auf. Nach den Erschütterungen des Dieselskandals ist der VW-Konzern voll auf die Elektromobilität eingeschwenkt, fährt aber noch auf lange Sicht zweigleisig. Denn neben der rein elektrischen, optisch futuristischen I.D.-Familie, zu der ab 2021 auch die Fließheck-Limousine Lounge gehört, werden die klassischen Modelle wie der Passat weiterentwickelt und hybridisiert; der nächste Schritt kommt zum Facelift im Herbst 2018.

Ähnlich geht Skoda beim Vision E vor, der zwar mit 4,65 m Länge auf Octavia-Niveau liegt, aber als coupéartiger Elektro-Crossover völlig neue Kunden anspricht. Während Alfa Romeo und Volvo weiterhin fest an die Zukunft von Limousinen und Kombis glauben, stellt man bei Toyota den fertig entwickelten Avensis-Nachfolger grundsätzlich infrage und überlegt, stattdessen nur noch einen Crossover anzubieten. Es bleibt also spannend, denn mit Mittelmaß kann man in der Mittelklasse längst keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mittelklasse-zukunft-von-audi-a4-bmw-3er-mercedes-c-klasse-10216992.html

Absatzquote für emissionsfreie und emissionsarme Autos — Bedeutet die Jamaika-Verkehrspolitik das Verbrenner-Ende?

In den Sondierungsgesprächen zwischen der Union, den Grünen und der FDP wurde auch das Thema Verkehr heiß diskutiert. Künftig wolle man nur noch emissionsfreie Neu-Fahrzeuge zulassen. Das Ende des Verbrennungsmotors?

In einem Sondierungspapier zum Thema Verkehr heißt es, man habe sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten zwanzig Jahre den Zeitpunkt zu erreichen, an dem nur noch emissionsfreie Neuwagen beim Händler stehen. Um diese Zielsetzung voranzutreiben, sollen alternative Antriebe verstärkt gefördert werden. Beispielsweise durch eine dynamische Absatzquote von fünf Prozent, die ab 2020 in Kraft treten soll und für die Hersteller gilt. Jedenfalls dann, wenn der Prozentsatz der Zulassungen emissionsfreier Autos im Jahr 2019 noch unter 3,5 liegen sollte. Zudem werden die Autobauer in der Diesel-Frage in die Pflicht genommen. Eine wirksame und überprüfbare Nachrüstung soll die bereits im Verkehr befindlichen Selbstzünder zu Saubermännern machen.

Bonus-Malus-System bei Kfz-Steuer

Für die Verbraucher heißt es „Zuckerbrot und Peitsche“. Als Kaufanreiz soll ein effektives Bonus-Malus-System in die Kfz-Steuer eingearbeitet werden, um die Anschaffung von emissionsarmen und elektrischen Fahrzeugen zu befeuern. Fahrverbote in Städten stünden ebenso auf dem Zettel wie auch eine bundesweite blaue Plakette, schreibt etwa das Handelsblatt. Der bisherige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte besagte Plakette bis zuletzt entschieden abgelehnt.

Als zusätzlichen Baustein auf dem Weg in die emissionsreduzierte Zukunft sieht das Bündnis die Begünstigung der Dienstwagenbesteuerung von effizienten Autos. Sie sollen beim geldwerten Vorteil aufkommensneutral besser gestellt werden, geht aus dem Sondierungspapier hervor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/verkehr-politik-jamaika-koalition-verbrennungsmotor-ende-2017-12800528.html