Nissan lädt nach – der neue Leaf mit mehr Reichweite und halb autonom unterwegs

Nissan geht mit dem Leaf in die zweite Runde. Das aktuell weltweit meistverkaufte E-Auto bringt jetzt mehr Reichweite auf die Straße und soll sich dort halb autonom bewegen können. Zudem wurde die Karosserie windschlüpfiger geformt. Zwei neue Assistenten, das e-Pedal und der ProPilot, ebnen den Weg für noch mehr Effizienz und Bequemlichkeit beim elektrischen Fahren.

Mit der markanten Seitenlinie, die den unteren Teil der Karosserie deutlich betont, erinnert der neue Leaf wieder klar an das IDS Concept Car, das auf der Tokio Motor Show 2015 vorgestellt wurde. Die blau schimmernde 3D-Gitterstruktur im V-förmigen Markengrill ist als Erkennungszeichen für das Elektroauto konzipiert. Die tief liegende Motorhaube verschmilzt förmlich mit der Windschutzscheibe und fließt ins Dach. Schon optisch deutet sich hier über die Aero-Design-Räder ein erstklassiger Luftwiderstandbeiwert an. Die 0,28 sind top. Im Fahrgastraum fokussiert sich alles auf ein übersichtlich aufgebautes Informationsdisplay. Nissan verzichtet auf ablenkende Designelemente und betont Übersichtlichkeit und Funktionalität. Blaue Steppnähte, als Markenzeichen der Nissan- Elektrofahrzeuge, zieren Sitze, Türverkleidung, Armstützen und Lenkrad ebenso wie der blaue Schimmer den Startknopf und Schaltknauf.

Herzstück des elektrischen fünfsitzigen Kompakten ist die von 10 auf 40 kWh vergrößerte Lithium-Ionen-Batterie. Ihre Größe verändert sich nicht, wohl aber die Energiedichte, die um 67 Prozent erhöht wurde. Die Reichweite wurde von 250 Kilometer auf 378 Kilometer gesteigert, in der Spitze fährt der Leaf jetzt 144 km/h. Für das Laden an der Haushaltssteckdose lässt sich der Stromer 16 Stunden Zeit, an einer 22 kW-Ladestation zapft er acht Stunden lang. Fürs Schnellladen auf 80 Prozent veranschlagt Nissan nur 40 Minuten. Der Ladevorgang lässt sich über eine App überwachen und steuern. Per App wird auch der Innenraum vorklimatisiert. Wie schon der Vorgänger, kann auch der neue Leaf gespeicherte Energie wieder an das Stromnetz abgeben.
Der Elektromotor fällt mit 110 kW/150 PS deutlich kräftiger aus – das bisherige Triebwerk kam auf 80 kW/109 PS. Mit 320 Nm Drehmoment sind 26 Prozent mehr als bisher verfügbar. Das optimiert das Beschleunigungsverhalten. Im Idealfall kann und soll der Fahrer den Leaf mit ein und demselben Pedal starten, beschleunigen, abbremsen und stoppen. Dieses sogenannten One-Pedal-Driving bremst das Fahrzeug bereits beim Loslassen des rechten Pedals, ohne dass die Bremse getreten werden muss. Auch wenn bestimmte Verkehrssituationen immer das Bremspedal erfordern, kann der Fahrer in der Theorie mit dem e-Pedal mehr als 90 Prozent der Fahrtzeit unterwegs sein. Assistiert der ProPilot, hält der Leaf automatisch das vorgegebene Tempo, den Abstand zum Vorderfahrzeug oder die Spur. Wenn nötig, bremst er bis zum Stillstand ab. Außerdem kann der Leaf über den Pro Pilot Park auf Knopfdruck selbständig einparken.

Bestellbar ist der neue Nissan Leaf ab Oktober 2017 in der Basisausstattung „Visia“ für mindestens 31.950 Euro inklusive Batterie, im Januar 2018 sollen die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert werden.

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