Nissan Murano 2.5 dCi Fahrbericht – Der Flüsterlaster

Nissan Murano 2.5 dCi Fahrbericht – Der Flüsterlaster

Der Winter meint es dieses Jahr offenbar gut mit uns. Da muss man schon neidlos zugeben, dass so mancher SUV-Fahrer – vorausgesetzt, sein Gefährt verfügt überhaupt über Allradantrieb – gewisse Vorteile genießt: keine Angst vor Schneebergen, keine Sorgen um mangelnde Traktion. Gerade mit solchen SUV, genauer gesagt, mit seinen Crossovern, ist Nissan hierzulande erstaunlich erfolgreich. Der Qashqai ist ein echter Topseller und der X-Trail schlägt sich nicht schlecht, wenn man denn mal wirklich ins Gelände will. Aber da gibt es noch den Murano, welcher hierzulande ein völliges Nischendasein fristet. Dabei sollte der Murano genau den Geschmack treffen: ein SUV mit viel Platz, inzwischen sogar mit kräftigem Dieselmotor und Premium-Innenraum – so präsentiert er sich. Tatsächlich aber sieht die Realität nicht ganz so schön aus.

nissan-murano-25-dci-5048

Dabei sind die Voraussetzungen nicht die schlechtesten. Denn der Murano bietet ein paar spannende Ausstattungsfeatures und die Geräuschdämmung ist hervorragend, doppelter Verglasung sei Dank. Das Infotainmentsystem stammt von der Nobel-Tochter Infiniti, lässt sich schön bedienen und glänzt mit einer sauberen und schönen Darstellung. Doch der Innenraum an sich ist nicht ganz auf dem Niveau, das man von einem selbst-titulierten Premiumfahrzeug erwarten würde. Schlimmer noch: man muss soweit gehen und sagen, dass der Innenraum eigentlich genau das darstellt, das man von einem modernen Auto erwarten darf. Und doch patzt er beispielsweise beim Sitzkomfort: die Sitze bieten wenig Halt und die Beinauflagefläche ist viel zu kurz bemessen, was sich gerade auf langen Strecken bemerkbar macht. Zugegeben: viele Nissan hinken da leider etwas hinterher. Viel Hartplastik, unschöne Materialien, dagegen wirkt der Murano tatsächlich deutlich hochwertiger. Aber es reicht eben nicht, um echtes Premium-Feeling im Innenraum aufkommen zu lassen.

nissan-murano-25-dci-5069

Immerhin kann der Murano mit einigen schönen Features glänzen: auf Knopfdruck umklappbare Rücksitze, welche auf Wunsch auch wieder elektrisch hochfahren – ohne die Gurte zu verzetteln. Dazu wird auch hinten eine Sitzheizung angeboten und das Platzangebot ist großzügig. Weniger großzügig ist allerdings der Motor bemessen. Und das ist eigentlich sehr schade. Denn die von Renault zugelieferten Dieselmotoren in den Nissan-Modellen machen eigentlich immer eine gute Figur. Und auch der 2.5 Liter dCi würde sicher keine schlechte machen: 140 kW (190 PS) und ein Drehmoment von 450 Nm sind an und für sich ganz vernünftige Werte.

nissan-murano-25-dci-5110

Sie stehen allerdings einem Kampfgewicht von über 2 Tonnen gegenüber, das sie über eine 6-Gang-Wandlerautomatik in Bewegung setzen müssen. Und genau diese Kombination sorgt dafür, dass die Automatik häufiger einen nervösen Eindruck hinterlässt und hohen Drehzahlen den Vorzug gibt, um dem Wunsch des Fahrers zu entsprechen. Schade, denn eigentlich hat man im Konzernregal einen hervorragenden 3-Liter-V6-Diesel liegen, welcher ausgezeichnet zu diesem Auto passen würde.

nissan-murano-25-dci-5120

Zu guter Letzt sprechen wir nun noch über den Preis: gute 52.000 Euro werden für einen Murano in der getesteten Version fällig. Dafür bekommt man 190 PS, ein gutes Infotainmentsystem, ein paar Komfortfeatures, wie der Sitzheizung und Klimaautomatik sowie ein Panorama-Glasschiebedach. Auf sinnvolle Ergänzungen, wie einem adaptiven Tempomat, Spurhalteassistent, 360°-Kamera oder ähnliches muss man aber verzichten. Und so fällt es schwer, den Preis des Murano zu akzeptieren und unweigerlich zwingt sich wieder der Vergleich mit der Konkurrenz im eigenen Hause auf: bei der Edel-Tochter Infiniti findet man nämlich den Infiniti EX, ein etwas kürzeres SUV mit all diesen beim Murano fehlenden zusätzlichen Features, einem wirklich äußerst edlen und hochwertigen Innenraum und belederten Flächen, soweit das Auge reicht – aber vor allem mit dem erwähnten 3-Liter-V6-Diesel mit 238 PS für nur rund 2.000 Euro mehr. Insofern sollten potentielle Kaufinteressenten ganz genau abwägen, ob das geringfügig kleinere Raumangebot beim Infiniti ausreichend wäre. Denn der EX stellt erstaunlicherweise das bessere Paket für das genannte Budget dar, als der Nissan Murano.

 

Aktuelle Suchanfragen:
Previous ArticleNext Article
Schon als Kind gab es nichts, womit ich die Nerven meiner Eltern mehr strapaziert habe, als mit Autos. Die Passion für Autos ist seit jeher ins Fleisch und Blut übergegangen und wird bei jeder Möglichkeit ausgelebt. Auf der Rennstrecke, beim Umprogrammieren der Steuergeräte im Auto oder beim Bloggen auf passiondriving.de. Ein Leben ohne Autos? Das wäre wohl wie Kaffee ohne Bohnen.

Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake — Extrem sportlicher und edler Ladewagen

Nur 99 Exemplare baut Aston Martin von ihm: Der Vanquish Zagato Shooting Brake könnte aus dem Stand heraus zum Sammlerstück werden. Laut Aston Martin Chief Creative Officer Marek Reichman ist die Nachfrage nach dem Wagen größer als das Angebot.

Der neue Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake gehört zu einer Gruppe von 325 Fahrzeugen. Schließlich baut Aston Martin auch noch 28 Vanquish Zagato Speedster, 99 Vanquish Zagato Coupés und 99 Vanquish Zagato Volante. Die in Kooperation mit dem italienischen Designbüro entwickelten Vanquish-Modelle basieren auf dem Vanquish S, sind also mit 592 PS aus einem 5,9-Liter-V12-Sauger unterwegs. Das elektronische Dämpfersystem soll an die Eigenschaften jeder Karosserievariante individuell angepasst worden sein.

Der Shooting Brake kommt ausschließlich als Zweisitzer auf den Markt. Das Dach des sportlichen Transportwagens bekommt von Zagato den sogenannten Double Bubble – zwei Wölbungen über den Köpfen der Insassen. Das Double Bubble ist mit verglasten Lichteinlässen versehen die helfen sollen, den Innenraum mit Tageslicht wohnlicher zu machen. Die Heckklappe gibt beim Öffnen den Blick auf ein luxuriöses Kofferraum-Abteil frei, für das ein Maßgepäck-Set zur Verfügung steht.

Edle Tradition zwischen Aston Martin und Zagato

Innen gibt der Vanquish Zagato Shooting Brake ganz den Aston Martin: Feinmaschiges Karbon spannt sich über die Oberflächen, die Drehknöpfe bestehen aus Bronze und natürlich steht auch eine edle Vollleder-Ausstattung zur Verfügung.

Die Kooperation von Aston Martin und Zagato hat eine lange Tradition: Bereits beim DB4 GT Zagato von 1960 haben die Engländer mit den Italienern zusammengearbeitet. Der neue Vanquish Zagato Shooting Brake wird ab 2018 gebaut, die Preise hat Aston Martin noch nicht bekanntgegeben.

Noch seltener: Der teure Speedster

Der Aston Martin Vanquish Zagato Speedster ist mit seinem Purismus das Gegenteil der Shooting-Brake-Variante: Die Speedster-Frontscheibe neigt sich flacher in den Wind und direkt hinter den Passagieren ziehen sich sogenannte Airdomes nach hinten. Auf der Heckklappe soll sich ein ausfahrbarer Spoiler um eine optimale Aerodynamik kümmern. Eigenständige Außenspiegel und eine individuelle Heckabrisskante grenzen den Speedster zusätzlich von seinen Zagato-Modellgeschwistern ab. Front- und Seitenschweller sind ebenfalls neu und ganz unten entsorgt eine Vierrohr-Abgasanlage die Verbrennungsrückstände des Zwölfzylinder-Motors. Luftverwirbelungen minimiert ein aus Karbon gefertigter Heckdiffusor. Vor Wind und Wetter schützt ein Notverdeck – das wiegt kaum etwas und hilft so, den Schwerpunkt des Speedsters tief zu halten.

Von den 25 Zagato Speedster baut Aston Martin 18 als Links- und sieben als Rechtslenker. Und das die Wagen Begehrlichkeiten wecken, hat Aston Martin natürlich im Preis berücksichtigt: Während ein Zagato Volante bereits mit umgerechnet zirka 725.000 Euro zu Buche schlug, wird für den Speedster wohl mit 1.450.000 Euro das Doppelte fällig.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/aston-martin-vanquish-zagato-shooting-brake-2017-12455415.html

Abt VW Arteon — R-Version vom Tuner

Bei VW gibt es ab Werk vom Arteon keine R-Version. Tuner Abt Sportsline aus Kempten im Allgäu füllt die Lücke mit einer 336 PS starken Tuning-Version.

Bei VW rollt der Arteon mit maximal 280 PS und 350 Nm aus einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner an den Start. Gegen Aufpreis ist der Arteon auch mit einem R-Line-Paket für Exterieur und Interieur zu haben. Nur eine echte R-Version mit mehr Leistung gibt es bei den Wolfsburgern nicht.

Abt schafft hier Abhilfe. Mit einer Zusatzbox zur Motorsteuerung legt der Vierzylinder auf 336 PS und 420 Nm zu. Damit soll der Fronttriebler in 5,4 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten und eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h erreichen.

Felgen in 19, 20 oder 21 Zoll Durchmesser

Auch im Bereich Fahrwerk hat Abt nachgelegt um den Arteon noch etwas sportlicher zu machen. Kürzere Federn senken den Schwerpunkt ab und lassen die neuen Felgen noch besser zur Wirkung kommen. Neue Felgen? Abt hält für den VW Arteon 19 Zöller mit 245/40er Reifen bereit. Alternativ können auf den Arteon auch Felgen im Durchmesser von 20 oder 21 Zoll montiert werden, die dann mit Reifen der Größe 245/35 – 20 oder 245/30 – 21 bestückt werden. Die Preise für die Komplettradsätze starten bei 3.839 Euro.

Aerodynamikkomponenten für den VW Arteon führt Abt noch nicht im Programm.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/abt-vw-arteon-r-version-vom-tuner-8500844.html