Sachsen Classic 2017 — Erfolgreich Rallye fahren

Sachsen Classic 2017 — Erfolgreich Rallye fahren

Beim Rallye-Lehrgang zur Sachsen Classic 2017 erfahren die Teilnehmer, wie man eine Gleichmäßigkeitsrallye in Angriff nimmt. Dirk Johae und Harald Koepke führen in die Kunst des Rallye-Fahrens ein.

Wer bereits einmal im Rallye-Auto gesessen oder zugesehen hat, weiß Bescheid: Ohne Beifahrer geht’s nicht. Der Fahrer bewegt zwar den Untersatz mehr oder weniger schnell auf Asphalt oder Offroad, aber ohne Richtungsansage wäre es schnell vorbei mit dem Spaß. Fahren und Lesen des Roadbooks geht eben nicht gleichzeitig, wenn man die Strecke nicht bis auf den letzten Meter auswendig gelernt hat – was in der Praxis kaum vorkommt.

Rallye-Lehrgang in Theorie und Praxis

Der Beifahrer ist also der wirkliche Chef, so erfahren es die mehr als 100 erschienen Teilnehmer beim Rallye-Lehrgang am Sachsenring. Dirk Johae, Motor Klassik-Redakteur, und Harald Koepke, Organisationsleiter der Klassik Rallyes, geben weitere wertvolle Tipps. So solle man doch immer das richtige Roadbook für den entsprechenden Tag benutzen – klingt kurios, hat aber bei Novizen im Rallyefahren schon stattgefunden. Auch empfehle es sich, die Zeitangaben genau zu prüfen: „2,5 Minuten sind eben nicht zwei Minuten und fünf Sekunden.“

Auch den Uhren sollte man Vorbereitungszeit widmen: Mechanische Zeitmesser müssen vor Rallyebeginn aufgezogen werden, bei elektronischen Versionen ist eine frische Batterie ratsam, sofern sie nicht kürzlich gewechselt wurde. Versagt dennoch mal ein Zeitmesser, rät Koepke zur Benutzung des Handy oder Smartphone, das heutzutage fast jeder besitzt. Auch bei älteren Geräten versteckt sich immer eine Stoppuhr im Menü, die beim Ausfall der Rallye-Uhr einspringen kann.

Verspätungen passieren, sind aber uneinholbar

Da es sich bei der Sachsen Classic um eine Gleichmäßigkeits-Rallye handelt, sind Verspätungen nicht mehr aufzuholen: Wer zwei Minuten zu spät an einer Zeitkontrolle ankommt, kann dies bei der nächsten Kontrolle nicht durch schnelleres Fahren und zwei Minuten Verfrühung reinholen. Es werden sogar doppelte Strafpunkte fällig, da es zwei Abweichungen vom Soll gab. Die Bordkarte muss genau kontrolliert werden, Ankunftszeiten sollte man nicht im Voraus berechnen und zur Zeitersparnis schon morgens eintragen. Steht eine falsche Zeit bei der Übergabe in der Karte, wird das Team dafür mit Punkten bestraft.

Jede Hundertstelsekunde zählt

Bei Wertungsprüfungen sollen festgelegte Strecken möglichst auf die Hundertstelsekunde genau in der vorgegebenen Zeit zurückgelegt werden. Dabei wird der Beginn und das Ende der Prüfung durch eine Lichtschranke oder einen Druckschlauch markiert und gemessen. Mit einem gelben Schild erfolgt die Ankündigung der Wertungsprüfung, das rote Schild danach gibt den Start bekannt. Für besondere Abwechslung sorgen geheime Wertungsprüfungen, die nicht im Roadbook eingetragen sind. Oft sind sie in anderen Prüfungen enthalten und tauchen unvermittelt mit einem grünen Schild auf. Der Beifahrer hat dann schnell zu reagieren, denn nun gilt es 100 Meter in genau 15 Sekunden zurückzulegen. Eine dritte Stoppuhr lohnt sich für solche Überraschungen also auf alle Fälle.

Dirk Johae schildert, wie man sich im Cockpit vor Wertungsprüfungen am besten abstimmt: Fahrer und Beifahrer sollen gemeinsam und aktiv die Prüfung beginnen, sodass sich eine vertraute Einheit im Team einstellt. Ein gemeinsames „Los“ und das zuverlässige Runterzählen des Beifahrers auf den letzten Metern einer Prüfung bringt viel Sicherheit und Ruhe in den Ablauf. Taucht eine geheime Wertungsprüfung völlig überraschend auf und ist keine Stoppuhr bereit, könne man sich mit lautem Zählen nach Gefühl sehr gut behelfen.

Kompetente Beifahrer reden viel

Der ideale Beifahrer weiß über alle Wertungsprüfungen Bescheid und hat die dazugehörigen Daten wie Typ, Länge, Durchschnittsgeschwindigkeit und Art der Zeitmessung (Lichtschranke/Druckschlauch) im Roadbook oder auf einem Klebezettel eingetragen. Ganz wichtig zu wissen: Wo geht es nach der Prüfung lang? So mancher Beifahrer wusste auf diese Frage des Fahrers nichts zu entgegnen, was zu Unruhe im Cockpit führen kann. Harald Koepke empfiehlt auch die Mitnahme von mehreren Kugelschreibern: Der Beifahrer solle im Roadbook jedes Teilstück als gefahren abzeichnen. Wenn der einzige Schreiber plötzlich verschwunden ist, steige die Unsicherheit.

In der Sanduhrklasse wird ausschließlich mit analogen Uhren gefahren, bei den elektronischen Zeitmessern herrscht freie Auswahl unter den Geräten. Nähert sich eine Prüfung dem Ende, muss sich das Team vorher abgestimmt haben, ob der Beifahrer das Ende durch rauf- oder runterzählen einleitet. Von Zehn auf Null ist einfach, aber wenn der Beifahrer in der Nervosität einfach die Zahlen auf der laufenden Stoppuhr mitbetet, wann ist dann Schluß?

Die Teilnehmer der Sachsen Classic 2017 übten auf dem Sachsenring das Fahren auf Zeit. Eindrücke davon zeigen wir in der Fotoshow.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/sachsen-classic-2017-erfolgreich-rallye-fahren-rallye-lehrgang-9908644.html

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McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html