Seine Majestät Rolls-Royce Phantom VIII. (2018) — Das neue beste Auto der Welt

Seine Majestät Rolls-Royce Phantom VIII. (2018) — Das neue beste Auto der Welt

Seit 2003 wurde die siebte Generation des Luxus-Modells Rolls-Royce Phantom gebaut. Zeit für eine neue Ära im automobilen Königshaus. Wir saßen bereits im neuen Modell, das 2018 auf den Markt kommt. Und es war überwältigend.

Auf einer Sonderausstellung im britischen Mayfair hat Rolls-Royce den Thronfolger in der Luxusklasse präsentiert: Die seit 2003 gebaute siebte Generation des Phantom gibt das Zepter Anfang 2018 weiter an Nummer VIII. Selbstredend muss sich unter dieser neuen Regentschaft die Frage nach der Vereinbarkeit von Tradition und Moderne gestellt werden – und die Antwort beginnt beim V12-Herzstück. Downsizing wäre wenig royal, deshalb bleibt es beim 6,75-Liter-Zwölfzylinder. Neu sind dagegen die beiden Turbolader, die für eine Leistungssteigerung von 460 auf 570 PS sorgen. Beim Drehmoment wird ebenfalls nachgelegt: Ab 1.700 Umdrehungen liegen 900 Newtonmeter an. Doch reine Leistungsdaten wirken als Beschreibung für einen Phantom profan.

Bei einem Auto im Palast-Format stellt sich auch die Frage nach der Vereinbarkeit von Größe und Eleganz. Zentrales Gestaltungselement ist nach wie vor der imposante Grill, der nun fließender in das Gesamtdesign eingebettet ist. Chromstreben ziehen sich von den oberen Ecken über die Motorhaube und umfassen die Windschutzscheibe. Weitere Streben schwingen über den unteren Lufteinlass zu den Seiten weg. Zusammen mit den Laser-Scheinwerfern entsteht unverkennbar ein Rolls-Royce-Gesicht, das sehr feinfühlig zeitgenössische Züge angenommen hat. Der Grill wurde dezent in die Länge gezogen, sodass sich die „Spirit of Ecstasy“ mehr als einen Zentimeter höher in den Fahrtwind reckt. Am unteren Ende befinden sich eindrucksvolle 22-Zöller. Um die Aluminium-Spaceframe-Architektur spannt sich eine Hülle, die das Heck nun deutlich weicher erscheinen lässt. Die Dachlinie der langen Limousine fällt beinahe so fließend ab, wie die eines Coupés.

Das geleitet uns in den Innenraum, präzise: in den Fond, die angestammte Heimat des Phantom-Kunden. Auch dort übersetzen die cleanen Oberflächen und die frische Linienführung den Luxusgedanken gekonnt in eine moderne Anmutung. Sobald die Tür sanft ins Schloss gleitet, fühlt man sich von der Außenwelt wie abgekapselt. Die opulenten Sitze und der mit Teppich ausgekleidete Fahrzeugboden dämpfen jegliches Störgeräusch. Insgesamt wurden rund 130 Kilo an Dämmmaterial verbaut, sodass auch der Motor bei 100 km/h innen 10 Prozent leiser sein soll, als noch beim Vorgänger. Per Knopfdruck geben die Holzverkleideten Rückseiten der Vordersitze Bildschirm oder Klapptische preis. So lange sie nicht gebraucht wird, soll die Technologie im Innenraum unsichtbar bleiben. Zur Steuerung der Funktionen dient eine Kontrolleinheit in der Mittelarmlehne, welche übrigens wie die Sitze oder die Armlehnen an den Türen beheizbar ist.

Echte Kunstgalerie im Phantom

Doch auch als Fahrer zieht man kein schlechtes Los. Die Instrumente erstrahlen in digitalisiertem hellblau und sind damit im inaktiven Zustand ebenfalls nicht sichtbar. Die Bedieneinheit mit touchfähigem Dreh-Drück-Regler lässt sich in die vordere Mittelarmlehne klappen. Der 12,3-Zoll-LED-Bildschirm überzeugt mit einer klaren reduzierten Darstellung und hoher Reaktionsschnelligkeit. Mit Hilfe des Displays werden all die aktuellen Assistenzsysteme bedient, die sich natürlich ebenfalls im Phantom befinden. Das wahre Highlight an den komplett hinter einer Glasfront angebrachten Armaturen residiert allerdings auf der Beifahrerseite. Die Damen und Herren von Rolls-Royce wissen natürlich, dass viele ihrer Kunden große Kunstfreunde sind. Daher bietet der Luxus-Hersteller die Möglichkeit rechts der analogen Uhr, in der sogenannten Gallery, ein Kunstwerk unterzubringen. Wahlweise kann das ein Ölgemälde sein, aber auch Rosen aus Porzellan oder ein abstraktes Werk aus Seide sind kein Problem. Einige Entwürfe gibt es bereits ab Werk, wer ein echtes Unikat möchte, kann Rolls-Royce auch beauftragen mit seinem Lieblingskünstler oder-Designer etwas Passendes zu entwerfen.

Bei aller Materialgüte, Individualisierung und Technologie bleibt am Ende eigentlich noch eine Frage und das wäre die nach der Vereinbarkeit von Kontostand und Fahrzeugerwerb. Den Anschaffungspreis des Vorgängers von rund 487.000 Euro wird der neue Phantom VIII vermutlich übersteigen. Was Sie dafür bekommen, können Sie sich in unserer Bildergalerie jetzt ganz genau anschauen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/rolls-royce-phantom-viii-2018-daten-infos-marktstart-preise-8546726.html

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Infiniti QX50 — Mittelklasse-SUV mit Super-Motor

Die Nissan-Nobeltochter Infiniti renoviert ihre Mittelklasse-SUV-Baureihe QX50. Auf der L.A. Autoshow debütiert das gänzlich neue Mittelklassemodell mit revolutionärer Motortechnik.

Bereits 2016 hatte die Nissan-Nobeltochter Infiniti-Fans an der Zukunft des QX50 schnuppern lassen, als man das Infiniti QX Sport Inspiration Concept gezeigt hatte. Auf der Detroit Motor Show 2017 wurde der neue Mittelklasse-SUV weiter konkretisiert. Das QX50 Concept gab sich seriennah. Wie seriennah das Concept bereits war, zeigt die Weltpremiere des neuen QX50 jetzt auf der L.A. Autoshow.

Technik für autonomes Fahren

Zu Technik wurde seinerzeit noch nicht viel verraten. Mittlerweile ist aber klar: Im neuen SUV wird aber der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Kompression debütieren und mit einem CVT-Getriebe zusammenarbeiten. Die Leistung soll bei 272 PS und 380 Nm liegen. Die neue Plattform ist primär auf Vorderradantrieb ausgelegt, optional wird der Nissan QX50 aber auch mit Allradantrieb angeboten werden. Zudem wird der neue SUV mit einem „autonom-Fahren“-Technik-Paket gespickt, das demnächst in weiteren Serienmodellen angeboten werden soll. Zusammengefasst werden die Assistenzsysteme unter dem Namen ProPilot. Für den Spurt von Null auf 98 km/h geben die Japaner zwischen 6,3 (AWD) und 6,7 (FWD) Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 230 km/h liegen.

Der Kofferraum des QX50 soll dank längsverschiebbarer Rückbank zwischen 895 und 1.048 Liter Gepäck (US-Norm) schlucken können. Werden die Rücksitze umgelegt, so soll das Ladevolumen sogar bis auf 1.699 Liter anwachsen.

Beim Design des 4,69 Meter langen, 1,68 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Infiniti QX50 (Radstand: 2,80 Meter) haben die Japaner dabei die neue Designlinie der Marke erstmals auf ein SUV-Modell übertragen. Kräftige Formen werden mit fließenden Linien kombiniert. Der Innenraum hat sich organischen Formen verschrieben, die sich optional mit Leder auf den Sitzen sowie Alcantara an den Türbrüstungen und am Dachhimmel zu einem Luxusambiente paaren. Dazu gibt es Edelhölzer und Aluminiumapplikationen. Auf der Mittelkonsole sitzt der obligatorische Touchscreen, der zahlreiche Bedienfunktionen bündelt. Den Mitteltunnel teilen sich der Automatikwählhebel und ein Dreh-Drück-Controller.

Der neue Infiniti QX50 soll noch in 2017 in das Modellprogramm aufgenommen werden. Seine Premiere feiert der QX50 auf der L.A. Autoshow 2017. In den USA kommt er Anfang 2018 in den Handel, in Europa erst im Herbst 2018. Gebaut wird der QX50 im Daimler-Nissan-Gemeinschaftswerk in Mexiko.

In der Fotoshow zeigen wir noch den Infiniti QX50 Concept.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/infiniti-qx50-daten-infos-marktstart-preis-1045203.html

Karlmann King Stealth SUV — V10-Kampfbomber für Ölscheichs

Auf der Dubai Motorshow hat der chinesische Tuner Karlmann King sein Stealth-SUV vorgestellt. Das Riesen-SUV setzt auf Ami-Technik und einen 370-PS-V10

Wenn man Autos verkaufen möchte, die auf den ersten Blick verhältnismäßig sinnfrei, aber exorbitant teuer sind, ist Dubai eine gute Adresse. Die Dubai Motorshow im November bringt neben den üblichen Protz- und Prunk-Gefährten für Menschen mit überquellenden Bargeldreserven auch regelmäßig Fahrzeuge ins Rampenlicht, die noch abgefahrener sind als die üblichen Verdächtigen. Auf den Karlmann King trifft das zweifelsfrei zu.

Erdacht wurde der Karlmann King von der chinesischen Firma IAT, die üblicherweise Ford-Offroader für den chinesischen Markt mit viel Bling-Bling „veredelt“. Entsprechend ist auch die Basis des im Design eines Tarnkappenbombers gehaltenen Mega-SUV eine sehr amerikanische, denn unter dem Karlmann King steckt die Plattform des Riesen-Pickup Ford F-450 Superduty. Das bedeutet neben dem Leiterrahmen auch zwei Starrachsen, also robuste Lkw-Technik mit Durchsetzungswillen im Gelände.

V10-Benziner mit 367 PS

Gefedert wird mit Luftfeder-Elementen, was trotz der archaischen Starrachsen einen gewissen Fahrkomfort vermitteln dürfte. Als Antrieb dient der damalige Top-Benziner der Baureihe, ein V10 mit 6,8 Liter Hubraum und 367 PS. Der erscheint auch notwendig, denn das Ungetüm (5,99 Meter lang und jeweils 2,48 Meter breit und hoch) ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Im Standard-Trimm bringt der Karlmann King bereits 4,5 Tonnen auf die Waage, bei der optional angekündigten schussfesten Variante sollen es rund 6,5 Tonnen werden.

Wie für die angepeilte Kundschaft üblich wurde neben dem abgefahrenen Karosseriedesign vor allem der Innenraum sehr extravagant gestaltet. Barocke Farben und Formen mit ausreichend Gold-Verzierungen in verschiedenen Stilen stehen zur Auswahl. Der schwerreiche Besitzer kann vom Rücksitz aus wesentliche Funktionen per Mobiltelefon-App steuern, neben der Klimatisierung auch die Beleuchtung, den Kühlschrank und die Kaffeemaschine.

Karlmann King kostet 1,6 Millionen Euro

Wesentliche Unterhaltungselektronik ist natürlich auch an Bord, neben einem Video-System gibt es gegen Aufpreis auch Satelliten-TV und -Telefonanbindung, eine Spielkonsole und eine wattstarke Soundanlage. Richtig follt unterwegs ist der Karmann King allerdings nicht, bei 140 km/h ist Schluss mit Beschleunigung. Dafür ist das Auto laut Hersteller in Temperaturregionen zwischen -40 und +90 Grad Celsius funktionsfähig. Und was kostet der Spaß? Umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro, ohne Extras.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/karlmann-king-stealth-suv-kampfbomber-fuer-oelscheichs-736894.html