Sicherheitsfeatures im Blick: Die neue E-Klasse

Was mit dem PRE-SAFE® System vor zehn Jahren begann und mit DISTRONIC PLUS seine Fortsetzung fand, führt bei Mercedes-Benz
zu einer neuen Dimension des Autofahrens: Komfort und Sicherheit verschmelzen miteinander. Für Autofahrer und Automobilentwickler eröffnen sich neue Perspektiven. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“. Die E-Klasse hat auf Wunsch eine Vielzahl
neuer Assistenzsysteme an Bord, die das Autofahren komfortabler
und sicherer machen.

 

Serienmäßig sind in den Hauptmärkten Limousine und T-Modell mit dem COLLISION PREVENTION ASSIST ausgerüstet, einer radargestützten Kollisionswarnung mit Bremsassistent. Er verringert die Gefahr eines Auffahrunfalls deutlich. Ebenfalls zum Serienumfang gehört der ATTENTION ASSIST, der nun in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen sowie den Fahrer über seinen Ermüdungszustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren kann. Außerdem bietet er eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe.

„Intelligente Assistenzsysteme der Zukunft analysieren komplexe Situationen und erkennen dank verbesserter Umfeldsensorik Gefahrenpotenzial im Straßenverkehr noch besser als heute“, erläutert Prof. Dr. Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Bildlich gesprochen: Die neue E-Klasse hat nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick.“

Entscheidend ist die Vernetzung aller Systeme – „Sensor-Fusion“ nennen dies die Sicherheitsexperten. Mercedes-Benz baut die Leistungsfähigkeit der Assistenzsysteme ständig weiter aus. Ziel ist Rundumschutz nicht nur für die Insassen eines Mercedes-Benz Modells, sondern auch für alle anderen Partner im Straßenverkehr.

Das Potenzial der neuen Systeme, Unfälle zu vermeiden oder Unfallfolgen zu mindern, ist groß, so Weber: „Nehmen Sie als Beispiel das neue Assistenz-system BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent. Nach den Berechnungen unserer Unfallforschung auf Basis der GIDAS-Daten (German In-Depth Accident Study) lassen sich damit 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden vermindern oder vermeiden. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr.“

 

Neue Sensoren, neue Sinne, neue Intelligenz

Die Grundlage für neuartige Funktionen liefern hochmoderne Sensoren und entsprechende vernetzte Algorithmen. Einen großen Schritt macht Mercedes-Benz mit der Einführung der Stereo Multi Purpose Camera (SMPC), kurz Stereokamera. Analog zur bisherigen Multi Purpose Camera (MPC) ist sie hinter der Frontscheibe im Bereich des Innenspiegels platziert. Sie hat einen Öffnungswinkel von 45 Grad und kann querende Objekte und Fußgänger räumlich erfassen und ihre Bahn berechnen. Dank zweier „Kameraaugen“ kann sie im Bereich bis zirka 50 Meter vor dem Fahrzeug dreidimensional sehen und hat insgesamt bis zu einer Entfernung von 500 Metern das Umfeld vor dem Fahrzeug im Blick. Die neue Kamera liefert damit Daten, die von unterschiedlichen Systemen weiterverarbeitet werden.

Intelligente Algorithmen werten diese Informationen aus und können damit in einem großen Sichtbereich entgegenkommende, vorausfahrende und querende Fahrzeuge, aber auch Fußgänger sowie verschiedene Arten von Verkehrs-zeichen und Straßenmarkierungen erkennen und räumlich einordnen

Sind die Objektive der Stereokamera die Augen des Autos, so dienen die Radarsensoren gleichsam als die Ohren und liefern zusätzliche Daten. Die Radarsensorik besteht aus zwei Nahbereichsradarsensoren im vorderen Stoßfänger mit einer Reichweite von 30 Meter und einem Öffnungswinkel von 80 Grad. Ergänzt wird sie von einem Fernbereichsradar (200 Meter, 18 Grad) mit Mittelbereichserfassung (60 Meter, 60 Grad). Die Daten von Kamera und Radar werden in einem Steuergerät fusioniert und liefern so systemrelevante Daten für die entsprechenden Funktionen.

 

Komfortable Unterstützung bei der Querführung:
DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent

Der Abstandsregeltempomat DISTRONIC PLUS entlastet den Fahrer dabei,
das eigene Fahrzeug im gewünschten Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug zu halten, wenn dieses langsamer als die gewählte Wunschgeschwindigkeit fährt. Diese radarbasierte Grundfunktion ist nun
um den Lenk-Assistenten erweitert, der den Fahrer bei der Querführung des Fahrzeugs unterstützt. Indem er auf gerader Straße und sogar in leichten Kurven ein Lenkmoment erzeugt, hilft er dem Fahrer dabei, in der Mitte der Spur zu bleiben.

Die Stereokamera erkennt Fahrbahnmarkierungen sowie vorausfahrende Fahrzeuge in ihrer räumlichen Lage und gibt diese Informationen an die elektrische Lenkunterstützung weiter. Bei langsamer Fahrt, z. B. im Stau, kann sich der Lenk-Assistent am Vorausfahrzeug orientieren, selbst wenn keine oder uneindeutige Fahrbahnmarkierungen sichtbar sind, und so ein teilautonomes Staufolgefahren ermöglichen. Dadurch kann das System den Fahrkomfort steigern und den Fahrer in vielen Verkehrssituationen deutlich entlasten.

Die neue Teilfunktion Lenk-Assistent in der DISTRONIC PLUS basiert maßgeblich auf der neuen Stereokamera. Gleichzeitig überwachen wie bisher zwei Nahbereichs-Radarsensoren sowie ein Fernbereichs-Radarsensor mit Mittelbereichserfassung das Umfeld vor dem Fahrzeug. Das System fusioniert die erfassten Daten aus beiden Technologien, berechnet notwendige Reaktionen und steuert bedarfsgerecht Motorleistung, Getriebe und Bremse
für die Längsregelung sowie die elektrische Lenkung für die Querregelung.

Die DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich von 0 – 200 km/h wie bisher über einen Wählhebel am Lenkrad aktivierbar. Die Wunschgeschwindigkeit kann dabei zwischen 30 km/h und 200 km/h gewählt werden. Über ein grünes Lenkrad-Symbol im Kombiinstrument wird angezeigt, wenn der Lenk-Assistent bei aktivierter DISTRONIC PLUS in Funktion ist. Längsregeleingriffe (Tempomatfunktion) werden wie bisher über Kreissegmente und Tachonadel in der Geschwindigkeitsanzeige dargestellt.

Der Fahrer muss auch bei aktivem Lenk-Assistent die Hände immer am Lenkrad haben, da die Funktion nur oberhalb geschwindigkeitsabhängiger, definierter Kurvenradien aktiv ist. Auch aus gesetzlichen Gründen ist das freihändige Fahren nicht vorgesehen. Das System ist so feinfühlig konzipiert, dass die Sensoren erkennen können, ob die Hände des Fahrers am Lenkrad sind. Falls nicht, wird zunächst optisch gewarnt. Reagiert der Fahrer nicht auf diesen Hinweis, ertönt ein Warnton und die Querführung wird deaktiviert. Die Längsregelung bleibt davon unberührt und ist weiter verfügbar.

Selbstverständlich kann der Fahrer den Lenk-Assistenten stets überstimmen. Signalisiert er etwa mittels des Blinkers, dass er die Fahrspur wechseln möchte, bleibt die Querunterstützung für die Dauer des Fahrspurwechsels passiv.

Die Leistungsfähigkeit der Basisfunktion DISTRONIC PLUS wurde erneut gesteigert. So kann das System ohne Eingriff des Fahrers jetzt mit bis zu 5 m/s² bremsen. Bei Betätigung der „S“-Taste für das Fahrprogramm erfolgt eine höhere Beschleunigung. Auch bei erkanntem Überholwunsch, also Betätigung des Blinkers, beschleunigt das Fahrzeug bei freier Strecke dynamischer.

Durch die Kombination von Radar und Kamera kann DISTRONIC PLUS auch einscherende Fahrzeuge und Vorausfahrzeuge auf den Nebenspuren erkennen und frühzeitig darauf reagieren. Damit kann zum Beispiel unerlaubtes Rechtsüberholen auf Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen vermieden werden, indem die Geschwindigkeit auf Fahrzeuge auf der linken Fahrspur eingeregelt wird.

Bremsunterstützung auch bei Querverkehr:
BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent

Kreuzungsunfälle verursachen häufig nicht nur Sach-, sondern auch schwere Personenschäden. Der neue Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent von Mercedes-Benz kann deshalb den Fahrer nicht nur im Längs-verkehr darin unterstützen, Auffahrunfälle zu vermeiden oder deren Folgen zu mindern. Er kann durch die neue Funktion Kreuzungs-Assistent auch bei drohenden Kollisionen mit dem Querverkehr an Kreuzungen unterstützen.

Erkennt das vorausschauende System solch eine Gefahrensituation, fordert es den Fahrer durch optische und akustische Warnung zur Notbremsung auf. Betätigt der Fahrer die Bremse zu zaghaft, erhöht BAS PLUS automatisch
den Bremsdruck für eine wirksame Gefahrenbremsung, notfalls bis zur Vollbremsung. Durch die situationsgerecht dosierte Bremsung wird auch
dem Folgeverkehr ein möglichst großer Bremsweg zur Verfügung gestellt.

Die Funktion Kreuzungs-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich bis etwa 72 km/h wirksam, der BAS PLUS kann im Längsverkehr im gesamten Geschwindigkeitsbereich unterstützen.

Der Bremsassistent PLUS mit Kreuzungs-Assistent hat das Potenzial, rund 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden zu vermeiden oder
in ihrer Schwere zu mindern. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr (Quelle: Untersuchungen der GIDAS – German In‑Depth Accident Study – sowie Mercedes-Benz Unfallforschung).

 

Mit Fußgängererkennung und Stadtbremsfunktion:

BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse

Die Funktionen BAS PLUS und PRE-SAFE® Bremse wurden um eine Fußgängererkennung erweitert. Außerdem wurde die autonome Bremsung
auf Vorausfahrzeuge deutlich optimiert.

Durch die Kombination von Stereokamera und Radarsensoren können Fußgänger im Bereich vor dem Fahrzeug erkannt werden. Bei erkannter Gefahr wird optisch und akustisch gewarnt. Reagiert der Fahrer durch Bremsen, wird durch BAS PLUS bei Bedarf die Verzögerung situationsgerecht bis hin zur Vollbremsung verstärkt. Reagiert der Fahrer nicht, bremst die PRE‑SAFE® Bremse das Fahrzeug autonom ab. Die PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängererkennung ist bis etwa 72 km/h aktiv und kann Fußgängerunfälle  bis zu einer Ausgangsgeschwindigkeit von 50 km/h autonom vermeiden.

Auswertungen von GIDAS-Unfalldaten zeigen, dass mit dieser neuen Technik sechs Prozent der Fußgängerunfälle vermieden werden können und weitere 41 Prozent weniger schwere Folgen nach sich ziehen. Der Funktionsbereich der autonomen Bremsung auf stehende Fahrzeuge wurde so optimiert, dass ebenfalls bis 50 km/h ein Auffahrunfall vermieden werden kann.

BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent und die PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängererkennung nutzen die gleichen Sensoren, die auch für den adaptiven Abstandsregeltempomat DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent eingesetzt werden: die neue Stereokamera sowie die mehrstufige Radarsensorik.

 

Reagiert auch auf unterbrochene Linien: Aktiver Spurhalte-Assistent

Der weiterentwickelte Aktive Spurhalte-Assistent kann jetzt auch bei unbeabsichtigtem Überfahren einer unterbrochenen Linie eingreifen, wenn
die Nachbarspur belegt ist und dadurch beim Spurwechsel Kollisionsgefahr entstehen kann. Das System erkennt dies anhand der Informationen der Stereokamera und des Radarsystems. Dieses wurde um einen Hecksensor erweitert, der in Kombination mit den weiteren Sensoren im vorderen und hinteren Stoßfänger wirksam ist.

Kritische Situationen, die vom Aktiven Spurhalte-Assistenten erkannt werden können, sind z. B. überholende oder zu überholende Fahrzeuge oder Parallelverkehr; das System ist aber auch bei Gegenverkehr wirksam. Bei erkannter belegter Nachbarspur warnt das System den Fahrer beim Überfahren der Fahrbahnmarkierung nicht nur haptisch durch gepulste Lenkradvibrationen, sondern korrigiert mit einem einseitigen Bremseingriff über ESP® die Spur ein. Es ergänzt somit optimal den Aktiven Totwinkel-Assistenten und ermöglicht erstmals auch die Vermeidung der oft folgenschweren Kollisionen im Gegenverkehr.

Der Aktive Spurhalte-Assistent ist im Geschwindigkeitsbereich von 60 – 200 km/h aktiv. Wird Fahreraktivität erkannt, z. B. durch aktives Lenken, Bremsen oder Beschleunigen sowie bei betätigtem Blinker, werden die Warnung und der spurkorrigierende Bremseingriff unterdrückt.

 

Erkennt jetzt auch Überhol- und Einfahrverbote:

Verkehrszeichen-Assistent

Ein weiterer Beitrag von Mercedes-Benz zur Unfallvermeidung ist ein
neuer Verkehrszeichen-Assistent, der die Fähigkeiten des bisherigen Geschwindigkeitslimit-Assistenten weiter ausbaut. Das System erkennt
jetzt auch Überholverbote und kann vor Einfahrverboten warnen.

Die Kamera an der Innenseite der Frontscheibe erfasst wie bisher ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen, auch z. B. von Schilderbrücken oder in Baustellen. Ihre Daten werden mit den Informationen des Navigationssystems abgeglichen und können sowohl im Kombiinstrument als auch in der Kartenansicht angezeigt werden. Nimmt die Kamera keine Straßenschilder wahr, die ein Tempolimit vorschreiben, oder wurde ein Tempolimit aufgehoben, werden auf Basis der Navigationsdaten die gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt. Dazu zählen zum Beispiel in Deutschland maximal 100 km/h auf der Landstraße oder 50 km/h innerorts.

Auch Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder werden registriert und angezeigt. Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung erfolgt zusätzlich eine optische und akustische Warnung
im Kombiinstrument – ein wirksamer Beitrag zur Vermeidung von schweren Unfällen durch „Geisterfahrer“.

 

Müdigkeit sichtbar gemacht: ATTENTION ASSIST

Müdigkeit wird in Deutschland für ein Viertel aller Autobahn-Unfälle verantwortlich gemacht und ist demnach eine der häufigsten Unfallursachen mit meist gravierenden Folgen. Mercedes-Benz präsentierte 2009 den ATTENTION ASSIST, der anhand der Veränderung des Lenkverhaltens sowie einer Vielzahl weiterer Parameter Anzeichen von Unaufmerksamkeit und zunehmender Müdigkeit erkennen kann.

Das System wurde konsequent weiterentwickelt und ist in der neuen Ausprägung in der Lage, Müdigkeit und Unaufmerksamkeit in einem deutlich erweiterten Geschwindigkeitsbereich von 60 – 200 km/h zu erkennen. Außerdem lässt sich die Empfindlichkeit des Systems, z. B. für bereits müde einsteigende Fahrer, einstellen.

Ein neues Menü im Display des Kombiinstruments macht das System erlebbarer und transparenter, indem der aktuelle Attention Level und die Fahrtdauer seit der letzten Pause dargestellt werden. Außerdem ist erkennbar, ob das System in der derzeitigen Fahrsituation aktiv ist.

Das System kann über entsprechende Auswahl im Menü des Kombiinstruments deaktiviert werden, ist aber beim Neustart des Fahrzeugs immer automatisch in der letzten gewählten Empfindlichkeitsstufe aktiviert.

 

Automatisches Ein- und Ausparken in Längs- und Querparklücken: Aktiver Park-Assistent

Der Aktive Park-Assistent ermöglicht automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken. Er ist eine Weiterentwicklung des bisher angebotenen Systems PARKTRONIC
mit Parkführung. Darüber hinaus kann das System das Fahrzeug aus Längsparklücken nun auch mit automatischen Lenk- und Bremseingriffen selbstständig ausparken, wenn es zuvor automatisch eingeparkt wurde.

Bei Geschwindigkeiten unterhalb 30 km/h vermessen Ultraschallsensoren
mit erweiterter Reichweite in den Seitenwangen der Stoßfänger die rechte Fahrbahnseite und detektieren geeignete Längs- und Querparklücken. Bei Betätigung des linken Blinkers erfolgt dieser Vorgang entsprechend auf der linken Seite des Fahrzeugs. Ein Symbol im Kombiinstrument zeigt an, dass das System misst. Wird eine geeignete Parklücke erkannt, zeigt ein Pfeil neben dem Symbol die Bereitschaft des Systems zum automatischen Parkvorgang an. Legt der Fahrer den Rückwärtsgang ein und bestätigt per OK-Taste am Lenkrad, ist das System aktiv.

Der Aktive Park-Assistent lenkt und bremst das Fahrzeug automatisch und zeigt im Display jeweils die notwendigen Fahreraktionen, wie Einlegen der richtigen Fahrstufe, an. Die Fahrzeugbeschleunigung übernimmt der Fahrer durch leichtes Gasgeben oder Lösen der Bremse.

 

Blendfreies Dauerfernlicht: Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus

Rund 20 Prozent der Gesamtfahrstrecken in Deutschland werden bei Nacht absolviert. Hierbei geschehen 40 Prozent aller Unfälle. Eine Hauptursache dafür ist schlechte Sicht. Nach einer Studie der University of Michigan kann Fernlicht nur in acht Prozent der Fahrzeit genutzt werden – also viel zu selten. Es ist davon auszugehen, dass der im Vergleich zu den USA deutlich dichtere Straßenverkehr Deutschlands die Nutzungsdauer für das Fernlicht noch mehr einschränkt.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus ermöglicht jetzt erstmals Fahren mit Dauerfernlicht, indem erkannte Verkehrsteilnehmer im Lichtkegel ausgeblendet werden. Erkennt das kamerabasierte System Gegenverkehr
oder vorausfahrenden Verkehr, passt es bei eingeschaltetem Fernlicht die Lichtverteilung entsprechend der Verkehrssituation an. Der Fahrer kann
das Fernlicht permanent eingeschaltet lassen und dessen Reichweite nutzen, ohne andere Verkehrsteilnehmer damit zu belästigen oder gar zu gefährden. Manuelle Ein- und Ausschaltvorgänge entfallen, wodurch auch insgesamt die Fahrzeiten mit Fernlicht deutlich erhöht werden.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus nutzt die ebenfalls neue Stereokamera, die auch andere Assistenzsysteme verwenden. Erkennt ihr Bilderkennungs-Algorithmus ein entgegenkommendes oder vorausfahrendes Fahrzeug, steuert er eine Mechanik im Scheinwerfermodul an. Diese blendet den Bereich im Fernlichtkegel der LED-Scheinwerfer aus, in dem sich andere Fahrzeuge befinden, so dass deren Fahrer nicht geblendet werden. Befinden sich Verkehrsteilnehmer außerhalb des von der Mechanik ausblendbaren Bereichs, z. B. bei Kurvenfahrt mit mehreren relevanten Fahrzeugen, nutzt das System die bekannte Funktion der Leuchtweitenregulierung im Abblendlicht.

Mögliche Eigenblendungen durch die verstärkte Nutzung des Fernlichts und stark reflektierende Schilder am Straßenrand werden erkannt und durch gezieltes Dimmen der Scheinwerfer vermieden.

Der Adaptive Fernlicht-Assistent Plus ist eine Weiterentwicklung des 2009 von Mercedes-Benz eingeführten Adaptiven Fernlicht-Assistenten. Erkennt dieses System mithilfe einer Kamera Gegenverkehr oder vorausfahrenden Verkehr, blendet es ab und passt automatisch die Leuchtweite des Abblendlichts situationsabhängig an. Es sorgt so für eine weite Ausleuchtung der Straße, ohne andere Fahrer zu blenden. Die adaptive Leuchtweitenregulierung im Abblendlichtbereich mit weichen Übergängen führt außerdem zu einem ruhigeren Lichtbild mit geringer Akkommodationszeit für die Augen.

Auf einen Blick

Die wichtigsten neuen Funktionen der Assistenzsysteme von Mercedes-Benz

Komfortorientierte Assistenz

DISTRONIC PLUS mit                                   unterstützt dabei, die Spur zu halten,

Lenk-Assistent                                               beherrscht Staufolgefahren

Sicherheit Längsführung

BAS PLUS                                         kann auch querende Fahrzeuge erkennen und die Fahrerbremsung verstärken, kann Fußgänger erkennen und die Fahrerbremsung verstärken

PRE-SAFE® Bremse                         kann Fußgänger erkennen, bis 50 km/h Kollisionen mit Fußgängern oder stehenden Fahrzeugen mittels autonomer Bremsung vermeiden und bis 72 km/h die Kollisionsschwere mindern

Sicherheit nach hinten

PRE-SAFE® PLUS                            kann drohende Heckkollisionen erkennen, löst PRE-SAFE® Insassenschutzmaßnahmen bei drohender Heckkollision aus, bremst stehendes Fahrzeug bei einer Heck-kollision fest, um die Insassenbelastung zu reduzieren und Sekundärkollisionen zu vermeiden

Sicherheit Querführung

Aktiver Spurhalte-Assistent                kann Gegenverkehr und belegte Nachbarspur erkennen und unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitige Bremsung verhindern

Sicherheit bei Nacht

Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus     ermöglicht blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel

Sicherheit beim Parken

Aktiver Park-Assistent            kann in Längs- und Querparklücken mit automatischen Lenk- und Bremseingriffen einparken, kann aus Längsparklücken automatisch ausparken

Fahreraufmerksamkeit und -zustand

ATTENTION ASSIST             kann in einem erweiterten Geschwindigkeits­bereich von 60 bis 200 km/h vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen,

kann den Fahrer über seinen Ermüdungs-zustand und die Fahrtdauer seit der letzten Pause informieren, bietet eine einstellbare Empfindlichkeitsstufe

 

 

Richtungsweisende Sicherheit

Airbags, Rückhaltesysteme und Fußgängerschutz

Innovative Fahrassistenzsysteme, vorbeugende Schutzmaßnahmen, beanspruchungsgerechte Karosseriestruktur und hochwirksame Rückhaltesysteme machen die E-Klasse zu einem der sichersten Fahrzeuge in ihrem Segment.

Grundlage dafür ist das integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz, das alle Elemente der aktiven und passiven Sicherheit in einem durchdachten System zusammenfasst – für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen und der anderen Verkehrsteilnehmer. Das integrale Sicherheitskonzept erfüllt in bisher nicht gekanntem Umfang den Anspruch von hoher Fahrzeug- und Verkehrssicherheit, orientiert am realen Unfallgeschehen.

 

PRE-SAFE® PLUS: Insassenschutz bei drohendem Heckaufprall

Das bekannte präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® hat Mercedes-Benz für Gefahrensituationen durch Folgeverkehr erweitert.

Ein Radarsensor im hinteren Stoßfänger erfasst den Verkehr hinter dem eigenen Fahrzeug und kann einen drohenden Auffahrunfall erkennen. Das System warnt den Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs vor einer gefährlichen Situation durch schnell blinkende hintere Warnblinkleuchten (nicht USA und Kanada). Außerdem löst es die präventiven PRE-SAFE® Insassenschutz­maßnahmen aus, u.a. die reversiblen Gurtstraffer und die aktiven NECK-PRO® Kopfstützen.

Steht das eigene Fahrzeug still, bremst PRE-SAFE® PLUS das Fahrzeug fest. Dadurch verringert sich der Vorwärtsruck. Das kann die Insassenbelastung, unter anderem das Risiko eines Schleudertraumas, deutlich reduzieren. Außerdem kann das Festbremsen des Fahrzeugs Sekundärkollisionen vermeiden, z. B. mit einem Vorausfahrzeug, aber auch in Kreuzungs­situationen mit Fußgängern oder anderen Verkehrsteilnehmern.

 


Modernste Rückhaltesysteme

Bei einem Unfall bieten die Rückhaltesysteme, die umfassende Ausstattung mit Airbags sowie die hohe Struktursicherheit der Karosserie bestmöglichen Schutz. Eine innovative Sensorik löst die Sicherheitssysteme situations-abhängig aus und stimmt sie aufeinander ab.

Ein Rückgrat der passiven Sicherheit sind Rückhaltesysteme.

  • 3-Punkt-Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer mit elektronischer, reversibler Gurtstraffung in der PRE-SAFE® Phase und pyrotechnischer Gurtstraffung bei einem Unfall sowie Gurtkraftbegrenzung.
  • 3-Punkt-Sicherheitsgurte im Fond auf den äußeren Sitzen mit pyrotechnischem Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzung für alle Fondsitze und eine Fondgurt-Statusanzeige im Kombiinstrument. Bestandteil des auf Wunsch erhältlichen Fondsicherheits-Pakets sind 3-Punkt-Sicherheitsgurte mit selbstadaptiver Gurtkraftbegrenzung auf den äußeren Fondsitzen, welche insbesondere für kleine Personen und Kinder die Gurtkräfte anpasst.
  • NECK-PRO Kopfstützen für Fahrer und Beifahrer, die eine frühe Abstützung des Kopfes bei einem Heckaufprall ermöglichen und
    somit das Risiko eines Schleudertraumas reduzieren können.
  • ISOFIX Kindersitzverankerungen auf den äußeren Fondsitzen
    zum sicheren Befestigen entsprechender Kindersitze mit jeweils zusätzlichem Befestigungspunkt oben an der Fondsitzlehne.

Mit an Bord der E-Klasse ist ebenfalls ein ausgeklügeltes System an Airbags:

  • Adaptive Airbags für Fahrer und Beifahrer mit mehrstufiger Auslösung, je nach sensierter Schwere des Aufpralls;
  • Sidebags für Fahrer und Beifahrer, die bei einem Seitenaufprall zusätzlichen Schutz bieten können;
  • Pelvisbags für Fahrer und Beifahrer, die den Beckenbereich
    bei einem Seitenaufprall schützen können;
  • Windowbags zwischen A-, B- und C-Säulen für den Schutz des Kopf-bereichs von Fahrer, Beifahrer und außen sitzenden Fondpassagieren;
  • Kneebag, der bei bestimmten Aufprallarten den Fahrer im Knie-kontaktbereich der Instrumententafel schützen sowie den kompletten Oberkörper stabilisieren kann, wodurch die Insassenbewegung bei einem Unfall positiv beeinflusst wird;
  • Sidebags im Fond bieten für die außen sitzenden Fondpassagiere zusätzlichen Schutz; sie sind Bestandteil des Fondsicherheits-Pakets, das als Sonderausstattung zu haben ist.

 

Ebenfalls ein Beitrag zur Sicherheit ist die automatische Kindersitzerkennung AKSE. Sie kann den Airbag auf der Beifahrerseite deaktivieren, wenn ein Kindersitz angebracht wird, der mit einem entsprechenden Transponder ausgestattet ist.

Konsequenter Fußgängerschutz

Auch in puncto Fußgängerschutz nimmt die E-Klasse eine Vorbildfunktion ein. Folgende Maßnahmen zum Fußgängerschutz kommen zum Einsatz:

 

  • Aktive Motorhaube, die bei einem erkannten Aufprall um 50 Milli­meter angehoben wird und so zusätzlichen Deformationsraum während eines Aufpralls schafft;  das System ist reversibel und lässt sich vom Fahrer ohne Werkstattbesuch zurückstellen, um weiterfahren zu können.
  • BAS PLUS warnt, wenn Fußgänger im Gefahrenbereich von der Stereo-Multi-Purpose-Kamera erkannt werden. Die PRE-SAFE® Bremse mit Fußgängerschutz leitet eine autonome Bremsung ein, wenn das System einen Fußgänger im Gefahrenbereich erkennt und der Fahrer nicht auf die Warnhinweise des Systems reagiert. Diese Fußgängererkennung in Verbindung mit dem auf Wunsch erhältlichen Fahrerassistenz-Paket Plus ist ein Meilenstein bei der Vermeidung von Unfällen mit Fußgängern bzw. bei der Milderung ihrer Folgen.

Quelle: Mercedes-Benz Presse

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger