Smart-Premiere in Peking: Die Brabussis sind da!

Smart-Premiere in Peking: Die Brabussis sind da!

Die aktuelle Smart-Generation bekommt Verstärkung. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Weltpremiere in China: Smart Brabus

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung empfiehlt pro Pferd eine Boxengröße von 12,25 Quadratmetern. Für 109 dieser Tiere wär also eine reine Stallfläche von 1.335,25 Quadratmetern nötig.

Das passt natürlich nicht zu einem urbanen Lebenskonzept moderner Zielgruppen. Deswegen bietet Smart in Zusammenarbeit mit dem Haustuner Brabus kompaktere Abhilfe: Dem neuen smart Brabus reichen als Fortwo 4,47 Quadratmeter Fläche, dem längeren Forfour deren 5,79.

Spätestens jetzt sind die ersten genervt: Da stellt Smart auf der Automesse in Peking mit dem Brabus smart-Trio aus fortwo, fortwo Cabrio und forfour das neue, natürlich hoch emotional aufgeladene Topmodell der Marke vor, und wir ergehen uns hier im Taschenrechnergetippe.

Die einzig wahre Brabus-Farbe: Schwarz!
Die einzig wahre Brabus-Farbe: Schwarz!

Aber ein paar Daten gehen noch, zumindest für den Stammtisch – denn es handelt sich ja um ein Brabus-Modell, also dicke Hose im kleinen Auto. Die aktuelle Generation aus Zwei- und Viersitzer gab es bislang mit maximal 66 kW / 90 PS, hier setzt der smart Brabus also deutlich was drauf, ohne jedoch verschwenderisch zu sein. Im Vergleich zum alten Fortwo aus Bottrop liegt der Zuwachs bei sieben Pferdestärken (oder eben 85,75 Quadratmetern, aber lassen wir das).

Der Premierenort – Chinas größte Automesse in diesem Jahr – ist nicht zufällig gewählt. Im Reich der Mitte freut sich der Hersteller aktuell über gesunde Wachstumsraten. In den verstopften Megacities steigen mehr und mehr Chinesen auf kleine Autos um. Weil aber Statusdenken weiterhin auf volle Geldbeutel stößt, versprechen sich die Strategen hier einen besonders großen Anteil der Brabus-Versionen am Smart-Verkauf. Dass die Fortwo-Variante in 9,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt, wird im Verkehrsdickicht kaum eine Rolle spielen. Die 180 km/h Höchstgeschwindigkeit sind ein weiterer netter Papierwert. Für den forfour. Der fortwo schafft 165 Stundenkilometer.

Natürlich darf der smart Brabus auch optisch das Familienoberhaupt herauskehren. Spezielle Alufelgen (fortwo: 16-Zöller vorne, 17-Zöller hinten, forfour mit 17-Zoll Alus an beiden Achsen) gibt es und doppelte Endrohre, die leider arg angepappt aussehen.  Umrahmt werden sie von einer unverzichtbaren Diffusoroptik im Heckstoßfänger, die den Smart sicherlich aerodynamisch in eine neue Liga saugt. Satire Ende.

smart BRABUS fortwo coupé

Wie bisher gibt es das Xclusive Modell oben drauf. Das kommt mit einer Lederausstattung, Kunstlederbezug auf dem Armaturenbrett und weiteren Extras.

Darf ich nochmal mit Zahlen dienen, bitte? Muss sein, denn wir wollen doch noch die Preise für den Brabus-Spaß verraten. 19.710 Euro kostet der Brabus fortwo. Für das fortwo Cabrio verlangen die Schwaben 22.970 Euro, der forfour steht mit 20.520 Euro in der Liste. Für das Xclusive-Modell sind jeweils 3.000 Euro Aufpreis fällig.  Damit sind die Tarife zumindest unter den Immobilienpreisen in den Top-Metropolen dieser Welt; aber wir wollen jetzt ja den Smart nicht wieder auf Quadratmeter umrechnen. Ab Juli stehen die Modelle bei den Händlern.

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Bernd Conrad

Bernd Conrad ist krank. Und will nicht geheilt werden. Diagnose Autosucht. Selbst der tägliche Konsum von m-a-b brachte nur geringe Linderung. Als erfolgsversprechende Therapie betreibt er seit Sommer 2015 auch seinen eigenen Blog http://www.autonotizen.de/.

Auf mein-auto-blog schreibt Bernd mittlerweile über News und seine Eindrücke aus dem Autotest-Alltag.

GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept — Spaßmobil mit Kettenantrieb für den Schnee

Der Winter steht vor der Tür, Zeit Winterreifen aufzuziehen – oder gleich einen Kettenantrieb, wie das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept, das jetzt vorgestellt wurde.

Nein, GMC stellt nicht von Allrad- auf Kettenantrieb um, zumindest nicht generell. Das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept enstand auf Basis einer Sponsor-Partnerschaft zwischen GM und der US-Skiregion Vail Mountain und bleibt ein Einzelstück, das über die komplette Wintersaison 2017/2018 im Nobelskigebiet präsent sein soll.

Als Basis für das Spaß-Snowmobil fiel die Wahl auf den GMC Sierra 2500HD Denali 4WD Crew Cab. Der bringt nicht nur reichlich Platz in seiner Doppelkabine und auf der Ladefläche mit, sondern auch einen Allradantrieb. Am All Mountain Concept wurden allerdings die vier Räder ausgemustert und durch Kettenantriebselemente ersetzt. Die sorgen nicht nur für ausreichend Traktion auf jeden Terrain und an jedem Hang, sie liefern zudem noch mehr Bodenfreiheit.

1.234 Nm für den Snowboardtransport

Beim Antrieb kommt das Serienaggregat des Sierra 2500HD zum Zuge. Der 6,6 Liter große V8-Turbodieselmotor liefert 445 PS und ein maximales Drehmoment von 1.234 Nm, die über eine Sechsgang-Automatik herfallen.

Und nur falls der Kettenantrieb noch nicht genug Aufmerksamkeit auslösen sollte, hat GM den GMC auch in ein besonderes Farbkleid gehüllt und mit Zubehör aufgerüstet. Karosserie und Unterboden werden von diversen LED-Leuchtmitteln illuminiert. Auf die Ladefläche wurde ein Snowboardhalter montiert. Auf dem vorderen Schutzbügel brennt eine LED-Lichtleiste Löcher in die Nacht. In der Kabine heizt eine Highend-Soundanlage den Passagieren ein. Abgerundet wird der Auftritt des GMC Sierra 2500HD All Mountain Concepts durch ein Bergpanorama auf den Flanken sowie einen roten Designstreifen über das Heck.

Neben dem Einsatzmobil für Vail Mountain soll ein ähnlich gestalteter Ketten-Pickup auf der L.A. Autoshow ausgestellt werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gmc-sierra-2500hd-all-mountain-concept-spassmobil-fuer-den-schnee-8498807.html

Uniti Elektro-Stadtauto — Mit Siemens zur Serienproduktion

Das schwedische Elektro-Auto-Startup Uniti hat für die Serienfertigung seines Elektro-Stadtautos jetzt Siemens als Produktionspartner gewonnen. 50.000 Autos sollen gebaut, die ersten 2019 ausgeliefert werden.

Der Uniti ist ein rein elektrisch angetriebenes Stadtauto mit zwei oder drei Sitzen und Flügeltüren. Gefertigt wird es aus Kohlefaser und Materialien aus Bioverbundwerkstoffen. Pedale und ein Lenkrad gibt es nicht an Bord, gesteuert wird per Steuerruder wie in einem Flugzeug, und zwar ohne mechanische Verbindung zwischen Steuerruder und Rädern. Auch ein klassisches Armaturenbrett gibt es nicht. Alle relevanten Informationen werden über ein Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Zudem soll der Uniti autonome Fahreigenschaften mitbringen.

Angetrieben wird der Uniti von einem Radnabenmotor, der je nach Konfiguration zwischen 15 und 40 kW leistet. Als Energiespeicher stehen wahlweise Lithium-Ionen-Batterien mit 11 oder 20 kWh Kapazität zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird modellabhängig mit 90 bis 120 km/h angegeben, die Reichweite liegt entsprechend bei 150 bis 300 km. Der Spurt von Null auf 80 km/h soll der nur knapp 400 kg schwere Uniti in 3,5 Sekunden schaffen. Geladen werden können die Batterien per Induktion oder an der Steckdose.

Ab 2019 ab 20.000 Euro

Um den Uniti auch in Produktion zu bringen, hatten die Schweden per Crowdfunding schon rund 1,2 Millionen Euro bei 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern eingesammelt. Jetzt steigt Siemens als Produktionspartner ein. Die Zusammenarbeit soll die vollautomatisierte Serienfertigung des Elektroautos möglich machen. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 50.000 Exemplare produziert und ab Anfang 2019 ausgeliefert werden.Gebaut wird der Uniti im schwedischen Landskrona.

Der Preis für den Uniti soll bei rund 20.000 Euro liegen. Bislang soll es 200 Vorbestellungen geben.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 aus einem Universitäts-Projekt hervorgegangen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/uniti-elektro-stadtauto-mit-siemens-zur-serienproduktion-3233959.html