Sportwagen auf der Autoshow in Peking – China kann auch schnell

Sportwagen auf der Autoshow in Peking – China kann auch schnell

Die Chinesen lernen schnell und ihre Autos werden immer besser. Das ist Fakt, auch wenn dafür so manches Mal jede Menge europäisches Know-how eingekauft wurde: Die Marke Qoros beispielsweise greift auf zig namhafte Ingenieure und Zulieferer aus Europa zurück. Geely hat bekanntermaßen Volvo übernommen und gewinnt dadurch Einblick in wichtige Strukturen. In der Breite fehlen den Machern der Volksrepublik die Fertigkeiten bislang allerdings, und wer ein anspruchsvolles Komfort- oder Performance-Auto kaufen möchte, muss sein Geld notgedrungen in Deutschland, Japan oder den USA ausgeben.

An Baic hält Daimler eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern
An Baic hält Daimler eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern

Wer durch die Hallen der Pekinger Messe schlendert und den Blick auf chinesische Hersteller richtet, findet vor allem kleine Autos und klobige SUV, die an die Koreaner der 2000er-Jahre erinnern. Doch da, geschickt platziert neben dem BMW-Stand, steht eine beeindruckend gestylte Limousine mit imposanter LED-Leuchtengrafik. Klar, es ist eine Studie. Und die lässt Erinnerungen an den Aston Martin Rapide aufkommen, von dem ein paar Meter entfernt auch prompt ein Exemplar steht. Kein Wunder, schließlich ist die chinesische Firma LeEco am Projekt des Elektro-Rapide beteiligt. Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus. Etwaige Projektverantwortliche sind gar nicht erst zugegen. Immerhin, einen Hingucker gibt die E-Limousine ab und versammelt zeitweise mehr Menschen um sich als der lange BMW X1 am Stand gegenüber. Vielleicht sieht man ihn ja irgendwann in abgewandelter Form einmal auf der Straße. Tesla jedenfalls dürften die Aktivitäten von LeEco nicht unbedingt erfreuen.

Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an
Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an

Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an. Das erst 1997 gegründete Unternehmen ist bisher eher bekannt für kleine Billigheimer, wächst allerdings rasant und gehört zu einer der größten chinesischen Export-Marken mit umtriebigen Aktivitäten auch in Sachen Kooperation. Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie mit den Hologramm-Anzeigen im Instrument, hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern.

Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern
Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Daimler hält eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern. Kein Wunder, dass der Konzern auch außerhalb Chinas Bekanntheit erlangt hat. Und mit dem imposanten E-Flügeltürer ist es dem Hersteller gelungen, ein prägnantes Zeichen auf der Auto China 2016 zu setzen. Nur an der Internationalität muss noch gearbeitet werden, denn Interessenten müssen unbedingt die chinesische Schrift beherrschen, um an weiterführende Informationen zu gelangen. Womöglich ändert sich das, bis das Concept tatsächlich einmal zu kaufen sein sollte. Der Appetit ist zumindest angeregt – der Stromer soll 260 km/h schnell werden und binnen drei Sekunden Landstraßentempo erreichen.

Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus
Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus
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SPX-Redaktion | Patrick Broich |

Dieser Artikel stammt vom SP-X Redakteur Patrick Broich.

GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept — Spaßmobil mit Kettenantrieb für den Schnee

Der Winter steht vor der Tür, Zeit Winterreifen aufzuziehen – oder gleich einen Kettenantrieb, wie das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept, das jetzt vorgestellt wurde.

Nein, GMC stellt nicht von Allrad- auf Kettenantrieb um, zumindest nicht generell. Das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept enstand auf Basis einer Sponsor-Partnerschaft zwischen GM und der US-Skiregion Vail Mountain und bleibt ein Einzelstück, das über die komplette Wintersaison 2017/2018 im Nobelskigebiet präsent sein soll.

Als Basis für das Spaß-Snowmobil fiel die Wahl auf den GMC Sierra 2500HD Denali 4WD Crew Cab. Der bringt nicht nur reichlich Platz in seiner Doppelkabine und auf der Ladefläche mit, sondern auch einen Allradantrieb. Am All Mountain Concept wurden allerdings die vier Räder ausgemustert und durch Kettenantriebselemente ersetzt. Die sorgen nicht nur für ausreichend Traktion auf jeden Terrain und an jedem Hang, sie liefern zudem noch mehr Bodenfreiheit.

1.234 Nm für den Snowboardtransport

Beim Antrieb kommt das Serienaggregat des Sierra 2500HD zum Zuge. Der 6,6 Liter große V8-Turbodieselmotor liefert 445 PS und ein maximales Drehmoment von 1.234 Nm, die über eine Sechsgang-Automatik herfallen.

Und nur falls der Kettenantrieb noch nicht genug Aufmerksamkeit auslösen sollte, hat GM den GMC auch in ein besonderes Farbkleid gehüllt und mit Zubehör aufgerüstet. Karosserie und Unterboden werden von diversen LED-Leuchtmitteln illuminiert. Auf die Ladefläche wurde ein Snowboardhalter montiert. Auf dem vorderen Schutzbügel brennt eine LED-Lichtleiste Löcher in die Nacht. In der Kabine heizt eine Highend-Soundanlage den Passagieren ein. Abgerundet wird der Auftritt des GMC Sierra 2500HD All Mountain Concepts durch ein Bergpanorama auf den Flanken sowie einen roten Designstreifen über das Heck.

Neben dem Einsatzmobil für Vail Mountain soll ein ähnlich gestalteter Ketten-Pickup auf der L.A. Autoshow ausgestellt werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gmc-sierra-2500hd-all-mountain-concept-spassmobil-fuer-den-schnee-8498807.html

Uniti Elektro-Stadtauto — Mit Siemens zur Serienproduktion

Das schwedische Elektro-Auto-Startup Uniti hat für die Serienfertigung seines Elektro-Stadtautos jetzt Siemens als Produktionspartner gewonnen. 50.000 Autos sollen gebaut, die ersten 2019 ausgeliefert werden.

Der Uniti ist ein rein elektrisch angetriebenes Stadtauto mit zwei oder drei Sitzen und Flügeltüren. Gefertigt wird es aus Kohlefaser und Materialien aus Bioverbundwerkstoffen. Pedale und ein Lenkrad gibt es nicht an Bord, gesteuert wird per Steuerruder wie in einem Flugzeug, und zwar ohne mechanische Verbindung zwischen Steuerruder und Rädern. Auch ein klassisches Armaturenbrett gibt es nicht. Alle relevanten Informationen werden über ein Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Zudem soll der Uniti autonome Fahreigenschaften mitbringen.

Angetrieben wird der Uniti von einem Radnabenmotor, der je nach Konfiguration zwischen 15 und 40 kW leistet. Als Energiespeicher stehen wahlweise Lithium-Ionen-Batterien mit 11 oder 20 kWh Kapazität zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird modellabhängig mit 90 bis 120 km/h angegeben, die Reichweite liegt entsprechend bei 150 bis 300 km. Der Spurt von Null auf 80 km/h soll der nur knapp 400 kg schwere Uniti in 3,5 Sekunden schaffen. Geladen werden können die Batterien per Induktion oder an der Steckdose.

Ab 2019 ab 20.000 Euro

Um den Uniti auch in Produktion zu bringen, hatten die Schweden per Crowdfunding schon rund 1,2 Millionen Euro bei 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern eingesammelt. Jetzt steigt Siemens als Produktionspartner ein. Die Zusammenarbeit soll die vollautomatisierte Serienfertigung des Elektroautos möglich machen. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 50.000 Exemplare produziert und ab Anfang 2019 ausgeliefert werden.Gebaut wird der Uniti im schwedischen Landskrona.

Der Preis für den Uniti soll bei rund 20.000 Euro liegen. Bislang soll es 200 Vorbestellungen geben.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 aus einem Universitäts-Projekt hervorgegangen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/uniti-elektro-stadtauto-mit-siemens-zur-serienproduktion-3233959.html