Twitter-Follower Spam oder Freund?

Twitter-Follower Spam oder Freund?

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Seit 2009  habe ich den Twitter-Account „dieTestfahrer“. Neben vielen anderen Accounts die ich damals für eine Menge von Projekten angelegt habe, hat dieser Account, mein privater Account, der neue Account für diesen Blog und die Accounts für das „flyingblogger“ und „hoteltestblog“ überlebt. Vermutlich weitere 25 Accounts leben jetzt ein Eigenleben vor sich hin (zum Bsp dieser) und unterhalten sich mit anderen Bots.

Der Account für „dieTestfahrer“ hat einige Zeit lang alle Automobilseiten die ich aufgesetzt hatte (und das waren Minimum zwanzig Stück) zusammen gefasst und die dort veröffentlichten Beiträge gestreut. Einen Dialog habe ich über den Testfahrer-Account nicht wirklich geführt. Dafür war lange Zeit mein privater Twitter-Account  zuständig.

Seitdem es mit der Auto-Bloggerei und diesem Blog so gut läuft, versuche ich den „meinautoblog“ Twitter-Account sinnvoll zu nutzen und folge dort zum Beispiel nur anderen Accounts die ich auch persönlich kenne. Der Account „dieTestfahrer“ wiederum wird für das neue Magazin genutzt und verteilt zudem noch immer die Beiträge von befreundeten Automobil-Blogs.

Wenn ich das so sehe, dann ist der Account „dieTestfahrer“ eigentlich ein wirklich guter Account um auf dem laufenden zu bleiben, wenn man wissen will – was sich in der Automobil-Blogszene so tut. Wirklich überrascht war ich daher auch nicht, als ich zum ersten Mal auf die Followerzahlen schaute.

20.644 Follower

Cool. Dachte ich mir. Aber wie kommt man zu dieser Zahl von „Twitterfreunden“? Und ist eine riesen Zahl an Twitterfans eigentlich dass, was man landläufig als „Relevante Reichweite“ bezeichnet?

Nun – ganz sicher nicht!

Twitter selbst tut, laut dem eigenen Blogbeitrag, sehr viel um die Spammer auf Twitter zu bremsen, aber so richtig scheint das nicht zu funktionieren.

twittercounter zeigt leider nur die Follower bis zurück in den Oktober 2012 an. Und da waren es schon über 20.000.

Leider habe ich bis jetzt kein Tool gefunden, dass mir anzeigen kann – wann mein Twitter Account so explodiert ist. Ich erinnere mich, als ich dieTestfahrer aufgesetzt habe, dass war im November 2009 – da war ich sehr aktiv auf Twitter. Man sucht die richtigen anderen Accounts, folgt diesen, diese folgen zurück und irgendwann kommt man an die 2.000 User Grenze und verliert die Lust. Wer 2.000 Accounts folgt, der hat einen Twitterstream der für nichts mehr zu gebrauchen ist. Und man verliert eben die Lust. Es geht zu schnell. Es ist zuviel. Heute folgt der Account knapp 1.500 anderen Accounts, aber wirklich im Dialog bleibt man doch nur mit denen, die man persönlich kennt. Wenn das mehr als 25 sind, dann wäre ich überrascht. Wer genau wissen will, woher die Inhalte auf dem eigenen Twitter-Account kommen und mit wem man sich unterhält, der kann TweetStats.com für die Antworten auf seine Fragen nutzen.

Echte Fans – oder Fake?

statuspeople.com bietet einen Service an, der den eigenen Twitter-Account analysiert und hinterher ausspuckt, wie viele Fake-Accounts man angesammelt hat. Üblicherweise liegt die Quote so bei 5 % – auf meinem Account sind es 84 % – SCHOCKSCHWERENOT! 

Nun stellen sich zwei Fragen für mich: Stimmt das? Und wenn ja, verflucht, was soll das?

Die Daten scheinen zu stimmen, denn kein anderer meiner Accounts hat so viele Follower aber auch nicht diese Anzahl an Fake-Follwern. @bhabegger hat 1% Fake-Follower, meinautoblog hat 1% Fake-Follower und so weiter.

Okay – bleiben wieder zwei Fragen offen: Woher kommt das? Und was dagegen tun?

Die Antwort auf Frage 1 wäre zum Beispiel: Alles gekauft, um wichtig zu sein. Man kann in der Tat alles kaufen, Autos, Liebe, Freunde und auch Follower. Nun bin ich aber nicht auf der Brotsuppe daher geschwommen, sondern kenne den Unterschied (weil ich dauernd darüber rede!) von „relevanter Reichweite“ und „gekauften Medien-Kennziffern die nur Vollidioten interessieren“. Ich kann also für mich ausschließen, Geld für so einen Quark ausgegeben zu haben.  Ehrlich gesagt, ich habe im Augenblick keine Idee was passiert ist. Aber es ärgert mich.

Also, was tut man nun dagegen?

Mit Tools wie twitblock.org kann man nicht nur die Follower scannen, sondern auch die „blocken“, die man für Spam hält. Aber dummerweise immer nur 3.000 Follower auf einmal und dann, jetzt kommts, man muss jeden einzelnen „blocken“. Na herzlichen Glückwunsch – da ich meine Zeit nicht geschenkt bekomme, werde ich diese Aufgabe auf eine Zeit verlegen, in der ich mich zu Tode gelangweilt fühle.

Wenn jemand von Euch eine bessere Idee hat, wie man mit diesen Problemen umgeht, schreibt es in die Kommentare!

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger