Verkehrssünderkartei wird 60 Jahre alt — Hier hat jeder Vierte Punkte

Verkehrssünderkartei wird 60 Jahre alt — Hier hat jeder Vierte Punkte

Die berühmte und von vielen Autofahrern gehasste Verkehrssünderkartei in Flensburg feiert am Dienstag (25.7.2017) ihren 60. Geburtstag. Rund 10 Millionen Autofahrer haben mit Stand 1.1.2017 Punkte gesammelt.

Rückblick: Eigentlich beginnt die Registrierung von Fahrern und Fahrzeugen bereits 1910 beim Berliner Polizeipräsidium, 1951 mit der Einrichtung des KBA wird die Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen in Flensburg eingegliedert.

Zentralregister erst in den 70ern mit Punktesystem

Am 25.7.1957 brachten der Bundestag und der Bundesrat unter der Federführung des damaligen Bundesministers für Verkehr, Hans-Christoph Seebohm (CDU), das Verkehrszentralregister (kurz ZVR) auf den Weg, wenige Monate später, am 2.1.1958 wurde die Arbeit beim Kraftfahrtbundesamt aufgenommen. Mit einem traurigen Grund: In Zeiten des Wirtschaftwunders stieg der Individualverkehr rapide an und damit auch die Zahl der schweren Verkehrsunfälle. So verzeichneten die Statistiker Ende der 50er-Jahre bei sieben Millionen Fahrzeugen auf Deutschland Straßen zirka 12.000 Verkehrstote. Schon gegen Ende des Jahres 1958 waren in der Verkehrssünderkartei 810.000 Personen eingetragen. Dennoch nahm die Zahl der Unfälle in Deutschland weiter zu, bis Anfang der 70er-Jahre 21.000 Unfalltote zu beklagen waren. Zeit zu handeln und die Sünderkartei zu reformieren. Das Punktesystem wurde aus der Taufe gehoben und erst 2014 erneut überarbeitet. Aus dem ZVR wurde das FAER, das Fahreignungsregister, die Verkehrsdelikte wurden neu bewertet. Nun sind Verkehrssünder schon bei acht Punkten den Lappen los, statt vorher bei 18 Punkten.

Rostocker sammeln besonders viele Punkte

Exakt 10.099.895 Autofahrer sind zum Stichtag 1.1.2017 im FAER registriert, 2016 waren es noch 8.588.836 Personen. Diese Erhöhung hat die Änderung von 2014 zur Folge, da die Tilungsfristen für Ordnungswidrigkeiten von 2 auf 2,5 und 5 Jahre erhöht wurde. Übrigens, 2/3 aller Einträge in der Verkehrssünderkartei sind Ordnungswidrigkeiten.

Nach einer Umfrage des Vergleichsportals „Check24“ unter einer Millionen Personen, die 2016 eine Kfz-Versicherung abgeschlossen haben, ergibt sich die folgende Statistik. In Rostock wurden die meisten Punkte gesammelt, hier hat fast jeder zehnte Bürger einen Eintrag. Auf den weiteren Plätzen folgen Leipzig und Erfurt. Gelsenkirchen, Berlin und Oberhausen liegen am unteren Ende der Statistik. Nach Bundesländern unterteilt ergibt sich ein starkes Nord-Südgefälle. Viele Verkehrssünder leben in Mecklenburg-Vorpommern (7,2 Prozent), in Bayerns sind es 5,4 Prozent. Übrigens: Männer „punkten“ doppelt so häufig wie Frauen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/verkehrssuenderkartei-wird-60-jahre-alt-1928274.html

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Infiniti QX50 — Mittelklasse-SUV mit Super-Motor

Die Nissan-Nobeltochter Infiniti renoviert ihre Mittelklasse-SUV-Baureihe QX50. Auf der L.A. Autoshow debütiert das gänzlich neue Mittelklassemodell mit revolutionärer Motortechnik.

Bereits 2016 hatte die Nissan-Nobeltochter Infiniti-Fans an der Zukunft des QX50 schnuppern lassen, als man das Infiniti QX Sport Inspiration Concept gezeigt hatte. Auf der Detroit Motor Show 2017 wurde der neue Mittelklasse-SUV weiter konkretisiert. Das QX50 Concept gab sich seriennah. Wie seriennah das Concept bereits war, zeigt die Weltpremiere des neuen QX50 jetzt auf der L.A. Autoshow.

Technik für autonomes Fahren

Zu Technik wurde seinerzeit noch nicht viel verraten. Mittlerweile ist aber klar: Im neuen SUV wird aber der neue Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Kompression debütieren und mit einem CVT-Getriebe zusammenarbeiten. Die Leistung soll bei 272 PS und 380 Nm liegen. Die neue Plattform ist primär auf Vorderradantrieb ausgelegt, optional wird der Nissan QX50 aber auch mit Allradantrieb angeboten werden. Zudem wird der neue SUV mit einem „autonom-Fahren“-Technik-Paket gespickt, das demnächst in weiteren Serienmodellen angeboten werden soll. Zusammengefasst werden die Assistenzsysteme unter dem Namen ProPilot. Für den Spurt von Null auf 98 km/h geben die Japaner zwischen 6,3 (AWD) und 6,7 (FWD) Sekunden an. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 230 km/h liegen.

Der Kofferraum des QX50 soll dank längsverschiebbarer Rückbank zwischen 895 und 1.048 Liter Gepäck (US-Norm) schlucken können. Werden die Rücksitze umgelegt, so soll das Ladevolumen sogar bis auf 1.699 Liter anwachsen.

Beim Design des 4,69 Meter langen, 1,68 Meter hohen und 1,90 Meter breiten Infiniti QX50 (Radstand: 2,80 Meter) haben die Japaner dabei die neue Designlinie der Marke erstmals auf ein SUV-Modell übertragen. Kräftige Formen werden mit fließenden Linien kombiniert. Der Innenraum hat sich organischen Formen verschrieben, die sich optional mit Leder auf den Sitzen sowie Alcantara an den Türbrüstungen und am Dachhimmel zu einem Luxusambiente paaren. Dazu gibt es Edelhölzer und Aluminiumapplikationen. Auf der Mittelkonsole sitzt der obligatorische Touchscreen, der zahlreiche Bedienfunktionen bündelt. Den Mitteltunnel teilen sich der Automatikwählhebel und ein Dreh-Drück-Controller.

Der neue Infiniti QX50 soll noch in 2017 in das Modellprogramm aufgenommen werden. Seine Premiere feiert der QX50 auf der L.A. Autoshow 2017. In den USA kommt er Anfang 2018 in den Handel, in Europa erst im Herbst 2018. Gebaut wird der QX50 im Daimler-Nissan-Gemeinschaftswerk in Mexiko.

In der Fotoshow zeigen wir noch den Infiniti QX50 Concept.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/infiniti-qx50-daten-infos-marktstart-preis-1045203.html

Karlmann King Stealth SUV — V10-Kampfbomber für Ölscheichs

Auf der Dubai Motorshow hat der chinesische Tuner Karlmann King sein Stealth-SUV vorgestellt. Das Riesen-SUV setzt auf Ami-Technik und einen 370-PS-V10

Wenn man Autos verkaufen möchte, die auf den ersten Blick verhältnismäßig sinnfrei, aber exorbitant teuer sind, ist Dubai eine gute Adresse. Die Dubai Motorshow im November bringt neben den üblichen Protz- und Prunk-Gefährten für Menschen mit überquellenden Bargeldreserven auch regelmäßig Fahrzeuge ins Rampenlicht, die noch abgefahrener sind als die üblichen Verdächtigen. Auf den Karlmann King trifft das zweifelsfrei zu.

Erdacht wurde der Karlmann King von der chinesischen Firma IAT, die üblicherweise Ford-Offroader für den chinesischen Markt mit viel Bling-Bling „veredelt“. Entsprechend ist auch die Basis des im Design eines Tarnkappenbombers gehaltenen Mega-SUV eine sehr amerikanische, denn unter dem Karlmann King steckt die Plattform des Riesen-Pickup Ford F-450 Superduty. Das bedeutet neben dem Leiterrahmen auch zwei Starrachsen, also robuste Lkw-Technik mit Durchsetzungswillen im Gelände.

V10-Benziner mit 367 PS

Gefedert wird mit Luftfeder-Elementen, was trotz der archaischen Starrachsen einen gewissen Fahrkomfort vermitteln dürfte. Als Antrieb dient der damalige Top-Benziner der Baureihe, ein V10 mit 6,8 Liter Hubraum und 367 PS. Der erscheint auch notwendig, denn das Ungetüm (5,99 Meter lang und jeweils 2,48 Meter breit und hoch) ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Im Standard-Trimm bringt der Karlmann King bereits 4,5 Tonnen auf die Waage, bei der optional angekündigten schussfesten Variante sollen es rund 6,5 Tonnen werden.

Wie für die angepeilte Kundschaft üblich wurde neben dem abgefahrenen Karosseriedesign vor allem der Innenraum sehr extravagant gestaltet. Barocke Farben und Formen mit ausreichend Gold-Verzierungen in verschiedenen Stilen stehen zur Auswahl. Der schwerreiche Besitzer kann vom Rücksitz aus wesentliche Funktionen per Mobiltelefon-App steuern, neben der Klimatisierung auch die Beleuchtung, den Kühlschrank und die Kaffeemaschine.

Karlmann King kostet 1,6 Millionen Euro

Wesentliche Unterhaltungselektronik ist natürlich auch an Bord, neben einem Video-System gibt es gegen Aufpreis auch Satelliten-TV und -Telefonanbindung, eine Spielkonsole und eine wattstarke Soundanlage. Richtig follt unterwegs ist der Karmann King allerdings nicht, bei 140 km/h ist Schluss mit Beschleunigung. Dafür ist das Auto laut Hersteller in Temperaturregionen zwischen -40 und +90 Grad Celsius funktionsfähig. Und was kostet der Spaß? Umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro, ohne Extras.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/karlmann-king-stealth-suv-kampfbomber-fuer-oelscheichs-736894.html