Vernetztes und automatisiertes Parken – So parken wir morgen

Vernetztes und automatisiertes Parken – So parken wir morgen

Jede Autofahrt endet irgendwann, und meistens in einem Parkplatz. Doch hier fangen die Probleme oft erst an: 40 Prozent aller Pkw-Unfälle mit Sachschaden gehen auf das Konto von Parkremplern und zusammengerechnet verschwenden Autofahrer pro Jahr rund einen Tag für die Parkplatzsuche und das Manövrieren in die Lücke. Hier muss sich was ändern, sagt Bosch, und hat über zweieinhalb Tausend Ingenieure darauf angesetzt, sich Lösungen zu überlegen, wie das Parken zukünftig kommoder vonstattengehen kann.

Die Überlegungen des Stuttgarter Zustellers fangen bei der Parkplatzsuche an. Rund zehn Minuten dauert es im Schnitt, bis eine passende Lücke gefunden ist; die Suche nach einem Abstellplatz macht circa ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs aus. Das soll zukünftig dank „Community-based Parking“ deutlich schneller gehen. Dafür sammeln Autos selbstständig Daten über freie Parkplätze, schicken sie an einen Server und der verteilt die Informationen weiter an die anderen Autofahrer. Die Technik dafür haben viele Autos schon an Bord, Bosch nutzt zur Parkplatzsuche nämlich die Ultraschallsensoren der Einparkhilfe, die in Deutschland inzwischen in rund zwei Dritteln aller Neuwagen eingebaut werden.

Künftig dürfte auch per Handy geparkt werden
Künftig dürfte auch per Handy geparkt werden

Auch bei Geschwindigkeiten von über 50 km/h schaffen es die Sensoren, Lücken am Straßenrand zu entdecken. Der Computer im Rechenzentrum sammelt die Daten und gleicht sie ab; melden viele Autos immer wieder an der gleichen Stelle eine freie Lücke, handelt es sich dabei wahrscheinlich um eine Einfahrt oder Bushaltestelle. Wenn die Technik aber einen freien Parkplatz ausmacht, meldet sie ihn wieder zurück an die Autos, wo die Informationen – inklusive Auskunft über Länge und Breite –zum Beispiel im Navigationssystem hinterlegt werden und direkt angesteuert werden können. Über Parkplatzbelegungssensoren, wie sie schon heute in vielen Parkhäusern für Leitsysteme eingesetzt werden, können zudem weitere Stellplätze in Tiefgaragen aber auch auf Großparkplätzen zu einer digitalen Parkplatzkarte ergänzt werden. Die Suche nach einem Parkplatz soll, wenn es nach Bosch geht, schon 2018 der Vergangenheit angehören.

Für viele Fahrer kommt die eigentlich Hürde aber, wenn die Lücke erst gefunden ist. Zwar sind Parkpiepser, Parklenkassistenten und Rund-um-Kameras schon eine große Hilfe, doch gehören Kratzer und Dellen noch immer zum Alltag. Um das zu vermeiden, arbeitet Bosch an einem Manövrier-Notbremsassistenten, der das Auto anhält, wenn es brenzlig wird und man dem Poller verdächtig nahe kommt.

Zukünftig soll es reichen, den Wagen vor dem Parkhaus abzustellen und das automatische Valet Parken zu aktivieren
Zukünftig soll es reichen, den Wagen vor dem Parkhaus abzustellen und das automatische Valet Parken zu aktivieren

Richtig komfortabel wird das Parken aber erst, wenn das Auto von alleine in die Lücke rollt. Mehrere Hersteller bieten inzwischen Systeme, bei denen der Fahrer bis zum Parkplatz manövriert, aussteigt und dann von außen auf dem Handy oder einer Fernbedienung den Einparkvorgang startet – das Auto rollt dann von allein in die von den Ultraschallsensoren vermessene Lücke. Bosch denkt noch einen Schritt weiter, und plant schon 2019 einen serienreifen Homezone-Parkassistenten anzubieten: Von einem definierten Startpunkt aus, zum Beispiel vor der Haustür, fährt das Fahrzeug dann einen bis zu 100 Meter entfernten Stellplatz alleine an, sei es unter einem Carport oder auch ein fester Platz in einer Tiefgarage.

Damit der Wagen das kann, muss der Fahrer einmal die Strecke abfahren. Der Computer merkt sich den Weg und findet beziehungsweise fährt ihn zukünftig allein – momentan muss der Fahrer dabei allerdings durchgängig einen Totmannknopf, zum Beispiel auf seinem Smartphone, drücken. Da bis zu zehn solcher Strecken gespeichert werden können, lässt sich etwa auch der Ausparkvorgang hinterlegen. Neue Hindernisse auf dem Weg, wie beispielsweise Mülltonnen, werden von den Sensoren erkannt und wenn möglich umfahren. Ein, zwei Meter kann die Technik von der gespeicherten Route abweichen, deswegen muss das Auto auch nicht immer exakt auf dem Startplatz abgestellt werden. Und die Automatik parkt auch dann gerade ein, wenn der Fahrer beim Lernvorgang etwas schief in der Lücke stand.

Bosch denkt noch einen Schritt weiter, und plant schon 2019 einen serienreifen Homezone-Parkassistenten anzubieten
Bosch denkt noch einen Schritt weiter, und plant schon 2019 einen serienreifen Homezone-Parkassistenten anzubieten

Eine ähnlich Technik wird es übrigens auch in Parkhäusern geben: Zukünftig soll es reichen, den Wagen an der Einfahrt abzustellen und das automatische Valet Parken zu aktivieren. Dann rollte das Fahrzeug alleine durch das Parkhaus und schnappt sich den ersten freien Parkplatz; umgekehrt lässt sich das Auto rufen und kommt dann alleine wieder zurück zum Übergabepunkt. Helfen muss dabei neben den Sensoren im Auto die Parkhaus-Infrastruktur, unter anderem braucht das Fahrzeug eine genaue Karte des Parkhauses. Erste Praxisversuche startet Bosch schon jetzt zusammen mit Car2Go in einem Stuttgarter Parkhaus. Allerdings bleiben noch einige Fragen offen: Man stelle sich nur einmal vor, die Philharmoniker spielen gerade den Schlussakkord und mehrere hundert Besucher rufen per Smartphone ihr Auto zurück. Bis die Technik so weit verbreitet ist, dauert es aber sicher noch zehn Jahre, „und bis dahin haben wir auch eine Lösung dafür gefunden“, ist man sich bei Bosch sicher.

Previous ArticleNext Article
SP-X Redaktion | Michael Gebhardt

Dieser Artikel stammt aus der SP-X Redaktion von Michael Gebhardt.

Nissan nimmt Dieselangst — 500-Euro-Absicherung gegen Fahrverbote

Um Diesel-Besitzern die Angst vor möglichen Fahrverboten zu nehmen bietet Nissan jetzt die sogenannte Innenstadtgarantie, die auch bei Fahrverboten freie Fahrt garantiert.

Um sich gegen mögliche Fahrverbote in deutschen Stadten abzusichern, bietet Nissan jetzt die Innenstadtgarantie an. Wer künftig von einem Fahrverbot betroffen sein sollte, kann sein Auto jederzeit beim Händler zurückgeben. Diese Garantie ist allerdings an jede Menge Rahmenbedingungen geknüpft.

Garantie an zahlreiche Bedingungen geknüpft

Sie gilt nur beim Kauf eines neuen Nissan X-Trail oder Nissan Qashqai mit Dieselmotor. Sie kostet 500 Euro und ist für alle Autos die bis maximal vier Jahre über die Nissan Bank finanziert werden, erhältlich. Zur Inanspruchnahme der Garantie muss ein Fahrverbot am Wohnort bzw. im Umkreis von maximal 100 Kilometern an mindestens 30 Tagen im Jahr wirksam sein.

Die Rücknahme erfolgt jederzeit unbürokratisch bei Eintritt einer Innenstadtsperrung für Diesel. Voraussetzung ist lediglich, dass das Fahrverbot nicht mithilfe von Nissan-Nachrüstlösungen aufgehoben werden kann und mindestens 30 Tage pro Jahr besteht. Der Rückkaufspreis orientiert sich dann an dem bei Rückgabe gültigen Restwert laut Eurotax/Schwacke. Damit erfolgt auch ein sofortiger Ausstieg aus der Finanzierung. Die Vertragskündigung erfolgt kostenfrei – ohne das Anfallen von Gebühren oder Vorfälligkeitsentschädigungen. Bei Rückgabe prüft der Händler die Voraussetzungen und verrechnet die offene Ablösesumme der Finanzierung mit dem Rückkaufwert. Unter Berücksichtigung möglicher Schäden sowie Mehr- oder Minderkilometern werden maximal 2.500 Euro ausgeglichen.

Auf Wunsch kann der Diesel-SUV auch gegen einen emissionsfreien und vollelektrischen Leaf eingetauscht werden. Hier werden dann die Monatsraten der Finanzierung angepasst.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/nissan-nimmt-dieselangst-500-euro-absicherung-gegen-fahrverbote-767124.html

Bentley Bentayga Spezial-SUV — Sondereditionen für Falkner und Jäger

Bentley kennt seine Kunden ganz genau und legt über die Individualisierungsabteilung Mulliner immer wieder maßgeschneiderte Sondereditionen auf. Die jüngste Kreation ist der Bentayga Field Sports für den distinguierten Jagdfreund.

Im Mai 2017 hatte Mulliner schon einen für die Falknerei optimierten Bentayga an den Start gebracht, jetzt folgt mit dem Bentayga Field Sports eine Sonderversion für passionierte Jäger. Als Partner holte sich der Autobauer die renommierte Londoner Waffenschmiede Purdeys ins Boot. Natürlich entsteht das Sondermodell wieder in Handarbeit und lässt so jedem Kunden Freiräume für weiterreichende Individualisierungswünsche.

Jagdbedarf im Kofferraum

Aber schon das Baispaket bietet reichlich Jagdflair. Herzstück der Field Sports-Version ist ein abschließbarer Kofferraumeinbau mit zwei Schubfächern und zahlreichen Staufächern. Gefertigt ist das Staumodul aus Aluminium, die Oberseite ist mit gestepptem Leder bezogen. Ebenfalls mit Leder ausgeschlagen präsentieren sich die einzelnen Staufächer. Zu deren Inhalt zählen unter anderem ein Fernglas, Munitionslager, Schutzbekleidung, ein Messer, Getränke und edle Kristallgläser, ein Flachmann sowie ein Zigarrenvorrat und ein Humidor. Darauf sitzt eine Waffenablage die sich durch die Rücksitzlehne streckt und zwei Jagdflinten aufnehmen kann. Auf Wunsch gibt es noch eine Spezialtasche die spezielle Jagdbekleidung stilgerecht aufnimmt und schützt. Des Jägers bester Freund – sein Jagdhund – bleibt allerdings auf der Strecke. Für den sieht der Bentley Bentayga Field Sports keine Mitnahmemöglichkeit vor.

Bentley Bentayga Falconry für Leute mit einem Vogel

Bentley hat ein Herz für Kunden die einen Vogel haben. Mit dem Bentley Bentayga Falconry hat die Mulliner-Abteilung von Bentley ein Sondermodell für Falkner aufgelegt. Im Grunde seines Wesens ist auch der Bentley Bentayga Falconry nur ein Bentley Bentayga. Den Sonderstatus erwirbt er sich mit einem Spezialeinbau im Heck. Hier haben die Mulliner-Individualisierungsspezialistendie gesamte Ausrüstung für eine erfolgreiche Beizjagd untergebracht.

Herzstück des handgefertigten Einbaus sind zwei voneinander unabhängige mit Naturkork bezogene Einheiten: eine Ausrüstungsstation und ein Behälter für Verpflegung, die beide auf einer ausziehbaren Plattform sitzen.Im Inneren der Ausrüstungsstation befindet sich ein spezielles, in Piano Black furniertes Schubfach – verziert mit einem stilisierten Sakerfalken – mit Verwahrungsmöglichkeiten für die für die zur Falkenjagd notwendige Ausrüstung. Unterhalb davon befindet sich ein Staufach in lasergraviertem Hotspur-Leder mit Fächern für ein GPS-Vogelortungsgerät und das Fernglas sowiefür handgefertigte Lederhauben und Handschuhe, die optional verfügbar sind. In der Verpflegungsbox finden drei Edelstahlkannen mit Bechern, eine Decke und Erfrischungstücher Platz.

Schatten für den Jagdfalken

In einem mit Naturkork bezogenen Kasten, für den ein Seitenfach des Kofferraums reserviert ist, können zwei einzelne Sitzblöcke verwahrt werden. Eine doppelseitige Schutzabdeckung – ebenfalls aus Kork – für Kofferraum­boden und Stoßfänger ist in den Kofferraum des Bentayga integriert, so dass der Vogel auf seinem Sitzblock im Komfort des Fahrzeugschattens auf die Jagd vorbereitet werden kann.

Auch das in Hotspur-Leder gehaltene Interieur dieses Bentayga stellt die Falknerei in den Mittelpunkt: Auf der Mittelarmlehne lässt sich beiBedarf eine Transport-Sitzstange inklusive Riemen befestigen, während das Armaturenbrett mit einer aufwändig gefertigten Intarsie verziert ist. Das Wüstenlandschaftsmotiv mit Falke besteht aus 430 Teilen.

Eine Preis für den Mulliner-Umbau nennt Bentley nicht. Aber der ist ja eh nur was für Leute mit einem Vogel.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/bentley-bentayga-falconry-und-field-sports-spezial-suv-676095.html