Von Opel Corsa GSi bis Porsche 964 — Diese Oldtimer bekommen 2018 ein H-Kennzeichen

Von Opel Corsa GSi bis Porsche 964 — Diese Oldtimer bekommen 2018 ein H-Kennzeichen

Im kommenden Jahr knacken wieder einige Autos die 30er-Marke und qualifizieren sich somit für ein H-Kennzeichen. Wir haben die coolsten Anwärter ausgesucht. So viel vorab: 2018 wird ein heißes Jahr in der Oldie-Szene.

Okay, den Ferrari F40 vom vergangenen Jahr zu toppen, ist wirklich keine leichte Aufgabe – wir versuchen es trotzdem, denn auch für 2018 braut sich an der H-Kennzeichen-Front einiges zusammen. Alfa Romeo schickt den Spider 2000 mit Kat ins Rennen und stellt ihm das 1988er Facelift-Modell des Alfa 75 zur Seite. Großvolumiger wird es mit Alpina. Der B12 5.0, auf Basis des BMW 8er und der Alpina B10 3.5 treten der greisen Automobil-Gemeinschaft bei. Wir legen mal die alphabetische Reihenfolge zu Grunde und machen entsprechend mit dem Aston Martin V8 Zagato Volante weiter. Wobei der vermutlich selten zu sehen sein wird; es gibt nämlich nur 25 Exemplare. Was Audi da in den Ring schickt, ist schon etwas greifbarer. Zwei Modelle dürfen sich ab 2018 mit den in Blech gedrückten Oldtimer-Insignien schmücken: Das Audi Coupé (B3) und der Audi V8 in der 3,6-Liter-Version.

Warum ein H-Kennzeichen?

Für alle, die grade nicht so im Thema sind, hier ein kleiner Fakten-Überblick: Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, muss die Erstzulassung mindestens 30 Jahre her sein und das Fahrzeug sollte sich weistestgehend im Originalzustand befinden. Also keine verbastelten Tuning-Gesellen-Stücke, sondern wenn, dann zeitgemäße Modifikationen mit Teilen aus der richtigen Epoche. Schließlich geht es hier um Wahrung automobilen Kulturguts.

Was in den ersten zehn Lebensjahren des Autos umgebaut wurde, wird vom Prüfer zumeist durchgewunken. Warum aber sollte man sich diese zusätzliche Untersuchung überhaupt antun? Dafür gibt es mehrere Gründe, besonders in der aktuell vorherrschenden Debatte um Fahrverbote, Feinstaub und Umweltzonen. Hat ihr Wagen das H-Kennzeichen an Heck und Bug, dürfen auch Umweltzonen befahren werden, ohne dass eine Schadstoffplakette notwenig wäre. Außerdem werden die Fix-Kosten beim Finanzamt gedeckelt. 191 Euro sind es dann pauschal pro Jahr, ungeachtet der Motorgröße. Im Umkehrschluss lohnt sich die Oldtimer-Kennzeichnung also nicht für alle Autos im Mindestalter von 30 Jahren. Nämlich dann nicht, wenn sich durch Leistung und Hubraum ein geringerer Steuerbetrag ergibt. Allerdings profitiert ein Auto als Oldtimer auch in puncto Versicherung. Für Oldtimer gibt es spezielle Tarife, ja sogar spezielle Versicherungsanbieter, die Ihre Leistungen präzise auf die Kfz-Senioren abstimmen.

Sechs- und Zwölfzylinder von BMW

Wen also bislang die Folgekosten aus PS und Hubraum vom Kauf eines Autos von 1988 abgehalten haben, der darf jetzt guten Gewissens zuschlagen. Beispielsweise bei BMW, die gleich eine richtige Ikone in ihre 30er entlassen. Der 220 PS starke E30 M3 Evolution II feiert seinen runden Geburtstag im kommenden Jahr. Zur Party kommen auch die 5er-Limousine aus der E34-Baureihe, inklusive M5 und der BMW 750i mit Zwölfzylinder unter der Haube. Als Türsteher könnten drei dicke Ami-Schlitten verpflichtet werden. Die Corvette C4 als 35th Anniversary-Edition, der Cadillac Seville mit 4,5-Liter-V8 (übrigens das erste Serienauto der Welt mit quer eingebautem V8) und der Ford Mustang Serie III mit Fünfliter-V8 und 228 PS.

War noch nichts für Sie dabei? Dann legen wir noch eine Schippe drauf: Jaguar lässt sich das XJR-S 5.3 Coupé mit einem Oldtimer-Kennzeichen veredeln und repräsentiert in dieser Aufstellung damit Großbritannien. Weil jedoch die deutschen Hersteller für das kommende Jahr so stark vertreten sind, hier nochmal drei Kandidaten: Der Opel Corsa (A) GSi knackt gemeinsam mit seinem Bruder Kadett 2.0i GSi 16V die 30er-Marke. Und einen gäbe es da noch, der sicher häufiger in der Szene auftauchen wird: der Porsche 911 aus der Baureihe 964 als Carrera 4. Dass das Ende der Fahnenstange in Sachen H-Kennzeichen 2018 hier noch lange nicht erreicht ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie. Viel Spaß beim Planen der Klassiker-Kaufs.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/oldtimer-h-kennzeichen-2018-youngtimer-11616616.html

Previous ArticleNext Article

GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept — Spaßmobil mit Kettenantrieb für den Schnee

Der Winter steht vor der Tür, Zeit Winterreifen aufzuziehen – oder gleich einen Kettenantrieb, wie das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept, das jetzt vorgestellt wurde.

Nein, GMC stellt nicht von Allrad- auf Kettenantrieb um, zumindest nicht generell. Das GMC Sierra 2500HD All Mountain Concept enstand auf Basis einer Sponsor-Partnerschaft zwischen GM und der US-Skiregion Vail Mountain und bleibt ein Einzelstück, das über die komplette Wintersaison 2017/2018 im Nobelskigebiet präsent sein soll.

Als Basis für das Spaß-Snowmobil fiel die Wahl auf den GMC Sierra 2500HD Denali 4WD Crew Cab. Der bringt nicht nur reichlich Platz in seiner Doppelkabine und auf der Ladefläche mit, sondern auch einen Allradantrieb. Am All Mountain Concept wurden allerdings die vier Räder ausgemustert und durch Kettenantriebselemente ersetzt. Die sorgen nicht nur für ausreichend Traktion auf jeden Terrain und an jedem Hang, sie liefern zudem noch mehr Bodenfreiheit.

1.234 Nm für den Snowboardtransport

Beim Antrieb kommt das Serienaggregat des Sierra 2500HD zum Zuge. Der 6,6 Liter große V8-Turbodieselmotor liefert 445 PS und ein maximales Drehmoment von 1.234 Nm, die über eine Sechsgang-Automatik herfallen.

Und nur falls der Kettenantrieb noch nicht genug Aufmerksamkeit auslösen sollte, hat GM den GMC auch in ein besonderes Farbkleid gehüllt und mit Zubehör aufgerüstet. Karosserie und Unterboden werden von diversen LED-Leuchtmitteln illuminiert. Auf die Ladefläche wurde ein Snowboardhalter montiert. Auf dem vorderen Schutzbügel brennt eine LED-Lichtleiste Löcher in die Nacht. In der Kabine heizt eine Highend-Soundanlage den Passagieren ein. Abgerundet wird der Auftritt des GMC Sierra 2500HD All Mountain Concepts durch ein Bergpanorama auf den Flanken sowie einen roten Designstreifen über das Heck.

Neben dem Einsatzmobil für Vail Mountain soll ein ähnlich gestalteter Ketten-Pickup auf der L.A. Autoshow ausgestellt werden.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/gmc-sierra-2500hd-all-mountain-concept-spassmobil-fuer-den-schnee-8498807.html

Uniti Elektro-Stadtauto — Mit Siemens zur Serienproduktion

Das schwedische Elektro-Auto-Startup Uniti hat für die Serienfertigung seines Elektro-Stadtautos jetzt Siemens als Produktionspartner gewonnen. 50.000 Autos sollen gebaut, die ersten 2019 ausgeliefert werden.

Der Uniti ist ein rein elektrisch angetriebenes Stadtauto mit zwei oder drei Sitzen und Flügeltüren. Gefertigt wird es aus Kohlefaser und Materialien aus Bioverbundwerkstoffen. Pedale und ein Lenkrad gibt es nicht an Bord, gesteuert wird per Steuerruder wie in einem Flugzeug, und zwar ohne mechanische Verbindung zwischen Steuerruder und Rädern. Auch ein klassisches Armaturenbrett gibt es nicht. Alle relevanten Informationen werden über ein Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Zudem soll der Uniti autonome Fahreigenschaften mitbringen.

Angetrieben wird der Uniti von einem Radnabenmotor, der je nach Konfiguration zwischen 15 und 40 kW leistet. Als Energiespeicher stehen wahlweise Lithium-Ionen-Batterien mit 11 oder 20 kWh Kapazität zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird modellabhängig mit 90 bis 120 km/h angegeben, die Reichweite liegt entsprechend bei 150 bis 300 km. Der Spurt von Null auf 80 km/h soll der nur knapp 400 kg schwere Uniti in 3,5 Sekunden schaffen. Geladen werden können die Batterien per Induktion oder an der Steckdose.

Ab 2019 ab 20.000 Euro

Um den Uniti auch in Produktion zu bringen, hatten die Schweden per Crowdfunding schon rund 1,2 Millionen Euro bei 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern eingesammelt. Jetzt steigt Siemens als Produktionspartner ein. Die Zusammenarbeit soll die vollautomatisierte Serienfertigung des Elektroautos möglich machen. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen jährlich 50.000 Exemplare produziert und ab Anfang 2019 ausgeliefert werden.Gebaut wird der Uniti im schwedischen Landskrona.

Der Preis für den Uniti soll bei rund 20.000 Euro liegen. Bislang soll es 200 Vorbestellungen geben.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 aus einem Universitäts-Projekt hervorgegangen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/uniti-elektro-stadtauto-mit-siemens-zur-serienproduktion-3233959.html