Vorstellung: Nissan Qashqai

Vorstellung: Nissan Qashqai

Eigentlich ist ein Adjektiv und wo immer es verwendet wird, verwischt es die Grenzen zwischen den Tatsachen und dem, was man sagt. Eigentlich steht für unnötige Relativierungen.

Eigentlich wäre ich in Madrid gewesen und hätte den neuen Qashqai fahren können. War ich aber nicht, denn ein fieser Männerschnupfen legte mich flach und lies den Terminkalender in dieser Woche ordentlich durcheinander wirbeln.

Hier sollte also eigentlich eine Vorstellung des neuen Nissan Qashqai folgen – de facto ist es aber nur ein Kommentar zu den bislang bekannten Fakten. So wie ich diese eben aus den Nissan-Pressemeldungen entnehmen konnte.

Nissan Qashqai 2014 – Das Remake eines Verkaufsschlagers?

Wenn von einem Auto binnen 8 Jahre mehr als 1.5 Millionen Stück verkauft werden (Europa), dann dürfte dies ein klares Indiz für den Erfolg des Fahrzeugs sein. Ganz ohne die einschränkende Relativierung des Wortes eigentlich.  Dabei war der Qashqai 2006 durchaus ein mutiger Schritt von Nissan.

Nissan Qashqai 07 Neuvorstellung

Crossover aus England

Der Qashqai bekam nicht nur einen schwer auszusprechenden Namen, an dem sich auch heute noch die Geister entzweien, er ist auch kein richtiger SUV. Aber auch kein Kombi. Er ist ein Crossover. Ein Fahrzeug mit dem man maximale Breiten an Käuferschichten abdecken will. Doch Everybodys Darling ist schnell auch Everybodys Depp. Trotz Knoten in der Zunge bei der Aussprache – der Qashqai und sein Bruder mit den zusätzlichen Sitzplätzen, der Qashqai +2, haben die Kunden überzeugt. Und eigentlich ist der Nissan ja auch gar kein Japaner! Da war es wieder. Eigentlich. Denn er wird in Sunderland in England produziert. Wurde in London designed und in Barcelona konstruiert – der Qashqai ist also deutlich europäischer als man es beim Namen Nissan erst einmal denken möchte.

Zweite Generation

Die zweite Generation darf üblicherweise aus den Fehlern der ersten lernen und dann alles besser machen. Fehler gab es in der ersten Generation des Nissan Qashqai jedoch kaum, mein Fahrbericht zum ersten Qashqai lieferte ein klares und vor allem positives Bild. Der Qashqai wusste schon in seiner ersten Generation zu überzeugen.

Nissan Qashqai 09 Neuvorstellung

Was also kann die zweite Generation besser?

Neben dem üblichen Wachstum, ein paar Zentimeter in der Länge (47 mm) und ein paar Zentimeter in der Breite, verlor der Qashqai jedoch in der Höhe und wirkt nun geduckter, satter und kräftiger. Den großen Gelände-Helden wollte er nie heraushängen lassen, drum ist auch der Allradantrieb nur eine Option.

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[notification type=“notification_info“ ]Der neue Qashqai ist kein Facelift, sondern eine vollständige Neu-Entwicklung. Die Basis bildet eine Plattform die bei Renault-Nissan CMF (Common Module Family) genannt wird. CMF setzt sich aus 5 Modulen zusammen. Dem Motor- und Cockpit-Modul, dem dem Front- und dem Heck-Segment und der elektronische Ausrüstung. Renault-Nissan will mit der Hilfe des CMF deutlich Kosten bei der Konstruktion einsparen. Neben dem Qashqai werden der neue X-Trail und auch Fahrzeuge wie der kommenden Renault Laguna, Scenic und der neue Espace auf dieser Plattform aufbauen. [/notification]

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Zu den wichtigsten Eigenschaften des Qashqai gehört die „erhöhte“ Sitzposition und das Plus an Raumangebot für Menschen, die eigentlich irgendetwas Kompaktes fahren wollen, aber auf der anderen Seite mit der Variabilität eines Kombis liebäugeln.  „Eigentlich“ ist der Qashqai eine Mischung aus einem VW Golf, einem Kombi und einem SUV. Aber eben nur eigentlich.

Der neue Qashqai bietet ein wenig mehr Kofferraumvolumen (nun 430 Liter, zuvor 410) und viel mehr Ambiente. So verspricht es die Pressemappe. Die Bilder zeigen bislang ein  modern gezeichnetes Cockpit, Armaturen mit klarer Beschriftung und eine logische Gestaltung der Bedienbereiche. Auch sieht das Leder mit den feinen Doppelnähten auf den Bildern extrem gut aus. Wie es sich anfühlt, wird sich später in einem Test zeigen müssen. Im Prinzip war die Wahl der Materialien – das viele harte und dunkle Plastik – wirklich der Hautpkritikpunkt beim „alten Qashqai„. Wenn man Nissans-Versprechen folgt und hier ein großer Schritt gegangen wurde, dann ist der neue Qashqai ein verlockendes Angebot. Denn preislich hat man sich zurück gehalten.

Minus 2

Während man den Vorgänger in zwei Größen bekam, als Qashqai und Qashqai +2, wird sich der neue Qashqai mit einem Radstand begnügen müssen. Hier will der Hersteller die Abgrenzung zwischen Qashqai und dem größeren Nissan X-Trail ein wenig deutlicher werden lassen. Der Qashqai ist also ein Crossover für Fünf.

Ab 3.8

Eine beeindruckende Zahl hält das Datenblatt des Qashqai 1.5 dCi bereit. Einen Normverbrauch von nur 3.8 Liter auf 100 Kilometern. Für einen Fünfsitzigen Crossover ein extrem beeindruckender Wert. Doch auch der 1.2 Liter Benziner Turbomotor kann im NEFZ-Verbrauch mit einem Fabelwert aufwarten. Der 115 PS starke Einstiegsbenziner wird mit 5.6 Litern auf 100 Kilometern angegeben. Und jetzt bin ich nicht nur „eigentlich“ traurig, nicht vor Ort gewesen zu sein. Denn diesen Verbrauchswerten muss man auf den Grund gehen. Sollte der neue Qashqai wirklich so effizient sein?

Die Motoren ganz allgemein

Turboaufladung ist allen vier aktuellen Motoren gemein, ebenso die Zylinderzahl: Vier in Reihe. Zwei Benziner und zwei Diesel stellen die zukünftigen Kunden vor die Wahl.  Den Einstieg bildet der 1.5 Liter Dieselmotor mit 110 PS – darauf folgt der 1.2 Liter Vierzylinder DIG-T mit 115 PS. Mit 130 PS ist der 1.6 Liter dCi-Diesel die nächste Leistungsstufe und das vorläufige Ende bildet der 1.6 DIG-T mit 163 PS. Doch – ich bin mir sicher – es wird ein Qashqai NISMO folgen und dann sind bestimmt auch 200 bis 220 PS im Fahrzeugschein und unter der Motorhaube zu finden.

Eigentlich günstig

Bemerkt? Wieder ein „eigentlich“. Denn beim Preis muss man doch vorsichtig sein, oder? Sind knapp 20.000 € günstig? Eigentlich schon, wenn der Gegenwert ein Fünfsitziger Crossover mit aktueller Sicherheitstechnik, sparsamen Motor und attraktiven Design ist. Der Qashqai startet als 1.2 DIG-T in der VISIA-Ausstattung zu 19.940 €. Wer viel fährt, der wählt den Diesel und startet im Falle des 1.5 dCi bei 21.890 €. Und wer „die Hütte voll machen“ will, weil er auf 19 Zoll Leichtmetallfelgen, Bi-LED-Scheinwerfer und 360° Umfeld-Kamera steht, der greift zum Qashqai Tekna mit dem 1.6 Liter 130 PS Diesel und bekommt den Allradantrieb inklusive. Zugleich stellt diese Wahl mit einem Listenpresis von 33.450 € derzeit die Top-Option dar.

Den für einen SUV typischen Allradantrieb gibt es aktuell nur in Verbindung mit dem 1.6 Liter Diesel, der Qashqai wird also auch in der zweiten Generation nicht zum Offroader per Dekret. Und auch ein Automatikgetriebe gibt es aktuell nur – aber nicht in Verbindung mit dem Allrad – mit dem 1.6 Liter Dieselmotor. Nissan nennt das Automaticgetriebe Xtronic (stufenlose CVT) und verspricht einen Fahrkomfort, den keine CVT zuvor geliefert hat.  Eigentlich hätte ich genau dieses Modell fahren müssen in Madrid. Wie gesagt, eigentlich. Der Männerschnupfen hat mich flach gelegt und so warte ich auf die nächste Chance, den neuen Qashqai testen zu können.

Bis dahin empfehle ich die Erfahrungen meiner „Kollegen“ zu lesen:

 Björn Tolksdorf hat in seinem Fahrbericht auf Motor-Talk von einem Aha-Erlebnis bei der Testfahrt geschrieben: 

Bei unserer Testfahrt sorgt der Qashqai nach wenigen Metern für das erste Aha-Erlebnis: Dank der serienmäßigen „Chassis Control“ fährt er so sicher, wank- und schwankarm, wie es in dieser Preisklasse nur wenige Hochbeiner können. Quelle: MT

 

[dropcap] B [/dropcap] leibt mir nun zu enden mit:  „Eigentlich“ wäre ich den Qashqai wirklich gerne gefahren, aber manchmal wird der Terminkalender eben durch Unvorhergesehenes auf den Kopf gestellt. Und „Eigentlich“ passt – so wie es aussieht wirklich nicht zum neuen Qashqai. So relativ scheint das Ergebnis nämlich nicht geworden zu sein. Bis zur eigenen Testfahrt bleibt nur der Hinweis:

Der Marktstart des neuen Qashqai ist jetzt im Februar! 

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Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake — Extrem sportlicher und edler Ladewagen

Nur 99 Exemplare baut Aston Martin von ihm: Der Vanquish Zagato Shooting Brake könnte aus dem Stand heraus zum Sammlerstück werden. Laut Aston Martin Chief Creative Officer Marek Reichman ist die Nachfrage nach dem Wagen größer als das Angebot.

Der neue Aston Martin Vanquish Zagato Shooting Brake gehört zu einer Gruppe von 325 Fahrzeugen. Schließlich baut Aston Martin auch noch 28 Vanquish Zagato Speedster, 99 Vanquish Zagato Coupés und 99 Vanquish Zagato Volante. Die in Kooperation mit dem italienischen Designbüro entwickelten Vanquish-Modelle basieren auf dem Vanquish S, sind also mit 592 PS aus einem 5,9-Liter-V12-Sauger unterwegs. Das elektronische Dämpfersystem soll an die Eigenschaften jeder Karosserievariante individuell angepasst worden sein.

Der Shooting Brake kommt ausschließlich als Zweisitzer auf den Markt. Das Dach des sportlichen Transportwagens bekommt von Zagato den sogenannten Double Bubble – zwei Wölbungen über den Köpfen der Insassen. Das Double Bubble ist mit verglasten Lichteinlässen versehen die helfen sollen, den Innenraum mit Tageslicht wohnlicher zu machen. Die Heckklappe gibt beim Öffnen den Blick auf ein luxuriöses Kofferraum-Abteil frei, für das ein Maßgepäck-Set zur Verfügung steht.

Edle Tradition zwischen Aston Martin und Zagato

Innen gibt der Vanquish Zagato Shooting Brake ganz den Aston Martin: Feinmaschiges Karbon spannt sich über die Oberflächen, die Drehknöpfe bestehen aus Bronze und natürlich steht auch eine edle Vollleder-Ausstattung zur Verfügung.

Die Kooperation von Aston Martin und Zagato hat eine lange Tradition: Bereits beim DB4 GT Zagato von 1960 haben die Engländer mit den Italienern zusammengearbeitet. Der neue Vanquish Zagato Shooting Brake wird ab 2018 gebaut, die Preise hat Aston Martin noch nicht bekanntgegeben.

Noch seltener: Der teure Speedster

Der Aston Martin Vanquish Zagato Speedster ist mit seinem Purismus das Gegenteil der Shooting-Brake-Variante: Die Speedster-Frontscheibe neigt sich flacher in den Wind und direkt hinter den Passagieren ziehen sich sogenannte Airdomes nach hinten. Auf der Heckklappe soll sich ein ausfahrbarer Spoiler um eine optimale Aerodynamik kümmern. Eigenständige Außenspiegel und eine individuelle Heckabrisskante grenzen den Speedster zusätzlich von seinen Zagato-Modellgeschwistern ab. Front- und Seitenschweller sind ebenfalls neu und ganz unten entsorgt eine Vierrohr-Abgasanlage die Verbrennungsrückstände des Zwölfzylinder-Motors. Luftverwirbelungen minimiert ein aus Karbon gefertigter Heckdiffusor. Vor Wind und Wetter schützt ein Notverdeck – das wiegt kaum etwas und hilft so, den Schwerpunkt des Speedsters tief zu halten.

Von den 25 Zagato Speedster baut Aston Martin 18 als Links- und sieben als Rechtslenker. Und das die Wagen Begehrlichkeiten wecken, hat Aston Martin natürlich im Preis berücksichtigt: Während ein Zagato Volante bereits mit umgerechnet zirka 725.000 Euro zu Buche schlug, wird für den Speedster wohl mit 1.450.000 Euro das Doppelte fällig.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/aston-martin-vanquish-zagato-shooting-brake-2017-12455415.html

Abt VW Arteon — R-Version vom Tuner

Bei VW gibt es ab Werk vom Arteon keine R-Version. Tuner Abt Sportsline aus Kempten im Allgäu füllt die Lücke mit einer 336 PS starken Tuning-Version.

Bei VW rollt der Arteon mit maximal 280 PS und 350 Nm aus einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner an den Start. Gegen Aufpreis ist der Arteon auch mit einem R-Line-Paket für Exterieur und Interieur zu haben. Nur eine echte R-Version mit mehr Leistung gibt es bei den Wolfsburgern nicht.

Abt schafft hier Abhilfe. Mit einer Zusatzbox zur Motorsteuerung legt der Vierzylinder auf 336 PS und 420 Nm zu. Damit soll der Fronttriebler in 5,4 Sekunden von Null auf 100 km/h spurten und eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h erreichen.

Felgen in 19, 20 oder 21 Zoll Durchmesser

Auch im Bereich Fahrwerk hat Abt nachgelegt um den Arteon noch etwas sportlicher zu machen. Kürzere Federn senken den Schwerpunkt ab und lassen die neuen Felgen noch besser zur Wirkung kommen. Neue Felgen? Abt hält für den VW Arteon 19 Zöller mit 245/40er Reifen bereit. Alternativ können auf den Arteon auch Felgen im Durchmesser von 20 oder 21 Zoll montiert werden, die dann mit Reifen der Größe 245/35 – 20 oder 245/30 – 21 bestückt werden. Die Preise für die Komplettradsätze starten bei 3.839 Euro.

Aerodynamikkomponenten für den VW Arteon führt Abt noch nicht im Programm.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/abt-vw-arteon-r-version-vom-tuner-8500844.html