VW AMAROK im Pick-Up-Check

VW AMAROK im Pick-Up-Check

Isuzu D-Max und Ford Ranger im Vergleich mit dem bulligen Niedersachsen

VW Amarok Pickup im Vergleich

In den USA zählen sie zu den wichtigsten Fahrzeugen überhaupt, bei uns spielen Pick-Ups nur eine untergeordnete Rolle. Kann ein Pick-Up mit Allradantrieb dennoch für den Alltag sinnvoll sein? Und wenn ja – welcher Pick-Up überzeugt?

Eines vorne weg, der Volkswagen Amarok und der Ford Ranger kamen als Sondermodelle mit exklusiver Ausstattung und in knalligen Farben zum Test. Der Isuzu D-Max musste sich da ein wenig hinten anstellen. Aber – am Ende sollte es um den Allradantrieb, den Motor, das Getriebe und das Fahrgefühl gehen. Rein optisch ging die rote Laterne natürlich an den Isuzu – aber keine Sorge, hier geht es nicht nur um Optik.

Conchita Wurst und Guildo Horn auf dem Opernball

Mit einem mächtigen Bügel und vier Fernlichtern darauf kam der Amarok zum Test. Und seine äußere Erscheinung lässt Schulkinder ehrfürchtig am Zebra-Streifen staunen. Doch auch der Ford Ranger kann beeindrucken. Bei ihm ist es allerdings mehr die schiere Größe mit der man auf Parkplätzen zum Hindernis wird.  Alle drei bekommt man in unterschiedlichen Kabinen-Versionen. Getestet wurde jeweils die „Double Cab“ getauften Varianten mit ordentlicher zweiter Sitzreihe. So werden die Handwerker-Fahrzeuge zu Freizeit- und Familien-Experten. Denn neben der Schubkarre passen nun auch Kindersitze zum Erscheinungsbild.  Der massiv in Erscheinung tretende Ranger und der Amarok der mit seiner Fernlicht-Leuchten-Batterie auf dem Dach durch die Gegend stolziert wie ein eitler Gockel – wirken im Vergleich zum D-Max von Isuzu, wie Conchita Wurst und Guildo Horn neben einem Straßen-Musikanten auf dem Wiener Opernball.

Auch wenn der Bügel des Amarok alle Blicke auf sich zieht, wichtiger ist die Motoren-Getriebekombination unter der Haube. Als einziger im Test bekommt man den Amarok mit einem modernen Achtstufen-Automaten und einem modernen Dieseltriebwerk. Allerdings auch nur in dieser Kombination. Bei Ford wird der kräftige Fünfzylinder-Diesel mit einem klassischen 6-Gang Wandlergetriebe kombiniert. Der ISUZU bemüht nur fünf Gänge für seine Automatik.

Und wer bietet nun  den praktischeren Allrad-Pick-Up? Wo bekommt man Leistung statt Optik?

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Volkswagen AMAROK

VW AMAROK überblickfoto

Leistung: 180 PS
Drehmoment: 420 Nm
Hubraum: 2.0 Liter
Motor: Vierzylinder-Bi-Turbo
Leergewicht: 2.001 kg
Anhängelast:  3.20 to.
Preis: 44.119,25 €
– stellt sich dem Vergleich

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Ford Ranger

Leistung: 200 PS
Drehmoment: 450 Nm
Hubraum: 3.2 Liter
Motor: Fünfzylinder-Turbodiesel
Leergewicht: 2.181 kg
Anhängelast:  3.35 to.
Preis: 41.114,50 €
zum Fahrbericht

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Isuzu D-Max

isuzu d-max überblick foto 1

Leistung: 163 PS
Drehmoment: 400 Nm
Hubraum: 2.5 Liter
Motor: Vierzylinder-Turbodiesel
Leergewicht: 2.067 kg
Anhängelast:  3.5 to.
Preis: 36.100 €
zum Fahrbericht

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Das war wichtig

  1. Fahrgefühl
  2. Alltagsnutzen
  3. Preis/Leistung

Natürlich ist der Vergleich dieser drei vor allem deswegen möglich, weil alle drei das gleiche Konzept umsetzen. Zugleich bedienen jedoch Amarok und Ranger andere Zielgruppen als der D-Max. Da der Isuzu aber preislich extrem attraktiv ist, muss die Frage erlaubt sein – ob der Aufpreis der beiden anderen gerechtfertigt ist. Der Vergleich bezieht sich primär auf den Amarok, zu den beiden anderen gibt es bereits ausführliche Fahrberichte im Blog.

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Fahrgefühl

so fährt sich der vw amarok

Ein Volkswagen mit Blattfedern an der Hinterachse. Der Amarok verrät beim Blick unter das Blech seine Herkunft aus der Volkswagen-Nutzfahrzeug-Sparte. Auch im Innenraum verwöhnt er lieber auf die rustikale Tour. Hartplastik irritiert den Softlack-verwöhnten VW-Kunden. Doch unter den Pick-Ups gehört der Amarok zu den Lichtgestalten. Aber nicht wegen des aufpreispflichtigen Lichtbalken auf dem Dach, sondern wegen seiner souveränen Vorstellung auf der Straße. Man merkt die erhöhte Sitzposition und auch das Lenkgefühl ist ungewöhnlich teigig für einen VW – aber das war es dann auch schon mit den Einschränkungen. Trotz der Blattfedern bockt der Amarok nicht über die Straße.

Der Ford Ranger kann dies ähnlich gut, aber aufgrund der fehlenden zwei Gänge und des langsam schaltenden Getriebes, wirkt der Alltag im Ford weniger locker. Der Ford verwöhnt mit dem charaktervollen knurren seines Fünfzylinders, der VW kann hier nur knorriges Vierzylinder-Diesel entgegensetzen.  Deutlich mehr Nutzfahrzeug-Charme versprüht der ISUZU. Weder der Hubraumstarke Vierzylinder-Diesel, noch die altmodische Fünfstufen-Automatik können überzeugen. Allerdings fällt dies nur im Vergleich mit den zwei modernen Pick-Ups auf. Ansonsten passt der rustikale Charme des Isuzu-Antriebsstrangs zum restlichen Fahrzeug.

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Alltagsnutzen

VW amarok im alltag

Einparken ist die größte Herausforderung. Wer aber nicht täglich in die Innenstadt pendelt und statt dessen mit dem Hund raus in den Wald fährt – wer am Wochenende mit dem Boots-Anhänger, einem Rennwagen auf dem Anhänger, oder nur mit dem Wohnmobil die Flucht ergreift, wer jede Woche Gartenabfälle, Bauschutt oder anderes Gerümpel entsorgt – der gewöhnt sich schnell an diesen Luxus von Platz, leicht nutzbarer Ladefläche und den großzügigen Anhängelasten.

Hier sind sich alle drei Pick-Ups einig. Während der normale Familienkombi vor dem nächsten Besuch bei IKEA schon zittert, locken die drei Lademeister mit urigen Transportmöglichkeiten. Mit einer Palette  Ziegelsteine vom Hof des Baumarktes fahren? Kein Thema. Die Frage ist eher: Wer hat Zuhause den Gabelstapler um den Pick-Up wieder zu entladen. Das Beispiel zeigt ganz gut die echte Zielgruppe für die Pick-Ups. Wer die Fahrzeuge wirklich nutzt und nicht aus Ego-Gründen mit einer leeren Ladefläche durch die Gegend kurven will, der arbeitet üblicherweise selbstständig. Architekten, Unternehmer und Handwerker-Chefs dürften auf die Luxus-Versionen der Arbeitspferde von VW und Ford abfahren. Den Isuzu wählen indes vermutlich eher die Menschen, die das Auto auch wirklich auf die Baustelle fahren.

 

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Preis / Leistung

vw amarok preis und leistung

Jetzt schlägt die Stunde des ISUZU. Mit 36.100 € ist hier das Ende der Fahnenstange bereits erreicht und er hält „8.000 € Respektabstand“ zum Amarok ein. Die Wildtrak-Version des Ranger lässt sich Ford mit mindestens 41.114,50 € bezahlen. Beide bieten deutlich mehr Komfort als der Isuzu und lassen auch modernes Entertainment nicht außen vor. Auch wenn der AMAROK im Innenraum mit hartem Plastik enttäuscht, wirkt er um Jahrzehnte jünger und frischer als der ISUZU, dessen Innenraum nicht über den Ursprung als Nutzfahrzeug hinweg täuschen kann.

Im Gelände kann der Amarok mit der gelungenen Abstimmung des Achtgang-Automaten punkten und besitzt zudem ein sperrbares Hinterachs-Differential. Mehr Bodenfreiheit und eine größere Wattiefe stehen jedoch auf der Habenseite der beiden anderen. Im rauen Geländeeinsatz fehlen dem Isuzu und dem Ranger leider die sperrbare Hinterachse, zudem arbeiten beide mit einem Allradantrieb der von Hand bedient werden will, aber nicht mehr bietet als die Option zum reinen Heckantrieb oder zum Allradantrieb mit fester Verteilung der Antriebskraft zwischen den Achsen. Der AMAROK bietet hier – gleichwohl er weniger Bodenfreiheit bietet, den intelligenteren Allradantrieb. Der Isuzu bietet zudem die größte Anhängelast der drei Kandidaten.

 

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Auffallend

VW Amarok im Fahrbericht
Der Amarok ist das Erstlingswerk von Volkswagen im Segment der Pick-Ups und wird gleich zu einem echten Verkaufsschlager. Bei VW ist man in den Nischen selten in der Gruppe der Erst-Täter, aber wenn man etwas macht, dann macht man es eben gleich richtig.

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Positiv

VW Amarok Canyon Sondermodell
Den Amarok mit einem modernen Achtstufen-Automaten anzubieten ist grandios. Und auch das Fahrverhalten kann überzeugen. Geräuschdämmung und Verarbeitung sind tadellos. Der Amarok bietet den rauen Charme eines Weltenbummlers.

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Platz für Verbesserungen

Volkswagen Amarok Canyon Sondermodell Fahrbericht
Nur ein Motor und zwei Leistungsstufen zur Auswahl. Der zwei Liter TDI arbeitet in zwei Leistungsstufen – die 8-Gangautomatik bekommt man indes nur mit dem 180 PS Top-Motor. Wie eine echte Top-Motorisierung aussieht, muss indes ein Tuner zeigen: MTM AMAROK [klick].

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Der Amarok im Pick-Up-Check – Das Fazit:

Der Amarok begeistert, der Ranger fasziniert, der Isuzu buckelt! 

Der Amarok kann diesen Pick-Up-Check ganz klar für sich entscheiden. Auch wenn der Ford mehr Power hat und der Isuzu mehr Anhängelast bietet und zudem beide über mehr Bodenfreiheit verfügen – die 8-Gang Automatik und der sparsame Bi-Turbodiesel bringen einen echten Vorteil im Alltag.

Die Herkunft aus der Scene der Arbeitstiere kann dennoch keiner der drei wirklich verleugnen, der Amarok scheint seine Bestimmung als Nutzfahrzeug jedoch am deutlichsten zu ignorieren. Interessenten finden ihn allerdings nicht auf der normalen VW-Webseite, sondern nur über die Webseite von VW-Nutzfahrzeuge!

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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

Erste Fahrt: BMW X3

BMW X3 Fahrbericht

Kraftpaket mit Geländeambitionen

Als Spagat zwischen X5 und X1 gedacht, gründete der X3 mit seiner Präsentation auf der IAA 2003 das Segment der Mittelklasse SUV. Der nicht ganz so bullig wirkende X3 kam sportlicher und agiler daher als sein großer Bruder, X5. Mittlerweile wird er ab Herbst diesen Jahres in der 3. Generation den Münchner Automobilhersteller weltweit vertreten. Mehr als 1,5 Millionen verkaufter Fahrzeuge seines Typs sprechen eine deutliche Sprache. Ein überarbeitetes Design, seine bereits gelungene Motorenpalette und eine weitere Ausstattungslinie sollen die Erfolgsgeschichte des „kleinen“ SUV weiter schreiben. Dass er darüber hinaus mehr als nur Ambitionen auf seine Geländetauglichkeit anmeldet soll er künftig auch bei seiner dritten Auflage im Kundeneinsatz demonstrieren. Im Herbst 2017 stehen der X3 in den Programmen xLine, Sport und Luxury Line in den BMW Autohäusern zur Verfügung. Mit seinem kleinsten Benziner und seiner Basisausstattung startet der X3 bei einem Preis von 44.000 Euro ins Rennen um weiterhin gute Verkaufszahlen.

Als Mittelklasse-SUV klar Positioniert

Schon mit der ersten Einführung des „kleinen Bruders“ des X5 Anfang 2004 waren die Aufgabenstellungen des Kompakt SUV klar definiert. Es sollte eine Verbindung zwischen einer robusten Off-Road Optik und einem dynamischen Fahrzeug mit sportlichen Ambitionen schaffen. Die Ingenieure des bayrischen Automobilherstellers haben ganze Arbeit geleistet, denn mehr als 1,5 Millionen Einheiten des X3 gingen in den ersten beiden Generation an seine Kundschaft. Niemals Müde vom Erfolg, fährt der in Nordamerika, Südafrika und China produzierte X3 ab diesem Herbst in die 3. Generation. Gegenüber seinem Vorgänger konnte der X3 in fast allen Abmessungen zulegen. 4,18 Meter Länge, 1,90 Meter Breite, 1,68 Meter Höhe und 2,86 Meter Radstand lassen ihn sehr breit und wuchtig auf der Straße stehen. Beim ersten Blick über das Außenkleid des BMW erkennen wir die kurzen Überhänge vorn und hinten, die dem Fahrzeug eine Gewichtsverteilung von 50:50 geben. Seine Front bietet mit der dreidimensionalen BMW Doppelniere und seinen angepasst aggressiven Scheinwerfern eine von Haus aus sportliche Performance. Dieser Auftritt zieht sich über die Seitenlinien bis hin zum Heck, das mit den Voll-LED-Leuchten in Dreidimensionaler Optik, des heruntergezogenen Dachspoilers und der doppelbordigen Endrohre für einen bleibenden Eindruck sorgt. 204 Millimeter Bodenfreiheit lassen den Kompakt SUV zusätzlich im Gelände mühelos nicht nur Auf- und Abfahrten nehmen. Das aerodynamisch optimierte Dach drückt seinen Cw-Wert auf 0,33, was sich klar auf die Verbrauchswerte auswirkt. Der uns präsentierte kombinierte Verbrauchswert des 3.0 M40i mit 265 kW von 8,2 Litern ist an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen. Für die ersten Tests standen uns sowohl Fahrzeuge für Fahrten auf der Straße als auch im unwegsamen Gelände im Hinterland von Lissabon/Portugal zur Verfügung.

Typische BMW-Optik

M40i als Flaggschiff

Zum Verkaufsstart präsentiert sich der Bayer mit einer Motorenpalette von zwei Diesel und drei Benziner recht übersichtlich. Dabei dient erstmals ein M-Modell in der X-Serie als Flaggschiff. Kombiniert werden sowohl die Benziner xDrive20i mit 135 kW (184 PS), der xDrive30i mit 185 kW (252 PS), als auch die Diesel xDrive20d mit 150 kW (190 PS), der xDrive30d mit 195 kW (295 PS)  mit einem weiter entwickeltem Acht-Stufen Steptronic Getriebe. Das von uns auf den Straßen vor dem Atlantik gefahrene M-Modell erhält wegen seiner Übersetzungen ein sportlich abgestimmtes Getriebe. Der M40i ist gleichermaßen auf den kurvigen Wegen und auf den Autobahnen rund um Lissabon gerade wegen seines Drehmoments von 500 Newtonmeter immer wieder mit gefühlter brachialer Gewalt unterwegs. Dennoch bleiben seine Motoren durch die konsequent umgesetzte Entwicklungsstrategie des EfficientDynamics beim X3 effizient, darf man den Kennzahlen des Herstellers vertrauen. Aber auch ganz banale Dinge, wie Optimierung beim Leichtbau führen dort hin. So erzielten die Entwickler von BMW durch den Einsatz von mehr Aluminium-Komponenten im Motor- und Fahrwerksbau eine Reduzierung des Gesamtgewichts von ausstattungsbereinigt bis zu 55 Kilogramm.

Karosserie Optimierung durch Leichtbau Konzept

Innenraum funktional und luxuriös

Im Innenraum demonstrieren die Testfahrzeuge vor Ort durchweg ein Bild von hochwertigen Materialien und einer Verarbeitungsqualität, wie man Sie von einem deutschen „Premiumhersteller“ erwarten würde. Die Sportsitze des M40i geben zu jeder Fahrsituation den dementsprechenden Halt und Sicherheit. Fahrer und Beifahrer, als auch Passagiere im Fond genießen Sitzkomfort mit groß bemessener Beinfreiheit. Die hohe Sitzposition, die natürlich auch im X3 vorherrscht, bietet dabei eine komfortable Rundumsicht. Beim Kofferraumvolumen wurde wie schon bei den Außendimensionen nachgebessert. Demnach faßt der Stauraum bei voller Bestuhlung 550 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzen reichen dann 1.600 Liter für einen Einkauf beim Baumarkt unbedenklich aus. Sein Lenkrad ist mit den Bedienelementen besetzt, die ein Optimum an Komfort bieten und dennoch nicht überladen wirkt. Seine Rundinstrumente vor dem Lenkrad sind zwar digitalisiert, vermitteln indes den Eindruck von Analogzeiten. Das oberhalb des Lenkrades erscheinende Head-Up Display spiegelt ganz individuell Funktionen der Fahrerassistenzsysteme, Geschwindigkeitsanzeige und/oder Navigationsanzeigen. In der Mitte des Armaturenbrett fungiert der Touchscreen als Schaltzentrale und Funktionsanzeige zugleich. Er lässt sich auf Wunsch ganz intuitiv mit Finger- und Handgesten steuern. Optional liefert BMW einen Sprachassistenten, der seine Befehle in einer Alltagssprache entgegen nimmt, um diese dann entsprechend umzusetzen. Im Screen integriert ist eine Weiterentwicklung des BMW ConnectedDrive. Auf der Basis einer flexiblen Plattform, der Open Mobility Cloud, werden die Funktionen des Smartphones auf dem Display angezeigt.

Lederausstattung ist beim M40 eine Selbstverständlichkeit

Fahrerassistenzsysteme auch fürs Gelände

Beim Thema Sicherheit- und Fahrerassistenzsysteme richtet man bei BMW Alles dem teilautonomen Fahren aus. Unter dem Begriff „BMW Personal Co-Pilot“ fassen der Hersteller aus München seine stetig weiterentwickelnden Systeme zusammen. Hierzu gehören die neueste Generation einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, der Active Cruise Control (ACC), die unter anderem im stockenden Verkehr das Fahrzeug bis zum Stillstand abreisen lässt und automatisch wieder anfahren soll. Weiter im optional erhältlichen Paket sind eine mit aktiven Lenkeingriffen arbeitende Funktion Lenk- und Spurführungsassistent, ein Spurwechsel und Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz sowie die Vorfahrt-, die Falschfahr- und die Querverkehrswarnung. Für den Einsatz im Gelände verfügt der X3 darüber hinaus über der Bergabfahrassistenten, der vom Fahrer lediglich das Mitlenken erfordert. Geschwindigkeit und Verzögerung des Fahrzeuges wird durch die Voreinstellung der km/h geregelt.

Nicht nur Ambitionen fürs Gelände. Die Tauglichkeit nimmt man ihn nach der ersten Fahrt ab.

Produktionen auch in Südafrika und China

Seine ausführliche Preisliste stand uns bei Veranstaltung bereits zur Verfügung. Der ersten Fahrzeuge werden zudem im Herbst diesen Jahres an seine Kunden ausgeliefert. Ab Januar 2018 werden Kauffreudige auch mit Fahrzeugen aus der Produktion aus Südafrika und China beliefert, was seiner Qualität in keiner Weise hinten anstehen lässt. Seinen Startpreis findet der X3 mit dem kleinsten Benziner und der Basisausstattung bei 44.000 Euro. Ende der konventionellen X3 Modelle bildet der stärkere Diesel und die Ausstattung „M Sport Advantage“ bei 62.000 Euro. Der M40i als Flaggschiff beginnt seinen Einstieg bei 66.300 Euro.

In Zukunft auch in Südafrika und China produziert, der BMW X3

Fazit: Fahrspaß und guter Nutzwert werden die Verkaufsargumente beim X3 anführen. Dabei wird sowohl der anspruchsvollere Kunde, als auch der Geländefahrer und die junge Familie Ihr Premium Kompakt SUV finden. Die Messlatte für Sicherheit- und Fahrerassistenzsysteme, sowie Antriebsvarianten setzten den X3 an die Spitze unserer persönlich geführten Liste in seinem Segment.

3 Liter Motoren stehen übrigens beiden Modellen

Der neue BMW X3 schiebt die Messlatte der Premium SUVs nochmals ein ganzes Stück nach oben und setzt sich, wie wir meinen dabei an die Spitze.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Wolfgang Groeger-Meier

Zukunft der Mittelklasse — Alle Infos und Fotos zu A4, 3er, C.Klasse und Co.

Die Mittelklasse erfindet sich gerade mal wieder neu, denn mit einer behutsamen Evolution ist es nicht getan. Der vorgezeichnete Weg zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren erfordert neue Konzepte, und der Trend zum SUV knabbert weiter am klassischen Portfolio.

So rechnet Audi-Chef Rupert Stadler bereits für 2025 mit einem SUV-Anteil von 50 Prozent in seiner Modellpalette, aktuell liegt er hierzu- lande noch bei 25 Prozent. Mit Folgen für das übrige Programm: Der A4 – lange Zeit Bestseller und Umsatzbringer der Marke – verliert an Bedeutung und Stückzahl. In Deutschland belegt er zwar von Januar bis September als erfolgreichster Audi Platz sechs bei den Neuzulassungen, doch speziell im wichtigen China-Markt schwächelt der Absatz.

Neuer Audi A4 kommt mit A8-Touchscreens

Als Hauptproblem gilt das Design, das sich zu wenig vom Vorgänger und von den Schwestermodellen unterscheidet. Abhilfe soll ein umfassendes Facelift schaffen, das allerdings noch bis Juni 2019 auf sich warten lässt. Dabei geht es nicht nur um kosmetische Retuschen im Detail, sondern um einen kraftvolleren, „lauteren“ Auftritt, der teure Änderungen am Blech erfordert. So sind die Radhäuser stärker ausgestellt, die Scheinwerfer deutlich flacher gestaltet und der Frontgrill in die Breite gezogen. Zudem werden die einzelnen Lines optisch klarer differenziert.

Im Cockpit halten analog zum neuen A8 und A7 zwei Touchscreens für Infotainment sowie Klima- und Komfortfunktionen auf der Mittelkonsole Einzug, die den bisherigen MMI-Controller ersetzen. Des Weiteren wird die Antriebspalette sukzessive hybridisiert und auf ein 48-Volt-Bordnetz umgestellt, um längeres „Segeln“ (bis 22 km/h) und mehr Rekuperation zu ermöglichen. Und während der S4 3.0 TFSI nach kurzer Homologationspause schon jetzt wieder lieferbar ist, kommt im nächsten Sommer erstmals ein S4 TDI mit V6-Biturbodiesel und rund 350 PS hinzu.

Der Modulare Längsbaukasten für Verbrennungsmotoren bleibt auch über den nächsten Modellwechsel hinaus (2022/23) erhalten, weil klassische Bauformen und Antriebsarten in vielen Märkten weiter dominieren. Nur die ganz Großen wie der VW-Konzern können sich parallel dazu eine völlig eigenständige Elektro-Plattform wie den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) leisten, den auch Audi für seine neue e-tron-Familie nutzt. So wird der A4 keine zusätzliche Elektrovariante, sondern ab 2019 einen weiteren hausinternen Rivalen neben A5 und Q5 bekommen – den außen nur wenig größeren, aber wegen des platzsparenden Antriebs innen deutlich geräumigeren e-tron Sportback.

BMW 3er wird leichter und wächst

Auch BMW baut seine i-Palette weiter aus, setzt dagegen auf eine gemeinsame Cluster-Architektur (CLAR) für alle Antriebsarten und Baureihen mit Hinterrad- oder davon abgeleitetem Allradantrieb. Laut Firmenchef Harald Krüger soll künftig jede Baureihe auch rein elektrisch fahren können, den Anfang macht 2020 der X3. Ein Jahr später kommt dann der i4 mit zwei E-Motoren, Allradantrieb und -lenkung, Torque Vectoring und teilaktiver Radaufhängung wie in der IAA-Studie Vision Dynamics. Statt einer teuren Carbonstruktur nutzt der Stromer jedoch die weiterentwickelte CLAR-Basis mit gewichtsoptimierten Werkstoffen zur Kompensation der schweren Batterien.

Beim nächsten 3er dürfte die reine E-Variante auf den meisten Märkten eine Randerscheinung bleiben, denn für 2025 erwartet BMW nur noch eine E-Auto-Quote von 20 statt der einst avisierten 25 Prozent. Damit auch bei den konventionellen Modellen Verbrauch und Emissionen spürbar sinken, wird die Anfang 2019 mit der Limousine startende siebte Generation um rund 40 kg leichter und mit feingetunten Turbomotoren ausgerüstet – Stichwort Elektrifizierung und 48-Volt-Mildhybrid. Trotz der um sechs Zentimeter gewachsenen Länge soll auch die Fahrdynamik von der Diät profitieren.

Ab 2021 kommt die neue Mercedes C-Klasse

Obwohl Mercedes erst sechs Jahre nach BMW (2019) eine separate Elektrosparte an den Start bringt, verfolgt die Marke eine ähnliche Strategie. Die EQ-Modelle nutzen einzelne Komponenten aus dem großen Technikbaukasten des Konzerns, sind aber ansonsten völlig eigenständig. Schließlich erlaubt der kleinere E-Antrieb ein besseres Package, das der rund 4,70 m langen EQ Limousine im Format der C- das Raumvolumen einer E-Klasse beschert. Doch während sich das Design dauerhaft von dem des traditionellen Portfolios unterscheidet, werden die Plattformen für Verbrenner und E-Autos ab 2025 sukzessive zusammengeführt.

Die nächste C-Klasse (W 206, ab Anfang 2021) nutzt jedoch über ihre gesamte Laufzeit den MRA-II-Baukasten, bleibt auch in Format und Design der bisherigen Linie treu. Allerdings kommen weitere Ableger hin- zu, zumindest ein Kombi im Offroad-Look namens All-Terrain sowie das viertürige Coupé CLC im Stil des größeren CLS sind gesetzt. Die gerade erst vorgestellten Vier- und Sechszylinder (Benziner und Diesel, auch als Plug-in-Hybrid) bieten noch viel Potenzial, während eine reine E-Variante nicht zur Diskussion steht.

VW entwickelt den Passat weiter – Alfa kommt mit Giulia-Kombi

Selbst jenseits des deutschen Premium-Trios stellt sich die Mittelklasse neu auf. Nach den Erschütterungen des Dieselskandals ist der VW-Konzern voll auf die Elektromobilität eingeschwenkt, fährt aber noch auf lange Sicht zweigleisig. Denn neben der rein elektrischen, optisch futuristischen I.D.-Familie, zu der ab 2021 auch die Fließheck-Limousine Lounge gehört, werden die klassischen Modelle wie der Passat weiterentwickelt und hybridisiert; der nächste Schritt kommt zum Facelift im Herbst 2018.

Ähnlich geht Skoda beim Vision E vor, der zwar mit 4,65 m Länge auf Octavia-Niveau liegt, aber als coupéartiger Elektro-Crossover völlig neue Kunden anspricht. Während Alfa Romeo und Volvo weiterhin fest an die Zukunft von Limousinen und Kombis glauben, stellt man bei Toyota den fertig entwickelten Avensis-Nachfolger grundsätzlich infrage und überlegt, stattdessen nur noch einen Crossover anzubieten. Es bleibt also spannend, denn mit Mittelmaß kann man in der Mittelklasse längst keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mittelklasse-zukunft-von-audi-a4-bmw-3er-mercedes-c-klasse-10216992.html