VW I.D. Buzz kommt 2022 — Der autonome Elektro-Bus wird gebaut

VW I.D. Buzz kommt 2022 — Der autonome Elektro-Bus wird gebaut

In Detroit 2017 hatte Volkswagen sein zweites Elektroauto auf Basis des modularen Elektro-Baukastens (MEB) gezeigt. In Pebble Beach hat das Unternehmen jetzt die Serienproduktion für 2022 angekündigt. Der I.D. Buzz in T6-Größe soll auch autonom fahren können und überzeugt mit einem multifunktionalen Innenraum wie aus „einem Guss“.

Die Studie I.D. Buzz wird für die Serienproduktion weiterentwickelt. Diese Entscheidung hat VW beim Concours d’Elegance im kalifornischen Pebble Beach bekanntgegeben. Mit dem Start der Entwicklung für das Serienfahrzeug ist auch der Zeitplan fix: Der I.D. Buzz kommt nach dem kompakten Viertürer I.D. im Jahr 2022 auf die Straße. Mit dem I.D. Buzz und der I.D. Familie insgesamt zielt Volkswagen vor allem auf die Märkte in Nordamerika, Europa und China. Neben dem VW I.D.Buzz als Personentransporter soll es auch einen I.S.Buzz Cargo geben, einen Elektrotransporter für einen emissionsfreien Lieferverkehr, der als Level-3-Fahrzeug auch hochautomatisiert fahren kann.

Die I.D.-Familie wächst

Der Kompaktwagen I.D., den VW auf dem Pariser Salon 2016 gezeigt hat, war nur der Anfang, wie vermutet plant Volkswagen eine ganze I.D.-Familie. Das zweite Modell debütiert als Studie auf der Detroit Motor Show 2017, mit einer Serienfertigung ist aber noch lange nicht zu rechnen. Der I.D. Buzz steht laut VW-Designchef Klaus Bischoff für alles, was die neuen Elektrofahrzeuge aus Wolfsburg verkörpern sollen: likeable (sympathisch), sensual (sinnlich) und innovative (innovativ). Laut Bischoff sieht der Serienfahrplan einen Elektrobus allerdings erst relativ spät vor. Vorrang hat ab 2020 ein Kompaktfahrzeug, dann kommt ein SUV und im Anschluss eventuell ein Bus.

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Sitzprobe VW I.D. Buzz

Der Einstieg ist hoch und in den VW I.D. Buzz musst Du erstmal reinkommen – schließlich hast Du kein Lenkrad, an dem Du Dich festhalten kannst. In der Kabine angekommen, genießt Du die Aussicht von der sehr hohen Sitzposition. Ein längerer Druck auf das beleuchtete VW-Logo vor Dir und das Lenkrad löst sich aus dem Armaturenbrett. Der Volant ist weiß und viereckig und fasst sich gut an. Hier drinnen ist es ähnlich hell wie draußen, dem großen Sonnendach, den hellen Innenraum-Materialien und dem ebenso hellen Holzfußboden sei Dank. Der Fußraum ist luftig, die Pedale mit dem Stopp-Symbol auf der Bremse und dem Play-Symbol auf dem „Gas“ wirken ausgesprochen groß, modern und bequem.

Soll sich das Lenkrad wieder ins Armaturenbrett einfügen, reicht ein Druck auf das immer noch leuchtende VW-Logo – oder Aussteigen. Beim Aussteigen fährt das Lenkrad nämlich automatisch in seine Ausgangsposition. Kein Bildschirm sitzt vor dem Lenkrad, sämtliche Informationen werden per Head-up-Display großflächig in die Frontscheibe projiziert. Ungewöhnlich ist im ersten Moment, wie weit entfernt Dir die Projektion erscheint. Das liegt an der AR-Fähigkeit (AR: Augmented Reality) des Displays – so werden beispielsweise Abbiege-Pfeile gefühlt direkt auf dem Asphalt abgebildet.

Lümmeln statt sitzen

Die Sitze sind ausgesprochen weich, recht schmal und frei von jeglichem Seitenhalt – damit unterstützen sie den entspannt loungigen Charakter des I.D. Buzz und ersticken Gedanken an sportliches Fahren im Ansatz. Das Gestühl ist flexibel: Die Vordersitze lassen sich drehen und flach umklappen. Aus der schmalen Mittelkonsole des I.D. Buzz lässt sich ein Tablet klappen, über welches das Infotainment-System bedient wird. Ein weiterer Bildschirm sitzt dort, wo früher der Innenspiegel war – das Nach-hinten-sehen erledigt jetzt eine Kamera.

Auf der Rückbank des I.D. Buzz lässt sich prima lümmeln. Das durchgehende Sofa bietet rechts und links eine bequeme Armlehne und selbst ein Dreimeter-Mann (ja, 3,0 Meter) könnte wohl auf dem schicken Holzfußboden noch seine Beine ausstrecken.

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Alle Modelle bauen auf dem neu entwickelten modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) auf. Beim I.D. bestand der aus einem Heckmotor (auf der Hinterachse) und einer großen Batterie zwischen den Achsen für bis zu 600 Kilometer Reichweit. Vorteil der Bauweise: kein großer Verbrennungsmotor im Vorderwagen, weit nach vorne reichende Frontscheibe, langer Radstand, viel Platz für Passagiere auf der flach bauenden Batterie zwischen den Achsen.

VW I.D. Buzz mit zwei Motoren

Davon soll natürlich auch ein Bus mit „multifunktionalem, variablem Innenraum“ besonders profitieren. Aber der I.D. Buzz geht einen Schritt weiter: Auf seiner Vorderachse sitzt ein zweiter Elektromotor, wie schon beim Budd-E, der Anfang 2016 auf der CES debütierte. Somit hat der Elektro-Bus Allradantrieb. Eine Technikvariation, die zeigt, dass der MEB auch für das geplante SUV gerüstet ist. Die beiden E-Motoren leisten jeweils 150 kW und sind mit einer elektrischen Kardanwelle gekoppelt. Die Systemleistung gibt VW mit 275 kW (374 PS) an. Damit soll der I.D. Buzz in knapp fünf Sekunden von Null auf 100 km/h spurten, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 160 km/h begrenzt. Per Schnelllader soll die 111 kWh große Batterie in 30 Minuten zu 80 % wieder aufgeladen werden können. Der MEB-Baukasten lässt als Antrieb aber auch einen 200 kW starken Heckmotor und eine nur 83 kWh große Batterie zu.

Beim Design lehnt sich der 4,94 Meter lange, 1,98 Meter breite und 1,96 Meter hohe I.D. Buzz eher an der Microbus-Studie als an den Budd-E an. Natürlich wird auch die Designikone T1 zitiert, von dem die Studie nicht nur die Zweifarbenlackierung erbt. Hinten trägt der I.D. Buzz praktische Schiebetüren, die den langen Radstand (3,30 Meter) gut nutzen, vorne sind es konventionell angeschlagene Türen. Dank des Elektroantriebskonzepts bietet der Buzz zwei Kofferräume. Unter der Fronthaube finden 200 Liter Gepäck Platz, im Heck können zwischen 660 und 4.600 Liter Ladegut gebunkert werden. Die hintere Ladekante liegt 600 mm hoch. Die Sitzlandschaft lässt sich vielfältig konfigurieren. Der Fahrersitz lässt sich drehen, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich verschieben und zusammenklappen, die dritte Sitzreihe kann zur Liegefläche umgebaut werden. Wir hatten in Detroit die Möglichkeit, einen ersten virtuellen Blick in den I.D. Buzz zu werfen. Das Raumangebot scheint durch den extrem platzsparenden MEB-Vorderwagen wirklich gewaltig. Ist die zweite Sitzreihe eingeklappt und Reihe drei ganz nach hinten geschoben, passt gefühlt eine Tischtennisplatte ins Auto. Bei VW sprechen sie relativ offen davon, dass sich im I.D. Buzz auf der Grundfläche eines VW T6 das Platzangebot einen T6 mit langem Radstand realisieren lässt. Alle Hauben und Türen öffnen elektrisch. Die Heckklappe, die vorderen Türen und die Schiebetüren im Fond werden von außen über eine Sensorlösung geöffnet. Alle Beleuchtungselemente setzen auf LED-Technik und kommunizieren mit der Umwelt.

Der Buzz rollt auf 22-Zoll-Felgen mit 235/45er Reifen, die an elektronisch geregelten Dämpfern geführt werden.

Auch der I.D. Buzz soll autonom fahren können

Wie auch beim I.D. von Paris ist auch der I.D. Bus nicht nur rein elektrisch, sondern auch voll vernetzt. So soll auch diese I.D. Studie in der Zukunft vollautomatisch fahren können. Ein leichter Druck auf das Volkswagen-Logo und das elektrisch versenkbare Lenkrad verschwindet im Cockpit. Wenn der Fahrer dann ohne Steuer entspannt, sollen Laserscanner (LiDAR), Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras andere Verkehrsteilnehmer und das Umfeld erkennen und die Passagiere sicher von A nach B bringen. Diverse Bordeinstellungen können per App und persönlichem Profil vorkonfiguriert werden. Ein Augmented Reality-Display projiziert Infos dabei 7 bis 15 Meter virtuell dreidimensional vor den Wagen. Kameras ersetzen die Rückspiegel.

Was davon in Serie wirklich umgesetzt werden kann, müssen wir aber abwarten. Im Rahmen eines Design-Workshops im Vorfeld der Detroit Motor Show erlaubte VW-Designchef Klaus Bischoff einen kurzen Einblick in die Serienchancen von einigen schicken I.D. Buzz-Details. Erster Streichkandidat: Das elektrisch einfahrbare Lenkrad, kurz Lenkpad genannt, ist technisch noch komplett ohne Serienoption. Auch die die bündigen Glasflächen, die fast das komplette Buzz-Dach einnehmen, sind so schlicht (noch) nicht machbar. Dafür sehen die VW-Designer große Chance recycelte Materialien im Innenraum, die per Laser-Technologie bearbeitet und veredelt werden. Auch Stoffe aus dem 3D-Drucker sollen schon relativ bald serienreif sein.

In der Bildergalerie finden Sie weitere Impressionen von der VW-Studie I.D. Buzz.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/vw-i-d-buzz-kommt-202-711517.html

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McLaren F1 zu verkaufen — Unberührter Supersportwagen im Angebot

Der McLaren F1 gehört bis heute du den begehrtesten Supersportwagen. Jetzt steht einer zum Verkauf – im Auslieferungszustand von 1997 mit nur 239 km auf der Uhr.

Im Mai 2017 hatte McLaren selbst einen McLaren F1 offeriert, der knapp 12 Millionen Euro gebracht haben soll. Allerdings hatte der Superspiortwagen mit der Chassisnummer 69 schon 2.800 Meilen (4.506 Kilometer) auf der Uhr. Die Sonderabteilung MSO hatte den Dreisitzer aber komplett überholt und in den Neuzustand versetzt.

20 Jahre alt, dennoch Neuzustand

Den Neuzustand quasi nie verlassen hat das jetzt in Großbritannien angebotene McLaren-F1-Modell. Beim Nobelautohaus Tom Hartley Jnr steht die Chassisnummer 60 zum Verkauf – und zwar im Auslieferungszustand von 1997. Der in Dandelion Yellow lackierte F1 dürfte das McLaren F1-Modell sein, das weltweit den geringsten Kilometerstand aufweist. Auf dem Digitaldisplay stehen lediglich 239 Kilometer – das entspricht genau der Distanz, die jeder McLaren F1 als Testfahrt vor der Auslieferung an den Kunden absolvieren musste. darüber hinaus hat der gelbe Renner in den 20 Jahren seit seiner Auslieferung keinen einzigen Kilometer mehr gesammelt, auch wurde er nie zum Straßenverkehr zugelassen. Er wanderte direkt in die Aservatenkammer eines betuchten japanischen Sammlers.

Entsprechend finden sich im weitestgehend dunkelgrau gehaltenen Innenraum auch noch alle ab Werk angebrachten Schutzfolien. Armaturenbrett, Beifahrersitze, Konsolen – alle Flächen sind unter schützenden Folien und Klebebändern verborgen. Lenkrad und Schalthebel sowie Pedalerie präsentieren sich im jungfräulichen Gewand. Unter jeder Haube und Abdeckung entweicht Neuwagenduft.

Alles Werkszubehör originalverpackt dabei

Doch nicht nur der McLaren selbst ist absolut neuwertig, auch das dazu offerierte Zubehörpaket ist einzigartig. Es ist alles da, was den McLaren F1 einst zu seinem ersten Besitzer begleitet hat. Da wären die Handbücher im Ledereinband mit handschriftlich ausgefüllten Daten und Unterschrift von McLaren-F1-Designchef Gordon Murray, ein kompletter Werkstattwagen, die Bordwerkzeugrolle mit Werkzeug aus Titan, ein ebenfalls noch originalverpacktes Gepäckset, der Ersatzschlüssel sowie die limitierte TAG-Heuer-Uhr mit eingravierter Chassisnummer.

Des Weiteren hatte der Erstbesitzer noch ein mit Wildleder bezogenes Ersatzlenkrad, eine Sportabgasanlage, Sonderfußmatten und eine Tönungsfolie für die Windschutzscheibe geordert – alles liegt dem F1 bei – originalverpackt. Zu den weiteren Sonderausstattungen zählen noch eine Carbonsitzschale mit gelber Mittelbahn sowie eine Original-Unterschrift von Gordon Murray auf der rechte Flanke.

Ein McLaren F1 in diesem Zustand dürfte einzigartig sein. Eine Preis nennt Händler Tom Hartley nicht. Aber unter 12 Millionen Euro wird der McLaren F1 wohl kaum den Besitzer wechseln.

Vom McLaren F1 wurden zwischen 1993 und 1998 nur 64 Straßenmodelle (71 Modelle insgesamt) gefertigt. Der F1 gilt mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 390 km/h noch heute als schnellster Sportwagen mit Saugmotor.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/mclaren-f1-zu-verkaufen-unberuehrter-supersportwagen-2017-6462681.html

Toyota Brennstoffzellenbus Tokyo Motor Show 2017 — Neuer Bus für Tokyo und Olympia

Toyota zeigt auf der Tokyo Motor Show 2017 einen Bus, der mit Wasserstoff fährt und 2020 abgasfrei bei den Olympischen Spielen fahren soll.

Toyota will 2018 den Brennstoffzellen-Bus Sora auf den Markt bringen. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 sollen im Großraum Tokio schon 100 Busse mit Wasserstoff fahren. Der „Fuel Cell Bus“ hat auf der 45. Tokyo Motor Show Premiere und fährt mit einer ähnlichen Antriebstechnik wie der Toyota Mirai. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff elektrische Energie. Das Abgas besteht aus Wasserdampf, der Bus fährt also lokal emissionsfrei. Zehn Tanks speichern unter einem Druck von 700 bar insgesamt 600 Liter Wasserstoff. Der Festpolymer-Elektrolyt-Stack erzeugt Wechselstrom für zwei Elektromotoren, die jeweils 113 kW und 335 Newtonmeter leisten.

Platz für 78 Passagiere und 1 Fahrer

Der Bus ist 10,5 Meter lang und 2,49 Meter breit sowie 3,34 Meter hoch. Er bietet neben 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ein Novum für Japan: quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze gab es dort laut Toyota bisher nicht. Die Sitzgelegenheiten klappen hoch, wenn niemand draufsitzt und schaffen so Platz für Kinderwagen oder Rollstühle.

Beschleunigungs- und Haltekontrolle

Der Bus beobachtet mit acht hochauflösenden Kameras seine Umgebung: Damit kann der Fahrer vor Fahrrädern oder Fußgängern gewarnt werden – autonom fährt der Brennstoffzellenbus nicht. Eine Beschleunigungskontrolle verhindert unsanfte Starts und eine Anfahrtskontrolle hilft über Leitlinien in der Fahrbahn, den Bus korrekt an der Haltestelle zu positionieren. Außerdem verfügt der Bus über ein System mit dem Namen IST Connect, das es möglich macht, Buspulks zu bilden und dem Bus Vorfahrt an Ampeln einräumt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/toyota-brennstoffzellenbus-sora-tokyo-motor-show-2018-olympia-2020-wasserstoff-12756556.html