Weltpremiere: Das neue Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell

Deutschland einig Kombiland. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen sieht man in den fünftürigen Lademeistern nicht nur das praktischere, sondern auch das deutlich schönere Auto. Dies lässt sich speziell in der Mittelklasse auch mit Zahlen belegen: Nicht selten liegt der Kombi Verkaufsanteil markenabhängig bei deutlich über 60%. Auch bei Mercedes-Benz. Dort werden Kombis seit dem S123 von 1978 schlicht T-Modell genannt und im Werk Bremen produziert. Damit die Erfolgsgeschichte der Kombis mit dem Stern weitergeschrieben werden kann, wurde am 21. Mai das Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell im Werk 067 (so das interne Kürzel des Bremer Standortes) der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Nach dem fulminanten Marktstart der neuen C-Klasse Limousine im März, ist dies also der nächste wichtige Paukenschlag der Schwaben auf dem Weg zur Spitze der Premium Hersteller. „T“ – das steht auch in der vierten Generation C-Klasse für „Touristik und Transport“ und spiegelt besser, als jemals zuvor den Charakter dieser Fahrzeuggattung wieder: Praktisch, geräumig, elegant und auf keinen Fall für den Transport gewerblicher Güter gedacht. Denn welcher Handwerker würde schon ein Burmester Soundsystem oder die erstmals in einem Mercedes-Benz erhältlichen online Services via „Mercedes connect me“ benötigen?

In Car Entertainment auf höchstem Niveau also, darüber dürfen sich in Baureihe S205 Fahrer und maximal vier weitere Passagiere freuen. Dazu gehören natürlich auch das bereits aus der Limousine bekannte Head-up-Display für den Fahrer, sowie das in der fließend gestalteten Mittelkonsole integrierte Touchpad, auf dem man – wie bei einem Smartphone – per Fingergeste alle im zentralen und bis zu 960 x 540 Bildpunkten großen Display angebotenen Funktionen steuern kann.

Doch das T-Modell brennt nicht nur ein Technik Feuerwerk im Innenraum ab, auch die Behaglichkeit steigt, denn das Längen- und Breitenwachstum im Vergleich zum Vorgängermodell kommt den Fondpassagieren und ein klein wenig dem Gepäckraum zu Gute. Mit maximal 1.510 Litern Ladevolumen übertrifft der neue Kombi die alte Baureihe S204 um zehn Liter. Das Laderaumvolumen hinter der im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückbank wuchs um fünf Liter auf 490 Liter. Damit bewegt sich die C-Klasse auf dem Niveau von BMW 3er Touring (1.500l/490l) und Audi A4 Avant (1.430l/490l), hat aber optisch deutlich an Dynamik zugelegt.

Damit das Fahrverhalten hält, was das Design verspricht, musste auch die Rucksack C-Klasse eine Diät von 65kg über sich ergehen lassen und bekam zum Ausgleich die neue 4-Lenker-Vorderachse mit elektromechanischen Direktlenkung. Wem das nicht reicht, kann optional die für diese Klasse einmalige Luftfederung samt Agility Select Schalter für noch mehr Dynamik ordern. Den passenden Antrieb gibt es je nach eigenem Anspruch und Geldbeutel dazu. Die Benzinmotoren starten beim C180 mit 156PS und enden mit 333PS im C400. Sparsamer, aber kaum weniger dynamisch geht es mit den Dieselaggregaten vorwärts. Hier macht der C180 BlueTec mit 115PS den Anfang und der C300 BlueTEC HYBRID (inkl. 20 kW Elektromotor) bildet mit 231PS die Spitze der Selbstzünder.

Auch wenn die technischen Daten zum S205 keine wirkliche Überraschung darstellen, wenn man auf mein-auto-blog.de die Berichte zur C-Limousine verfolgt hat, so ist es Mercedes-Benz trotzdem gelungen mit dem T-Modell die schönere C-Klasse auf die Räder zu stellen. Zusätzlich hat man dabei auch noch den Spagat zwischen gelungenem dynamischen Design und hohem Nutzwert geschafft. Es sind nämlich die überlegten Details, die den Kombi vom Viertürer abheben. Dazu gehören die clevere dreigeteilte Rückbank mit ihrer Fernentriegelung von der Ladeluke aus genauso dazu, wie der optional erhältliche „Hands Free Access“, um die Heckklappe mit einer Fußbewegung unter der Heckschürze vollautomatisch öffnen zu können.

Fehlt also nur noch der Preis für den schwäbischen Edellaster mit dem Geburtsort in Bremen. Hier hält sich Mercedes-Benz aber noch bis zur Markteinführung im September bedeckt, doch unter 37.000 Euro wird man kaum eine C-Klasse als T-Modell bekommen.

 

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Axel Griesinger
Eigentlich wollte ich Auto Designer werden. Eigentlich würde ich gerne eine private Autosammlung eröffnen. Eigentlich war ich während meiner Schulzeit verdammt schlecht in Deutsch. Eigentlich verstehe ich bis heute nicht, warum ich so gerne über meine Erlebnisse in allem, was vier Räder und einen Motor hat, berichte. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag Auto fahren, weil es einfach Spaß macht.

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