Wenn Print online geht.

Hinter dem "Blau" verbirgt sich der angeklickte Beitrag

Es ist ein hartes Brot für die dahinsiechenden Print-Medien. Online wirft einfach nicht die benötigten Werbeerlöse ab.

Was also tun? 

Man versucht sich im Online Bereich mit den gleichen Methoden wie im Print-Bereich und versaut dem User damit mal so ordentlich die komplette Freude am so eben per Link aufgerufenen Artikel. In meinem Test habe ich einfach den Facebook-Link der Autozeitung über den neuen Alpina B5 Bi-Turbo aufrufen wollen -heraus kam und man kann es in feinstem Online-Sprech nicht anders ausdrücken:

Hey Autozeitung y r u  serious fucking up my screen?

Doch gemach, schauen wir uns an, worüber sich der geneigte Websurfer aufregen könnte. Zur Erklärung, das Bild zeigt 1280 x 1000 Pixel – wenn Sie also in einer Auflösung surfen die breiter ist, dann sehen Sie nur mehr Whitespace. Surfen Sie mit noch weniger Pixel in der Höhe, dann, ja dann haben Sie vom Artikel noch gar nichts gefunden.

Die roten Flächen sind Werbung. Die grünen gehören zum Standard-Layout der Webseite und dienen der Orientierung. Die blauen, ja die kleinen blauen Flecken sind der Inhalt. Der Grund für den Besuch auf der Webseite.

Autozeitung y r u not show me the content?
Autozeitung y r u not show me the content?

Herzlichen Glückwunsch an die Autozeitung – so wird die Onlineseite des Automagazins aus dem Bauer Verlag ebenso erfolgreich werden, wie das Print-Magazin.

 

Edit:

Es geht noch schlimmer, wie der Screenshot von eben zeigt:

Besonders unterhaltsam ist daran, es ging um einen Beitrag mit dem Titel:  „Die Autozeitung kämpf darum, der Frühstarter 2012 im Internet“ zu sein. Inhalt des Beitrages? Die gestern im Internet aufgetauchten Fotos vom neuen Audi A3 – nur dumm, wir hatten diese Fotos gestern bereits online. (Autofahrer-Zeitung)

Sorry Köln, den Kampf habt Ihr bereits verloren.

Edit II: My fault. Ich habe mich verlesen. Es ging um den A3 der „kämpft“, nicht die Autozeitung.  Der Rest der Kritik am Online-Auftritt der Auto Zeitung bleibt davon unbetroffen.

 

Edit III:

Und nein. Nicht alle reinen Online-Webseiten sind besser, es gibt auch hier extreme Beispiele – zum Bsp. diese hier:

Hinter dem "Blau" verbirgt sich der angeklickte Beitrag
Hinter dem "Blau" verbirgt sich der angeklickte Beitrag

Das ist schon fast frech. Man klickt auf einen Beitrag und wird bombardiert mit Werbung. Womit ich wieder bei meinem Post von vor ein paar Wochen bin:

Online-Medien müssen neue Finanzierungsformen finden, Online-Werbung ist es in dieser Form auf jeden Fall nicht.

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

11 Comments

  1. Ist doch klar wwarum gerade im Autobereich viel Werbung geht: Hier erreicht man fast alle Zielgruppen. In anderen Bereichen sind die Zielgruppen eher spezialierter. Zur Menge der Werbung: OK, etwas viel. Zur ersten Seite hast Du angegeben, das es Autozeitung ist, aber was ist denn die zweite Seite, die noch schlimmer ist? Eines aber sollten wir alle bedenken: Wenn die Anbieter die Kosten mit Werbung ausgleichen, müssten sie Zugangsabos einrichten oder so. Also das man sich anmelden muss, einen monatlichen Betrag zahlt und dann erst die Artikel lesen kann. Hamburger Abendblatt macht das so oder hat es mal so gemacht. Wir sind uns in einer Sache bestimmt alle einig: Es ist nicht zu verlangen, dass die Seitenbetreiber alles kostenlos machen. Immerhin haben die dadurch sicher Kosten, die gedeckt werden müssen. Und damit meine ich nicht nur den Internetanschluss.
    Gruss aus Bonn

  2. Yo einige Aspekte hätten nicht rot sein müssen. Aber der generelle Trend ist definitiv richtig und ich finde es auch heftig, wie krass die Blogosphäre und der „Autointernet“ mit Werbung verpflastert ist. Um einiges stärker übrigens als andere Branchen.

  3. Nicht nur auf dem ersten Bild zu erkennen, sondern sogar auf dem Bild im Header dieses Blogs eindeutlig: „AUTO SALON GENF“ ist der Rubrikenkopf für den Bereich, wo alles zu eben dieser Veranstaltung zu finden sind. Das ist also kein Werbemittel! Kritik ist grundlegend berechtigt, die Seite ist werbetechnisch überlagert, aber die Kritik sollte sich im korrekten Maße bewegen und nicht übertreiben sein.

    1. Ist das etwas was man beim Aufruf des Links sehen will? Nein. Der Besucher will imho zum Beitrag, der wird jedoch bestmöglich versteckt. Kritik sollte nicht übertreiben. Einverstanden. Und Kommentare sollten nicht anonym sein 😉

  4. Leider hat der Autor nicht ganz korrekt gearbeitet: Rubrikenkopf und Bildergalerie sind definitv keine Werbung! Trotzdem sollte die Autozeitung die Vorgehensweise überdenken…

    1. Rubrikenkopf? Bildergalerie?
      Ist das 2.te Bild gemeint? Dann ist das wohl hinter dem Werbe-Layover.
      Damit ist dort beim aufrufen der Seite: Werbung.